Frage von HerzSchmerz0612, 71

Bombardiert Deutschland eigentlich auch Syrien?

Und liefern wir Waffen dort runter?

Antwort
von DerTroll, 52

Bisher bombadiert Deutschland gar nichts. Und wenn es soweit kommen sollte, würde Deutschland auch nicht Syrien als solches bombadieren, sondern gezielte Stellungen des IS. Allerdings ist es unwahrscheinlich, daß Deutschland Luftangriffe fliegen wird. Die deutsche Beteiligun sieht in der Regel anders aus, zumal die Stärken bei der Bundeswehr ganz woanders lieben. Wie genau sich Deutschland beteiligen wird, steht noch nicht fest. Fakt ist nur, Frankreich hat sich auf einen Vertrag berufen, nachdem Deutschland zur Hilfe verpflichtet ist. Wie genau die Hilfe aussieht, wirst du schon noch aus den Medien erfahren, sobald es spruchreif ist.

Kommentar von Superstudent ,

Die Stärken der Bundeswehr liegen anders - der war gut ;-). Die Bundeswehr hat derzeit überhaupt keine Kapazitäten für ein größeres militärisches Vorgehen.

Kommentar von DerTroll ,

Ich habe nicht von der Kapazität geredet, sondenr wirklich von den Stärken, wie sich die Bundeswehr auch in anderen Einsätzen einbrigen kann. Das wäre z.B. der Sanitätsdienst, die ABC-Abwehr und die Logistik und Instandsetzung, der Feldjägerdienst auch zum Teil... In den anderen Einsetzen wird das auch von Deutschland gestellt, so wie andere Länder auch ihre Spezialitäten einbringen. Daß die Kapazität jetzt knapp wird, liegt eher daran, daß ein allgemeiner Personalmangel bei der Bundeswehr herrscht. Man hätte halt die Wehrpflicht nicht so radikal abschaffen sollen.

Kommentar von Superstudent ,

Die Kapazitäten haben unmittelbar mit den Stärken zu tun. Da sieht es bei der Bundeswehr aber ziemlich düster aus und das nicht erst seit der Abschaffung der Wehrpflicht. Die hatte mit den operativen Fähigkeiten und "den Stärken" ohnehin nicht viel zu tun, weil Wehrpflichtige bekanntlich nicht nach Afghanistan oder in andere Einsätze geschickt werden. Akut hat die Bundeswehr weniger ein Personalproblem als vielmehr eines mit Effizienz und Material. Die Logistik ist übrigens mit Sicherheit kein Aushängeschild der Bundeswehr, weil derzeit keine modernen Lufttransportkapazitäten vorhanden sind.

Kommentar von Superstudent ,

Der Korrektheit halber, die Wehrpflicht wurde formal nicht abgeschafft, sondern ausgesetzt. Faktisch kann sie aber so schnell nicht wieder eingeführt werden, weil sowohl viele Kreiswehrersatzämter als auch entsprechende Bundeswehrstandorte längst geschlossen wurden.

Kommentar von DerTroll ,

ja ich kenne mich an sich ziemlich gut mit der Bundeswehr aus. Gehöre ja auch dazu. Was ich meinte, ist nicht die Abschaffung der Wehrpflicht, sondern die Abschaffung die Wehrpflicht als Personalbezugsquelle zu nutzen. Ich weiß, daß sie formal gesehen nur ausgesetzt ist. Wir haben genug Leute, zur Erfüllung der Aufgaben im Ausland. Nur wenn wir die alle abrufen, können wir die Aufgaben im Inland nicht mehr erfüllen. Da fehlt es eben an dem, was früher die Wehrpflicht eingebracht hat.

Kommentar von Superstudent ,

Sicher, nur ist Zwangsarbeit nicht mehr zeitgemäß, politisch nicht vermittelbar und es gibt zudem genug Streitkräfte auf der Welt, die mit einem geringeren Etat als die Bundeswehr auch ohne Wehrpflicht weit bessere Ergebnisse erzielen. Die Bundeswehr hatte 2013 ein Budget von 48 Mrd. USD und gehört damit global zu den Top 10. Dennoch existieren andere Armeen, die offensichtlich schneller und massiver agieren können als die Bundeswehr. Frankreich beispielsweise gibt, wenn man die Kosten für die Force de frappe abzieht pro Jahr gar nicht so viel mehr aus als Deutschland und kennt überdies keine Wehrpflicht. Dennoch kann man sehr kurzfristig und in bedeutendem Maßstab global agieren, das haben u.a. die Einsätze in Mali und nun in Syrien gezeigt. Eines ist klar: Der Grund dafür liegt weniger in den Kasernen, als im Verteidigungsministerium in Berlin, wo seit der Gründung eine unausgegorene Bundeswehrreform die nächste ablöst.

Kommentar von Superstudent ,

Aber ich denke das Problem wurde mittlerweile wenigstens im Ansatz erkannt, denn der Etat soll in den nächsten Jahren steigen. Aber da du ja von der Bundeswehr bist, wirst du auch viel stärker mit diesen Fragestellungen konfrontiert, als ein Zivilist.

Allerdings ist das in anderen Bereichen nicht viel anders, das Gesundheitssystem hat im Großen betrachtet sehr ähnliche Probleme. Darf ich fragen, wie die Rezeption der Verteidigungsministerin v.d.L. in der Bundeswehr ist? Ist eine Frage, die mich schon immer interessiert hat.

Kommentar von Superstudent ,

Noch etwas, auch wenn du das möglicherweise weißt: Die Nato setzte bekanntlich fest, dass die Mitglieder 2% des BIP für die Verteidigung ausgeben sollen. Das tun aber nur wenige Staaten, wovon gerade der amerikanische Bündnispartner nicht sehr begeistert ist.

Dennoch, für Deutschland, das ein BIP von 3,73 Billionen Euro hat würde das bedeuten, dass der Verteidigungsetat etwa 75 Mrd. Euro betragen müsste.

Kommentar von Twinkles ,

Die Kanzlerin hat sich klar dazu geäußert, sie setzt tatsächlich auf Aufklärung.

Kommentar von Superstudent ,

Hört sich nach einer guten Strategie an, wenn man den Verbündeten sonst nicht helfen kann.

Antwort
von andre123, 20

Man unterstützt die Perschmega (Kurden aus dem Irak) die gegen die IS kämpfen mit  nicht mehr ganz aktuellen  "Gratis"-Waffen

Antwort
von halloschnuggi, 23

Ja und nicht nur

Antwort
von AppleTea, 66

Naja.. Wer bekommt denn von uns keine Waffen??

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