Frage von HansHans1, 88

Bohr gegen Heisenberg?

Hallo, Kann mir jemand sagen, warum Bohrs Atommodell ein Widerspruch gegen die Heisenbergsche Unschärferelation ist.

Grüße Hans

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von bossmodus1, 24

Bohr sagt das sie fest im Raum sind, mit ungefähr dem selben Abstand.
Heisenberg meint das man nicht sagen kann wo sie sind, sondern nur ungefähr.  

Antwort
von OlliBjoern, 18

"Widerpruch" gefällt mir hier nicht so wirklich. Eher kann man sagen, dass das quantenmechanische Modell manche Dinge präzisiert hat. Immerhin konnte das Bohrsche Modell erstmals (!) die Atomspektren erklären (was ein Erfolg war, das wird heute leicht vergessen).

Auch das quantenmechanische Modell muss die Atomspektren erklären können (das tut es auch). Freilich hat es ein paar Vorteile:
- das fehlende "Strahlen" der Elektronen ist nun kein Problem mehr (keine "ortsfesten" Elektronen, keine Kreisbahnen)
- es erklärt den räumlichen Aufbau der Atomhülle besser (diese ist kein "Planetenmodell", sondern eine Linearkombination verschiedener "Wolken" salopp gesagt)

Und damit ist auch der Weg geöffnet zu den Molekülorbitalen, und einer besseren Beschreibung chemischer Bindungen (z.B. Doppel- und Dreifachbindungen, aromatischen Zuständen etc.).

Antwort
von TheCteacher, 20

Der wesentliche Unterschied besteht darin dass diese beiden garnicht vergleichbar sind. Bohr beschreibt sein Atommodell mit Elektronen auf festen Bahnen rund um den Atomkern. Heisenberg beschreibt die Eigenschaft der Atome, dasss entweder der aktuelle Aufenthaltsort oder die Geschwindigkeit bestimmen kann. Jedoch niemals beides, deshalb die Unschärfe, entweder ist der Punkt scharf( falls dies Gewünscht ist) oder die Geschwindigkeit(d.h. Ort wird unscharf)

Antwort
von quanTim, 30

Bohr sagt mehr oder weniger, das elektronen sich an bestimmten definierten punkten/auf definierten bahnen befinden

heisenberg sagt mit seiner unschärfetheorie so ziemlich genau das gegenteil

Expertenantwort
von botanicus, Community-Experte für Chemie, 47

Es liegt im Wesen von Modellen, Teilbereiche der Wirklichkeit zu veranschaulichen. Insofern kann ein Modell keinem anderen widersprechen, es kann nur andere Aspekte beleuchten.

Kommentar von HansHans1 ,

Sie stehen aber im Widerspruch zueinander

Kommentar von botanicus ,

Modelle widersprechen einander nicht.

Kommentar von HansHans1 ,

Andere Frage: wird beim Quantensprung durch den Sprung Energie frei oder erst, wenn das Elektron auf die nächst höhere Schale gelangt ist, also dadurch dass es fort verweilt.

Kommentar von JTKirk2000 ,

Wenn ein Elektron auf ein höheres Energieniveau gelangt, dann weil es diese Energie gerade innehat. Die Energie wird dann oder kurz davor frei, wenn das Elektron wieder auf sein normales Energieniveau zurückgeht - dass ist dann der Quantensprung, soweit ich das richtig verstanden habe.

Antwort
von BBoyD, 13

In den Bohr´schen Postulaten wird ja angenommen, dass die Elektronen eine feste Bahn haben und dass sie sich um den Atomkern drehen ohne Synchrotronstrahlung zu verieren. Das ist aber falsch. In der Heisenbergschen UNschärferelation heißt es, es gibt keine feste bahnen, nur Aufenthaltswahrscheinlichkeiten. Außerdem gilt der Welle-Teilchen-Dualismus. Erst mit der Miteinbeziehung der HU gelingt ein widerspruchloses Modell.

Antwort
von Reggid, 47

weil es elektronen auf festgelegten bahnen mit einem exakt-definierten impuls annimmt.

Kommentar von HansHans1 ,

Warte, wer sagt denn was

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