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Böhmische Bahnhöfe in spanischen Dörfern

Frage von Buchfink Buchfink

Jeden Donnerstagnachmittag arbeite ich ehrenamtlich in einem örtlichen Seniorenheim und helfe dabei die Bewohner zu beschäftigen. Einer unserer Heimbewohner kommt aus Dänemark und saugt wissbegierig die deutsche Sprache auf. Er verwendet dem Genitiv und nutzt den Konjunktiv, als wäre es seine Muttersprache.

Aber: Er bringt unbewusst "deutsche Sprichwörter" durcheinander, was dann zu den seltsamsten Sprachkonstrukten führt und ihn mehr als einmal der allgemeinen Belustigung aussetzte.

  • Wer im Glashaus sitzt, der werfe den ersten Stein

  • Der frühe Vogel hat Gold im Mund.

  • Ein geschenkter Gaul, braucht für den Spott nicht zu sorgen

  • Wer zuletzt lacht, den bestraft das Leben

  • Der Spatz in der Hand hat kurze Beine.

Vermutlich weiß er nicht so richtig, was diese Redensarten bedeuten und hat deswegen kein Gefühl sie richtig zu kombinieren. Er verwendet aber diese Redensarten unglaublich gerne. Natürlich verzweifelt er daran und bei Unterhaltungen mischt er sich schon gar nicht mehr ein, weil seine Mitbewohner ihn schon aufziehen, bevor er sich einer Gesprächsrunde überhaupt nähert.

Wie geht man damit nun um?


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74 Abstimmungen
Abstimmungen
Mach es so: 4
Rede mit den anderen Bewohnern, die sollen den armen Dänen in Ruhe lassen. 4
Schenk ihm ein Buch, in dem Sprichwörter und ihre Bedeutung erklärt werden, damit er es lernen kann. 22
Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig. 40
Er soll sich ein dickes Fell wachsen lassen. Ein Wikinger kennt keinen Schmerz. 4
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Antworten (1-30 von 69)

  • 3
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von GrueneFee GrueneFee
    Abgestimmt für: Er soll sich ein dickes Fell wachsen lassen. Ein Wikinger kennt keinen Schmerz.

    Trotzdem kann so ein kleines Buch nicht schaden ;)

    Kommentar von Buchfink BuchfinkBuchfink

    Wer zuerst kommt, hat den Spatz in der Hand

    ...oder so.

    Kommentar von GrueneFee GrueneFeeGrueneFee

    Wer den Fink nicht ehrt ist den Pfennig nicht wehrt,....oder so ;)

    Kommentar von Buchfink BuchfinkBuchfink

    Der frühe Vogel fällt nicht weit vom Stamm

    ...oder so.

    Kommentar von GrueneFee GrueneFeeGrueneFee

    Ich meinte natürlich wert,..ehem.


    Ein Fink, macht schonmal einen Sommer.

    ...oder?

    Kommentar von Buchfink BuchfinkBuchfink

    Man soll den Fink nicht vor dem Abend loben

    ...oder so.

    Kommentar von kiiwii kiiwiikiiwii

    Auch schön: Wer anderen eine Grube gräbt, hat eine Taube auf dem Dach! (Ich glaube, ich mache mal mit meinen 4 Patchworkkindern ein Spiel daraus, wie oben vorgeschlagen)

    Kommentar von Buchfink BuchfinkBuchfink

    Kreativ mit Sprache umgehen kann man gar nicht früh genug erlernen.

    Kommentar von Quandt QuandtQuandt

    Noch ein Stück mehr und wir sind beim Dadaismus! ;-)

  • 9
    Antwort von Draschomat Draschomat
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.

    Das macht ihn doch voll sympathisch xD

    Kommentar von Buchfink BuchfinkBuchfink

    Sehe ich genauso.

    Aber die anderen Bewohner sind da nicht derselben Meinung.

  • 6
    Antwort von erweh erweh
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.

    Ich weiß nicht recht, ob das ein Gag sein soll, auf jeden Fall finde ich das echt gut, machs auch manchmal. Nur der frühe Wurm entkommt der Katze.

    Kommentar von Buchfink BuchfinkBuchfink

    Nein, leider kein Gag.

  • 6
    Antwort von liegestuhl liegestuhl
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.

    Sag ihm einfach einmal, wie lustig du das findest und das es einfach schon zu ihm gehört. Menschen, die Deutsch als Muttersprache haben, machen das, um aufzufallen. Wie wir in Österreich sagen würden: Bussel ihn ab, ich finde das äußerst drollig und liebenswert. Soetwas kann nicht mit dem Ratio lösen, nimm ihn an der Hand und lache mit ihm darüber.

    Kommentar von Buchfink BuchfinkBuchfink

    Meine Meinung dazu kennt er.

    Aber die anderen Bewohner ziehen ihn damit auf.

    Kommentar von liegestuhl liegestuhlliegestuhl

    Spiel ein Spiel: Wer kann am Besten Sprichwörter vertauschen ? Bring ein Beispiel ein. Das ist doch eine Kunst, wenn man es bewußt macht.

    Kommentar von erweh erweherweh

    Gute Idee!

  • 5
    Antwort von Tigger14 Tigger14
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.

    also ich finde das knuffig...das macht ihn doch so richtig sympathisch....

    Kommentar von Buchfink BuchfinkBuchfink

    Dito.

    Aber wie bringt man das den anderen Bewohnern bei?

    Kommentar von Tigger14 Tigger14Tigger14

    macht doch mal ein Spiel daraus mit allen Bewohnern, wer erfindet die besten und lustigsten verdrehten Sprichwörter

  • 4
    Antwort von strick4a strick4a
    Abgestimmt für: Mach es so:

    Der arme Däne sollte ein Buch schreiben, Zitate dieser Art müssen unbedingt der Nachwelt erhalten bleiben, das grenzt an Genialität !!

    So wäre der arme alte Däne auch beschäftigt.

    lg....strick

    Kommentar von Buchfink BuchfinkBuchfink

    Welchen Verlag würde es denn nicht verlegen machen dies zu verlegen?

    Kommentar von twinreal twinrealtwinreal

    Wieso sollte der Belag verlegen sein verlegt zu werden ?

    Kommentar von unterwegs unterwegsunterwegs

    :-D

  • 3
    Antwort von Maienblume Maienblume
    Abgestimmt für: Schenk ihm ein Buch, in dem Sprichwörter und ihre Bedeutung erklärt werden, damit er es lernen kann.

    Und dann hätte er auch noch viel mehr Sprichwörter zum genial verdrehen gleich als Sammlung parat!

    Laßt um Himmelswillen den armen Mann so wie er ist, und die humorlosen Mitbewohner sollen bleiben, wo der Pfeffer wächst!

    Kommentar von Buchfink BuchfinkBuchfink

    Die scheinen aber zu wissen, wo das Kaninchen entlangradelt.

    Kommentar von Maienblume MaienblumeMaienblume

    Dann könnte er ihnen sagen, daß sie ihm den Schuh aufblasen dürfen!

    Kommentar von unterwegs unterwegsunterwegs

    :-D

  • 2
    Antwort von digiritter digiritter
    Abgestimmt für: Schenk ihm ein Buch, in dem Sprichwörter und ihre Bedeutung erklärt werden, damit er es lernen kann.

    Würde ich so machen.

  • 2
    Antwort von trykl trykl
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.
  • 2
    Antwort von MagnoliaNe MagnoliaNe
    Abgestimmt für: Mach es so:

    Das ist doch äusserst niedlich von dem alten Herrn. Ich würde ihn niemals verspotten, sondern würde seine skurrile Art, die Sprichwörter durcheinander zu werfen, als „eine liebenswerte Macke“ definieren.


    Ich verändere manchmal ganz bewusst Sprichwörter. Mein Lieblings-Sprichwort ist: „Wer andern eine Grube gräbt, ist ein Erdarbeiter!“ Wie wahr!

    Oder: „Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe ja auf morgen!“ ;o)


    Sprich mit den Mitbewohnern und macht ein Spiel daraus: Wer die verrücktesten Einfälle beim Zusammensetzen von zwei Sprichwörten hat, bekommt eine Belohnung (denk Dir da was aus). Die alten Herrschaften werden sich anstrengen und sich gegenseitig überbieten wollen mit ihren ausgefallenen Einfällen!

    Kommentar von Buchfink BuchfinkBuchfink

    Das tue ich auch. Nur haben seine Mitbewohner Probleme damit.


    Okay, aber das ist eine bewusste Abwandlung und keine unbewusste (Halb-und-Halb)Vermischung von zwei verschiedenen Sprichwörtern.


    Und wenn sie sich dann endgültig gegen ihn verschwören, weil er im Vorteil ist?

    Kommentar von MagnoliaNe MagnoliaNeMagnoliaNe

    Nochmal:

    Die Heimbewohner werden sich überbieten an aussergewöhnlichen Zusammensetzungen von verschiedenen Sprichwörten. An eine Verschwörung gegen den alten Herrn werden sie gar nicht denken.


    Und wenn, dann soll er das Heim wechseln. Es gibt sicherlich auch Seniorenheime mit Bewohnern, die „Spass verstehen“! ;o)

    Kommentar von Buchfink BuchfinkBuchfink

    Nochmal:

    Er darf nicht wechseln. Den will ich behalten.

  • 2
    Antwort von Hamburg13 Hamburg13
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.

    saulässig!

  • 2
    Antwort von Norwegenadler Norwegenadler
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.
  • 2
    Antwort von Raller Raller
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.
  • 2
    Antwort von Kristall08 Kristall08
    Abgestimmt für: Rede mit den anderen Bewohnern, die sollen den armen Dänen in Ruhe lassen.

    Den stakkels.

  • 1
    Antwort von maddwin maddwin
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.

    er soll den Deutschen dänische Sprichwörter (auf dänisch!) näher bringen.

  • 1
    Antwort von Booba01 Booba01
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.
  • 1
    Antwort von frischling frischling
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.

    Mir fällt dazu nur ein:

    Das schlägt dem Fass die Krone auf!

  • 1
    Antwort von Melonencola Melonencola
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.
  • 1
    Antwort von Finkster Finkster
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.
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    Antwort von XxsTyLeRxX XxsTyLeRxX
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.
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    Antwort von vincentTheOnly vincentTheOnly
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.
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    Antwort von Reinkaos Reinkaos
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.
  • 1
    Antwort von geniesserin geniesserin
    Abgestimmt für: Er soll sich ein dickes Fell wachsen lassen. Ein Wikinger kennt keinen Schmerz.

    Es ist doch lustig wenn er die Sprichwörter durcheinanderbringt und neue Bedeutungen schafft und ich finde es macht ihn extrem sympatisch!

  • 1
    Antwort von nicelike nicelike
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.
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    Antwort von Kiriyama Kiriyama
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.
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    Antwort von skatergay skatergay
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.

    er sollte sich viel mit anderen unterhalten, dadurch lernt er es auch!

  • 1
    Antwort von Juppi259 Juppi259
    Abgestimmt für: Schenk ihm ein Buch, in dem Sprichwörter und ihre Bedeutung erklärt werden, damit er es lernen kann.
  • 1
    Antwort von Quandt Quandt
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.

    Kannst sogar noch einen draufsetzen und Wechstaben verbuchseln spielen, kommt steil und steigert die cerebrale Leistungsfähigkeit! ;-)

    Kommentar von Buchfink BuchfinkBuchfink

    Brain-Twister?

    Das sollte ich mir patentieren lassen.

  • 1
    Antwort von Karolus3 Karolus3
    Abgestimmt für: Er soll aus der Not eine Tugend machen. Verdrehte Sprichwörte als Markenzeichen sind doch lässig.

    Lieber Buchfink,ich habe heute zum 3.mal alles durchgelesen und dabei viel Spass gehabt.Danke. Und danke dem Dänen,Dänen lügen nicht.

    Kommentar von Buchfink BuchfinkBuchfink

    Herzlichen Dank für die Rückmeldung!

    Kommentar von Karolus3 Karolus3Karolus3

    Ich bedanke mich auch.

  • 1
    Antwort von fearfreak fearfreak
    Abgestimmt für: Schenk ihm ein Buch, in dem Sprichwörter und ihre Bedeutung erklärt werden, damit er es lernen kann.
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