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Bodentwicklung über lange Zeiträume

Frage von NX650Dominator NX650Dominator

Neigen irgendwann alle (landwirtschaftlich unbearbeiteten) Böden zur Versauerung und damit Podsolierung? Bei Silikatreichen Böden (besonders Sand?) ist das wohl der Lauf der Dinge. Kann dieser Prozess theoretisch auch bei einer Rendzina irgendwann stattfinden, oder sind die Systeme stabil?

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Antworten (3)

  • 2
    Antwort von baerli40 baerli40

    Das hängt mit dem Niederschlag zusammen. Der mehr Niederschlag und damit Auswaschung desto schneller findet das statt. Im ariden Gebiet, also wo mehr verdunstet als Niederschlag fällt, kommt es zu Versalzung. Im humiden Gebiet ist das neben dem Niederschlag, auch von der Erosion abhängig. Rendzina ist ja die erste Stufe der Bodenbildung. Es geht ja denn weiter über die Braunerde usw. bis u.U. zum Pseudogley. Die Aufkalkung in der Landwirtschaft dient neben der Verhinderung der Tonauswaschung ganz wesentlich auch der Beibehaltung des Bodenlebens und der Nährstoffverfügbarkeit. Nebenbei bemerkt: zuviel Kalk ist genauso schädlich für die Bodenfruchtbarkeit.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    DH

    Kommentar von NX650Dominator NX650DominatorNX650Dominator

    Dagegen ;-) Der Ausgangangsbodentyp ist das Syrosem. Nächster Schritt ->Rendzina (wenn Carbonat dominant) oder ->Ranker (wenn Silikat dominant) Braunerden entwickeln sich aus Rankern, nicht Rendzinen, da kalkarmes, silikatreiches Gestein. Rendzina hat über 75% Carbonat im Mineralkörper...

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Ja, aber langfristig ist nun mal die Auswaschung / Verdunstung das, was den Boden weiter verändert, egal woher er mal entstanden ist?

    Eher schon macht der Zustand des Regebns was aus - siehe Schwefeldüngung, die war jahrelang nicht nötig (solange es keine Entschwefelungsanlagen gab), und plötzlich kriegt der Raps wieder weiße Blüten....

    Im Hirt stand auch nicht viel anderes: Verlust an basisch wirkenden Kationen über

    • Auswaschung (+hohe Niederschläge, +Permeabilität des Bodens)

    • Nährstoffentzug

    Es gibt zwar unterschiedliche Gehalte, untersciedliche Pufferung und unterschiedliche Redox-Poteniale, aber "stabile" Böden, in dem Sinn wie Du sie oben meinst, gibts nicht.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Oh, Mist, muß mich korrigieren - es gibt doch Böden, die so alt sind, daß sie als stabil gelten, das nennt sich dann "Klimax.Stadium" Als Böden im eben diesem Stadium gelten Ramark (nördl. Tundra), Latosol in den Tropen und (tadaa) tatsächlich Podsol in den humiden Gebieten.

    Heißt aber nicht, "stabil" im eigentlichen SInn, sondern ist halt ein Gleichgewichtszustand, es wäscht genausoviel aus wie nachgeliefert wird. Quelle auch Hirt

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    ach, und pssst - vielleicht wärst Du tatsächlich zB im Landtreff besser aufgehoben, da lesen mehr Spezis mit)

  • 1
    Antwort von pecudis pecudis

    Hirt - Bodenkunde in Stichworten und sowas hast Du? Hab heute leider keine Zeit, guck morgen mal nach ob ich noch was finde - bis dahin ändert sich wohl nichts großes an den Böden ;) ;) SOlange man nutzt, muß man jedenfalls regelmässig aufkalken (auch mehr, als man entzieht) - ich denk mal, in der Natur sieht das nicht anders aus, nur langsamer.

  • 1
    Antwort von gartenfee gartenfee

    puh, die frage ist gut. aber ich fürchte sie ist zu speziell für hier. ich rate dir, dich an ein reines garten- bzw. landwirtschaftsforum zu wenden, wo du fachleute finden kannst. auch für bodenkunde.

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