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Bodenabsenkung in Eigentumswohnung

Frage von Elguapo Elguapo

Hallo an alle Baufreunde,

folgendes: In der Neubau- Eigentumswohnung (3-4 Jahre alt) meiner Oma senkt sich in etwa der Hälfte der Wohnung der Boden ab (Wohnzimmer, Esszimmer, Flur, Küche), was an den aufplatzenden Silikon Fugen zu sehen ist. Ganz schlimm ist es in einer Ecke im Wohnzimmer und einer im Esszimmer, da dort sich der Boden/ Estrich sich schon um ca. 5mm abgesenkt hat. Wie ist gegen sowas vorzugehen? Was ist mit der Fußbodenheizung die sich darunter befindet? Wie sieht es mit Regressansprüchen aus?

PS: Bei der Eigentumswohnung handelt es sich um eine der exklusiveren Bauweise, wo man solche Mängel eigentlich nicht erwartet.

So, jetzt seit Ihr an der Reihe! MfG

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Antworten (9)

  • 4
    Antwort von weerwoelfi weerwoelfi

    Hallo
    unbedingt notwendig ist eine möglichst genaue Dokumentation!

    • Fotos einmal so, das die Lage der Schadstelle/ des Detailfotos im Raum zu erkennnen ist;

    • alle Detailfotos mit abgebildeten Zentimeterband /maßstab paralell zur darzustellenden Fugenbewegung/ Spaltmaß

    • Außerdem würde ich an den größten Rißstellen Rißmonitore anbringen ( beim Obi und anderen Baumärkten gibts Papierbandmaße zum mitnehmen die man auch ins Ichsel anlegen /provisorisch anheften kann; zb mit Tapetenleim o Mehlkleister bei abwaschbare Flächen) Allerdings gibt es da einiges zubeachten!

      ( Beachte bitte bei deinen weiteren Formulierungen: Risse sind keine Fugen, Risse können auch in Fugen auftreten, Wandinnenecken sind keine Fugen, sondern Ichsel oder Wandinnenecken; Fugen können in Ichseln auftreten.)

    Hier kanst du dir ein Bild machen wie sowas aussieht! http://www.sv-shop.eu/shop/USERARTIKELHANDLINGAUFRUF.php?darstellen=1&Katego... und google "Rissdokumentation"

    Jedoch reicht es erstmal, wenn du mit dem Papierband arbeitest, weil die Apothekenpreisdinger da, sowieso vor Gericht nur anerkannt werden, wenn ein zugelassener Sachverständiger sie montiert.

    Für Deine ersten Vorverhandlungen mit der Gewährleistungsfirma reicht das oben Beschriebene. Wichtig ist das bei den Rissmonitoren eine Ende oder eben nicht der Bewegung herauskommt.

    Jedoch den Spruch: "Neubauten setzen sich in den ersten Jahren,das ist normal!"
    höre ich schon!
    Das ist im Prinzip auch sogar richtig, jedoch bei fachgerechter Ausführung senkt sich das ganze Gebäude gleichmäßig und man merkt nichts!
    (außer bei Anbauten-aber das ist ja hier nicht der Fall!)
    (Oder sind nicht alle Fundamente komplett neu?)

    Kontakte mich, wenn Du noch Fragen Hast!
    Alle Eingriffe sind natürlich möglichs im unsichtbaren Bereich (hinter Möbel o.ä.) zusetzen und vor Beschädigung (auch unabsichtlicher) bis zum Dokumentationende zu schützen.
    Nicht das Oma beim Putzen wieder alles abreißt!

    gr ww

    Kommentar von weerwoelfi weerwoelfiweerwoelfi

    Wenn das nicht im Erdgeschoß ist hat sich die Fundamentfrage erledigt!
    Ich vermute auch ein Absenken der Dämmung!
    ww

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    Antwort von hansjoerg1961 hansjoerg1961

    Die 5-mm-Senkung ist zu untersuchen, wäre aber, bliebe es am Ende dabei, nicht unnormal, denn Dämmung senkt sich i. d. R. bis zu 10 % seiner Stärke (erkennt man an der Materialbezeichung - z.B. 50/5). Wenn dann auch noch an der Wand auf dem "schwimmenden" Fußboden schwere Möbel stehen, muss die Senkung von 5 mm nicht mangelbehaftet sein - was aber eine Untersuchung der Sache nihct behindert. Man sollte nur an die Kosten denken, die so etwas ggf. für den Mieter auslöst, wenn KEIN Mangel vorliegt. Im Übrigen sind SIlikonfugen immer Wartungsfugen und spätestens nach 5 Jahren mal nachzuziehen oder zu erneuern - ergo ist eine abgerissene Silikonfuge erst einmal nicht automatisch ein Mangel.

  • 2
    Antwort von Seehausen Seehausen

    Da wird sich wohl nicht der "Boden" senken, sondern die Dämmschichten der Fußbodenheizung. Dies ist bei billigen Heizsystemen bzw. mangelhafter Ausführung nicht selten, aber für die Leitungen der Fußbodenheizung sehr gefährlich.

    Hier hilft nur sofortige Mängelanmeldung beim Verkäufer, ein Gutachten eines öffentlich bestellten Sachverständigen und die Hilfe eines Fachanwalts. Kostet zwar Geld, eine neue Fußbodenheizung nach Wasserschaden ist aber noch teurer.

  • 1
    Antwort von bauteufel bauteufel

    Hier setzt sich mit Sicherheit die Trittschall- und Wärmedämmung unter dem schwimmenden Estrich. Im geringen Bereich ist das normal.

    Es ist auch nicht ungewöhnlich, daß Silikonfugen abreissen, besonders wenn sie nicht fachgerecht ausgeführt sind.

    5 mm Setzung, und dann noch ungleichmäßig, wären aber zu viel. Das sollte näher zu untersuchen. Möglicherweise ist ein ungeeignetes Dämmaterial verwendet worden.

  • 1
    Antwort von zetra zetra

    Eindeutig senkt sich die Dämmung, hier muss auf jeden Fall der Mangel so angezeigt werden, dass spätere Rohrrisse der Heizung noch über die Gewährleistung als Schaden anerkannt werden.

  • 1
    Antwort von dolga dolga

    und du bist dir sicher, daß sich der boden senkt?

    (ich habe zweifel)

    reklamation ist aber angebracht

    Kommentar von Elguapo Elguapo

    Logisch, wenn man einen Spalt von einem halben Zentimeter zwischen Fuge und Boden hat ist es wohl klar das der Boden bzw. Estrich sich senkt und nicht das die Wand gewachsen ist.

  • 1
    Antwort von turalo turalo

    Solche Mängel sind auch bei einfacheren Bauten nicht zu erwarten.

    Die Gewährleistungfrist beträgt fünf Jahre, also wendet man sie an die Bauunternehmung, die das Gebäude errichtet hat.

    Kommentar von Elguapo Elguapo

    Wird auch gemacht, nur wollte ich schon ein bisschen Vorwissen sammeln. Nicht das hinterher nur neuer Silikon gespritzt wird und der Schaden somit ''untern Tisch gekehrt wird''. Parallel zum Bauunternehmen wird dann auch noch ein unabhängiger Sachverständiger eingeschaltet. Man weiß ja nie wohin es noch führen kann, dabei liegt die große Sorge auch bei der Fußbodenheizung, sinkt der Estrich weiter kann flott mal ein Riss in der Leitung entstehen oder gar ganz platzen, aber dann muss der ganze Boden samt Fliesen und Estrich raus und das sollte auf gar keinen Fall passieren.

  • 0
    Antwort von Wollelan Wollelan

    Verkäufer der Wohnung,ranholen alles dokumentieren,Gutachter bestellen,Gutachten machen lassen,die Baufirma die den Murks verzapft hat ranholen,ggf verklagen auf behebung der Schäden mit allen Folgekosten,da die Firma Garantiepflichtig ist. Nicht noch warten,sondern sofort alles in die Wege leiten,am besten über eine Kanzlei für Baurecht usw.

    MFG Wollelan

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    Antwort von sweni sweni

    Die Frage ist zunächst mal ob die Fussbodenheizung gemäß der Schnittstellenkoordination für beheizte Fussbodenkonstruktionen fachgerecht aufgeheizt wurde.

    Eingerissene Fugen sind aber auch dann nichts besonderes. Da der Verleger die Sockel wahrscheinlich zu einer Zeit verlegen musste als der Estrich gerade die Flügel gemacht hat (Brotscheibeneffekt) Beim Trocknen setzt sich der Estrich wieder und die Fuge reißt.

    Erklärung:

    Der Estrich ist durch die Folie nach unten `abgedichtet´ und kann nur von oben nach unten trocknen. Trocknende Stoffe verkürzen sich (wie die Brotscheibe die über Nacht auf der Tischplatte liegen bleibt) der Estrich hebt sich an den Rändern an. Während er durchgetrocknet legt er sich durch das eigene Gewicht aber wieder.

    Diese zu erwartenden Bewegungen überschreiten i.d.R. die Dehnfähigkeit des Dichtstoffes und unterliegen daher nicht der Gewährleistung...so stand es früher im ZDB Merkblatt. Heute wird von einer max. Dehnung von 5mm gesprochen, die die Silikonfuge aushalten muss.

    Das Problem ist, dass dieser Effekt mitnichten bei 2% Restfeuchte oder 28 Tagen abgeschlossen ist (Belegereife) Meist dauert es 2-3 Monate bis die ersten Fugen reißen.

    Interessant ist es jedoch wenn ein Calciumsulfatestrich verlegt wurde...eigentlich Standart bei Fussbodenheizung

    Kommentar von sweni swenisweni

    ...Da sollte zunächst geklärt werden, welches Bindemittel eingesetzt wurde. Der o.g Effekt bezieht sich meines Wissens nach nur auf zementäre Untergründe. Heutzutage werden aber die meisten Heizestriche mit Calciumsulfat-Fließestrich verarbeitet.

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