Frage von dennis1312, 72

Boden in der Mietwohnung verschönern, ist das so erlaubt?

Hallo,

Ich habe momentan einen alten, ziemlich hässligen PVC-Boden in der ganzen Wohnung verlegt.

Da der Boden teilweise ziemlich verkratzt ist und generell einfach nicht schön, wollte ich in der kompletten Wohnung Laminat verlegen lassen, sowie in der Küche Fliesen.

Ich habe im Internet gelesen dass man sowas mit dem Vermieter absprechen sollte und dass das dann am besten Schriftlich festgehalten werden soll.

Das Problem ist, dass ich eine Wohnung einer Vermietergesellschaft gemietet habe und man dort fast nie jemanden erreicht, ob telefonisch oder per Email. Persönlich vorbei fahren möchte ich nicht, da der Sitz der Gesellschaft nicht gerade in meiner Nähe ist.

Ich habe mal gelesen, dass das Verlegen von Laminat/Fliesen anstelle des alten, teils zerkratzen PVC Boden eine Art Wertsteigerung der Wohnung ausmachen würde. Somit wäre dem ja eigentlich nichts mehr entgegen zu setzen oder wie seht ihr das ?

MfG

Antwort
von anitari, 29

So lange für das "Verschönern" keine baulichen Veränderungen nötig sind bzw. sich diese bei Mietende problemlos wieder rückgängig machen lassen und der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt wird, kannst Du die Wohnung verschönern wie Du willst.

Ob Deine "Verschönerungen" eine Wertsteigerung darstellen kann fraglich sein.

Kommentar von dennis1312 ,

Es ist in der kompletten Wohnung ein ziemlich minderwertiger alter PVC Boden verlegt. Mit neuen Fliesen und Laminat vom Fachmann verlegt... Ich denke das würde jeder als Wertsteigerung anerkennen.

Kommentar von anitari ,

Ich denke das würde jeder als Wertsteigerung anerkennen.

Ansichtssache. Der Vermieter könnte als Sachbeschädigung ansehen.

Kommentar von bwhoch2 ,

Fachmännisch verlegtes gutes Material in einer Optik, die alle oder die große Mehrheit anspricht, wäre wohl rein objektiv eine Wertsteigerung. Dennoch gehen hier schon die Meinungen auseinander.

Kommentar von MaraMiez ,

Jeder, dem es nicht gehört, vermutlich schon. Ein Vermieter muss solche Umbauten aber nicht genehmigen oder bei Auszug beibehalten. Wir zogen kürzlich in eine Wohnung mit einer Küche, die seit Bau der Häuser in dieser Wohnung eingebaut war. Knappe 20 Jahre alt, durchgängig in Benutzung, mit aufgeqollenem, zum Teil weg geplatztem Furnier, Luftabzughaube, die gar nicht mehr funktionierte und einem Herd von Anno Dazumal. Und noch dazu furchtbar häßlich (also die ganze Küche...erinnerte so ein bisschen an Krankenhaus). Wir wollten eine Neue einbauen, was wir auch durften. Die neue Küche ist traumhaft, jeder würde sagen, sie steigert den Wert der Wohnung. Aber: wir mussten die alte Küche, so wie sie war, einlagern und müssen sie, wenn wir ausziehen, wieder einbauen. Die Arbeitsplatte zerbrach beim Transport...die müssen wir dann ersetzen. Wären wir 5 Jahre später eingezogen, hätt der Vermieter uns eine neue Küche eingebaut oder würde uns die neue bei Auszug abkaufen.

Antwort
von BIoodMoon, 44

Wenn es eine Verbesserung der momentanen Situation nach sich zieht, sind Renovierungen selbstverständlich erlaubt. Jedoch sollte und muss man dies trotzdem mit dem Vermieter aus rechtlichen Gründen absprechen.

Kommentar von dennis1312 ,

Eine Verbesserung wäre das aufjedenfall!

Kommentar von bwhoch2 ,

Nicht nur aus rechtlichen Gründen. Wie sieht es z. B. mit den Türen aus? Passen die am Ende noch?

Wie das ganze ausgeführt wird, ist ebenfalls ausschlaggebend dafür, ob sich eine Wertsteigerung ergibt und am Ende noch die Frage, wer bezahlt den Spaß. Gleich oder dann, wenn der Mieter auszieht. Das wäre der kaufmännische Teil.

Antwort
von MaraMiez, 28

Du brauchst die Zustimmung. Auch wenn du denkst, es wär ja kein Problem, es steigert ja den Wert der Mietsache, darfst du das nicht ohne Zustimmung machen (wenn du das tust, kann es sein, dass du es bei Auszug wieder in den Ursprünglichen Zustand versetzen musst. Wenn du da Laminat also dann nicht zufällig über den PVC Boden legst, sondern den Boden vorher rausreißt und bei Fließen ja sowieso, wird das schön teuer).

Und es muss ja irgendwo irgendwer erreichbar sein, schon allein wenn es um reparaturen usw. geht.

Antwort
von bwhoch2, 22

Mein Vorschlag, dem ein Vermieter nicht zustimmen muss:

Auf den PVC eine dünne Unterlage, die man unter jedes Laminat verlegt. Dann Laminat oben drauf und Randleisten rum, die man leicht und rückstandsfrei wieder entfernen kann (nicht kleben!).

Wo normalerweise Fliesen hin müssen (Küche!) gibt es sehr dünnen Vinylbodenbelag, der genauso gut für Wasser und sonstige Spritzer zu haben ist und ggf. auch wieder leicht rauszunehmen ist. Verlegt wird dieser Boden wie Laminat.

Wichtig bei allem: Die Türen müssen noch problemlos auf und zu gehen.

Wie groß ist der Abstand zwischen Türunterkante und fertigem Fußbodenaufbau? Wenn der Abstand nicht reicht, kann man mit Fitchenringen oft gut nachhelfen. Diese kommen bei den Türen in die Angeln und heben die Tür an. Achtung: Die Türen dürfen dann nicht oben schleifen.

Wenn das sicher gestellt ist, dass Du also keine Türen abschneiden musst, ist es kein Problem, ohne groß zu fragen, die neuen Böden zu verlegen. Gefallen sie der Vermietergesellschaft bei Deinem späteren Auszug nicht, kannst Du sie alle leicht und ohne Schaden für PVC darunter wieder entfernen.

Antwort
von MML88, 43

Du brauchst auf jeden Fall die Zustimmung des Vermieters

Antwort
von max230, 40

Wie wär mit nem Teppich ?

Kommentar von dennis1312 ,

Wäre eine Notlösung, natürlich allerdings nicht für die Küche. Dort müssten dann die Fliesen hin...

Kommentar von max230 ,

aber einen Teppich kannst du wegrollen wenn der vermutet ihn nicht will mit dem fließe Ist das was anderes

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