Frage von kenibora, 25

Blutverdünnungsmittel. Z.B. ASS 100 o.ä. Wer bitte hat nicht nur positive Erfahrungen gemacht sondern überwiegend negative und welche?

Immer mehr Menschen bekommen solche Medikament verschrieben, viele mit dem Argument dass sie das lebenslänglich einnehmen müssen! Viele Patienten beklagen sich aber, wenn sie z.B. nur mit dem Arm irgendwo anecken, sofort blutunterlaufene Stelle sind, welche nicht mehr so schnell verheilen

Antwort
von Pangaea, 25

Ja natürlich. Wenn man die Gerinnung (oder bei ASS genauer gesagt die Plättchenaggregation) hemmt, dann gerinnt das Blut nicht mehr so leicht. Das ist der Sinn der Sache.

Das hat aber auch automatisch und zwangsläufig zur Folge, dass man leichter blaue Flecken kriegt, dass es länger blutet, wenn man sich schneidet, und dass übrigens bei Blutabnahmen auch das Blut sehr gut "läuft". Das ist keine Nebenwirkung, das ist die natürliche Folge der Hauptwirkung.

Wie bei jedem Medikament muss man auch bei low-dose-Aspirin abwägen, ob die erwünschte Wirkung (Senkung der Herzinfarktrate und der Schlaganfallrate bei Männern, Senkung der Schlaganfallrate bei Frauen und Senkung des Darmkrebsrisikos bei beiden) einem die Nebenwirkungen wert ist oder nicht.

Zur Vorbeugung eines zweiten Herzinfarkts ist ASS absolut unumstritten, aber als Primärprävention wird es zumindest in Europa immer noch diskutiert. In den USA gibt es inzwischen ärztliche Fachgesellschaften, die low-dose-Aspirin grundsätzlich für alle Menschen ab 50 empfehlen.

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