Ich spende seit Jahren Blut. Hauptsächlich beim roten Kreuz in Berlin - wo man zwar sehr nett behandelt wird aber außer Essen und Trinken nichts bekommt. Habe jetzt angefangen Plasma bei einer anderen Firma in Berlin zu spenden HAE** - dort gibt es zwar 15 Euro aber die Mitarbeiter sind alles andere als freundlich. Ich frage mich ob ich mir das wirklich antun muss, wenn ich für über 1 Stunde Zeitaufwand nur 15 Euro bekomme und die Firmen sich damit eine goldene Nase verdienen (habe hier im Forum etwas von 500 Euro pro verkaufter Blutspende gelesen). Das sind gerade mal 3%. Wer kennt eine Stelle, wo man ein angemesseneres Entgelt für sein kostbares Blut bekommt? Bitte versteht mich nicht falsch! Ich bin kein Egoist - wenn die Firmen das Blut kostenlos weitergeben würden, dann würde ich auch weiterhin unentgeltlich spenden.
Sowas macht man freiwillig, wenn ich Geld dafür wollte, würde ich sowas garnicht machen, vielleicht brauchst Du ja selbst einmal eine Bluttransfusion...
Empfehle in Berlin für Plasma CSL Behring (gegenüber A.Springer Haus in Mitte). Bezahle 20 bzw 23 Euro und alle 4 Spenden zusätzlich 8 Euro. Personal ist freundlich, hilfsbereit und sehr professionel. Mineralwasser ist kostenlos, sonstige Getränke sind unschlagbar billig (20-40 Cent) Ebenso ist die Atmosphäre sehr angenehm. Einziger Nachteil: Sehr beliebt und es kommt daher manchmal zu Engpässen (Freitag/Samstags besonders). Für Blutspenden empfehleich die Charite in Mitte. Bezahlen 20 Euro plus Getränk zum Mitnehmen. Kaffee, Tee, Obst sind kostenlos. Ebenfalls sehr gutes und freundliches Personal.

Wenn du dafuer Geld willst,dann lass es lieber!Hoffe nur,du brauchst nie welches.Ich kann leider keins spenden wegen HAE!
Stell dir vor du hast einen Kartoffelacker. Du verkaufst einem Händler eine Tonne Kartoffeln für 15 Euro und er verkauft sie weiter für 500 Euro. Findest du das Gerecht? Auch wenn es Menschen gibt die die Kartoffeln zum überleben brauchen müssen die dafür 500 Euro pro Tonne bezahlen. Ist zwar ein abstrakter Vergleich aber vielleicht wird es so deutlicher, worum es mir geht.
taittinger365 am 3. April 2009 13:15 Hab dich schon verstanden.Dann lass es,wenn dir das Ganze drumrum nicht gefaellt.Es gibt Leute,die machen das gerne,weil sie helfen wollen!
Helfen gerne - darum hab ich es die letzten Jahre gemacht - aber ich sehe langsam einfach nicht mehr ein, warum ich mich mit 3% zufrieden geben soll. Wenn die es für 20 Euro weiterverkaufen würden - dann würde ich es gerne auch weiterhin umsonst machen.
taittinger365 am 3. April 2009 13:42 Stell dir mal vor,wieviel Leute mit deiner Blutspende zu tun haben!
OK, dann spielen wir das mal durch: und ich werde schon sehr großzügig rechnen. Miete fürs Spendezentrum (anteilig): 0,50€; Papier das du ausfüllen musst: 0,10€; Einwegmaterial(Nadel, Beutel, Röhrchen, Tupfer, Verband, etc): 2,00€; Arzt (3 Minuten): 2,00€; Personal: 3,00€; Einlagerung, Transport, Strom, etc: 2,00€; Laborbluttest: 1,00€ ... WOW - da kommt man auf nicht einmal 11 Euro - das macht immernoch einen Reingewinn von 95%
taittinger365 am 3. April 2009 16:50 Ja,und wer bearbeitet dann das Blut?
Hmmm - du scheinst da mehr zu wissen als ich! Was bearbeitet man denn an dem Blut noch, bevor man es dem Empfänger einflößt? Ich hatte bisher die Meinung, dass es dem Empfänger 1:1 gegeben wird!?!
Mann-Oh-Mann. Der Strom kommt bei Euch auch wohl aus der Steckdose. Hepatitis, Aids, Gonnorhea und Syphillis Tests kosten wohl nichts. Ebenso das hochwertige Einwegmaterial, die Kochsalzlosung, Plasma-Pherese Automaten, Kühlaggregate, Laborausstattung, Personal, Miete, Versicherung etc etc. Wenn Ihr mal genau hinschaut kosten 650 ml Plasma in der Produktion zwischen 210 und 280 Euros
Ja - und dann nehmen die auch 500 Euro von mir (bzw. meiner Krankenversicherung) - ist denen doch egal ob man 30 Jahre gespendet hat.