Frage von psychedelicgoa, 31

Blutpünktchen, Tinnitus + Pochen, Bewegungsdrang nächtlich, Depressionen, Trauma..hilfe!?

Heyho. Erstmal danke das du mir helfen willst!

Ich versuche es mal so kurz wie möglich zu verfassen. Ich bin 16, habe seit ich ca. 10 bin einen chronischen Tinnitus.

Doch irgendwas stimmt nicht mit mir. Ich habe extrem viele Blutpünktchen, besonders an den armen, was ich vorher nie hatte. Momentan habe ich öfters auch Druck und ein rauschen auf dem rechten Ohr & das pulsierend. Meine Adern werden immer öfters dick, sie kommen richtig heraus, was ich eigentlich nie zuvor hatte. (Meine Hand wird teilweise auch am Daumen dick). Nachts wenn ich schlafen möchte, geben meine arme und Beine keine ruhe. Sie sind extrem unruhig und ich kriege den totalen Bewegungsdrang. Wenn ich still liegen bleibe, schlage oder massiere ich sie teilweise, aber leider ist es ohne Bewegung kaum auzuhalten, das macht mich total verrückt! (Das habe ich aber momentan seltener, zum Glück..) Seit zwei Tagen sticht mich an verschieden körperstellen irgendwas. Dennoch ist da nichts, es ist unter der haut. Den Tinnitus habe ich eigentlich 24/7 und das seit Jahren - ich kenne das schon gar nicht mehr anders. Letztes Jahr war ich auch beim Arzt, dennoch wurde nichts gefunden. Manchmal, wenn ich mich im schnellen Gang bewege oder (eigentlich immer!) beim springen, fühle ich rechts unten an meinen Becken eine kugel. Ich war deshalb schon beim Arzt, dennoch konnte mir keiner helfen (Jahre her!), es wurden aber gallensteine gefunden. Ich kriege schmerzen wenn ich mich dann weiter belaste. (Ich muss dazu sagen: das ich ein gendefekt habe, und früher sehr viele Probleme mit meinen Organen hatte bzw bei meiner Geburt).. keiner weiß einfach was es ist. Ich habe das wirklich schon seit ich klein bin.

Hat vielleicht irgendjemand eine Ahnung, was es sein könnte? Oder zu mindestens einen teil etwas weiss?

Ich muss dazu sagen, dass ich seit meinen 10. Lebensjahr traumatisiert bin nach einem sehr heftigen Vorfall. Ich gehe mal davon aus, das daher auch der Tinnitus entstand (passt auch mit der zeit). Ich habe eine Angststörung, jeden Tag Panikattacken etc. Dazu leide ich noch unter Depressionen, hatte auch schon Anti depressiva bekommen, was ich allerdings nach einem halben jahr abgesetzt hatte, da es keine Wirkung brachte & ich nicht unnütz so was nehmen muss. Momentan habe ich allerdings eine recht gute phase.. zu dem stehe ich unter viel Stress, sei es in der schule oder zuhaus.

Was ich noch vergessen hatte: meine Hände verkrampfen ziemlich oft! Als ich letztens Klavier gespielt hatte, blieb mein Finger in der Position stehen, sie verkrampfen. Ich habe durch Belastung immer mehr biegsame Hände und kann dadurch schon fast alle Finger komplett verbiegen.. dennoch ist es alles andere als schön, wenn sie verkrampfen & sie sich nicht mehr wirklich bewegen lassen..

Vielen Dank für eure hilfe! :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von conelke, 17

O wei, da hast Du aber eine ganze Palette von Symptomen.

Hier vielleicht eine Erklärung:

http://www.restless-legs.org/

Meiner Meinung nach, solltest Du aber trotzdem nochmals einen Arzt aufsuchen oder vermutlich gleich mehrere.

Ein Trauma kann sich in vielerlei Hinsicht äußern. Es muss nicht immer nur die Psyche betroffen sein. Der Körper kann auch entsprechend reagieren, wenn man mit etwas innerlich beschäftigt ist.

Ein Psychologe könnte hier vielleicht auch helfen oder jemand, der versucht eine genaue Anamnese zu erstellen. Medikamente aus eigener Initiative abzusetzen halte ich für keine gute Idee. Wenn sie nicht helfen, muss ein anderes Medikament gefunden werden, das dann hilft oder eine andere Dosis. Man hat Dir die Medis ja nicht ohne Grund verschrieben.

Antwort
von user8787, 19

Du hast einige heftige Diagnosen in deinem Text....Trauma, Panik Störung, Angstzustände.

Ist das denn alles Fachärztlich bestätigt worden ?

Kommentar von psychedelicgoa ,

ja, ist es. ich war schon in einer klinik, etc. bin seit 2 Jahren schon in therapie, habe momentan nur eine pause, da meine Psychologin schwanger ist und ich nicht wieder bei 0 anfangen will.

Kommentar von user8787 ,

Ich halte die Pause für...nicht gut. 

Ich erlaube mir das zu sagen, mache derzeit selber eine sehr intensive Trauma Therapie. Was du beschreibst sind in meinen Augen typ. körperliche Begleitsymptome. Und glaube mir....da geht noch mehr, leider. 

Mein letzter klin. Aufenthalt dauerte durchgehend 8 Monate. Die Klinik war klasse, eine private mit intensivem Programm. Ich wollte danach auch großzügig pausieren....und zack war alles wieder da. 

Ich kann dir nur raten, bleibe dran bis das Trauma bearbeitet ist, bis du gelernt hast damit zu leben. 

Kommentar von psychedelicgoa ,

ich kann mich nicht beschweren, momentan ist läuft alles ziemlich gut.. meine Psychologin hatte mir auch geraten, eine verhaltenstherapie zu machen (was auch viel sinnvoller wäre, das weiß ich selbst), allerdings kann ich das nicht. ich weiß was auf mich zu kommen wird & das kann und will ich nicht. sie sagte mir auch jede woche, dass es eine Klinik gibt die sich nur auf Ängste etc fokussiert und es mir sicherlich helfen würde, aber ehrlich gesagt möchte ich nicht mehr in einer klinik. zu dem wäre diese bis zu 3 Stunden weg.. da kann ich dann gar nicht mehr nach hause. alleine schon wegen der schule kann ich mir das wirklich nicht erlauben.. ich kenne das leider von mir selbst auch. ich habe nie etwas gesagt, bis meine Ängste immer schlimmer wurden, ich glaube du selbst kennst das zu gut. ich wünsche dir vom ganzen herzen, das du dein Trauma und deine Ängste überwindest! bleib am Ball und arbeite weiter selber an dir. ich bin mir sicher das du es schaffen wirst! du kannst wirklich stolz auf dich sein :)

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