Blut "spenden" gegen Geld moralisch vertretbar??
Hallo,
also ich bin seit kurzer Zeit 18 und wollte schon seit längerer Zeit mal Blut spenden gehen beim DRK, aber kam bisher noch nicht dazu. Jetzt kam mir die Idee, dass ich theoretisch auch mein Blut bei ner Uni Klinik spenden könnte und die geben ja Geld dafür (statt wie beim DRK die Essen geben). Jedenfalls wäre das ein super Taschengeldzusatz für mich, da ich eh noch Schülerin bin und keinen Job habe und mir zur Zeit eh etwas kaufen will, was etwas teurer für mich wird.. Naja, zumindest habe ich dann meinen Eltern davon erzählt, was die davon halten, dass ich dann leicht damit Geld "verdienen" könnte und damit meine Ausgaben nicht so hoch sind :D Mein Vater war allerdings nicht sehr begeistert und meinte, dass man sowas ja macht, um anderen Leuten zu helfen usw und nicht um dabei groß zu kassieren, weil man dann ja sein Blut verkauft und hat halt angedeutet, dass sowas moralisch nicht so vertretbar sei.. Meiner Meinung nach kommt das aber doch eigentlich aufs Gleiche raus, also ob das Deutsche Rote Kreuz jetzt mein Blut verkauft und damit Profit macht, indem es das Blut dann an die Krankenhäuser verkauft oder ob ich es sofort an ne Uni Klinik gebe und das Geld dann selber bekomme, oder? Andererseits wäre es ja schon etwas krass, wenn ich mein Blut verkaufe, das klingt so, wie wenn ich meinen Körper verkaufen würde, nur damit ich mir mit dem Geld was anderes kaufen könnte.. Dann wäre ich ja im übertragenen Sinne wie eine Prostituiere :S
Also, ich werde definitiv mein Blut bald spenden gehen, aber wo meint ihr, soll ich das tun? Gegen Geld (aber dann sowieso nur einmalig, damit ich ein bisschen Geld bekomme, damit ich mir damit meine Traumsache kaufen kann) oder soll ich einfach zum DRK gehen und da mein Blut spenden und mir mein Geld auf andere Weise ansparen? :D
Dankeschön
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Hallo,
die Pharmaindustire macht vtl. aus einem Teil des Blutes viel Geld, aber der DRK hat auch rießen Kosten für LKW, Ärzte, Blut überprüfen u.v.m.
Ich finde dass das Essen nach dem Blut spenden sehr wichtig ist und wieder Kraft gibt. Gerade bei einer Erstspende sollte man schauen dass man mäglcihst schnell an Essen und Trinken kommt.
Außerdem finde ich dass Blut spenden ein Teil der Nächstenliebe ist und man somit kein Geld für verlangen braucht.
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In Anbetracht dessen, dass mit Blutplasma in der Pharmaindustrie ein riesen Geschäft gemacht wird, finde ich es geradezu skandalös, dass Otto Normalbürger nicht mal mehr eine Aufwandsentschädigung dafür bekommen soll. So nimmt man Leute aus.
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Beide Möglichkeiten finde ich total in Ordnung. Auch wenn Du anderen hilfst, musst Du das nicht immer umsonst tun. Umgekehrt musst Du auch nicht immer Geld dafür nehmen. Das DRK verdient mit Deinem Blut am Ende auch Geld.
Für mich hat Hilfe gegen Geld nichts mit Prostitution zu tun. Ich habe einen medizinischen Beruf. Wenn das so wäre, wäre ich mein Leben lang der Prostitution nachgegangen.
In einer akutn Notsituation steht die Hilfe an erster Stelle, danach kommt erst die Frage, ob das GEld kostet oder nicht. Das DRK nimmt auch für den Noteinsatz Geld.
Natürlich könntest Du auch Babysitten oder alten Leuten die Einkäufe gegen GEld machen.
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Meiner Meinung nach kommt das aber doch eigentlich aufs Gleiche raus, also ob das Deutsche Rote Kreuz jetzt mein Blut verkauft und damit Profit macht, indem es das Blut dann an die Krankenhäuser verkauft oder ob ich es sofort an ne Uni Klinik gebe und das Geld dann selber bekomme, oder?
Meiner Meinung nach auch !!!
Laß Dir kein schlechtes Gewissen machen , was Du vor hast ist schon in Ordnung :-)
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Habe deine Ausführungen nicht gelesen und antworte nur aufgrund der Überschrift.
Es ist moralisch nicht verwerflich dafür Geld zu verlangen oder zu nehmen. Man versucht dir nur ein schlechtes Gewissen einzureden, was einzig und allein aus dem Grund der Gewinnmaximierung geschieht. Das DRK ist nicht der "heilige Samariter" für den es so viele Menschen halten.
Notarzt rufen und Patient in Klink fahren, auch bei Minimalaufwand 800 Euro!
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Es gibt üblere Methoden, seinen Körper zu verkaufen... ;)
Und wenn gerade das DRK darüber jammert, daß unentgeltliche Spenden immer seltener werden, weil die Spender zu privaten Organisationen laufen und dort Schotter "verdienen", dann liegt es nur daran, daß dadurch der Gewinn für das DRK geschmälert wird! Das DRK verhökert Deine Blutkonserve für denselben Preis an das nächste Krankenhaus - egal, ob Du Dir die paar Kröten geben läßt oder nicht. -
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Es wäre vielleicht besser, wenn auch das DRK Geld für eine Blutspende anbieten würde. Man muss es ja nicht nehmen. Allerdings: Ethik und Moral haben immer um Grenzen zu kämpfen. Haare und Samenspenden (ein echt schmerzliches Opfer) kann man längst verkaufen, vielleicht demnächst Nieren, Herzen oder Haut. Eigentlich ist Geld die wertneutralste Belohnung für alles und ethisch völlig korrekt - im Gegensatz etwa zum oft angebotenen Gotteslohn.
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du kannst das geld schon ohne bedenken nehmen :-) moral...ich denke da gibt es schlimmeres über was man sich moralisch erheben kann als darüber ;-) für mich wäre es in ordnung wenn mein sohn zum spenden ginge und geld dafür bekommen würde :-)
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Ich sehe nichts was dagegen spricht das du es verkaufst. Angebot und Nachfrage du hast das Angebot die Nachfrage ist groß und die sind bereit zu zahlen, also ja mach es.
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Hallo
Ich weis, dass deine Frage schon recht alt ist, aber ich denke mal, dass es bessere Wege gibt als mit Blut Geld zu verdienen. Vielleichts kannst du nebenbei als Kellnerin irgendwo arbeiten oder jemandem Nachhilfe geben. Denn vielGeld würdest du wahrscheinlich sowieso nicht kriegen und so spendest du auch anderen Leuten etwas und rettest vielleiht sogar ein Leben. Viele Junge denke Spenden (Geld) sollen Alte die Geld haben, wir Jungen haben sowieso zu wenig aber auch wir Jungen können etwasfürs Wohl anderer tun.
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Blutspenden gegen Geld sind moralisch vertretbar. Denn das Rote Kreuz, das das Blut unentgeldtlich bekommt, macht damit ein Risengeschäft, weil es das Blut verkauft. Jeder, der im Krankenhaus Blutreserven braucht, zahlt auch dafür. Warum also sollst du als Spender mit einem Brötchen abgespeist werden?
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Du verkaufst nicht Dein Blut. Du bekommt eine Entschädigung für die Zeit, die Du investiert hast, wenn Du zur Spende gehst. Damit hilfst Du Patienten. Ich würde dort hingehen, wo Du am besten hinkommst und regelmäßig spenden kannst.
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Ich finde das nicht moralisch verwerflich, ganz einfach, weil dieses Blut gebraucht wird um Leben zu retten und die meisten Menschen nicht einmal daran denken, welches zu spenden, sofern sie keinen Nutzen davon haben. Lockt man sie mit Geld, tun sie es aber. Das einzig verwerfliche daran ist, dass dieses Mittel überhaupt eingesetzt werden muss. So ist unsere Art aber einfach konzepiert. Also spende dein Blut und denk positiv darüber, jemanden gerettet zu haben und dabei noch etwas Gutes für deinen Geldbeutel getan zu haben. Win - Win.
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Mit Blutkonserven wird richtig viel Geld verdient, auch vom DRK. Wenn Du Geld dafür bekommen kannst, wieso nicht? Ich finds nicht unmoralisch.
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Ich finde es schon moralisch vertretbar! LG
Dankeschön für die zahlreichen Antworten :)
Wie die meisten hier auch geantwortet haben, ist das Blutspenden gegen Geld wohl moralisch vertretbar, aber es liegt auch immer am Standpunkt. Fakt ist: Das Blut wird gebraucht und die Einen verkaufen es und die anderen spenden es unentgeltlich.
Ich habe mich jetzt für Letzteres entschieden und bin auch sehr glücklich, dass ich für meine Erstspende zum DRK gegangen bin, da sie einen dort sehr gut betreut haben und man somit auch keine Bedenken haben musste, dass Komplikationen auftreten :-)
Hallo,
herzlichen Dank für die "gute Frage" und dass du meinem Rat gefolgt bist.
ich hoffe du wirst weiterhin zum DRK spenden gehen und dein Blut nicht verkaufen.
Laut irgendwelchen Studien leben Blutspender länger :D
Also markiere dir die Blutspendetermine in deinen Timer :D
Man wird allerdings überall gut betreut, oder denkst Du, bei Bezahlung fällt die Betreuung weg?
Noch wichtiger als nach der Spende essen, ist es VOR der Spende zu essen. Häufigste Ursache für Kreislaufprobleme beim Spenden: Menschen, deren letzte Mahlzeit viel zu lange her ist.
Die Betreuung wird vermutlich überall ziemlich ähnlich gut sein, das kann ich jetzt nicht vergleichen, jedoch waren die Ärzte dort alle sehr dankbar und fürsorglich, konnten einen gut beraten und haben häufiger betont, dass wenn es einem nicht so gut geht oder halt sowas in der Richtung geschieht, man sich sofort melden sollte und man sich auf keinen Fall "übernehmen" sollte. Es wurde halt einfach deutlich, dass das alles auf freiwilliger Basis war und man hatte auch keinen "Druck" in dem Sinne, dass man sich dachte "Hoffentlich klappt alles gut, damit ich auch das Geld bekomme". Die Nahrung danach empfand ich auch als sehr stärkend, weil man sich danach ja schon etwas komisch fühlt.
Und genau so fühlt man sich bei anderen Blutspendediensten auch. Geld bekommen die auch, wenn eine Spende mal nicht klappt, was zu essen gibt es auch und ob für Geld oder die Ehre oder den zigsten Stempel im Spenderausweis, gelogen wird überall wo Menschen sind.