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Blut im Urin, Speiseröhrenkrämpfe, schlimmes Hautjucken, wer weiß Rat?

Frage von christelrothe christelrothe

Zu obiger Frage möchte ich vorausschicken, dass ich vor jetzt 3 Wochen einen akuten Blinddarm-Durchbruch hatte mit sofortiger Notoperation. Kurz vor der OP wurde noch festgestellt, dass der Urin voller Blut war. Könnte da ein Zusammenhang bestehen mit dem perforierten Blinddarm? Hatte jetzt beim Hausarzt bei einer Urinkontrolle immer noch Blut im Urin, aber nicht mehr sichtbar. Ich weiß, ich muß es vom Urologen abklären lassen, mach ich auch diese Woche noch, aber vielleicht weiß jemand noch andere Ursachen. Dann ist mein Vater plötzlich eine Woche nach meiner Op (bin gerade aus dem Krankenhaus entlassen) mein Vater verstorben. Seitdem habe ich ganz schlimmes Hautjucken (immer an anderen Körperstellen). Ich muss mich sehr beherrschen, um mich nicht blutig zu kratzen. Mein Arzt meint, das kommt von der Leber (habe sehr hohe Leberwerte). Kann es aber vielleicht auch ein bisschen nervlich bedingt sein? Wer weiß hierzu Rat? Jetzt hatte ich vor einer Stunde einen schlimmen Speiseröhrenkrampf (zum 4.mal in den letzten Tagen). Ob das alles zusammenhängt und nervlich bedingt ist. Mußte mich jetzt jeden Tag um alles kümmern mit Beerdigung etc. Es kam ja auch alles ganz plötzlich mit meinem Vater und ich war ja noch gar nicht o.k. von der Op her. Vor allem hoffe ich auf Rat, was schnell hilft beim nächsten Krampf und was man gegen das lästige Hautjucken machen kann.

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Antworten (14)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von Spatzenhirn Spatzenhirn

    beim blinddarmdurchbruch gelangen bakterien (sowohl die von der blinddarmentzündung als auch einfach normale darmbakterien) und stuhl in die bauchhöhle und verursachen eine peritonitis.

    durch das bauchfell = peritoneum können sie ganz leicht ins blut übergehen und eine sepsis = blutvergiftung verursachen.

    die alleine kann schon einmal alle organe schädigen. ist ein wirklich schlimmes und lebensbedrohliches krankheitsbild.

    auf die weise wird es auch zu einer schädigung der niere (blut im urin) und leber gekommen sein.

    ein erhöhter bilirubin-wert bei verminderter ausscheidung von galle durch die leber führt zu juckreiz. wenn dein bilirubin-wert hoch ist und also ein ikterus vorliegt wird der juckreiz höchstwahrscheinlich dadurch bedingt sein. wäre halt klassisch.

    kann aber selbstverständlich auch immer psychisch sein.

    bei den speiseröhrenkrämpfen ist am ehesten eine psychische ursache anzunehmen, sie können aber ebenfalls durch eine organische schädigung verursacht werden.

    zum beispiel durch eine schädigung im zentralnervensystem oder eben in der speiseröhre selbst entweder durch die vorige sepsis oder durch erhöhte leberparameter oder über die nieren ausscheidungspflichtige substanzen. letztere können auch wieder juckreiz hervorrufen.

    Kommentar von Spatzenhirn SpatzenhirnSpatzenhirn

    das jucken wird man eventuell mit antihistaminika unterdrücken können.

    den bilirubinwert kann man gegebenenfalls mit uv-therapie senken. ist aber nur bei besonders hohen werten indiziert.

    dem speiseröhrenkrampf kann man mit verschiedenen spasmus-lösenden medikamenten entgegenwirken. zum beispiel zentrale wie baclofen oder lokale wie butyl-scopalamin = buscopan.

    Kommentar von christelrothe christelrothechristelrothe

    vielen Dank für die ausführliche und für mich auch kompetente und auch etwas beruhigende Antwort. So haben es mir weder die Ärzte im Krankenhaus noch mein Hausarzt erklärt. Nur, das ich in einem akut lebensbedrohlichen Zustand war. Ich gehe auch selbstverständlich zum Urologen zur weiteren Abklärung und weiterhin zu meinem Hausarzt. Ich habe jetzt nur noch die Frage, ob jetzt beides (meine Op und durch den Tod meines Vaters mein seelischer und nervlicher Zustand) ungünstig zusammengefallen sind. Und noch eine Frage: wenn wieder so ein Krampf kommt, was ist als erstes am hilfreichsten: vorhin habe ich aus lauter Verzweiflung ein Glas Alkaselza getrunken und konnte dadurch aufstoßen und hatte das Gefühl, dass es dadurch allmählich besser wurde. Buscopan vertrage ich leider nicht, bekomm ich Hautausschlag von. Also nochmals vielen Dank für Ihre Antwort (sie sind sicher Arzt oder Ärztin?)

    Kommentar von Spatzenhirn SpatzenhirnSpatzenhirn

    ist natürlich schon ungünstig bzw. einfach tragisch wenn man nicht nur schwer krank wird, sondern auch noch mit solchen schicksalsschlägen konfrontiert wird.

    bei der heilung spielt die psyche ja immer auch eine wichtige rolle. sprich wenn der körper ohnehin durch stress in eine solche stoffwechsellage verfällt, dass er seine reserven mobilisiert und eher kurzfristig plant, sind die reserven für heilungsprozesse und langfristige investitionen vergleichsweise eingeschränkt.

    würde ich jetzt aber auch nicht überbewerten.

    so ist es halt und man kann nichts daran ändern. also sollte man einfach versuchen so positiv wie möglich mit beiden dingen umzugehen. wäre zumindest mein ratschlag, der wahrscheinlich schwer umzusetzen ist und den ich vielleicht selbst nicht so ohne weiteres umsetzen könnte.

    ist denn dieser ösophagus-krampf mal beim arzt beschrieben oder abgeklärt worden?

    gibt nämlich ne verschiedene ursachen dafür, oder auch andere krankheiten die sich vermeintlich so äußern könnten.

    kannst du die symptome wenn das passiert einmal genau beschreiben?

    gibt es einen zeitlichen zusammenhang zum essen? übelkeit dabei? erbrechen? blutgeschmack? sodbrennen? schwarzer stuhlgang?

    in welchen situationen tritt es auf? bei körperlicher psychischer belastung zum beispiel? wo genau sind die schmerzen? wie stark sind sie? welchen charakter haben sie? brennend, stechend, dumpf, krampfartig, pochend ...? auch schmerzen im oberbauch?

    früher schon mal so etwas gehabt? gibt es noch andere erkrankungen? bestand vor dem blinddarmdurchbruch schon eine lebererkrankung?

    gegen den spasmus könnte man im akuten anfall noch nifedipin (ein calciumantagonisten) oder nitro-präparate (eigentlich für herz und blutdruck, aber helfen hier auch.) wirkt beides recht kurzfristig und nur kurzanhaltend.

    muß man aber auch vom arzt verschrieben bekommen.

    Kommentar von Spatzenhirn SpatzenhirnSpatzenhirn

    ich wollt zu dem beruf nichts sagen.

    letztendlich ist das hier ja ein laienforum und daher sollte man alle beiträge auch mit skepsis betrachten, da man ja nie so richtig sicher sein, ob einem das richtige erzählt wird.

    Kommentar von christelrothe christelrothechristelrothe

    erstmal nochmals danke, hatte gehofft, dass Sie nochmal antworten. Also, habe meinem Hausarzt von dem ersten Krampf erzählt und er meinte gleich, das käme von der Speiseröhre und ja, kann sehr unangenehm sein. Das wars. Nun zu Ihren Fragen: Habe schon länger eine Refluxösophagitis, die aber in den letzten Monaten ohne Symptome oder Beschwerden war. Habe auch schon längere Zeit hohe Leber- und Cholesterinwerte (kein Alkohol!) Magenspiegelung und Oberbauchsonographie waren unauffällig. Gegen die erhöhten Cholesterinwerte nehme ich Simvastin. Außerdem habe ich seit Jahren rezidivierende Harnwegsinfekte, das letzte Mal im Sommer, erstmals mit Nierenschmerzen. Letzte Blasenspiegelung (allerdings schon etwas länger her) war unauffällig. Vor der jetzigen Op wurde noch eine Nieren-Sono gemacht, Nieren und Abgänge außer einer kleinen Zyste unauffällig. So, jetzt noch zu den akuten Krämpfen. Sie fangen plötzlich am Mageneingang an (krampfartig, wie wenn irgendwas abschnürt und wandert langsam nach oben Richtung Kehle (mit Druck- und Krampfgefühl). Strahlt aus bis in den Kiefer und Ohren. Dabei habe ich das Gefühl, als wenn ich aufstoßen möchte, aber nicht kann. Erst nach dem Alka Selza wurde es besser. Das Ganze ca. 1/2 Std. nach dem Essen (eine gebratene Wurst). Bitte antworten Sie mir nochmal, obwohl es schon spät ist. Danke!

    Kommentar von Spatzenhirn SpatzenhirnSpatzenhirn

    sie/du brauchen/st mich nicht zu siezen.

    laß einfach beim du bleiben.

    ok. dann wird es am reflux liegen. der wird ja wahrscheinlich mit protonenpumpenhemmern behandelt. falls nicht sollte man das in jedem fall machen. haben sehr wenig bis gar keine nebenwirkungen, von daher kann man da nicht viel verlieren.

    andererseits ist es mit leberproblemen und medikamenten immer so eine sache und individuell abzuwiegen. die protonenpumpenhemmer werden zum beispiel über die leber abgebaut.

    bei reflux wären die besagten calciumantagonisten und nitro-präparate auch eher kontraindiziert, da diese halt den speiseröhrenmuskel etwas hemmen und es dadurch eher wieder zum reflux kommt. ich denke aber für den akuten anfall sind sie vertretbar.

    eine häufige symptomatik bei leberproblemen wäre ausserdem eine sogenannte stauungsgastritis oder ösophagusvarizen, die ebenfalls solche spasmen auslösen könnten.

    durch die lebererkrankung, insbesondere bei bereits beginnender leberzirrhose kann das blut nicht mehr so gut durch die leber fließen. dadurch erhöht sich der druck in dem zuführenden gefäß der, pfortader und das blut staut sich zurück in die gedärme, die milz, den magen (wo es zu einem verminderten blutfluß und dadurch zu einer entzündung der magenschleimhaut (gastritis) kommt) und die untere speiseröhre (wo es zu krampfaderbildung kommen kann, die leicht bluten können). der pfortaderhochdruck bzw. die stauung sollte aber eigentlich bei der sonographie auffallen.

    Kommentar von Spatzenhirn SpatzenhirnSpatzenhirn

    letzlich ist es wichtig, dass herz einmal abzuklären. ähnliche symptome gibt es auch bei angina pectoris, also einer unterversorgung des herzmuskels. starke schmerzen hinter dem brustbein, druckgefühl, engefühl in der brust, evtl ausstrahlend in kiefer und hals und den linken arm (muß aber alles natürlich nicht sein), gerne auch beginnend im oberbauch (insbesondere wenn es sich um die herzhinterwand handelt.). würde auch gut zu der psychischen belastung passen, da dies die angina pectoris genauso auslösen kann wie körperliche belastung. kann auch in zeitlichem zusammenhang mit dem essen auftreten (roemheld-syndrom (findet sich sicher bei wikipedia)) und ein häufiges symptom wäre auch übelkeit mit/ohne erbrechen. ansonsten noch angst, kaltschweißigkeit, atemnot ... glaub das wars soweit.

    du scheinst aber ganz gut ausdiagnostiziert und bei deinen ärzten in guten händen zu sein.

    sicher haben die das schon alles abgeklärt, was ich hier erzähle.

    die frage wäre halt woher diese lebererkrankung kommt. scheint noch nicht so recht festgelegt worden zu sein.

    Kommentar von Spatzenhirn SpatzenhirnSpatzenhirn

    hohes cholesterin wäre zum beispiel auch ein risikofaktor für arteriosklerose, was wieder die herzerkrankung verursachen könnte. und du wärst auch im risiko-alter dafür.

    Kommentar von Spatzenhirn SpatzenhirnSpatzenhirn

    naja. ich muß mal ins bett.

    wünsche auf jeden fall gute besserung sowohl gesundheitlich als auch bezüglich der trauer und des stresses.

    falls du noch irgendwas medizinisches wissen möchtest kannst ja hier nochmal dranhängen. ich schau morgen wahrscheinlich noch mal vorbei. falls du mir später was schreibst mußt du mich mit nem kompliment oder so darauf aufmerksam machen.

    gute nacht.

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    Antwort von Gerd2 Gerd2

    Du bist durch die extremen Vorkomnisse vollkommen am Ende und das sieht nach psychischen Beschwerden aus. Der Körper kann das nicht mehr verkraften und wehrt sich. Unbedingt mit einem Arzt abklären zur Beruhigung.

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    Antwort von biggie55 biggie55

    bei dir kommt es ja wirklich knüppeldick...das jucken und der speiseröhrenkrampf kann nervlich bedingt sei. besorge dir mal zincum valerianicum tropfen,homöopathisch.die helfen sehr gut bei nervösen beschwerden.alles gute weiterhin :))

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    Antwort von zweckenflerg zweckenflerg

    alter, geh zum hausartzt, dermatologen und frag nicht 'ne internet-community

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    Antwort von Samui201 Samui201

    Am besten du klingst dich ganz schnell aus und legst dich ein paar Tage ins Krankenhaus. Egal wie groß die Belastung ist, es geht hier um deine Gesundheit und die scheint ernsthaft gefährdet zu sein. So traurig die Umstände auch sind.

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    Antwort von nice1604 nice1604

    sofort zum notarzt!

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    Antwort von Arschkrampe2009 Arschkrampe2009

    Dein Arzt

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    Antwort von tenderbloon tenderbloon

    Ich denke...es hat kaum was mit dem Blinddarm zu tun...denn dieses Organ hat keine Funktion. Lass deine Niere und deine Blase mal checken...aber dringend!!!

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    Antwort von wildflower wildflower

    erst mal herzliches beileid. nach der op solltest du dich eigentlich schonen,die symptome können vom streß kommen,können aber auch jede andere ursache haben. geh morgen früh gleich zum arzt.

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    Antwort von Seth4MyIPod Seth4MyIPod

    Ich wünsch dir auf Jeden Fall gute Besserungen Aber mehr weiß ihch auch nich

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    Antwort von SevenStarMantis SevenStarMantis

    Zu 1: Sofortige Krankenhausindikation

    Zu 2: Hmmm??? Kann viel sein...?

    Zu 3: Kann an einer Anämie liegen... Kann !

    Zu 4: Jeder Arzt nach Untersuchung von DIR.

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    Antwort von fragesteller2 fragesteller2

    das würde ich nicht bei GF zu klären versuchen. Das ist ernst

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    Antwort von Chianti Chianti

    eventuell ösophagus-karzinom?

    Kommentar von JeanRutti JeanRuttiJeanRutti

    das hätten die doch im kh feststellen können

    Kommentar von Spatzenhirn SpatzenhirnSpatzenhirn

    hätten sie können aber nicht müssen.

    wenn er sich nicht mit speiseröhrenkrämpfen dort vorstellt, überprüfen die die speiseröhre auch nicht.

    wäre aber schon sehr unwahrscheinlich, dass es sich darum handelt.

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    Antwort von tigrispanthera tigrispanthera

    Ein Arzt weiß das.

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