Frage von Loeffelqualle, 81

Bloß weil ein paar Symptome auf eine psychische Krankheit hindeuten, muss man nicht psychisch krank sein ODER!?

Mir war langweilig, also hab ich mich ein bisschen über psychologische Probleme informiert. Bei einer Krankheit hab ich einiges gefunden, was bei mir auch zutrifft. Aber ich muss jetzt nicht zwingend psychisch krank sein ODER?! Ich hab gerade echt Panik, ich fühle mich wie ein gesunder, normaler Mensch, ich WILL NICHT psychisch krank sein! D:

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Bethmannchen, 15

Auf gar keinen Fall. Man sagt ja auch, dass jemand, der von sich behauptet, er sei verrückt, mit absoluter Sicherheit ganz normal sein wird.

Du solltest dir so etwas gar nicht erst reinziehen. Ich nenne das die "Über-Informations-Falle". Jemand hat Bauchschmerzen und sucht nun nach einer möglichen Ursache. Im Internet findet er dann von Magenverstimmung bis Bauchspeicheldrüssenkrebs eine Liste, und liest sich das durch.

Je mehr er liest, desto stärker werden seine Schmerzen. inzwischen fragt er sich, ob Opa wohl an seinem Magengeschwür star? und ob er nicht besser ins Krankenhaus geht? Alle möglichen was wäre wenn gehen ihm durch den Kopf und ihm ist ja so schlecht.

Dann muss er mal kräftig rülpssen und seine Mutter bekommt das mit und meint: "Na, siehst du. Ich hatte dich  gewarnt, aber du wolltst unbedingt drei Spiegleeier zum Frühstück.

 

Genau so geht es auch mit der Psyche, weil wir ständig auf einer Stimmungsleiter leben. Deshalb reagieren wir auch unterschiedlich auf jede Situation. Sind wir ganzu oben, befallen uns so leicht keine <zSelbstzweifel, Sind wir ganz unten, bring uns jede Kleinigketi schon zum Verzweifeln.

Antwort
von skogen, 23

Das ist wie, wenn du normale Krankheitssymptome liest und du aufeinmal das Gefühl hast, dass es im Hals kratzt - Einbildung.

Zudem kann man (einige) Symptome von psychischen Krankheiten haben, ohne das diese krankhaft ausgebildet sind. Kommt natürlich auf die Krankheit an.

Expertenantwort
von DottorePsycho, Community-Experte für Angst, Psyche, Psychologie, 28

Als psychisch krank bezeichnet man Menschen erst dann, wenn sie die diesbezüglichen Kriterien erfüllen - und zwar in einem meist recht klar definierten Ausmaß. Zumindest ist es meistens "klar genug". :-))

Hättest Du beispielsweise Angst vor großer Höhe, so ist das ganz normal. Es ist nämlich durchaus gesund und lebensverlängernd, wenn man sich von steilen Abhängen etc. ein wenig zurückhält. Bis hier hin ist das also keine psych. Störung.

Eine Störung wird es, wenn die Angst zur Panik wird, wenn z.B. schon der Gedanke genügt, wenn starke körperliche Symptome auftreten etc. Dann spricht man von Akrophobie (umgangssprachlich Höhenangst).

Eine Spinnenphobie wäre also auch eine psych. Störung. Ich würde mich aber davor hüten, jemanden mit Spinnenphobie o.ä. als "psychisch nicht gesund" zu bezeichnen. Zumindest unter Laien wäre das völlig unangemessen und überzogen.

Die "Symptome", die Du an Dir beobachtet hast, bewegen sich wahrscheinlich in einem ganz normalen Rahmen, wie sie nämlich bei sehr vielen Menschen auftreten, UND es fehlen andere Symptome, die zwingend vorgeschrieben sind, damit es dann ggfls. eine psych. Störung sein könnte.

Solche Symptome würde JEDER bei sich ausmachen können. Wirklich JEDER. Also keine Sorge.

Antwort
von TheTrueSherlock, 39

Naja.. du hast sehr wenige Infos hier angegeben. Keine Ahnung, welche Symptome du hast und keine Ahnung von welcher psychischen Krankheit du sprichst.

Auch weiß ich nicht, ob du versuchst dir einzureden, dass du doch gesund bist. Klar, dass kannst du sein, aber es kann trotzdem etwas nicht stimmen.

Wenn du dich ehrlich gesund fühlst, dann ist es vermutlich nichts.

Eine psychische Erkrankung ist nichts schlimmes, man kann sich damit behandeln lassen. Es ist okay, mal nicht alleine klar zu kommen und Hilfe zu benötigen. Mach dir keinen Stress, dass du unbedingt gesund sein willst etc.

Wie lange hast du denn die Symptome? Die müssen über einen längeren Zeitraum vorhanden sein.

Eine psychische Störung ist immerhin eine Beeinträchtigung, die mit einem Leidensdruck verbunden ist und über einen längeren Zeitraum erheblich auftritt und den Betroffenen in seinem Lebensvollzug etc. einschränkt. Anscheinend trifft das nicht auf dich zu, also sei beruhigt ;)

Notfalls einfach zum Hausarzt gehen und mal nachfragen.

Antwort
von Mucker, 8


V o l l  R i c h t i g !

Jeder Student der Medizin muss z.B. bei den Infektionskrankheiten (sehr umfangreich) sämtliche Symptome und Leitsymptome kennen. Im Bereich der Psychotherapie ist es ähnlich.

Da passiert es denn auch schon mal, dass einer meint, die oder die Krankheit zu haben – obwohl er sie objektiv nicht hat.


Wenn man sich also mit Symptomen im Internet beschäftigt – birgt das häufig die Gefahr, diese falsch zu interpretieren. Insbesondere auch, weil die Erfahrung so wie das nötige Hintergrundwissen fehlt, das für eine exakte Diagnose nun mal Voraussetzung ist.

Wenn du dich also gesund fühlst, ist das überhaupt kein Grund mit Panik zu reagieren. Das bringt absolut nix - verstärkt höchstens Ängste und Vorurteile.


Was du aber machen kannst – wenn du dir Sorgen machst:

sprich mit einem Arzt oder einem psychologisch geschulten Berater (z.B. telefonisch miteinem Berater der Telefon-Seelsorge 0800 – 111 111 und ….222) und lass dich beraten. Ist unverbindlich, kostet nix und man kann auch anonym bleiben.

Und bei solchen Symptomen oder anderes einfach cool bleiben und das Ganze nüchtern und sachlich betrachten. Das nutzt dir am ehesten!

Falls man dann jedoch tatsächlich mal krank sein sollte, sagt man nicht „ich will das nicht“ ( das wär in einem solchen Fall weder hilfreich noch sinnvoll), sondern lässt sich einfach helfen und das fachmännisch behandeln.

Alles Gute !


Antwort
von extrapilot350, 33

Das will niemand. Es sind jedoch erkrankungen die so normal sind wie jede organische erkrankung. Gehe zu einem psychologen und rede mit ihm darüber. Er kann dir sagen ob du an einer psychischen erkrankung leidest.

Antwort
von Gartenphilo, 19

Nein, das ist ganz normal. Viele Störungen haben Symptome, die in gewisser Weise auch viele "normale" Leute haben. Erst die Kombination und vor allem die Stärke der Symptome macht eine Störung aus. Man muss i.d.R. also mehrere Symptome einer Störung zeigen und vor allem muss auch irgend ein persönlicher Leidensdruck da sein, oder eine Beeinträchtigung der Umwelt, sonst ist es keine Störung.

Ich sage dir, als Psychologiestudent hatte ich auch oft das Gefühl "oh, das trifft ja auf mich zu!", genau so wie Medizinstudenten im Studium ständig denken "das hab ich auch!"

Antwort
von Sanja2, 23

Grins, das ist vollkommen normal. Während meinem Studium bin ich aus Vorlesungen in denen Diagnosen behandelt wurden auch immer raus und dachte ich bin ein psychisches Wrack, denn ich habe irgendwie alles ;-)

Hast du nicht, denn um eine psychische Krankheit zu diagnostizieren muss man komplizierte Tests machen und nimmt sich richtig Zeit dafür. An ein paar kleinen Punkten kann man das nicht fest machen.

Kommentar von Loeffelqualle ,

oh, puuhh gott sei dank

Kommentar von 2015Lala ,

Richtig Zeit? Ist ja witzig wenn sich Psychologen nur ein bisschen mit mir unterhalten und mir dann Fragebögen geben und sich an den Computer setzten. Naja, egal.

Kommentar von Sanja2 ,

eine gute Diagnostik passiert mit Zeit. Vielleicht bist du an keinen guten Psychologen geraten. Fragebögen sind allerdings durchaus ein wichtiges Mittel zur Diagnostik.

Kommentar von 2015Lala ,

Naja, ich durfte mir den Psychologen bzw. die Klinik nicht aussuchen.

Antwort
von 2015Lala, 15

Nein, du musst deswegen nicht "psychisch Krank" sein. Aber du solltest dich darüber vielleicht mal mehr informieren.

Antwort
von jennywonfer, 5

Das kann nur ein Arzt oder ein Psychologe beurteilen. Das Internet kann & darf keine Diagnosen stellen, daher sind diese ganzen Tests auch bullshit. Aber wenn du ein Verdacht hast, solltest du das genauer untersuchen lassen

Antwort
von kubamax, 11

Ich habe mich auch mal mit Literatur über psychischen Störungen befasst. Ich musste mich anstrengen, eine von Psychologen festgelegte Störung nicht an mir zu entdecken. Es gibt ein Buch: Irre - behandelt werden die Falschen

Antwort
von OHBRF, 6

Es ist normal krank zu sein!  Ich möchte Dir nichts unterstellen. Doch habe ich noch nie jemanden kennen gelernt, der sich aus langer weile über psychologische Probleme informiert. Es hatte seinen Grund, warum Du Dich informiert hast! Ich weiß nicht, qwas es für Symptome sind. Du musst auch nicht zwingend krank sein. Aber solltest Du wirklich etwas haben, beißt sich Dein ich an dem: "ICH WILL NICHT KRANK SEIN!" die Zähne aus. 

Ich bin bipolar und mache aus mir kein Geheimnis. Ich kenne aber einen Haufen Kranker, die sich verstecken und Angst vor der Wahrheit in der Öffentlichkeit haben. Sie spielen sich und anderen etwas vor. Wenn Du möchtest, unterhalten wir uns drüber! Du wirst immer die Wahl haben. 

Lieben Gruß Olli   

Antwort
von Lavica96, 10

Manchmal muss man es selber einsehen das man einfach nicht ganz so normal ist das ist nichts schlimmes  es gibt nichts was man nicht behandeln kann und normal sein ist langweilig ;)

Antwort
von Dummie42, 28

Nein! Don't panic! Jeder Mensch würde da etwas finden, was auf ihn zu trifft.

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