Frage von Loveyournext, 34

blondierte haare/Haarausfall/welches Shampoo?

Hallo und zwar hab vorgestern meine Haare blondiert und mir gefällt es echt gut aber ich muss sagen ich bin von dunkelbraun auf blond und meine haare sind jetzt mega trocken und strapaziert. Meine Frage:

Könnt ihr mir ein gutes Shampoo/Spülung/Kur aus der Drogerie empfehlen wie ich es wieder einigermaßen hinkriege?? und kann ich morgen meine Haare die Spitzen so 10-15 cm schneiden oder stresst die Haare ein weiterer Friseur Besuch und ist das normal das mir aufeinmal beim käme so viele Haare ausfallen? und kann das sein das blondierte Haare iwie nicht so schnell trocknen? DANKE!!

Anzeige
Antwort
von expermondo, 5

Hallo Loveyournext,

Schau mal bitte hier:
Haarfarbe Haarpflege

Expertenantwort
von Andreas Schubert, Haarpflege-Experte, 18

Täglich fallen 80 - 100 Haare aus, weil sie sich erneuern . .. ein Haar hat eine ungefähre Lebenszeit von ca. 7 Jahren   ... danach wird es quasi abgestoßen und ein neues wächst nach.

Permanent deutlich mehr als 80 - 100 Haare täglich ist dann definitiv Haarausfall. Seltsam ... wir hatten das sogar im Biologieunterricht gelernt.

Ein Haarschnitt "sttresst" die Haare nicht und wenn ein Haarschnitt notwendig ist, dann sollte man zum Friseur gehen.
10 - 15 cm abschneiden lassen, hat übrigens definitiv nichts mit einem Spitzen-Schnitt zu tun  ...  das wären eher 10 - 15 mm.

Aber was erwartest Du jetzt von einem Shampoo oder sogar von einer Spülung?

Shampoos (gerade Chemieshampoos) sind schlicht und einfach Reinigungsmittel und die meisten dieser Produkte aus dem Supermarrkt und Drogerien basieren auch noch auf billigsten Industriereinigern, die die Haut durchlässig machen und Schadstoffe in den Organismus einschleusen können.

Spülungen sind Kämmhilfen und basieren lediglich auf einer gehörigen Portion Weichmacher  ... auch wenn sie sich z.B. Pflegespülung nennen  .... dann ist die Konzentration an Silikonen und/oder Silikon-Ersatzstoffen halt noch höher und noch mehr Rückstände lagern sich an den Haaren an  ..... unter denen die Haare dann mit der Zeit stumpf, kraftlos, teils fettend oder sogar spröde und bruchanfällig werden.

Das gilt ebenso für die meisten Supermarkt-/Drogerie-Shampoos, die laut Hersteller/Werbung mehr können sollen als lediglich reinigen.

Spülungen gehören (wenn man sie denn unbedingt verwenden will) lediglich dort in die Haarlängen, wo man mit einem grobzinkigen Kamm nicht durchkommt. Alles andere macht die Haare erst einmal "schmierig" und nach einiger Zeit dann eben wie oben beschrieben.

Was die Werbung den Konsumenten seit Jahrzehnten suggeriert, funktioniert so einfach nicht wirklich  .... und schon gar nicht auf Dauer.  Was dabei exzellent funktioniert, sind die Milliarden-Umsätze, die die Konzerne mit der Unwissenheit vieler Menschen generien.   Dabei lässt sich schon seit zig Jahren so viel Information ganz einfach via Internet beschaffen  ....  wenn man schon nicht in Biologie aufgepasst hat und/oder Mütter/Großmütter/etc. hat, die einem die wichtigsten Basics vermitteln können.

Haarpflege fängt nicht mit einem (Chemie)Shampoo an und hat ebenso wenig mit Haarspülungen zu tun.  Wären diese ganzen Produkte wirklich so toll und könnte das, was die Hersteller versprechen .... was glaubst Du denn, was wir und all unsere Fachkollegen/innen weltweit nur noch verwenden würden?      Da hätten wir plötzlich nicht mehr bei jeder Nachlieferung mal eben Konto-Abbuchungen zwischen 400 und 1.500 EUR und noch mehr Kunden/innen würden Produkte nur noch bei uns kaufen.

Schon alleine die wichtigen, täglichen Bürstenstriche und dazu noch
eines der 4 reinen Naturöle, die optimal für Haarspitzen geeignet sind,
sorgen für deutlich mehr Geschmeidigkeit, können pure Weichmacher
(Spülungen) überflüssig machen und geschmeidige Haarspitzen spalten sich
weniger rasch bei den kleinsten Berührugen, Reibungen, etc.

Mehr zu den Bürstenstrichen und den Ölen weiter unten.

Immer daran denken, dass Haare zwar "tote Hornschicht" sind und Horn eigentlich ein recht robustes Material ist, aber

1. sind Haare sehr dunn/fein
2. sind Haare in nassem/aufgequollenem Zustand extrem "verletzbar"

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschen und
massieren. Für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim
Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst,
streicht den während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut gradlinig mit den Fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nasses Haar auch nicht durchbürsten, sondern immer nur mit einem grobzinkigen Natur-Kamm vorsichtig/sachte durchkämmen

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die
Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und
nicht mehr.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss. Deshalb
empfiehlt sich auch spätestensab Schulterlänge die Haaransatzwäsche,
die dem Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser
erspart.

Für das Verdünnen und die Haaransatzwäsche sind grundsätzlich
ausschließlich hochwertige Shampoos geeignet, die auch wirklich sowohl
richtig gute waschaktive Substanzen enthalten als auch echte,
konzentrierte Wirkstoffe. Durch das Verdünnenrelativiert sich aber auch
automatisch wiedet der Kaufpreis und viele hochwertige Naturshampoos
sind dann durch diese Anwendung in den effektiven Kosten plötzlich noch
günstiger als viele Chemieshampoos, die auf billigen Industriereinigern
und gesundheitsschädlicher Chemie basieren.

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für 8,50 EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut) weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos, fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care, O'right, Sanoll, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w. . . . an einem konkreten Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Bei den Shampoos von MARIAS ist zudem nicht einmal Zuckertensid im Einsatz (ist zwar auch 100% natürlich, kann aber in wenigen Fällen zu
Kopfhautjucken führen - deshalb haben wir auch auf MARIAS umgestellt).
Es gibt mittlerweile viele Allergieren (unter Anderem auch gefördert durch
sehr viele herkömmliche Chemie-Shampoos ... und nicht nur von denen
aus Drogerien und Supermärkten, denn auch Friseurmarken wie Paul
Mitchell, Redken, Kerastase, Schwarzkopf, Wella & Co. tragen keinen
"Heiligenschein" mehr).

Mischst Du auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es
auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage
in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf die
Kopfhaut.

Zusätzlich (und eigentlich grundlegend) sorgen logischerweise auch die täglichen Brüstenstriche für geschneidiges Haar .... seitdem zig Millionen
Menschen denken (weil es die Werbung ja sagt), Chemieshampoos und
Spülungen hätten wirklich etwas mit Haarpflege zu tun, sind solche
Basics leider etwas "aus der Mode geraten" ... auch wenn gerade die
täglichen Bürstenstriche .... richtig durchgeführt .... den meisten
unserer Kundinnen haufenweise Produkt(e) ersparen.

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR. Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die Bauweise
der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf führen kannst und
so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst. Außerdem entfällt
so die "Hebelwirkung" mit dem Anfassen am Griff und somit geht das bei
50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig! Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz
über den Kopf bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen
hinaus ... und das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

Immer daran denken: Wirklich sinnvolle, wirksame, nachhaltige und effiziente  Haarpflege fängt nicht mit irgendeinem Shampoo an und schon gar nicht mit irgendwelchen Chemie-Shampoos . . . und Spülungen sind nur Kämmhilfen.

Toi toi toi und ich drück' Dir die Daumen für schönes, gesundes Haar.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community