Frage von KotzKurt, 66

Blockaden im Rücken/Rückenschmerzen beseitigen?

Hi, ich musste jedes mal, wenn ich beim Orthopäden war, musste er meine Blockaden lösen. Vor allem ging es um die Brustwirbelsäule. Ich hab meinen nächsten Termin im Dezember, aber spüre, wie es sich wieder ausgerenkt hat. Ich fragte meinen Orthopäden, ob ich mich selbst einrenken kann. Er empfohl mir daraufhin eine Blackroll. Auf Youtube sah ich allerdings nur normale Übungen für die Muskulatur. Meine Rückenschmerzen sind sehr lästig, ich muss die Blockaden loswerden. Empfehlt ihr mir auch eine Blackroll? Ich brauch auch was langfristiges, da ich durch meinem Sport geworfen werde, blockiert sich manchmal was.

Ich hoffe wirklich sehr, dass ihr mir helfen könnt

PS: Ich hab ne Wirbelsäulenverkrümmung

Antwort
von Suesse1984, 40

Ich habe auch öfter etwas ausgerenkt, mal sind es Brustwirbel, mal Wirbel im oberen Rückenbereich. Ich kann dir die Black Roll nur empfehlen, habe sie jetzt ca seit 1 Jahr und roll meinen Rücken da mind 1xtgl drüber. Währenddessen merkt man richtig wie es knirscht und die Faszien gedehnt werden. Mittlerweile hab ich wirklich sehr selten noch einen ausgerenkten Wirbel oder eine Blockade, die Roll hält den Rücken iwie total beweglich wenn man es öfter macht.
Am Anfang ist es ziemlich unangenehm weil man es nicht gewohnt ist so viel Druck auf den Rücken auszuüben, aber je öfter man die Roll benutzt, desto weniger unangenehm ist es, desto befriedigender ist das Ergebnis wirklich zu merken, wie man die Wirbel alleine ohne fremde Hilfe wieder richtig "sortiert" :D

Kommentar von KotzKurt ,

Ich werde mir jetzt definitiv eine holen. Mein Orthopäde hat sie mir sicher nicht einfach so empfohlen, aber ich war trotzdem skeptisch, dass sich bei den Übungen was löst. Danke für den Erfahrungsbericht und viel Spaß noch beim Rollen ;) Woher nimmst du die Übungen, oder rollst du wirklich nur gerade drüber?

Kommentar von Suesse1984 ,

Ja also eigentlich leg ich mich da nur mim Rücken drauf und lauf dann mit den Beinen den Boden entlang. Iwann entwickelt man dabei aber ne spezielle Technik, zumindest wars bei mir so, sodass du gezielt die Wirbel einrenken kannst :D
zB kann man ne Art Hohlkreuz dabei machen und die Arme hinter den Kopf nach oben strecken und dabei jeden Wirbel einzeln dehnen (zumindest fühlt es sich so an) und wenn man dann versucht nen Rundrücken zu machen und die Arme vor der Brust verkreuzt, kommst du zwischen die einzelnen Wirbel... Hmm das hört sich jetzt komisch an :D aber wenn du sie hast weißt du bestimmt was ich meine :D

Kommentar von KotzKurt ,

Ich melde mich dann bei dir, wenn es soweit ist ;)

Antwort
von Grobbeldopp, 42

Es gibt keine Blockaden. Das ist nur eine Metapher.

Kommentar von KotzKurt ,

Das hat doch nicht bewirkt, dass die Frage unverständlich wird?

Kommentar von Grobbeldopp ,

Nein, aber es könnte sein dass der Orthopäde mehr auf den Placeboeffekt baut, was vielleicht eine andere Sichtweise auf das Thema wäre. Ich kann dir leider keine Tipps zu den Rückenschmerzen geben.

Das Wort "Blockade" allein schon als das Schmerzgeschehen beschreibend anzusehen könnte durchaus einen Einfluss haben. Die Wahrnehmung von Rückenschmerzen ist relativ deutlich vom Kopf mit beeinflusst.

Kommentar von Tanzistleben ,

Du hast so recht! Diese ganzen Ausdrücke wie Blockade, Wirbel ausgerenkt, wieder einreden,  etc. sind so viel Blödsinn, dass einem übel wird! Wenn die Leute sich nur im geringsten mit Anatomie beschäftigen würden, wäre klar, dass ein tatsächlich "ausgerenkter Wirbel", schwerste Folgen für das Rückenmark bis hin zur Querschnittlähmung hätte. Noch weniger kann ein Orthopäde einfach so in einer Praxis, einen Wirbel wieder "einrenken". 

Auch chiropraktische Behandlungen sind sehr mit Vorsicht zu genießen, da der Schaden oft größer ist, als der etwaige Nutzen, besonders, wenn man sich öfters auf diese Weise behandeln lässt.

Wovon hier tatsächlich geredet wird, sind Irritationen, die im Millimeterbruchteil-Bereich liegen und vor allem Muskelansätze und Bänder betrifft. Die vielgerühmte Black Roll wird als "Beschäftigungstherapie mit Placebo-Effekt" empfohlen. Tatsächlich bewirken kann sie kaum etwas und wenn, dann nicht nachhaltig. Sinnvoll kann sie trotzdem sein, denn wenn der Patient das Gefühl hat, dass sie gut tut, ist sie auch berechtigt. 

Was mich bei dem Fragesteller bzw. dessen Orthopäden sehr verwundert, ist, dass eine Sportart, bei der geworfen wird, trotz Wirbelsäulenverkrümmung gestattet wird. Entweder die Verkrümmung ist so minimal, dass sie zu vernachlässigen ist, oder der Orthopäde hat noch wenig von Verantwortung gegenüber seinen Patienten gehört. Dass Aufklärung und Erklärung in der Kassenpraxis nicht betrieben wird, zeigt sich hier wieder einmal sehr deutlich.

Kommentar von KotzKurt ,

Ich habe eine Wirbelsäulenverkrümmung von 8°. Ich hoffe, dass nach dieser Offenbarung der Placebo Effekt noch wirkt. Das ist schließlich besser, als wenn man die Fragestellung auseinandernimmt und mir gar nicht weiterhilft.

Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin froh, dass ich jetzt nicht dumm sterben muss. Die Kommentare sind gerechtfertigt, aber meine Rückenschmerzen nimmt es mir nicht. 

Ob die Sportart gut ist oder nicht (Ringen), darüber streiten sich alle Orthopäden, die ich hatte. Ich hab eine lange Zeit ausgesetzt, es wurde nicht besser, sondern teilweise schlimmer. Beim Ringen wird der Rücken ständig trainiert. Die Schmerzen im Steiß wurden dadurch mehr gelindert, als durch Physiotherapie! Der Nachteil ist, dass man sich bei falsch durchgeführten Würfen "verrenken" kann (wie nennt man das jetzt? Ich bekomme davon bestimmt keine Querschnittslähmung) Einer meiner Trainer ist Kinderchirurg und Physiotherapeut. Sicher weiß er mehr, als alle Laien, wie mich, bei den Orthopäden ist sozusagen eine Pattsituation entstanden

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