Frage von Niiklasxx, 54

Blitz im See?

In der Schule haben wir einen Versuch gemacht. Wir haben geschaut ob Wasser Strom leitet. Wir sind zum Entschluss gekommen das es nicht der Fall war. Aber wieso soll man bei Unwetter dann aus dem See gehen?

Antwort
von FragaAntworta, 53

Der Blitz trifft auf die Wasseroberfläche. Da Wasser den Strom schlecht leitet, kann die Energie nicht vollständig an einem Punkt nach unten abfließen. Daher breitet sich der Blitz über die Wasseroberfläche in alle Richtungen aus. Die Energie des Blitzes ist in der Nähe des Einschlagpunkts so hoch, dass das Wasser beim Kontakt mit dem Blitz sofort verdampft. Es bildet sich eine Wasserwelle. Je weiter man vom Einschlagspunkt entfernt ist, umso schwächer wird der Strom.

Der Schwimmer im See – wird automatisch zu einem Blitzableiter.

Der Grund: Der Blitz bevorzugt höhere Objekte und mitten in einem See gibt es keine Bäume oder Häuser die den Blitzschlag ablenken könnten. Selbst wenn man untertaucht ist man Chancenlos, denn auch unter Wasser fließt noch gefährlich viel Strom durch den Körper des Tauchers.

Quelle: Wissen vor Acht

Kommentar von Karim19 ,

Kurz gesagt:
Man ist tot

Kommentar von Eichbaum1963 ,

So isses! Taucher können aber Glück haben, da die Energiedichte mit der Tiefe immer weiter abnimmt - so ab 40-50 m unter Wasser ist ein Taucher relativ sicher.

Allerdings sollte jeder bei einem aufziehenden Gewitter schleunigst das Wasser verlassen -  selbst ein  Taucher würde o. g. auch nur dann machen, wenn er a: in einem nicht blitzsicheren Boot sitzt; b: es nicht mehr rechtzeigt schaffen würde an Land zu kommen und c: wenn das Gewässer auch tief genug ist.

Antwort
von Lynx1337, 54

Ihr habt den Versuch wahrscheinlich mit destilliertem Wasser gemacht. Dann ist das Ergebnis korrekt. Tatsächlich ist es aber so, dass die im Wasser enthaltenen Mineralien den Strom Leiten. Diese sind in freien Gewässern nunmal enthalten, weshalb diese Strom leiten.
LG Lynx

Kommentar von Niiklasxx ,

Wir haben normales Wasser aus dem Wasserhahn genommen. Ist aber logisch, durch den Regen ist ja etwas Salzwasser enthalten und Salz im Zusammenhang mit Wasser leitet ja Strom :)

Antwort
von BigLittle, 32

Was hat bei Eurem Versuchsaufbau nicht funktioniert? Das solltet Ihr Euch einmal fragen. Bei destilliertem Wasser mag es sein, daß kein Strom geleitet wird. Aber das "normale" Wasser ist nicht von allen Beimengungen befreit und somit sehr wohl leitfähig! Was meinst Du warum der Strom so gern durch uns wassergefüllte Fleischsäcke durchläuft und unser elektrisches System durcheinander bringen kann? Eben weil Wasser sehr wohl leiten kann! Bei einem Blitzschlag, egal ob im Wasser oder auf dem Land fällt die Spannung vom Einschalgpunkt aus gesehen mit der Entfernung ab. Das kann durch die unterschiedlichen Potentiale, durch die die sogenannte Schrittspannung entsteht, einen Menschen wenn er auch nur wenige Zentimeter weit die Beine auf den Boden stellt umhauen. Diese Schrittspannung kann so groß werden, daß man es nicht überleben kann. vor allem passiert das, wenn man auf dem Boden liegt oder ein vierbeiniges Lebewesen ist. Im Wasser ist der Effekt ja besonders kritisch, weil man durch den elektrischen Schlag nicht unmittelbar umkommen muß, sondern die Lähmung durch den elektrischen Schlag lässt Dich einfach ersaufen. Die Wirkung der elektrischen Spannung und dem Strom auf einen lebenden Körper lässt sich am besten bei der Elektrofischerei sehen. Dabei werden zwei Elektroden ins Wasser gehalten an die eine Spannung angelegt wird und zwischen denen dann durch das Wasser ein Strom fliesst. Alle Lebewesen die sich in dem Spannungs und Stromführenden Bereich sich befinden werden betäubt und gelämt bzw. sogar getötet. Also Wasser kann leiten und sogar ganz besonders gut! Bei Gewitter heist die Devise: Raus aus dem Wasser und rein ins Auto! Das ist der beste Blitzschutz! So, nun  hoffe ich, daß sich in meinem Text kein Fehler eingeschlichen hat! Aber das Blitzgeschehen ist eh noch nicht richtig erforscht!

Antwort
von Remmelken, 29

Wenn man mit extrem sauberen Wasser und einer niedrigen Spannung die Leitfähigkeit des Wassers misst wird man feststellen das es so gut wie nicht leitet. Fügt man jedoch Verunreinigungen besonders in Form von Salzen, Säuren oder Laugen hinzu so erhöht sich die Leitfähigkeit beträchtlich. Die Zahl der Ionen, also der beweglichen Ladungsträger erhöht sich. Ebenso erhöht sich die Zahl der Ionen bei hohen Spannungen.

Ganz davon abgesehen bildet sich bei einem Blitzeinschlag ein Spannungstrichter im Wasser aus. Die Spannung ist am Einschlagpunkt am größten und nimmt mit der Entfernung ab. Der Unterschied der Spannung zwischen zwei Punkten die soweit voneinander entfernt sind das ein Mensch sie gleichzeitig erreichen kann (Schrittspannung) liegt ganz leicht im tödlichen Bereich. Je nach Stärke des Blitzes muss man schon mehrere hundert Meter von der Einschlagstelle entfernt sein damit der Spannungsunterschied ungefährlich wird. Da man die Einschlagstelle des nächsten Blitzes nicht kennt und diese sich durchaus mehrere hundert Meter von der vorherigen Einschlagstelle entfernt sein kann muss man davon Ausgehen das im ganzen See Gefahr besteht.

Antwort
von dompfeifer, 20

Zunächst ist die Sortierung von Stoffen nach elektrischen "Leitern" und "Nichtleitern" ungefähr so grob wie die Sortierung von Menschen nach "Großen" und "Kleinen". Tatsächlich leiten eben alle Stoffe mehr oder weniger. Reines Wasser z.B. ist ein sehr schlechter Leiter ("Isolator"), das kommt aber in der Natur so gar nicht vor. Schon natürliche Verunreinigungen, besonders durch Säuren, Basen und Salze, können das Wasser schon erheblich leitfähiger machen (Siehe "Elektrolyte").

Dessen ungeachtet leitet selbst reines Wasser noch erheblich besser als Luft. Deshalb bietet ein Mensch, der im Wasser steht, dem Blitz einen erheblich kleineren elektrischen Widerstand als ein Mensch, der in der freien Luft auf dem Boden steht. Und selbst den kann der Blitz bereits tödlich treffen, wie wir wissen. Im Wasser ist die Gefahr erheblich größer. 

Vergleichsweise gering ist das Blitzschlagsrisiko z.B. für Salzwasserfische im Salzwasser. Diese haben einen geringeren Salzgehalt als das Salzwasser in ihrer Umgebung. Deshalb leitet das Meerwasser elektrisch besser als die Meeresfische. Wenn nun der Fisch völlig untergetaucht ist, fließt der Strom des Blitzes um seinen Körper herum durch das Salzwasser.

Antwort
von wollyuno, 24

nur mit dem unterschied der blitz hat ein paar millionen volt,da kann dein schulversuch wenig beitragen.dazu kommt am wasser bist du als schwimmer der höchste punkt und da schlägt er bevorzugt ein

Antwort
von Hannibunnyy, 31

Was habt ihr denn für einen Lehrer??

Natürlich leitet Wasser Strom! Genau deswegen soll man bei Gewitter ja auch nicht im See baden gehen!

Nur destilliertes Wasser (Wasser ohne Mineralien) leitet nicht.

Badewannenwasser ist ja reines Trinkwasser, das leitet Wasser nicht so gut. Normales Seewasser und Regenwasser dagegen leitet Strom.


Antwort
von konzato1, 29

Weil euer "Entschluss" falsch ist!

Denn Wasser in einem See leitet den Strom, weil es mit Mineralien (Salzen....) versetzt ist.

Nur destilliertes Wasser leitet keinen Strom.

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