Meine Tochter (9J.) liegt gerade zum dritten Mal mit Verdacht auf Blinddarm-Entzündung in der Kinderklinik. Sieht auch diesmal wieder so aus, als wäre es "nur" eine Reizung. Auch beim letzten Mal war er grenzwertig verdickt, aber nicht entzündet. Daher meine Frage an euch: operiert man einen Blinddarm evtl. auch mal ohne akute Entzündung?? Auf Dauer kann ich doch nicht 1x pro Halbjahr in die Klinik fahren, die Kleine fehlt jedesmal in der Schule und wird "gepiesakt" ohne Ende bei den Untersuchungen... Hat hier jemand Erfahrung?
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ManfredFSManfredFS
Das Problem ist, zu raten wenn es um ein Kind geht. Das fällt mir etwas schwer aber ich würde mich eher fragen, warum hat die Kleine laufend Probleme. Ich würde mal überlegen, etwas an den Ernährungsgewohnheiten zu ändern. Der Blinddarm ist ein wichtiges Organ um den Darm zu schützen. Jede Reizung ist ein Zeichen, dass der Darm überlastet ist. Natürlich kann man ihn rausnehmen. Das ist wie bei den Mandeln. Man entfernt die Feuerwehrglocke mit dem Effekt dass man den Brand nicht mehr mitbekommt. Manchmal sorgt auch Kummer und Sorgen dafür dass solche Dinge auftreten. Wie gesagt, aus der Ferne ist es schwer zu helfen.
Und ganz ehrlich JEDE OP ist ein Risiko. Auch wenn es gering ist. Und natürlich ist es ein Risiko, wenn man nichts macht (und damit meine ich wenn man die Lebensweise nicht ändert und laufend Probleme auftreten) wenn so ein Problem akut wird. Das ist dann Lebensgefährlich. Ob es besser ist, den Blinddarm rauszunehmen? Im ersten Moment scheint es besser und bequemer - weil die wenigsten sich Gedanken machen wozu der eigentlich da ist.
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MMCKuekenMMCKueken Deine Antwort war sehr ausführlich. Leider hört man vor Ort halt immer nur eine Arzt-Meinung, von daher bin ich sehr froh, hier andere Meinungen dazu bekommen zu können. Eine Nahrungsumstellung wäre evtl. interessant, die nächste Zeit schreiben wir Beschwerden- und Ernährungsprotokoll. Die Frage ist halt immer, in welche Richtung guckt man weiter? Und wer guckt in welche Richtung? Nach 3 Ärzten mit 3 Meinungen im Ausschlußverfahren wäre mir ein Ausschluß des Blinddarmes als Verursacher halt ganz recht gewesen, auch wenn die OP ein Risiko darstellt. Sehe ich das richtig, du wärest also auch gegen die Entfernung der Rachenmandeln??
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ManfredFSManfredFS Mandeln und Blinddarm sind dafür da, den Körper frühzeitig vor Gefahren zu schützen. Eine Entzündung ist immer ein Anzeichen von einem geschwächten Immunsystem. Das ist wie gesagt so, also ob du den Feuermelder ausschaltest, weil er Alarm gibt. Und dich dann wunderst weil du das Feuer nicht rechtzeitig bemerkst. Mandeln die entzündet sind, heilen meist schnell ab, wenn man das Immunsystem auf Vordermann bringt, unterstützend mit Salzwasser gurgeln, frische Luft und ein paar Tage absolutes Verbot von sämtlichen Milchprodukten ohne Ausnahme sollten schnell helfen. Wenn möglich in der Zeit auch Fleisch und Eier einschränken. Dafür lieber frisches Gemüse (Karotte, Gurke, Kohlrabi, Tomate) und mildes Obst (Banane, Birne). Man glaubt es nicht, aber wenn der Darm nicht in Ordnung ist dann hat das Auswirkungen bis in den Mund....
Versuch mal, deiner Tochter ein paar Tage frisch geriebenen Apfel und Karotte zu geben, je mehr desto besser. Das saugt im Darm Schadstoffe auf und bringt ihn in Schwung. Normalerweise mögen Kinder das schon gerne. Man kann noch etwas frisch gepressten Orangensaft dazu geben. Generell möglichst wenig Fleisch (ich bin als Vegetarierer natürlich eh der Meinung das schadet nur) Dann nur feingemahlenes Vollkorn, leicht angetoastet. Bitte kein Körnerbrot. Das sieht gesund aus, schadet aber dem Darm, da die Körner die Darmwände reizen und verletzen können. Milch ist leider auch nicht so gut, da es Allergien auslöst, Diabetes fördert und die Knochen eher weich macht. Wenn, dann würde ich Frischkäse empfehlen, zusammen mit etwas frischer Sahne und wenn dein Kind sonst Joghurt ist mit Früchten am besten eine Banane als Grundlage und was dein Kind mag. Ansonsten viel Gemüse, leicht gedünstet oder wenn es gemocht wird roh, viel Obst und ich würde versuchen, Schokolade und Süßes einzuschränken auch das reizt den Darm besonders stark.
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ranke41ranke41
Wenn es so gehäuft vorkommt, dann sollte eigentlich langsam mal eine OP erfolgen, da die Gefahr eines sogenannten schnellen Durchbruchs gegeben ist. In dem Alter wird es gerne hinausgezögert.
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kikkerlkikkerl stimmt vollkommen... leider
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BurningPhoenixBurningPhoenix ich war in dem selben alter bzw. etwas früher fast ein jahr lang jede zweite woche mit blinddarm eim arzt (man war das ätzend, ich war damals tierich erleichtert als ich im winter nach dem ich neun wurde endliich davon erlöst wurde
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1Antwort von
kikkerlkikkerl
wenn du drauf bestehst dann ja. ich würde es lieber jetzt machen bevor das kind sich mit dem reizblinddarm gewöhnt und dann irgendwann nicht merkt dass der durchgebrochen ist. sowas kann fatale folgen haben.hatte einen klassenkollegen der hatte das selbe und kam in letzter sekunde ins KH. er wurde mitlerweilen schmerzunempfindlich gegen den blinddarm und das hätte fast böse geendet... ohne witz :-(((((
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karla22karla22
Ich würde einem Kind niemals eine OP zumuten, wenn es keinen Grund dafür gibt. Denn neben dem Risiko und der Narbe, die sich ja heute wohl in Grenzen hält, bleibt auch noch der emotionale Stress! Natürlich ist es nervig, dass ihr dauernd in die Klinik müsst, aber es gibt viele Dinge die nervig sind und es gibt oft sanftere Wege, diese Dinge zu beseitigen. Die Blinddarmreizung ist ein Signal, dass allgemein etwas nicht stimmt. Vielleicht muss die Ernährung genauer betrachtet werden, vielleicht sind es auch emotionale Ereignisse, die jedesmal dazu führen. Ein Arzt sieht nur den Teil des Menschen, für den er zuständig ist. Besser ist es hier mal jemanden zu konsultieren, der dein Kind als Ganzes wahrnimmt als Körper-Geist-Seele-Einheit. Heilpraktiker, die Homöopathie, Akupunktur, Osteopathie oder Craniosacrale ausüben wären hier die besseren Ansprechpartner. Man kann Probleme nicht einfach wegoperieren. Sie verlagern sich dadurch nur woanders hin. Ich hatte als Kind auch eine Blinddarm-OP und danach ging das Drama erst richtig los ... Alles Gute!
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Phantom12Phantom12
Das ging mir genauso! Hatte öfter Blindarmreizungen und dann schließlich so eine chronische Blindarmentzündung. Zum Glück habe ich dann einen Arzt gefunden, der mich ins Krankenhaus zur Blindarmentnahme eingewiesen hat. Am Besten raus damit ... man muss einmal in den sauren Apfel beißen hat aber den Rest des Lebens Ruhe ... was das angeht ;-)
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karla22karla22 "... was das angeht", genau. Aber was folgt dann?
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Phantom12Phantom12 Ich meine, Du hast ruhe vom Blindarm, von anderen Krankheiten abgesehen. Die Op ist kein Drama, normalerweise ist nach 3-4 Wochen wieder alles beim alten, bei Endoskopie sehr viel schneller...
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SibTigerSibTiger
Das kann man, da sich diese Vorfälle in aller Regel häufig wiederholen und irgendwann doch einmal sehr stark werden können. Eine 'Blinddarmreizung gibt es nicht, es ist immer eine leichte Entzündung. Der Vorteil bei einer OP in der Entzündungsfreien Phase liegt auf der Hand. Die OP ist so gut wie nie mit irgendwelchen Komplikationen verbunden.
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MMCKuekenMMCKueken Warum operiert man aber in der entzündungsfreien Zeit und nicht jetzt, wo die Reizung oder leichte Entzündung da ist?
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SibTigerSibTiger Eben gerade weil viel weniger Komplikationen auftreten können. Ich habe selber meine Zivildienstzeit im Krankenhaus auf einer chirurgischen Station gemacht und in solchen Fällen wurde oft einige Zeit abgewartet (natürlich niemals bei einer subakuten Appendizitis.) Z.B. kann man alles viel besser planen, wie die vorherige Nahrungsaufnahme oder das Gespräch von Patient und Anästhesist. Die Letalität liegt bei so einer OP bei fast 0 %.
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t124terrat124terra
frage mal hier:
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MMCKuekenMMCKueken habe ich parallel getan, danke für den Tipp! :-)
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Super gesagt. Hätte es nicht besser formulieren können! D.H.