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Blende und Belichtungszeit?

Frage von KaineHill KaineHill

Hallo Leute,

ich besitze schon seid längerem eine Olympus E-520 Spiegelreflexkamera. Mit dieser habe ich meine Leidenschaft in der Tierfotografie gefunden, wo ich natürlich immer eine möglichst kurze Belichtungszeit brauche. (Ist ja klar)..

Nun wollte ich mir gern ein neues sehr lichtstarkes Objektiv kaufen, damit ich die Belichtungszeit auf das Minimum stellen und somit die Bewegungen der Tiere einfrieren kann. Heute hat meine Kamera aber auch mit einer Blende von 1:3.5 die niedrigste Belichtungszeit von 1/4000s erreicht. (Bei Sonne und auch nicht dauerhaft, aber immerhin). Jetzt tut sich bei mir die Frage auf, inwieweit mit das neue Objektiv etwas nützen würde. Ich hatte an ein Objektiv mit Blende 1:1.2 oder 1.4 gedacht.

Nun zu meinem hauptsächlichen Anliegen: Kann man die Blende trotzdem verkleinern? (Im manuellen Modus?) Wenn nicht werden die Bilder womöglich zu großen Teilen überbelichtet! Die Verschlusszeit lässt sich aber leider nicht auf 1/8000s stellen. Oder gibt es Möglichkeiten die Belichtungszeit durch irgendwelche Einstellung noch weiter zu verringern?

Habe seltsamer Weise schon gelesen, dass es bei meiner Kamera mit einem bestimmten Belichtungsprogramm möglich wäre auf 1/8000s zu kommen, andere Artikel und meine Erfahrungen sagen aber leider das Gegenteil.

Danke im Vorraus!

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Antworten (2)

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    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von BaluDerTanzbaer BaluDerTanzbaer

    Also das ist ja n Ding :D

    Will Dir ja nicht auf die Füße steigen, aber es scheint, als würdest du dich noch nicht so gut mit der SLR Fotografie auskennen.

    1. Natürlich werden Bilder schärfer, desto kürzer die Belichtungszeit ist, aber du brauchst absolut keine 1/4000s. Auch mit 1/200s kannst du gestochen scharfe Bilder erzielen, wenn du die Kamera ruhig hältst.

    2. Mit einer komplett offenen Blende bekommst du nie 100% scharfen Bilder. Nach ein wenig Blendenschließung werden die Bilder um einiges schärfer, auch zu ungunsten der Belichtungszeit.

    3. Eine große Blendenöffnung bedeutet gleichzeitig immer eine hohe Schärfe-Unschärfe-Relation, d.h. dein Bokeh versärkt sich. Das ist nur in manchen Situationen von Vorteil, oft auch von Nachteil

    Diese 1.2 und 1.4 Blendenöffnungen verhelfen dir in diesem Fall also nur zu einer schnelleren Belichtungszeit, die du absolut nicht brauchst. Solche Linsen sind eher dazu da, um starkes Bokeh zu erzeugen und auch bei sehr schlechtem Licht ohne Blitz fotografieren zu können. Noch dazu sind sie gar nicht billig. Ich rate Dir in Deiner Situation mal vom Kauf ab.

    LG, Balu

    Kommentar von Kitara KitaraKitara

    Hey,

    sag mal, was ist denn ein Bokeh ?

    Kommentar von BaluDerTanzbaer BaluDerTanzbaerBaluDerTanzbaer

    http://connectingart.files.wordpress.com/2010/09/bokehreuploadby_benoitpaille.jpg

    Bei diesem Bild hier zB ist ja die Frau ganz scharf, aber dahinter alles stark verschwommen mit einem weichen Bokeh..

    Kannst auch einfach mal "Bokeh" bei wikipedia eingeben, da gibts einen guten Artikel dazu.

    Kommentar von Kitara KitaraKitara

    ach herrlich, sehr schönes Bild ! Diesen Effekt erreich ich immer mit meinem Tele...

    Kommentar von BaluDerTanzbaer BaluDerTanzbaerBaluDerTanzbaer

    Nur als Anhang: Ob du jetzt mit 1/1000, 1/4000 oder gar 1/8000 aufnimmst.. da wirst du keinen Unterschied mehr merken. Geh mal lieber auf die 1/1000 runter und mach die Blende dafür weiter zu - dann vergleiche die Bilder.

    Kommentar von DonDanielo87 DonDanielo87

    Zu Punkt 1: Bei Tierbildern, vor allem wenn sich die lieben Tiere auch noch bewegen (was die ja komischerweise irgendwie immer machen) ist es aber wohl doch sinnvoll möglichst kurze Belichtungszeiten einzuhalten... Eine Katze die gähnt kann man beim besten willen mit 1/200s nicht einfrieren.

    Gruß Daniel

    Kommentar von BaluDerTanzbaer BaluDerTanzbaerBaluDerTanzbaer

    Hast schon recht. 1/200s war eher als krasses Beispiel gemeint, wenn jetzt nicht gerade der Hund die Katze jagt. Aber man braucht keine 1/4000s um ein scharfes Bild zu bekommen, auch nicht von Tieren in Bewegung.

    Kommentar von KaineHill KaineHill

    Also bei 1/200s wird kein rennender oder spielender Hund scharf aufgenommen, das ist das Problem. Ich brauche ein Objektiv, dass für stark bewegte Objekte geeignet ist. Hier ein Beispiel eines Bildes, das ich mit Blende 1:3,8 und 1/2500s aufgenommen habe.

    http://file1.npage.de/010507/37/bilder/ka241191.jpg

    Ich denke das Problem wird deutlich? Selbst der fokussierte Teil des Bildes bleibt unscharf - ich nehme gerne Tipps entgegen, falls du eine andere Ursache für diese Unschärfe vermutest und mir dabei "helfen" kannst (sofern das möglich ist ohne die Kamera selbst in Händen zu halten) ;)

    Als Gegenbeispiel nehme ich dabei einmal dieses Bild:

    doliwa-naturfoto.de/Bilder-Galerie/Tiere/Katzen1/Katz115/wd_D57693.jpg

    Ein sehr gelungenes und gestochen scharfes Ergebnis, auf dessen Niveau ich bisher selbst im Internet nie eines mit einer Verschlusszeit von mehr als 1/8000 finden konnte. Das mit dem Bokeh war mir natürlich auch bewusst und ist ein netter Bonus, da ich das besonders gern mag. Der Preis würde zwar kein Rolle spielen (habe mich schon informiert), aber trotzdem danke für den Hinweis. :)

    Kommentar von BaluDerTanzbaer BaluDerTanzbaerBaluDerTanzbaer

    Naja, das ist vielleich ein bisschen schwierig, sich zu entscheiden, wie man ein Bild aufnehmen will. Bei den Hunden liegt der Fokus ja auf dem Kopf des oberen, nicht? Ist bei 3,5 nicht unlogisch, dass dann zB der Schwanz einfach nicht mehr ganz scharf ist. Auf der anderen Seite bekommst du die Unschärfe eben nicht in den Hintergrund, wenn du die Blende weiter schließt.. Geschmackssache

    Also Ich hab noch nie mit mit der Olympus fotografiert, aber bei 1/2500s sollte im Fokusbereich normalerweise auf jeden Fall alles scharf sein. Wenn das nicht der Fall ist, liegts mMn an der SLR oder am Objektiv. Hast schon mal andere Objektive ausprobiert?

    Kommentar von KaineHill KaineHill

    Hm, also ich meinte eher die Unschärfe des Kopfes (und ja, der Fokus liegt auf dem Kopf des oberen). Denn die schärfsten Aufnahmen, die ich bisher erzielen konnte waren solche:

    http://file1.npage.de/010507/37/bilder/ka039711.jpg

    Und das auch lediglich bei Portraits und einem Gähnen wie diesem, das nunmal deutlich langsamer ist als das Spielen. Ich werde mir deinen Tipp aber zu Herzen nehmen und mich an einer anderen Komposition von Blende und Belichtungszeit versuchen. Sollte das nicht helfen, dann werde ich wohl zum Fotoshop gehen und ein andere Objektiv probieren. Wenn es damit besser funktioniert, dann weiß ich wenigstens woran es lag. ;) Vielleicht probiere ich auch erstmal ein 55mm mit 1:2.2 aus, die gibt es schon ab 70€, eignen sich also auch als Test.

    Kommentar von BaluDerTanzbaer BaluDerTanzbaerBaluDerTanzbaer

    Also insgesamt will ich doch mal behaupten, dass die Bilder ja schon sehr gut geworden sind. Ich meine sogar, dass sie für eine Olympus E520 und Kit-Objektiv (oder was du eben gerade verwendest) schon sehr gut aufgenommen sind. Vergleiche das mal noch nicht immer mit den Profifotos online. Das sind SLRs mit größeren Sensorflächen und unglaublich teuren, gutverarbeiteten Objektiven. Manchmal kostet das ganze schon ein wenig. Probier mal, ein paar Fotos mit einer Festbrennweite (55mm sind ja toll) zu machen, die haben meistens ganz gute Schärfeverhältnisse.

    Kommentar von KaineHill KaineHill

    Okay, vielen Dank für das Lob und die viele Tipps! Nun noch eine letzte Frage, die sich auch schon unter unserer Konversation aufgetan hat: Lässt sich bei einem Festbrennweitenobjektiv die Blende ebenso verstellen, wie bei einem Zoomobjektiv? Da ich sonst (komischer Weise) auf eine bestimmte Verschlusszeit festgenagelt wäre, wenn ich nicht gerade den ISO-Wert verändere.

    Kommentar von BaluDerTanzbaer BaluDerTanzbaerBaluDerTanzbaer

    Ja klar, die angegebene Blendenöffnung ist immer nur die größte (also kleinster Wert). Fast alle lassen sich bis zu F22 schließen.

    Viel Spaß damit :-)

    Kommentar von KaineHill KaineHill

    Gut, vielen vielen Dank! Ich werde mich vielleicht zurückmelden, wenn ich noch weitere Fragen habe. ;-)

    Kommentar von BaluDerTanzbaer BaluDerTanzbaerBaluDerTanzbaer

    Maximale Verschlusszeiten zum Einfrieren der Bewegung

    Auto 1/250 Sekunden
    Kinder 1/250 Sekunden
    Hund beim herumtollen 1/500 Sekunden
    Läufer bei Sportereignissen 1/800 Sekunden
    Schwimmer 1/500 Sekunden
    Wassertropfen 1/500 Sekunden
    …
    

    (hab ich gerade noch gefunden)

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    Antwort von Kitara Kitara

    hach lichtstarke Objektive sind ein Traum....Selbstverständlich kannst du die Blende dann noch verkleinern. Habe hier eins, das geht von 2,8 - 22.

    Wenn du die Kohle hast, kann ich lichtstarke Objektive nur empfehlen, ansonsten muss man sich mit der ISO behelfen.

    Kommentar von KaineHill KaineHill

    Die Frage ist, ob bei einem Objektiv, das die Angabe F1:1,4 trägt auch die Blende verkleinert werden kann. Üblicher Weise ist ja angegeben F1:4-8.5 oder ähnliches.

    Kommentar von Kitara KitaraKitara

    ach so...Ich kenne Festbrennweiten, aber dass es auch feste Blenden gibt, war mir noch nicht bekannt.

    Nun ja, hab auch nur den Grundkurs bei der VHS besucht ;-)

    Kommentar von BaluDerTanzbaer BaluDerTanzbaerBaluDerTanzbaer

    Das sind zwei Paar Schuhe. Die Angaben wie F3,5-5,6 beziehen sich immer auf die Telestufen. Kleinstenfalls F3,5 für die kleinste Brennweite, kleinstenfalls F5,6 für die größte Brennweite. Die richtig lichtstarken Objektive wie F1.4 gibt es eigentlich wirklich nur mit Festbrennweiten, trotzdem kann man die Blende natürlich weiter verschließen bis F22 oder so.

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