Frage von Biiiene01, 100

Blende, ISO, Belichtungszeit?

Wenn ich im "A" Modus Fotografiere woher weiß ich wenn ein Bild zu hell oder dunkel ist, ob ich etw an der Blende/ISO/Belichtungszeit ändern soll? Eine erhöhung führt bei allen 3 zu einer Lichtzufuhr (ok bei blende ist es anders rum aber egal...) Versteht ihr was ich meine? Ich will im A Modus fotografieren. Das bild wird zu dunkel. Soll ich dann krine größere Blende, eine längere Belichtungszeit oder doch lieber einen höheren ISO Wert einstellen?? Oder den Minus/Plus Korektur Knop betötigen??

Antwort
von Hasibert, 52

Zunächst zu deinem Beispielbild. Gewählt ist der Modus M bei ISO 100, wo, wie schon geschrieben wurde, 2/3 Blenden unterbelichtet wird. Wenn du jetzt bei gleichbleibender Lichtsituation am Einstellrad drehst, um die Zeit zu verlängern, kommt 1/10s und dann 1/8s, wobei die Belichtungswaage dann bei 0 steht, d.h., es ist weder rechts noch links der 0 ein Balken. Jetzt wird nach Meinung der Kamera das Bild richtig belichtet. Bei einer Freihandaufnahme ohne Aufstützen wird das Bild aber ziemlich sicher verwackelt, weil die Belichtungszeit zu lang ist. 

Im Modus A änderst du mit dem Einstellrad die Blende und die Kamera errechnet automatisch die passende Belichtungszeit. Die Blende ist aber nicht nur dazu da, die Lichtmenge zu bestimmen, sondern hat auch Einfluss auf die Schärfentiefe. Man kann also bestimmen, in welchem Maß der Vorder- oder Hintergrund scharf bzw. unscharf werden. Um dabei das Foto heller oder dunkler zu bekommen, setzt man die Belichtungskorrektur ein, wo die Zeit automatisch verlängert oder verkürzt wird, jenachdem, in welcher Richtung die Korrektur eingestellt ist. Das macht man durch gleichzeitiges Drücken der +/- Taste und Drehen des Einstellrades. Um dann auf eine ausreichend kurze Belichtungszeit zu kommen, muss man ggf. den Iso-Wert erhöhen, besonders dann, wenn nicht ausreichend Licht zur Verfügung steht. Das kann man entweder manuell machen oder mit der Iso-Automatik, wo sich eine obere Begrenzung des Iso-Wertes sowie eine längste Belichtungszeit einstellen lassen. Das ist hilfreich, weil dann erst der Iso-Wert angehoben wird, wenn eine bestimmte, vorher festgelegte Zeit überschritten würde. Hat man als längste Zeit z.B. 1/60s gewählt, wird der Iso-Wert erst angehoben, wenn laut Belichtungsmessung eine längere Zeit, also bspw. 1/50s, 1/40s o.länger rauskäme. Wenn du die Grundlagen erlernen und verstehen willst, empfehle ich dir, dich im Netz mal nach Fotokurs, Fotolehrgang usw. zu erkundigen, z.B. hier: http://www.striewisch-fotodesign.de/lehrgang/lehrg.htm

Kommentar von Hasibert ,

Das Beispielbild von imager761 meinte ich natürlich. ;-)

Kommentar von Hasibert ,

Eine gute Möglichkeit, um die (richtige) Belichtung zu erkennen, ist die Histogrammanzeige in der Kamera, wo die Helligkeitsverteilung grafisch dargestellt ist. Meistens sehen auch falsch belichtete Bilder am Kameradisplay noch gut aus, am Rechner schon nicht mehr. Bei zu dunklen Bildern liegt der Großteil dieses "Gebirges" an der linken Seite. Hier ist es erklärt: http://www.digitalkamera.de/Fototipp/Was_zeigt_eigentlich_das_Histogramm/1970.as...

Antwort
von uwghh, 42

Moin,

wenn Du mit Zeitautomatik (A) fotografieren willst, ändert Blende und ISO nichts an der Helligkeit, da die Kamera ja die Belichtungszeit entsprechend anpasst und das Ergebnis etwa gleich bleibt.

Einfachste Möglichkeit in A ist die Belichtungskorrektur (+/-), in Deinem Fall ins +.

Antwort
von clemensw, 34

Hmm, das kommt jetzt ganz darauf an...

Jede der Einstellungen hat ihre eigenen vor- und Nachteile, insbesondere bei extremen Werten. Deswegen sollte man seine Ausrüstung kennen und wissen, was man "rausholen" kann.

Beginnen wir mit der Blende: Diese beeinflusst nicht nur die Lichtmenge, sondern auch die Schärfentiefe - also den Bereich, der scharf abgebildet wird. 

Außerdem treten bei extremen Werten Abbildungsfehler auf - je nach Qualität des Objektiv mehr oder weniger deutlich. 

Bei vollkommen offener Blende sind das Aberrationstehlen, bei sehr kleinen Öffnungen hingegen Beugungsfehler.

Den idealen Wert, an dem beide Fehler möglichst klein sind, nennt man auch kritische Blende. Dieser Wert ist für jedes Objektiv unterschiedlich.

Dann zur Belichtungszeit. Hier kommt es vor allem auf das Motiv an.

Bei einer nächtlichen Landschaft kann man mit Stativ durchaus mehrere Sekunden belichten - fotografiert man hingegen bei einem Autorennen, ist vielleicht schon 1/100 s zu lange, um ein scharfes Bild zu bekommen. 

Als letztes der ISO Wert: Je höher der Wert, desto weniger Licht benötigt die Aufnahme - aber desto mehr Rauschen entsteht.

Hier hilft wirklich nur ausprobieren, wie weit man diesen Wert hochstellen kann und noch eine akzeptable Qualität bekommt.

Wie Du siehst, gibt es keine allgemeine Antwort auf deine Frage.

Dafür aber noch ein Tipp: Wenn deine Kamera RAW unterstützt, nutze es! Mit diesem Format kann auch nachträglich Belichtung korrigiert werden (ok, in gewissen Grenzen)

Antwort
von imager761, 46

Im Sucher befindet sich eine Belichtungswaage, meist eine +/- Anzeige links und rechts einer 0 für korrekte Belichtung.

In dem Foto würde eine Aufnahme in M manuelle Einstellung bei derzeit vorgewählter Blende f 7.1 und einer frei ausgesuchten Belichtungszeit von 1/13  Sekunde genau 2/3 Blenden unterbelichtet.

Indem man entweder die Blende öffnet (f 5,6, f 4, f 3,5 usw.) oder die Verschlusszeit verlängert (t 1/8, t 1/4, t 1/2 usw.), verschiebt sich der angezeigte Wert nach links auf die zentrale Null für eine korrrekte Belichtung :-)

Dabei hat die Wahl von f (Blende) oder t (Verschlusszeit) Einfluss auf die Bildgestaltung: Aufblenden verringert die Schärfentiefe, lange Verschlusszeiten begünstigen  Bewegungsunschärfen und erzeugen ohne Stativ schnell verwackelte Aufnahmen.

G imager761


Antwort
von Johnbobs, 49

Erstmal kommt es drauf an was für Fotos du machen möchtest. Belichtungszeit und Bledenöffnung hängen stark vom Motiv ab.

Wenn das Bild zu dunkel ist, dann ist die Umgebung zu drunkel da zu wenig Licht auf den Sensor der Kamera trifft.
Je nach Ort, Objekt und Kamera würde ich erst die Blendenöffnung vergrößern.
Wenn das nicht reicht, versuchst du ein oder zwei Schritte die Iso zu erhöhen. Achtung: Je Höher die Iso, desto rauschiger wird das Bild!
Du solltest darauf achten mindestens eine 200er Belichtungszeit eingestellt zu lassen, sofern du aus der Hand fotografierst.
Mit einem Stativ kannst du die Belichtungszeit verlängern so viel du willst.

Bei einer zu dunklen Umgebung hilft oft ein Blitz oder Stativ (Je nach Objekt). Menschen würde ich nicht mit zu langer Belichtungszeit fotografieren, denn kleinste Bewegungen macht jeder Mensch und diese führen zu einer Unschärfe.

Antwort
von ghost40, 33

Im "A" Modus wählst du die Blende und hast vorher einen ISo Wert eingestellt. Die Kamera errechnet daraus die passende Belichtungszeit. Wen du jetzt die Blende änderst, ändert die Kamera auch automatisch die Belichtungszeit, das Ergebnis bleibt also gleich.

Folglich muss du die Ursache für das dunkle Bild woanders suchen! Z.b. bei der Belichtungsmessung. Du kannst meist zwischen Spot, Mittelfeld oder Integralmessung wählen. Genausogut kannst du die Belichtung im dunkleren Teil des Motivs messen und den Belichtungsspeicher verwenden.

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