Bleibt Weltfrieden weiterhin eine Utopie. Eure Meinungen?

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19 Antworten

Die Zyniker bzw. Pessimisten werden dir sagen, dass Weltfrieden immer eine Utopie war und auch immer eine bleiben wird. Beweise gibt es dafür aber keine! Ist nämlich nichts weiter als eine Schätzung...

Man kann zumindest recht sicher sagen, dass der Eintritt eines echten Weltfriedens ausgeschlossen ist, wenn Weltkapitalismus und Nationen weiter bestehen. Sowohl die verschiedenen politischen Systeme als auch das globalisierte Wirtschaftssystem der heutigen Zeit machen einen Weltfrieden unmöglich.

Im Kapitalismus leben die Reichen zwangsweise ein schönes Leben auf Kosten der Armen! Anders geht es in der freien Marktwirtschaft nicht. Es hat einen Grund, dass man sogenannte "Wirtschaftsflüchtlinge" hier nicht haben will. Um den Reichtum zu bewahren, muss auch die Armut bewahrt werden!

Auch die Politik jedes Staates macht einen Weltfrieden unmöglich! Solange es Nationen gibt, gibt es Interessen der selbigen, die im Konfliktfall notfalls immer mit Gewalt verfolgt werden. Jeder Staat ist von der Überzeugung getrieben die richtige Politik zu betreiben und jene auch durchzusetzen. Auch die EU ist keine echte Solidargemeinschaft! 

Um den Weltfrieden zu erreichen, müssen also andere Systeme zwischenmenschlichen Lebens her. Solche Systeme sind bisher nicht gedacht und sollen auch nicht gedacht werden.

Der Kapitalismus wird vermutlich tatsächlich solange erhalten bleiben, bis er sich selbst gegen die Wand gefahren hat! Er muss sich nämlich gegen die Wand fahren, weil zumindest -und das kann man mit absoluter Sicherheit sagen- der Planet Erde und seine Ressourcen den kapitalistischen Wirtschaften nicht standhalten können. In ein paar hundert Jahren verreckt der Kapitalismus an der Erde oder andersherum!

Mit diesem spekulierten Schicksal sollte man sich aber nicht abfinden, denn wer aufgibt, der hat bekanntlich schon verloren!

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Der Mensch ist ein Wesen, welches schon von Natur aus dazu neigt, das direkte soziale Umfeld zu absolutieren und das Unbekannte zu verteufeln. So weltoffen wir uns aktuell auch geben, so deutlich zeigt sich auch wieder, wie stark wir wieder in ein vorurteilsgeprägtes Verhalten zurückfallen. Reflexion war gestern, heute zählt eine egozentrische Rechtsposition.

Wenn ich eine auch nach 24 Uhr eine Metal-Party mit 110 db feiern will, sind sich beschwerende Nachbarn Spießer, die einen Denkzettel verdienen, hören diese Mieter aber nachmittags "Tristan und Isolde" mit 96 db und stören mich bei ... "Barbara Salesch" oder was es sonst an hochanspruchsvoller Nachmittagsunterhaltung gibt, dann ist das Ruhestörung. Oder Arbeitnehmer die meinen ein Recht zu haben, nach dem Besuch eines Clubs krank zu feiern (oder aber den Arbeitgeber zu beklauen, weil sie den vereinbarten Lohn als zu niedrig ansehen), aber den Arbeitgeber in der absoluten Pflicht sehen, ihren Lohn zu zahlen. Wir wollen selber möglichst viel Lohn bekommen, aber sehen Artikel als überteuert an, deren Preis sich aufgrund deutscher Lohnkosten ergibt. Es werden "sozial gerechte" Löhne gefordert, aber keiner macht sich darüber Gedanken, daß einmal "Waschen, Schneiden, Fönen" beim Friseur mit einem Bruttolohn von 15 Euro pro Stunde einen Preis von über 20 Euro erforderte, um nicht defizitär zu sein (und auch dies nur, wenn keine Leerlaufzeiten gegeben sind, mit Leerlaufzeiten und Reinigungsarbeiten wäre eher ein Preis über 25 € zu fordern, um wenigstens die Arbeitskraft sowie sonstige Kosten zu finanzieren). Bei unserem Konsumverhalten gilt vergleichbares, nur daß es nicht sozial kompatibel wäre zu sagen, daß heutre niedrige Löhne nicht mehr auf Lohndumping der Arbeitgeber beruht, sondern auf dem Konsumverhalten der Bevölkerung. Wer faire Löhne zahlt, ist in absehbarer Zeit bei uns pleite, da niemand bei ihm kauft.

Dies hat wenig mit Weltfrieden zu tun, aber viel mit der Art des Menschen, zu denken und zu handeln. Doch wenn wir es noch nicht einmal im direkten Umfeld schaffen, zu einem reflektierten und hinterfragenden Denken zu finden, sondern uns von Vorurteilen, Egoismen / Egozentrik und Gruppendynamik leiten lassen, wie sollte es dem Menschen da gelingen, über kulturfremde Menschen angemessen nachzudenken? Aber genau dies erforderte "Weltfriede": nicht nur die Erkenntnis, daß "Anders" nur eine objektiv feststellbare Differenz darstellt, aber objektiv keine ordinale Bewertung zulässig wäre, sondern jede Bewertung immer subjektiv wäre und damit eigentlich nur etwas über einen selbst aussagte, sondern auch ein aktives Hinterfragen auch der eigenen Position.

Dies bedeutete weitestgehende Abwesenheit sozialer Neurosen auf individueller Ebene, schon alleine das wäre eine Utopie. Vielmehr befinden wir uns gerade wieder auf einer Abwärtsspirale, denn der Anteil der Sozialisation über Gruppenanpassung als auch Minderwertigkeitskomplexe bis hin zur narzißstischen Persönlichkeitsstörung nimmt wieder zu, hier zeigt sich, daß die gesellschaftliche Entwicklung sich weit eher zyklisch als evolutionär vollzieht. Insofern wäre Hegel zu widersprechen, in einem Zusammenhang aber könnte man ihm folgen: die gesellschaftliche Realität ist, zumindest in Demokratien, als Abbild der Mehrheit zu begreifen. Sind die Individuen mehrheitlich neurotisch, wird es auch die Gesellschaft / das System sein.

Weltfrieden vor diesem Hintergrund? Mehr als fraglich, eher wahrscheinlich wäre der 3. Weltkrieg. Es ist nicht abzusehen, daß auf dieser Basis wirklich Weltfriede zu erreichen wäre.


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Leider ist das eine bloße Utopie, denn zahlreiche Staat sind hochgerüstet. So lange das so bleibt, wird es keinen Weltfrieden geben. Das wird sich auch in nächster Zeit nicht ändern. Was mal in ferner Zukunft sein wird, lasse ich mal offen, denn auch ich kann nicht in die hineinschauen.

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Ja, denn der Weltfrieden war schon immer eine Utopie. Wir Menschen sind so wie wir sind, es wird immer irgendwo auf der Welt Konflikte geben. Egal ob im Großen oder im Kleinen.

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Ja, ein friedliches Miteinander oder zumindest Nebeneinander wird immer eine Utopie der Menschheit bleiben. Dennoch ist es kein Fehler darauf hin zu arbeiten, denn damit schafft man manchmal im begrenzten Umfeld ein kleines bisschen Frieden mehr, wenn auch nicht auf Dauer.

Das Problem ist der Mensch, seine Habgier und Missgunst. - Auch wenn man nicht religiös ist, denkt man dabei fast automatisch an "Adam und Eva" und den "gefallenen Menschen", welcher wegen seines Ungehorsams aus dem Paradies vertrieben wurde.  

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Ich glaube es ist nicht unmöglich. Bis dahin müssen wir allerdings eine gerechte und gebildete Gesellschaft haben. Kommt drauf an wie gut wir es schaffen Provokateure frühzeitig unschädlich zu machen und die Gründe für bewaffnete Konflikte auf dem Rechtsweg zu klären.

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Im Moment lese ich ein Buch, welches sich damit auch auseinandersetzt. Beispielsweise geht es dort auch um Ausgrabungen. Wie auch im Chaco Canyon. Dort wo eine Gesellschaft gelebt hat, wurden keinerlei Waffen gefunden, keine Schutzwälle, ebenso fand man keine Skelette die Kriegsverletzungen aufwiesen. Man fand nichts. Das war vor ca. 4700 Jahren.

Der Autor beschreibt einen 5000 Jahres Zyklus in Zusammenhang mit großen Kriegen.

Ein Atomkrieg kann von keinem gewonnen werden. Durch Atombomben werden Gebiete unfruchtbar, die Leute können hinterher nicht mehr dort leben.

Die bisherigen Weltkriege wurden danach gemessen, was hinterher der Gewinner gewonnen hatte. Bei einem Atomkrieg ist es doch eigentlich unsinnig ihn zu führen. Er führt nur zur totalen Zerstörung.

Aus diesem Grund finde ich es interessant, dass der Autor in Betracht zieht, dass Kriege zu führen eine Angewohnheit ist, die sich der Mensch wieder abtrainieren kann.   

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Ja, leider. Momentan sehe ich keine Entwicklung die in unserer Lebenszeit noch auf einen Weltfrieden hinausläuft. Es gibt einfach zu viele aktuelle Konfliktherde. Aber man weiß es nicht..

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Wenn man sich die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte anschaut, sind wir von diesem Ziel noch sehr weit entfernt. Der Mensch scheint leider doch nicht das Vernunft gelenkte Wesen zu sein, dass wir uns gern vorstellen.

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Meine Angst ist die das die Entscheidungsträger von früher (welche den Grauen eines großen Krieges kannten) weg von der Macht sind......und die neuen Träger glauben man könnte ja mal ein Tänzchen wagen.

Es ändert nichts daran das der Friede in der Welt bei jedem Einzelnen beginnt.

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Scheint so, jedenfalls rückt dieser Tag, wo es "Weltfrieden" gibt, immer weiter in die Ferne

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Offenbar ist die bequemste Variante wieder mal, dem Kapitalismus und den Nationalstaaten die Schuld zu geben, obwohl eigentlich schon ein Blick in die Geschichtsbücher ausreicht um diese Behauptung zu widerlegen.

Kriege existierten schon lange vor der Entstehung der modernen Nationalstaaten, oder was waren die Kriege des in den Epochen davor? Es gibt keinen einzigen Beleg dafür, dass die Überwindung der Nationalstaaten und des Kapitalismus auch nur ansatzweise den Weltfrieden ermöglichen, wer sich nur die Konflikte der Gegenwart ansieht, wird schnell merken, dass diese oft religiös oder ethnisch motiviert sind und sozialistische Staaten ebenso oft nicht nur Freiheitsrechte eingeschränkt haben, sondern auch Kriege geführt haben.

Diese Versprechungen auf einen Weltfrieden nach der Überwindung von Nationalstaaten und Kapitalismus werden von politischen Bauernfängern und realitätsfremden Utopisten gemacht, die sich nie mit den historischen Realitäten auseinandergesetzt haben.

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Eigentlich muss es wieder einen Weltkrieg geben dass viele Menschen wieder Sterben weil irgendwann gibt es kein Platzt mehr auf der Welt

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Kommentar von Askomat
11.08.2016, 11:03

Du bist ja völlig gestört. Lang nicht mehr so was menschenfeindliches gehört. Komm aus deinem Käfig.

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Ja. Eine dauerhafte Verständigung aller Völker ohne Kriege und große Konflikte wird es über einen längeren Zeitraum wohl nie geben. 

Es gibt aber natürlich sehr friedliche und weniger friedliche Zeiten. 

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Ich fürchte ja

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JA, ist es... wenn man sich unsre Welt mal so ansieht

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Solange es Religionen gibt leider ja.

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Kommentar von PolluxHH
11.08.2016, 09:16

Als ob es an Religionen läge; Religionen sind nur Mittel, nicht Ursache, und sie machen es einfacher, Massen zu´mobilisieren. Dieses Potential aber trägt jede Ideologie in sich, auch eine materialistische. Genau betrachtet wäre streng materialistisch gedacht sogar Ethik nur schwer zu legitimieren, weil Ethik keine empirische Basis besitzt. Da aber Weltfrieden ein ethisches Konzept beinhaltet, schlössen sogar materialistische oder existentialistische Ideologien etwas wie Weltfrieden aus oder besser sie beschränkten diesen auf eine weltweite Gleichverteilung der Mittel, allerdings dabei übersehend, daß es verschiedene Verteilungskonzepte gäbe, die zueinander im Widerspruch stehen. Weltfriede auf materialistischer Ebene bedeutete ein weltweit identisch gehaltenes Verteilungskonzept für verfügbare Mittel bei einer realisierbaren und realisierten Umsetzung. Eine andere Utopie. Wohin Materialismus praktisch führen kann, dürfte der kalte Krieg gezeigt haben, denn auch das war ein empirischer Gleichgewichtszustand.

Seit den Kreuzzügen hat es sich etabliert, daß unter dem Deckmantel der Religion eigentlich materiell motivierte Kriege geführt werden. Der Wechsel zu einer materialistischen resp. existentialistischen Ideologie bewirkte nur, daß die schon immer latent bestimmenden  Faktoren dann offen benannt würden. Dann ist "wir wollen eine Pipeline durch Afghanistan, um unseren Lebensstandard absichern zu können" gesellschaftlich auf dem gleichen Niveau wie heute z.B. "tötet die Ungläubigen" und selbst durch die Regierung im eigenen Land initiierte Terroranschläge wären als legitim anzusehen, da es faktisch keine Ethik gäbe (oder besser: solange man begründen kann, daß die Kosten [inkl. Opfer] den Nutzen nicht überstiegen, wäre es zu rechtfertigen). Ob man nun Kriege wegen Religionen führt, oder um das von einem selbst bevorzugte Verteilungskonzept durchzusetzen, bleibt sich letztlich gleich.

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Der Weltfrieden war schon immer eine romantische Utopie.
Eine Standfloskel der Kandidatinnen bei den Miss-Wahlen, die darauf dressiert werden zu sagen, sie seien für den Weltfrieden.

Die Menschheit hat gerlernt wie man Kriege beginnt, wie man Kriege vermeidet ist nicht Stand der Erkenntnis.

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Einen Weltfrieden wird es nie geben.

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