Frage von Puschka14, 65

Bleibt die höhe eines sternbildes gleich?

Frage steht oben.

Es geht und das Sternbild Orion und um den Stern Castor. Der azimut verändert sich ja mit der zeit doch die höhe müsste doch immer gleich bleiben oder? Danke für eure Antworten

Expertenantwort
von Willy1729, Community-Experte für Schule, 28

Hallo,

wenn Du Dich nicht zufällig am Nordpol oder Südpol befindest, bewegen sich Sonne, Mond und Sterne schräg zum Horizont, weil der Dreh- und Angelpunkt dort ist, wo die Verlängerung der Erdachse scheinbar die Himmelkugel durchstößt. Auf der nördlichen Halbkugel der Erde dreht sich der Sternenhimmel um einen Punkt in der Nähe des Polarsterns. Dieser Punkt befindet sich so hoch über dem nördlichen Horizont, wie es der geographischen Breite des Beobachtungsstandortes entspricht. Am Äquator liegt er genau auf dem Horizont.

Also: Außer an den Polen verändern die Sterne ständig ihre Himmelsrichtung wie auch ihre Höhe über dem Horizont. Ein Stern, der am Äquator genau über dem Ostpunkt aufgeht, verändert seine Höhe, behält aber seine Himmelsrichtung bei, bis er durch den Zenit gewandert ist und ab da im Westen steht, wo er schließlich untergeht.

Viele Teleskope werden deshalb parallaktisch montiert, also parallel zur Erdachse. Dies hat den Vorteil, daß sie nur in einer Richtung nachgeführt werden müssen, nämlich um die sogenannte Stundenachse oder in der Rektaszension. Die Deklination, der Abstand zum Himmelsnord- oder -südpol bleibt unverändert. 

Teleskope, die dagegen azimutal montiert sind wie z.B. ein Aussichtsfernrohr, müssen bei der Sternbeobachtung ständig um zwei Achsen nachgeführt werden, wenn sie nicht an den Polen der Erde stehen.

Bei sehr großen und schweren Teleskopen benutzt man dennoch die azimutale Montierung, weil dort die Belastungen der Achsen nicht so hoch sind. Dank Computertechnik stellt das Nachführen über zwei Achsen demgegenüber nur noch ein kleines Problem dar, das leicht in Kauf genommen werden kann.

Das große Radioteleskop von Arecibo läßt sich überhaupt nicht nachführen. Hier können nur Radioquellen beobachtet werden, die über das Teleskop hinwegziehen.

Herzliche Grüße,

Willy

Expertenantwort
von Hamburger02, Community-Experte für Physik, 18

Die Höhe hat zwei Parameter, die sie beeinflussen:

1. Tageszeit: Bei Auf- und Untergang besitzt ein Stern die Höhe 0 um irgendwann dazwischen den höchsten Punkt, die Kulmination, zu erreichen. Die Veränderung der Höhe im Tagesverlauf spielt insbesondere bei der astronomischen Navigation eine große Rolle, weil man aus exakter Zeit und Höhe den Breitengrad berechnen kann, auf dem man sich befindet.

2. Jahreszeit: Um die jahreszeitliche Veränderung zu betrachten, nimmt man den Kulminationspunkt, also die jeweils maximale Höhe. Der schwankt gegenüber der Höhe im Frühlingpunkt entsprechend der Schräge der Erdachse um +/- 23,5° rauf und runter.

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