Frage von last4stand, 131

Blau-Weiß-Verfahren-Rat - Warum macht man das so?

Hallo,

ich beschäftige mich momentan mit dem Blauweißverfahren bei der Insulinproduktion! Als ersten Schritt, gibt man die Bakterien ja in ein Nährboden mit Ampicilin. Doch warum? Angenommen das Bakterium hätte das Insulin zwischen dem Ampicilinresitenz Markergen aufgenommen, dann wäre das Bakterium ja nicht mehr resistent gegen Ampicilin und würde absterben, obwohl es ja das Insulingen besitzt! Kann jemand aufklären?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Chillersun03, 69

Ach ja, jetzt hab ich die Frage besser verstanden. Folgendes sollte dir helfen:

Es gibt natürlich die Möglichkeiten, dass die Plasmide nicht richtig zusammenligiert werden, aber genau dazu ist die Blau-Weiß-Selektion.

Fehlt die Ampicillinresistenz, dann wächst das Bakterium gar nicht. Dass ggf. die Insulinsequenz trotzdem aufgenommen wurde interessiert niemanden.

Darüber hinaus: die Schnittstellen sind begrenzt und clever gewählt und werden nach Bedarf nacheinander geschnitten & ligiert. Es wird nicht wahllos alles gleichzeitig ausgeschnitten und wieder zusammenligiert - dann entsteht nur jede Menge Unsinn.

Gruß Chillersun


Kommentar von Chillersun03 ,
Kommentar von last4stand ,

Vielen Dank! Hat mir alles sehr weitergeholfen, Frage beantwortet!

Antwort
von Chillersun03, 61

Als ersten Schritt, gibt man die Bakterien ja in ein Nährboden mit Ampicilin. Doch warum?

Auf dem Gen oder Plasmid befindet sich zusätzlich zu den Genen/Sequenzen für die Insulinproduktion ein Ampicillinresistenz-Gen. D.h. nur DIE Bakterien überleben, die auch das Plasmid (o.ä.) aufgenommen haben.



Angenommen das Bakterium hätte das Insulin zwischen dem Ampicilinresitenz Markergen aufgenommen



Es ist beides auf EINER Sequenz, EIN Molekül, es gibt nicht die Möglichkeit nur eines von beiden Sequenzen getrennt aufzunehmen. Die sind fest miteinander verbunden. Sonst würde ja alles keinen Sinn, machen, oder?


Kommentar von last4stand ,

Habe mich wohl missverständlich ausgedrückt, hier nochmal etwas logischer formuliert (hoffentlich): Die Markergene werden ja mittels Restriktionsenzymen auf''geschnitten'', dort schleust man das Fremdgen ein. Was, wenn das Restriktionsenzym nun das Markergen für die Ampicilinresistenz aufgeschnitten hat und das Fremdgen sich dort anlagert? Dann wäre das Bakterium folglich ja nicht mehr gegen Ampicilin resistent!

Danke für die Erklärung soweit!

Kommentar von Chillersun03 ,

Ach ja, jetzt hab ich die Frage besser verstanden. Folgendes sollte dir helfen:

http://www.sg.hdh.bw.schule.de/neu/lacz-gen.jpg

Es gibt natürlich die Möglichkeiten, dass die Plasmide nicht richtig zusammenligiert werden, aber genau dazu ist die Blau-Weiß-Selektion.

Fehlt die Ampicillinresistenz, dann wächst das Bakterium gar nicht. Dass ggf. die Insulinsequenz aufgenommen wurde interessiert niemanden.

Darüber hinaus: die Schnittstellen sind begrenzt und clever gewählt und werden nach Bedarf nacheinander geschnitten & ligiert. Es wird nicht wahllos alles gleichzeitig ausgeschnitten und wieder zusammenligiert - dann entsteht nur jede Menge Unsinn.

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