Frage von Linn88, 103

Bekommt man nach einem Suizidversuch einen Betreuer?

Es ist reines Interesse, dass ich das wissen möchte und erwarte nur ernst gemeinte Antworten ohne Sarkasmus etc. Danke im Vorraus.

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Antwort
von fraschi, 9

Quatsch mit Soße...Selbstmord kann nicht verboten sein, denn warum sollte der Staat eingreifen, wenn jemand sein Leben beenden möchte.

Zumal...womit sollte der erfolglose Selbstmörder bestraft werden ?

Mit Führerscheinentzug ?...oder was ?

Der Selbstmord ist nicht verboten, denn damit würde der Staat in Rechte der Menschen massiv eingreifen und auch gegen das Grundgesetz verstoßen.

Und das mit dem Richter ist ebenfalls Unfug, denn der Zwangseinweisung in eine Klinik muß eine Straftat vorausgegangen sein oder der Kranke muß für

andere Menschen eine Gefahr darstellen.

Entscheidet sich ein Richter zu einer zwingenden Einweisung, ist das eine freiheitsentziehende Maßnahme.

In diesem Fall kann der Eingewiesene auch später nicht so einfach wieder entlassen werden, denn darüber hat der Richter dann ebenfalls zu entscheiden.

Auch hat nur ein Richter die Möglichkeit, den Eingewiesenen aus der Klinik zu entlassen, aber eventuell eine weitere freiheitsentziehende Maßnahme wie z.B. die Überstellung in den Maßregelvollzug anzuordnen.

Durch einen Suizidversuch bekommt man keinen Betreuer.

Den bekommt man in der Regel dann, wenn man geistig nicht mehr in der Lage ist, sein Leben zu gestalten oder nach einer Freiheitsstrafe, dessen Rest zur Bewährung ausgesetzt ist.

Hat man bei den Bewährungen versagt und ist schon desöfteren negativ aufgefallen, kann ebenfalls ein Betreuer durch das Gericht bestellt werden.

Und...es gibt sicherlich noch mehr Möglichkeiten.....

Gruß,

fraschi

Antwort
von aleah, 25

Nein, nicht zwingend.. es sei denn, deine zuständigen Ärzte stationär sind der Meinung es wäre sinnvoll dir neben geschlossener Unterbringung auch noch keine Wahl zu lassen.

In diesem Fall wird die gesetzliche Betreuung eingerichtet. Auch wenn du das ablehnst, dich dagegen aussprichst, usw.
Die hat man dann erstmal nach Entlassung vom Amtsgericht weiterhin zur Seite gestellt.

Aufgabenkreise für die sie zuständig erklärt werden..., ist von Klient/In zu Klient/In unterschiedlich.

Naja, die nicht gerichtlichen Betreuer sind kompetenter, nehmen sich mehr Zeit... und vermitteln ganz andere Atmosphäre als die treffen mit gerichtl. Bestellten........

((Entspringt meiner eigenen persönl. Dpdagptmg und demnach auch subjektivem Fazit...)) hatte aber nichts mit einem versuch zu tun oder so.......!!!!!!!

Muss keinesfalls immer so sein! Gibt bestimmt auch so einige Gesetzliche, die wissen was zu tun ist mit den Klienten.

Antwort
von Dickerchen123, 33

Hallo

nein, das heißt nicht, dass man automatisch unter Betreuung kommt. Man wird zunächst mal in eine Klinik eingewiesen bis die Eigen (und evtl. Fremdgefährdung) vorbei ist. Anschließend wäre eine Therapie ratsam. Unter Betreuung zu kommen ist nicht so ganz einfach, wenn man (Frau) es selber nicht möchte. Und dann gibt es noch unterschiedliche Arten der Betreuung. Manche umfassen alles was das Leben betrifft, manche nur bestimmte Dinge.

Alles Gute

LG

Antwort
von BVBDortmund, 38

Das Betreuungsgesetz sieht vor, dass jedermann/frau eine Betreuung beim zuständigen Amtsgericht anregen kann. Auch für sich selbst kann man eine nachfragen,beimAmtsgerichtoderden Betreuugsstellen der Stadt oder Gemeinde..

Antwort
von Negreira, 49

Ein Betreuer wird immer vom Gericht bestellt, den bekommt nicht jeder. Selbstmord ist in Deutschland verboten, Du wirst also zunächst in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie verbracht.

Bist Du damit nicht einverstanden (gehst Du also nicht "freiwillig" auf eine solche Station, wird ein Richter informiert, der eine Anhörung durchführt. Kommt er zum gleichen Ergebnis wie der Arzt, nämlich daß Du eine Gefährdung für Dich und andere darstellst, wird er einen Beschluß erlassen, daß Du auf dieser Station eine gewisse Zeit (die er dann festlegt) verbleiben mußt. Ist er anderer Ansicht, kann er die Zeiten, die der Arzt vorgeschlagen hat, verkürzen oder verlängern.

Da der Richter aber kein Psychiater ist und nur Ahnung von Gesetzen hat, ändert er nur in ganz seltenen Fällen die Vorschläge des Arztes ab.

Antwort
von Anonym063, 53

Kommt drauf an...denke ich jetzt mal. Man muss den halt beantragen.

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