Bei meinen Eltern steht ein Apfelbaum mit späten kleinen bis mittelgroßen gelben Äpfeln, die lecker aussehen, saftig aber recht bitter schmecken. Der Baum wurde wahrscheinlich um 1930 gepflanzt, vielleicht auch etwas früher. Die Äpfel sind recht fest und werden normalerweise ab November reif. Dieses Jahr fallen die ersten ausnahmsweise jetzt schon. In manchen Jahren sind sie kaum bitter, vor allem wenn es früh kalt wird, in anderen Jahren dagegen sehr bitter. Die Bitterstoffe lassen nach, wenn die Äpfel im Dezember Frost bekommen, dann werden sie bittersüß. Rechtzeitig geerntet sind sie in der frostfreien Garage lange haltbar und schmecken ab Februar auch gut. In meinem Apfelsortenbuch finde ich keinen Apfel, wo ich eindeutig sagen würde, das ist die Sorte. Ich stelle mal ein paar Fotos rein, ich kriege sie leider nicht schärfer. Vielleicht erkennt trotzdem jemand, um was für eine Sorte es sich handeln könnte. Ach ja: Der Baum steht östlich von Berlin auf Sandboden, und wir haben kontinentales Klima. Das Grundstück war zuerst 1924 von Aussiedlern aus Osteuropa besiedelt. Ich weiß aber nicht, ob die den Baum mitgebracht haben oder ob er erst etwas später gepflanzt wurde und vielleicht aus dem Berliner Raum stammt. Ich habe ihn aber schon als Kind 1970 als alt in Erinnerung.
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SabrinaW29 Also an deiner Stelle würde ich mal zum Pomologen Tag fahren. Kannst du googeln wann der wo in deiner Nähe ist. Dort nimmst du mehrere Kerne von verschiedenen Äpfeln mit und die können dir dann genau sagen, was du für eine Sorte im Garten stehen hast. Duften die Äpfel denn stark? Weil dann bin ich auch für die Quitten.
http://www.pomologen-verein.de/Termine/termine.html
Genaueres steht auch da.
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Stilsaeger hallo Kräutergnom, "da steh ich nun, ich armer Tor" ? Dabei können wir uns die Hand reichen. Ich habe ja auch so ein Geschenk ohne Namen. Jetzt eine Internetverbindung gefunden. Mal sehen, ob die hier vermittelbar ist. Es ist eine bebilderte Tabelle in einer pdf-Datei. Da gehts dann schon wieder los: Was zu Deinem Foto und meinem Apfel passt, nennt sich dort "Kiesgruber" oder "Bezeichnung keine", Einzelbaum in Erlaheim. Da steht noch eine Zeile für "Bittersüßer" bzw. "Bittersüßling" mit fast passendem, für mich ein bisschen zu viel rot enthaltendem Foto. Bemerkung dazu: sehr selten auf dem Kleinen Heuberg (Binsdorf, Leidringen). Jetzt noch die Internetverbindung: http://www.zollernalbkreis.de/pb/site/LRA-ZAK/get/101698/Obstgalerie_Aepfel.pdf. Vielleicht kannst Du süßen Saft machen. Darfst mir gerne besseres Wissen übermitteln. Gruß! Stilsaeger
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KraeutergnomKraeutergnom Das ist er definitiv nicht, meine sehen anders, gelber aus. Ich denke, dass ich ihn inzwischen als "Spätblühenden Taffetapfel" korrekt bestimmt habe. Trotzdem danke.
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UlmersGartenkalenderUlmersGartenkalender
Beim Durchstöbern des Farbatlas der Alten Obstsorten bin ich auf diese Sorte gestoßen: "Parkers Pepping". Es ist ein Winterapfel und laut Beschreibung könnte es die Sorte aus eurem Garten sein.
Weitere Namen: 'Parker's Pippin', 'GraueRenette', 'Lederapfel', 'Lederer', `Rabau','Pelzapfel' u.a.
Herkunft: Alte, englische Sorte. DIELerhielt sie Anfang des 19. Jh. aus England.
Allgemeine Beurteilung: Die Sorte nimmtunter den „grauen Renetten" durch das feine.Fruchtfleisch und den guten Geschmack ei-nen der ersten Plätze ein. Sehr positiv istauch, dass sie auf dem Lager nicht welkt. Oftbleibt die Frucht zu klein.
Verwendung: Tafel-, Wirtschafts- und Mostapfel.
Frucht: Sollte erst Ende Oktober geerntetwerden, genussreif von Dezember bis März. Klein bis mittelgroß. Form meist regelmäßig, kugelförmig, wenig, teils auch stärker abge-flacht. Schale ledrig, vollflächig fein berostet. Häufig raue, schuppige und warzige Stellen.Grundfarbe anfangs grünoliv, später zimtfarben, Sonnenseite wenig braunorange durchschimmernd, manchmal bei aufgerissener Berostung auch heller gerötet. Stielgrube meist mitteltief und mittelweit. Stiel kurzund dünn. Kelchgrube mitteltief, mit feinenFalten. Kelch geschlossen bis halb geöffnet, Kelchblätter mittellang, mittelbreit, am Grund getrennt. Kernhaus klein, Wändehalbmond-, auch ohrenförmig. Kleine mittelbreite Kerne, manchmal taub. Fruchtfleisch gelblich weiß, saftig und renettenartig gewürzt, kräftig, aber angenehm weinig.
Baum: Die Sorte wächst in der Baumschuleschon sehr schwach, deshalb auf Stammbildner veredeln. Schwache und dünne Jahrestriebe, filzig. Schmale Blätter, wellenförmignach innen gebogen. Die Sorte blüht mittelspät und nur kurz. Früh einsetzender hoherund regelmäßiger Ertrag, der zur Erschöpfung führt, wenn der Baum nicht ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgt wird. Die Sorte liebt keine trockenen Standorte, eignet sich aber für höhere Lagen.
Besondere Merkmale: Vollflächig fein berostete Frucht mit schuppigen Stellen. Am Baum sehr schmales Blatt. Viel kurzesFruchtholz.
Könnte das vielleicht der Apfel aus eurem Garten sein??
Hier ist noch ein Link zum Buch:
http://www.ulmer.de/artikel.dll/Webshop?RC=Book2Look&ISBN=978-3-8001-7634-2
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KraeutergnomKraeutergnom Danke. Vieles stimmt überein. Die Blätter sind aber normal breit und die Frucht ist nicht vollflächig, sondern nur in der Stielgrube strahlig berostet. Der Apfel ist es also nicht.
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macwassermannmacwassermann
Habe hier noch eine Sorte gefunden.
Nathusius’ Taubenapfel
Herkunft: Althaldensleben, Sachsen-Anhalt 1824 Art: Kulturapfel (Malus domestica)
Züchtung aus: Samen Der Nathusius' Taubenapfel ist ein 1824 gezüchteter Tafelapfel, der gemäß dem später durch Eduard Lucas verbesserten Diel'schen System zu der Fruchtart der Taubenäpfel gehört. Beschreibung: Der Baumwuchs ist mittelstark und breit. Die Blüte erfolgt spät, daher besteht kaum Blütenfrostgefahr. Die Pflückreife ist etwa Mitte Oktober erreicht, die Genussreife ab November bis März. Die Apfelfrucht ist mittelgroß, eiförmig und rot gestreift. Die Apfelhälften sind häufig ungleich. Die Frucht riecht kaum. Die Fruchtschale ist glatt und etwas fettig. Das Fruchtfleisch ist weich und saftig, hat ein Bittermandelaroma und schmeckt leicht edelweinig. Vorkommen: Die Apfelsorte wurde im 19. Jahrhundert an der Niederelbe angebaut, verschwand dann aber weitgehend. Heute ist die Niedersächsische Elbtalaue wieder "Stammland" der Sorte und der Nathusius' Taubenapfel wird auch von vielen Gärtnereien in ganz Deutschland angeboten. Außerdem gibt es ihn natürlich in den Obstquartieren des von Johann Gottlob Nathusius geschaffenen Parkensembles beim Hundisburger Schloss. Auch wird er heute im Rheinland angepflanzt
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KraeutergnomKraeutergnom Sehr interessante Antwort! Vieles stimmt mit meinen Äpfeln überein, nur das Aussehen nicht. Ich habe jetzt mal gezielt nach Äpfeln mit bitterem Aroma gesucht und dabei entdeckt, dass die asiatischen Stammformen unseres Apfels bitter gewesen sein sollen. Darauf kam mir der Gedanke, dass es sich vielleicht um eine Unterlagensorte handeln könnte, die am Anfang des 20. Jahrhunderts gebräuchlich war. Leider finde ich da kaum Informationen, bestenfalls nur Nummern, leider keine Abbildungen und Beschreibungen der Früchte.
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macwassermannmacwassermann Wenn der Baum schon älter ist und nie richtig beschnitten wurde, kann es sein das die Früchte nicht mehr so groß werden. Des weiteren besteht die Möglichkeit, da er nach deiner Auskunft schon Jahrzehnte dort steht und die Herkunft unbekannt ist, der Baum aus einem Zufallssämling entstanden ist und somit keiner genaue Sortenbeschreibung zuzuordnen ist.
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macwassermannmacwassermann google mal bei wiki unter Apfelsorten.
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macwassermannmacwassermann
Deiner Beschreibung und den Bildern nach tippe ich auf den Apfel
- Ribston Pepping
Ribston Pepping (auch Ribston Pippin) ist eine alte Sorte des Kulturapfels (Malus domestica) die bereits vor 1800 auf dem zum Schloss Ribston bei Knaresborough / Grafschaft Yorkshire gehörenden Ländereien als Zufallsämling (1708 aus einem von drei aus der Normandie erhaltenen Apfelkernen) entstand und von dort verbreitet wurde. Frucht: Die gleichmäßig geformte Frucht ist mittelgroß (ca. 5 - 6 cm hoch und 6 - 7 cm breit), hat eine trockene (nicht fettige) Schale mit zunächst grüngelber, bei zunehmender Reife blass-goldgelber Grundfarbe und roter, gestreifter Deckfarbe. Das Fruchtfleisch gelbweiß, ist zunächst fest und wird mit zunehmender Reife mürbe und ist saftig und mit einem süßen und aromatischen Geschmack, der ihn bis heute zu den wohlschmeckendsten Tafeläpfeln macht. Ribston Pepping ist ein Winterapfel, er ist Mitte bis Ende Oktober pflückreif und ist ab Dezember bis Februar / März genussreif. Baum: Der - lebenslang - mittelstark wachsende Baum bildet schnell breite Kronen aus und ist für alle Erziehungsformen geeignet. Bezüglich des Standortes stellt er hohe Ansprüche - er verlangt einen nährstoffreichen und tiefgründigen Boden und bevorzugt Küstenklima mit hoher Luftfeuchtigkeit und milden Wintern. Seine hohen Standortanspüche führen dazu, daß er im Erwerbsanbau kaum zu finden ist. Die triploide Sorte ist ein schlechter Pollenspender.
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macwassermannmacwassermann Oder dieser.
Stina Lohmann: (selten auch „Lohmann“) ist eine alte Apfelsorte, die um 1800 als Zufallssämling in Kellinghusen in Holstein entstanden ist. Der Mutterbaum wuchs im Garten von Christina „Stina“ Lohmann und trug Früchte, deren lange Lagerfähigkeit die der sonstigen Apfelsorten überstieg - was es ihr ermöglichte, noch im Frühjahr Äpfel verschenken zu können. Später wurde die Sorte nach ihr Stina Lohmann benannt und in Schleswig-Holstein und dem westlichen Mecklenburg verbreitet, wo sie heute noch als Regionalsorte vorkommt und als Liebhabersorte zur Selbstversorgung angebaut wird. Der Apfel wird mittelgroß bis groß und hat eine breitkugelig-flache, häufig unregelmäßigen Form. Er hat eine grün-gelbe Grundfarbe mit roter, streifiger Deckfarbe. Das weiße Fruchtfleisch ist fest, saftig und schmeckt süßsäuerlich mit einem leichten Aroma. Er ist als Tafelapfel oder Wirtschaftsapfel (als Kochapfel oder zur Apfelsaftherstellung) verwendbar. Der Apfel ist ab Oktober pflückreif und wird zu Beginn des neuen Jahres genussreif - womit er zu den Winteräpfeln gehört - und kann bis Juli gelagert werden. Der Baum ist robust und stark wachsend.
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KraeutergnomKraeutergnom Hier stimmt vieles überein, allerdings sind die Früchte eher klein bis maximal mittelgroß.
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KraeutergnomKraeutergnom Danke. Vieles stimmt überein, nur das Fruchtfleisch wird überhaupt nicht mürbe und schmeckt nur etwas süß und diese Süße wird von den Bitterstoffen überdeckt.
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findescieclefindesciecle
Und du bist dir sicher - dass es keine Quitte ist?
Sieht so aus - auch deine Beschreibung mit dem Frost läßt auf eine Quitte schließen
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findescieclefindesciecle Deine Geschichte mit den Siedlern gefällt mir übrigens. Ich find es wichtig, die VErgangenheit des Ortes wo man lebt und der Dinge, mit denen man sich umgibt, zu kennen. Das ist gelebte Geschichte und das bewahrt das Leben der Altvorderen.
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KraeutergnomKraeutergnom Dazu hatte meine frühere Frau sogar mal eine Broschüre geschrieben, sehr interessant, die Folgen des ersten Weltkrieges aus der Sicht der Erstbesiedler in meinem Heimatort Fredersdorf nachzuerleben. Ich habe es hier erwähnt, weil es sich hier vielleicht um eine fast ausgestorbene Apfelsorte handelt, die mit der Besiedlung verbunden sein könnte.
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KraeutergnomKraeutergnom Danke für die Antwort. Die Fotos könnten tatsächlich auf Apfelquitten schließen lassen. Bisher kenne ich Quitten aber größer (was hier nichts heißen muss) und mit einer etwas rauheren und leicht behaarten Schale. Diese Schalen sind glatt, glänzend und etwas fettig. Auch konnte ich noch nie so in eine Quitte reinbeißen, wie in einen Apfel, wie in diese Äpfel. Quitten sind auch mehr gefurcht und nicht so gleichmäßig geformt, wie diese Äpfel. In meinem Buch ähneln 'Oberdiecks Renette', 'Martini' und 'Edelborsdorfer' am ehesten diesen Äpfeln, aber keiner so eindeutig, dass ich sagen kann, das ist er. Am ehesten noch dem Edelborsdorfer vom Aussehen her (die rötlich behauchten Stellen kommen erst im Dezember), aber der beschriebene zimtige Geschmack kommt überhaupt nicht hin.
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findescieclefindesciecle Zufällig hab ich gestern im Büro auf D-Radio oder MDR INfo ein spannendes Interview zu alten Obstsorten auch über die Quitte gehört: Der Leiter der Außenstelle des Bundessortenamtes zu Wurzen (Sachsen), ich glaube der Name war Herr Dr. Koch, wurde interviewt und sagte: Alle Interessenten können gern auf sie mit Bitte um BEstimmung der alten Sorte zukommen, sie freuen sich darüber, weil sie eben alte Sorten bewahren wollen. Ich hab dir mal die Kontaktdaten ergoogelt, eine Email- Adresse steht aber nicht dabei. Ich würd an deiner Stelle mal dort anrufen.
Prüfstelle Wurzen Torgauer Straße 100 04808 Wurzen, Freistaat Sachsen Telefon: +49 3425 9040-0 Fax: +49 3425 9040-20
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KraeutergnomKraeutergnom Danke!
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Stilsaeger Hallo Kraeutergnom, zuerst danke für Lob !! Du schreibst am 10. Oktober: „[...] in anderen Jahren dagegen sehr bitter. Die Bitterstoffe lassen nach, wenn die Äpfel im Dezember Frost bekommen, dann werden sie bittersüß. [...].“Am 19.04.12 schreibst Du „[...] Ich denke, dass ich ihn inzwischen als "Spätblühenden Taffetapfel" korrekt bestimmt habe. [...]“ Spätblühender Taffetapfel? Zuerst mal: In welcher Mundart verwechselt man sauer mit bitter? Der Spätblühende Taffetapfel wird jedenfalls nicht als bitter beschrieben. Ich lese: „Spätblühender Taffetapfel Historie: als Zufallssämling vor 1872 in Hohenheim aufgefunden. Ernte: Oktober. Genußreife: Oktober bis Februar. Frucht: kleiner, gelber, leicht geröteter, säuerlicher Tafelapfel. Baum: sehr spät blühend; auch für extreme Höhenlagen geeignet. Des weiteren ich lese: „'Spätblühender Taffetapfel' CAC guter Most- u. Wirtschaftsapfel für Extremlagen M.Sept./Okt.-Dez., sehr saftig, süßweinig, säuerlich, klein bis [...]. Allemal säuerlich! Auf bittersüß passt z. B. der hier: „Schöner aus Vitry (mundartl. Abwandlung von "Genereuse"), regelmäßig kegel- bis kugelförmig abgeflacht; große, punkt- oder figurenförmig, berostete Lentizellen; Lentizellenröte; Kelchgrube häufig ringförmig berostet; Kelchhöhle z.T. groß und röhrenförmig verlängert; große Kernhauswände; Fleisch bräunt schnell nach Anschnitt; bitter-süßes Aroma, ohne merkliche Säure. Herkunft: aus Frankreich, vermutlich Normandie; Ende des 19. Jahrhunderts zur Verwendung als frostharte Stammbildner nach Deutschland eingeführt; zählt [...] zu den häufigeren in Deutschland verbreiteten bittersüßen Cidreäpfeln französischen Ursprungs Bedeutung: überregional verbreitet/nicht regionaltypisch. [...]“. Falls Du wirklich Bittersüße hast, würde ich Dich gerne zum nächsten Winter um ein paar einjährige Reiser bitten. Man kann milden, bekömmlichen Saft oder Cidre aus Bittersüßen machen. Gruß! Stilsaeger
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KraeutergnomKraeutergnom Nun in meinem Buch "Alte und neue Apfelsorten" von Franz Mühl wird der Spätblühende Taffetapfel als herbsäuerlich beschrieben. Herb heißt meines Wissens bitter. Auch Farbe, Kelcheinsenkung, Kelch, Kelchberostung und die inneren Maserungen um das Kerngehäuse stimmen exakt überein. Und die Früchte sind klein und werden bei uns erst ab Ende Januar richtig genussreif.
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Stilsaeger hallo, ich besitze einen Apfelbaum, der eher passt als die in den anderen Antworten, warum? - Weil man mit "bittersüß" bei Apfel erst dann etwas anfangen kann, wenn man ihn essend kennengelernt hat. Jedenfalls vermute ich die Sorte, die anstelle von Säure einen Bitterstoff (Tannin?) in weit über das sonst bei Äpfeln übliche Maß hinaus hat. Früher hat man die Kerle geringelt und gedörrt, was ja heute niemand mehr macht. In der Normandie macht man übrigens daraus einen Cidre. Ich kann mir vorstellen, dass für ihn die jetzt verbreitet auftretende Fruchtsäureunverträglichkeit eine Renaissance bedeuten könnte, wenn jemand einsteigt und auch wirbt. Es gibt ein paar Sorten, die noch im Raum Hohenzollern stehen. Die genaueren Infos gab' ich leider verloren. Mach mal Saft!! Gruß "Geher"
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KraeutergnomKraeutergnom Die Antwort liest sich ja interessant, da ich aber nach der Sorte gefragt habe, von welcher Sorte ist denn Dein Baum?
Danke, vor allem für den Link. Leider finde ich da und auch beim Googeln keinen Pomologen aus meiner Gegend in Brandenburg. Die sind alle mehrere hundert km entfernt. Ich stöbere die Vereinsseite trotzdem mal durch. Danke! Es sind definitiv Äpfel und keine Quitten, ich denke, dass ich den Unterschied kenne.
Ich habe jetzt selbst heraus gefunden, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um den "Spätblühenden Taffetapfel" handelt. Die Lageräpfel konnte ich jetzt eindeutiger zuordnen.
Ich werde aber trotzdem noch einen Pomologen fragen.