Bitte um Ratschläge, Verzweiflung pur?

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14 Antworten

Wenn du Azubi bist, bekommst du kein Geld vom Jobcenter, weil du du deinen Lebensunterhalt selbst verdienst, du bekommst ja Ausbildungsvergütung und dazu das Kindergeld in Höhe von 190 €.

Deine Mutter bekommt vom Amt lediglich IHRE Regelleistung und die HALBE Miete - denn die andere halbe Miete musst du aus deinem Einkommen bestreiten. Ebenso musst du dich an den anderen Alltagskosten beteiligen.

Machen wir doch mal die Rechnung auf:
- deine Mum hat Anspruch auf die Hälfte der Miete
- du müsstest dich an den Kosten für Strom beteiligen - du nutzt ja auch
   alles, was Strom verbraucht - vom Kühlschrank über Licht bis zum PC
- im Regelsatz für ALG II ist für einen Erwachsenen ein monatlicher
  Verpflegungssatz  von etwa 140 € vorgesehen. Solltest du verpflegungs-
  technisch noch mit deiner Mutter gemeinsam wirtschaften - also sie
  kauft ein, kocht und du wirst verpflegt, dann hätte deine Mutter einen
  Anspruch auf einen erheblichen Teil dieses Verpflegungssatzes
- selbst an den anderen Lebenskosten bist du beteiligt -  immerhin gibt es all
  solche Dinge wie Waschpulver, Toilettenpapier, Zahnpasta, Putzmittel,    
  Artikel aus der Apotheke  usw.  auch nicht zum Nulltarif.

Merkst du was? Du bist erwachsen (na ja, fast) und du musst deinen Lebensunterhalt selbst bestreiten. Das ist nicht so ungewöhnlich.

Wenn man auf Sozialleistungen angewiesen ist wie deine Mutter, dann hat man 404 € für den ganzen Monat zum Leben + die Miete. Aber da die ja weitergereicht wird, bleiben 404 €. Für alles - vom Essen über Klamotten, von Telefon über Strom bis Zuzahlungen beim Arzt, Fahrgeld, alles rund um Haushalt etc.

Deine Mutter bekommt für sich genau diese 404 €.

Deinen Part (nämlich was ich oben geschrieben habe) müsstest du allein bestreiten, deine Klamotten, Schminke, Feiern gehen, etc. auch.

Würdest du in einer eigenen Wohnung oder einer WG leben, dann müsstest du auch alle diese Dinge selbst bezahlen.

Letztlich siehst du vielleicht, dass deine Mutter deutlich zu wenig von dir bekommt.

Und das Geld wird ihr nicht abgezogen - sie bekommt einfach kein Geld mehr für dich. Das ist ein wichtiger Unterschied. Außerdem hatte sie, bis du 18 geworden bist, auch noch einen Mehrbedarf für Alleinerziehende von ca. 60 € pro Monat. Der ist mit deinem 18. Geburtstag auch weggefallen.

Sollte das Kindergeld an sie gehen, dann kann sie das aber gleich mit ihrem Anspruch an dich verrechnen. Vielleicht setzt ihr euch ja mal zusammen und redet mit ganz genauen Zahlen mal über eure Finanzen.

Was ist mit Unterhalt von deinem Vater?
Solange du in der Ausbildung bist, ist dein Vater unterhaltspflichtig. 
Unter Umständen ist das auch noch ein Einkommen, auf das du verzichtest, weil du dich nicht darum kümmerst.

Schlimmstenfalls hilft noch am WE ein paar Stunden zu jobben. Das ist nicht einfach, das ist mir klar, aber du hast ja ein Ziel - deinen Führerschein.
Oder du sparst bei Partys, Klamotten und Weggehen am WE.

That´s life.

Ich wünsche dir, dass ihr das hinbekommt

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Hallo,

das ist eine schwierige Situation. Du musst eigentlich selbständig werden - und bist auf einem guten Weg dahin mit Deiner Ausbildung. Aber Deine Mutter und ihre Situation hält Dich fest.

Du darfst Dich von ihr nicht ausnutzen lassen. Jemanden lieb zu haben bedeutet manchmal auch, ihm nicht das zu geben, was er fordert, sondern ihn dabei zu unterstützen, es anders zu machen.

Ganz wichtig ist der Tagesablauf. Kommt Deine Mutter morgens aus dem Bett? Könnt ihr vielleicht zusammen frühstücken?

Kannst Du mit Deiner Mutter sprechen, so dass sie Dich versteht?

Kannst Du Dir vorstellen, von zuhause auszuziehen?

Es gibt Beratungsstellen für solche Situationen. Frage mal bei Deiner Stadt oder der ARGE.

Alles Gute!

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Kommentar von biggie55
07.10.2016, 20:43

Für die Mutter wäre es besser,wenn sie ausziehen würde,denn so müsste sie nicht noch ihr karges Hartz4 Geld mit derTochter teilen.

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Du hast die 400 Euro deiner Mutter zugeben, die ihr durch dein Einkommen abgezogen werden Ihr bildet eine Bedarfsgemeinschaft so ist es nun mal. Sie hatte als du noch keine Ausbildung gemacht hast für dich Geld bekommen und jetzt nicht mehr.

Dein Führerschein kannst du auch nach der Ausbildung machen. Sofern du also bei ihr wohnen möchtest bzw musst, da du dir ja nichts anderes leisten kannst, musst du die 400 Euro abdrücken.

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Dein Einkommen als Azubi gilt als Familieneinkommen und wird deiner Mutter von dem Geld abgezogen, das sie erhält. Tut mir leid.

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Kommentar von herakles3000
07.10.2016, 02:14

Dan würde ein Auszubildender zur Bedarfsgemeinschaft gehören aber das tut er   nicht nach dem Sozialgesetz.!Mietanteil und Kostgeld wäre ja in Ordnung aber nicht der gesamte Azubi Lohn.Wer zahlt den dann die  Monatskarten und andere ausbikldungskosten..Außerdem bekommt die Mutter ja noch das Kindergeld!.

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Halte durch. Es ist blöd für dich, aber du machst die Lehre sowieso nur für dich selbst, auch wenn du grad das Gefühl hast, für nichts zu arbeiten. 

Aber mit Bestehen der Prüfung bist du unabhängig! Kannst ausziehen und hast nen ordentlichen Lohn, von dem du dir was aufbauen kannst und nichts abgeben brauchst.

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Mich würde eher mal interessieren, ob deine Mutter sich Arbeit sucht und das nur eine Phase ist bzw. das du eben finanziell helfen musst. ( eben nicht auf ewig ), was ja nicht schlimm wäre...oder Sucht sie sich ganz bewusst keine Arbeit, weil du ihr sowieso Geld geben musst?

Zieh einfach aus, dann hast du dieses Problem nicht mehr, dafür aber... das du dir sicher keine Bude leisten kannst allein von deinem Ausbildungsgehalt - außer das Amt unterstützt dich. Aber dafür müssen gravierende Gründe vorhanden sein, dass sie das machen. Bzw du ausziehen musst, weil es unzumutbar ist zuhause zu wohnen.

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  • Deine Mutter zockt dich ab den das Jobcenter zieht ihr nur deinen Mietanteil ab und Deinen Anteil vom Amt  den must du nur zahlen und vielleicht etwas  Kostgeld. Wieviel das ist sollte dir das  Jobcenter mitgeteilt haben (Mietanteil) Dein mietanteil sind keine 400€ Außerdem bekommst is ja auch noch kinderegeld für dich aber das kannst du auch selber beantragen.. Bei 400€  müßte die Wohnung  800 € kosten und du auch noch den Strom alleine bezahlen..
  • Außerdem gehörst du nicht mehr zur bedarfsgemeinschaft.! Deswegen must du deinen mietanteil selber  bezahlen.
  • Was andere ist es wen du Richtig arbeiten gehst dann könnte das bis zu einer bestimmten summe so richtieg sein aber nicht als Azubi..
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Kommentar von EstherNele
07.10.2016, 02:51

Deine Mutter zockt dich ab den das Jobcenter zieht ihr nur deinen Mietanteil 

Oh oh, das ist aber ein klassischer Irrtum.
Das "Kind" hat vorher auch noch Leistungen zum Leben bekommen, die sind jetzt genauso weggefallen wie der Mietanteil.

Ich nehme mal an, die beiden haben auch mehr als 300 € Miete.

Und was ist mit all den anderen Alltagskosten?
Strom, Verpflegung und all das, was zum Alltag gehört.

Und da die beiden vermutlich zusammen wirtschaften, müsste man ganz pingelig auch noch die normalen Alltagskosten mit aufrechnen:
- Strom
- Telefon / Internet
- Verpflegung
- Haushalt allgemein - das geht vom Waschpulver übers Klopapier, Shampoo, Zahnpasta, allgemeine Haushaltskosten. Die würden anteilig auch mit auf die Tochter gehen.

Das SGB II setzt einen Regelsatz von 324 € an für eine ü18 im Haushalt der Eltern. Dazu kommt ein Mietanteil von 50%. 

Und da ich die Gesamtmiete mal um mind. 450 € vermute, liegt Töchterchens Anteil bei 550 €.

Dass es nur 400 € sind, die man der Mutter weniger berechnet,hat vielleicht mit der Anrechnung des Kindergeld zu tun - das wird ja weiterhin gezahlt.

Aber von "Abzocke durch die Mutter" kann ja wohl nicht die Rede sein.

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Wenn Du allein mit Deiner Mutter im Haushalt lebst, hat sie Anspruch auf 50 % der Miet- und Nebenkosten. Selbiges gilt auch für den Strom und z.B. Internetanschluß. Warum sollte hier der Steuerzahler Kosten übernehmen, wenn Du auch zum Familienunterhalt beitragen kannst.

Wenn Dir dies nicht gefällt mußt Du ausziehen und Dein komplettes Leben selbst finanzieren.

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Kommentar von blueIibelle
07.10.2016, 00:38

sag ich doch :-)

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Also Abzug kann ich mir nicht vorstellen, wenn dann gibts kein Kindergeld mehr. Geh mal mit ihr ihre Finanzen durch aber wenn du dich selbst versorgen kannst müsste sie damit doch rumkommen.

Und ansonsten würd ich sagen du gibst ihr nichts mehr und sparst dir erst mal was für den Schein. Zur Not kannst du auch ausziehen.

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Kommentar von EstherNele
07.10.2016, 02:59

Nein, nicht Abzug - die Mutter bekommt einfach keine Leistungen mehr für die Tochter (Und das macht offensichtlich 400 € aus).

Denn die kann aus ihrem Einkommen ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten.

Die hat aber noch nicht überschaut, dass Lebensalltag mehr ist als Miete, nämlich auch Strom, Telefon / Internet, Verpflegung, die allgemeinen Haushaltskosten, also Reinigung, Wäschepflege, Körperpflege ... 

Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich eine 18-Jährige zu Hause bei Muttern komplett selbst verpflegt und sich ansonsten alles selber kauft - vom Toilettenpapier bis zur Zahnpasta.

Klar - wenn ich für einen Geld bekomme, nämlich 404 € und dafür für fast zwei Leute den Alltag bestreiten soll, dann wirds finanziell sehr eng.

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Ich glaube, wenn ich mich nicht ganz irre. Dann bekommt deine Mutter weniger weil ihr in "einem Haushalt" wohnt. Und ihr zusammen wirtschaftet. Gibt es die Möglichkeit auf eine eigene Wohnung?

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Kommentar von Missesbeluga
07.10.2016, 00:29

Naja, mit Azubi Gehalt..

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Kommentar von Momonetics
07.10.2016, 00:31

Ich verstehe deine Problem, aber auch hier gibt es Möglichkeiten über das Amt. Wohngeld etc. Ich würde Mich mal beraten lassen, was da möglich ist.

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"Das Jobcenter zieht ihr monatlich 400€ ab" und du gibst ihr lediglich 150 €, da ist es kein Wunder, dass sie monatlich ein Defizit von 250 € hat.

Zieh aus und versuche mal, mit deinem Lehrlingsgehalt zurecht zu kommen. Allein für Miete + Nebenkosten + Strom + GEZ + Lebensmittel + Kosmetika + Vergnügen wirst du weit mehr brauchen, als du überhaupt verdienst. 

Mit deinem finanziellen Zuschuss von 150 € ist lediglich dein Essen bei deiner Mutter abgedeckt. Alles andere muss deine Mutter bezahlen. Was gönnt sich deine Mutter von Hartz4? Raucht sie? Trinkt sie? Kauft sie sich teure Klamotten? 

Wenn du das alles verneinen kannst, dann sei bitte so gut und gib ihr ein wenig mehr von deinem Azubi-Lohn. 400 € wären da angebracht, weil das Geld ja deiner Mutter fehlt. Schraub deine Ansprüche zurück oder zieh aus, wenn dir das alles nicht passt. 

Sorry für meine strengen Worte, aber denk bitte nicht immer nur an dich, sondern auch mal an deine Mutter!

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wenn deine Mama genug Geld zum Leben hätte, würde sie dir sicher auch nichts abzweigen wollen. Du schämst dich für sie. Als Mama hat sie den härtesten Job dieser Welt gemeistert und dieser Job ist nun mal nicht anerkannt. Wenn du als Mama in der Wirtschaft auch noch tätig bist- bist du eine Rabenmutter, wenn du als Mama für dein Kind voll da bist- bist du Schmarotzer. Als Frau/Mutter lebend in Deutschland, kannst du wirklich nichts richtig machen. Und somit ist es nicht nur DEIN Gedankenmuster. Was du machen könntest ist - in eine WG ziehen, wo du womöglich weniger Wohnkosten hast, als zuhause. Deine Mama wird automatisch wieder mehr vom Staat bekommen. Arbeit wird sie womöglich nicht mehr finden, denn sie hat ja bist jetzt "nur" einen Menschen auf den Lebensweg gebracht und hat keine für die Wirtschaft üblichen oder interessante Erfahrungen gemacht. Egal, wie du es für dich wirtschaftlich regelst- es ist deine MAMA, zum Glück hast du sie

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Wartum geht Deine Mutter nicht arbeiten? Ist sie nicht dazu in der Lage?

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Also sie bekommt das Kindergeld und noch 150 von dir,

das reicht bei einer normalen Wohnung dicke.

Der Rest ist für dich und wenn sie mit dem Amt Probleme hat, dann ist es ihr Bier.

EIGENTLICH müßte sie dir eine Ausbildung finanzieren, hier ist es umgekehrt, du finanzierst sie.

Geh deinen Weg, finde es toll das du einen Beruf lernst und lass dich nicht erpressen. Kopf hoch.

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