Frage von Robert7194, 144

Bitte um Rat.. Unglücklich sein, wie gehe ich mit meinem Problem um?

Damit ihr wisst, was für ein Mensch ich bin: Meine Persönlichkeit (laut selbst einschätzende Persönlichkeitstests) ist eine Mischung aus Stetig/Kooperativ und Gewissenhaft. Bin jemand der Wert auf Miteinander legt, stelle aber oft infrage und denke halt über vieles nach, bin analytisch und wahnsinnig wissenshungrig. Eine Mischung aus einer in sich gekehrten Person, die intellektuell und umgänglich ist. Selbstbewusstsein ist kein Thema. Postmaterialistisch.

An sich ist temporäres glücklich sein gar kein Problem für mich, wenn ich aber nicht so pessimistisch wäre und dann nach gewisser Zeit wieder auf den Boden kehre:

Vielleicht bin ich ja nicht der Einzige: Nämlich, ich kann nicht dauerhaft glücklich sein in einer Welt / einer Gesellschaft in der auf Kosten der Erde , den Tieren, anderen Menschenleben gelebt wird. Es sind die Kleinigkeiten im Alltag: Überall Autos die Giftstoffe in die Welt setzen, Kleidung von armen Menschen hergestellt, Fleisch von leidenden Tieren die erzeugt werden damit sie sterben und wenn Bio extrem Teuer, Obst und Gemüse per Flugzeug eingeflogen, auch bei Bio mit Plastikverpackung. Politik die nicht sozial demokratisch sondern wirtschaftlich ökonomisch orientiert ist. Idole und Leitbilder von Kindern in öffentlichen Medien, die nichts taugen

Quasi eine Scheinwelt in meinen Augen.

Und da bin ich bereits in einer der größten Umweltschutzvereinigungen, doch wenn man mal ehrlich mit sich selbst ist, bringts quasi nichts, es ist ein Anfang, es ist nie genug und wohl im Gesamtbild betrachtet ohne impact.

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naja.. wüsste auch nicht, was ich auf sowas antworten würde, ich nehms euch nicht bös

Antwort
von SedOwl, 48

Da ich mich mit ähnlichen Fragen herumschlagen muss und Dein Problem sehr gut nachvollziehen kann, will ich´s zumindest versuchen.

Man braucht schon extrem viel Beharrlichkeit, um selbst im "Kleinen" etwas zu erreichen. Das ist nur mit Gleichgesinnten zu schaffen (in meinem Fall glücklicherweise Idealisten), welche in etablierten Naturschutz-Verbänden leider kaum noch zu finden sind. Möglicherweise liegt hier aber die Lösung auch Deines Problems, d. h. in der Fokussierung auf das Machbare, und in enger Zusammenarbeit mit Leuten, die vielleicht nicht grundsätzlich Deine Meinung teilen müssen, aber bereit sind, an einer gemeinsamen Thematik mitzuwirken.

In unserem Falle sind das z. B. gelegentliche Schach- und Video-Abende, nächtelange Diskussionen etc., was uns letztlich jedoch nicht pessimistisch werden lässt, sind die Erfolge gemeinsamer Projektarbeit (z. B. Erstellung flächenbezogener Artenschutz-Konzepte, Kartierungen, entsprechende Video-Dokumentationen). Da es bereits langfristige Projekte mit konkreter Zielsetzung sind, bleibt für Trübsal kaum noch Zeit.

Ich denke, dass Du Deine intellektuellen Ambitionen keinesfalls vergeuden, Deine Ziele im Umweltschutz aber eindeutig eingrenzen solltest. Der Kampf gegen die Auswirkungen der Ökonomie wird überschaubarer, so dass auch ein wenig Freude und Erfolg gewährleistet ist. Aufreibend bleibt das Ganze ohnehin.

Gegen die "Scheinwelt" kommen auch wir nicht an - was aber sicher nicht dazu führen sollte, uns in eine pessimistischere Welt zurückzuziehen.

Soviel aus meiner Sicht, LG.

Kommentar von Madmoisele ,

Wie schön, Sie hier zu treffen! Und wie schön wieder die Antwort ist, Macht Mut!

Kommentar von SedOwl ,

Danke, und gleichfalls!! LG.

Antwort
von Grautvornix16, 61

Hi,- ich beziehe mich insbesondere auf Beginn und Ende deines Fragetextes und daraus ergibt sich m. E., dass du, wie viele andere auch, in eine "Falle" des "modernen" Menschen gelaufen bist. Diese Falle ergibt sich aus einem Paradigmen- und in der Folge auch Mentalitätswandel, insbesondere der Menschen in sog. "fortschrittlichen" Gesellschaften mit ihrem sehr stark individualisierten und ökonomisierten Subjektsbegriffs. Dieser führt dazu, dass ein Mensch seinen Existengrund und -sinn nicht mehr für sich hat sondern als produktiv-erfolgreiches Subjekt. Ein Subjekt ist nicht mehr "einfach nur da" sondern es muß sein "Da-Sein" durch Produktivität / Erfolg rechtfertigen. (R. Plessner hat dazu sehr interessante und aufschlußreiche Analysen angestellt).

Dieser Wandel in der Fremd- und letztlich dann auch Selbstbetrachtung und -bewertung eines Menschen heutiger Zeit führt auch dazu, dass er die Feststellung eines "Erfolges" oder dieser "Produktivität" (womit nicht nur wirtschaftliche Produktivität gemeint ist) in seine eigene Lebensspanne verlegt /verlegen muß, um sich über den so abgeleiteten "Sinn" seines Handelns und Verhaltens (seiner Existenz) vergewissern zu können. 

Und das ist überwiegend gar nicht möglich da das Handeln des Menschen, insbesondere wenn es sich um gesellschaftsethische Bereiche handelt, schlicht eine Mehr-Generationenaufgabe ist. Eine meßbare Auswirkung innerhalb der eigenen Lebensspanne ist deshalb schlicht eine falsche, weil völlig selbstüberfordernde Erwartung an die eigene "Leistung" und die Wirkungsmechanismen des eigenen Tuns in einer komplexen Umwelt.

J. Rawls hat dies als Problem auch erkannt und am Beispiel des Gerechtigkeitsbegriffes dargelegt, dass wir uns mit dieser Frage nur dann sinnvoll beschäftigen können wenn wir es nicht nur für uns selbst sondern als Verantwortung für zukünftige Generationen verstehen - also als als ein generationenübergreifendes Projekt.

Was du also bräuchtest, um wieder etwas mehr in dir selbst zu ruhen und deine Zufriedenheit mehr aus der Gewißheit zu schöpfen das "Richtige" zu tun ist, dich von diesen - ich nenne es einmal ironisch "versubjektivierten betriebswirtschaftlichen Vorstellungen von Erfolg" abzulösen und deine Motivation und dein Zufriedenheitsgefühl aus der Wahrnehmung heraus, das "Richtige" zu tun schöpfst und dir nicht die Fähigkeit deiner Umwelt zu 
Weitsicht, Einsicht und Erkenntnisbereitschaft oder deren Vorstellungen von "Erfolg" zu eigen machst.   

Gruß

Kommentar von SedOwl ,

Hi, soweit richtig. Aber ist es nicht eher die Unfähigkeit seiner Umwelt zu Weitsicht, Einsicht, Erkenntnisbereitschaft, ergo Vernunft, auf welcher "betriebswirtschaftliche Vorstellungen von Erfolg" letztlich basieren? Worin liegt mein Denkfehler?

Kommentar von Grautvornix16 ,

Hi,- deinen Denkfehler kannst du aus dem erkennen was ich dir zuvor geschrieben habe. Du mußt tun was du meinst tun zu müssen. Deine (soziale) Umwelt ist für sich selbst verantwortlich und wird dir gegenüber auch mit der gleichen "Ich-Habe-Recht" - Haltungen agieren. Das ist normal und angesichts menschlicher Unvollständigkeiten bei der Erkenntnisgewinnung grundsätzlich auch erstmal mit dem gleichen berechtigten Anspruch ausgestattet wie deine Haltung. Ihre Lernprozesse kannst du nicht steuern oder erzwingen. Was du sein kannst ist "Du-Selbst-Sein" und dadurch eine Art von "Irritation" in den Denk- und Wahrnehmungsroutinen deiner Umwelt. Solange dieses Umfeld dich mit deiner Haltung "Hier stehe ich und kann nicht anders" nicht aggressiv bekämpft und schädigt ist es gleichberechtigt im Wettbewerb um die Idee von einer Welt in der man leben möchte. Du kannst deine Zufriedenheit eben nicht aus einem "Erziehungserfolg" ziehen sondern nur aus der gelebten Übereinstimmung von dem was du denkst mit dem was du tust. Und das ist unabhängig von dem was deine Umwelt denkt oder tut. Andernfalls willst du nicht nur das Richtige tun sondern Andere zum Richtigen erziehen. Das ist problematisch - sowohl für deine eigene Psyche als aber auch für die Frage ob dein Denken und Handeln größtmöglicher Logik oder selber einem einfachen psychologischen Geltungsimpuls folgt.

Gruß

Kommentar von SedOwl ,

Das war nicht meine Frage, aber o. k.; LG.

Kommentar von Grautvornix16 ,

Doch,- ich denke schon. Wer an der "Unbelehrbarkeit" seiner Umwelt oder der vermeintlichen "Aussichtslosigkeit" einer Aufgabe unglücklich wird (und unglücklich sein/werden ist immer ein Selbstbezug)  hat seine Rolle im Ganzen m. E. nicht verstanden und hat entweder falsche Vorstellungen zu den Zeithorizonten von "Wirkung" und meint eigenes Tun wäre sinnlos wenn man seine positiven Auswirkungen nicht noch selber erlebt oder verkennt ein eigenes, ehrgeizgesteuertes Sendungsbewußtsein / Erziehungsbedürfnis welches der Natur der Sache nach natürlich seine Resultate noch in der eigenen Lebensspanne verwirklicht sehen möchte.

Ich möchte dir nichts unterstellen und sehe die Formulierung deiner Frage nachvollziehbar aber auch kritisch: warum tust du nicht einfach was für richtig hältst, fühlst dich gut dabei und überläßt alles andere einer Evolution deren Teil (aber eben nur ein Teil) du bist?

Man kann durchaus nicht unglücklich sein und trotzdem empatisch an den Ungerechtigkeiten und schlechten Entwicklungsprognosen dieser Welt teilnehmen.

Du kannst deinen Beitrag doch auch trotzig-fröhlich-unverzagt für eine bessere Welt leisten ohne direkten "Wirkungsergeiz".

PS: verstehe den Zusammenhang zwischen "Sorgen machen" und "unglücklich sein" eben nicht.

https://www.youtube.com/watch?v=iEjEzfJdeFA


Kommentar von Grautvornix16 ,

PSS: OK - was noch die "betriebswirtschaftlichen Vorstellungen von Erfolg" betrifft:  die ökonomisch-betriebswirtschaftliche Sicht in ihrer allgemeinen paradigmatischen Akzeptanz ist eben genau eine Auswirkung der "Versubjektivierung von Daseinssinn / Existenberechtigung" die ich in meinem ersten Beitrag versucht habe kurz zu beschreiben. Und dieses Paradigma ist eben zum Trägermedium für eine allgemeine Verblödungstendenz geworden, die dazu führt, dass so komplexe Frage wie Gerechtigkeit und die Beziehung dieses Begriffes zu einem ökologischen Systemberiff als Gesamtbeschreibung für das was "richtig" wäre nicht mehr oder noch nicht funktioniert. - Empfehle hier u.a. Adornos "Dialektik der Aufklärung". Aber es gibt auch Anzeichen dafür, daß dieses trivial-ökonomische (Selbst-) Vermarktungsprinzip anfängt zu wanken und an seinen eigenen Widersprüchen scheitern wird. - Vielleicht aber eben erst in 300 Jahren.

Gruß

Kommentar von SedOwl ,

Hi, ich denke nicht, dass wir die Welt "bekehren" wollen, dafür gibt es Philosophen. Und wer ohne "Wirkungsergeiz" ist, bleibt eben im Bett. Ohne diesen wärst auch Du nicht hier.

Nicht zuletzt: Auswirkungen der Ökonomie = Evolution???

Ora et labora? Nein. - In diesem Sinne, LG.

Kommentar von Grautvornix16 ,

Philosophen machen Angebote. Wer sie nutzen möchte kann es tun,- wer nicht soll es lassen. So einfach ist das. Philosophie mit Missionierung zu verwechseln und daraus eine Aufforderung zu "
Ora et labora" abzuleiten ist schon sehr speziell und deutet auf Informationsbedarf hin. das muß aber jeder für sich selbst regeln. "Wirkungsergeiz" ist in diesem Zusammenhang eben etwas anderes als "sich einmischen". Schade - du hast definitiv nicht verstanden was ich dir im Hauptbeitrag aufzeigen wollte.

Aber laß uns hier vielleicht einfach einen Punkt machen. Habe gleich noch Party und mehr als Informationen anbieten kann Philo eben nicht.

Schönes - nicht so unglückliches - Wochenende. ;-)

Kommentar von Goldsuppenhuhn ,

@SedOwl: Evtl. kann ich etwas zum gegenseitigen Verständnis beitragen: Es geht darum, seinem Impuls zu folgen, seiner inneren Stimme, und das zu tun, was man tun muss. Dann ist man mit sich im Reinen und ruht in sich selbst. Diesen Beitrag leistet man, ohne darauf abzuzielen, eine unmittelbare Wirkung zu erreichen. Man tut es einfach, weil man gar nicht anders kann. Das bedeutet keinesfalls, dass man im Bett liegen bleibt und nichts tut.

Unbewusst oder bewusst will man durchaus etwas erreichen, hat in diesem Sinn auch den Ehrgeiz, Wirkung zu erzielen. Das Wesentliche ist, dass nicht das eigene Bedürfnis befriedigt werden soll, etwas erreicht zu haben. Im Grunde ist die Wirkung sekundär, was die Motivation des eigenen Handelns im Moment betrifft. Sekundär in dem Sinn, dass das Handeln und nicht die Wirkung im Vordergrund steht.

Die Wirkungen vieler Beiträge sind zu Lebzeiten nicht erkennbar - aber auch mit diesem Bewusstsein gilt es, seinen Beitrag zu leisten, unabhängig davon, wohin sich in künftigen Jahrhunderten das Ganze hinentwickelt.

@Grautvornix16: Ich hoffe, ich habe diesen Teil Deines Beitrags richtig interpretiert, ganz sicher enthält mein Kommentar aber auch meine Sichtweise dazu. 

Kommentar von Grautvornix16 ,

Jepp,- hast du - und deine Sichtweise trifft schon ziemlich den Punkt. Danke für die "Vermittlung". :-)

Kommentar von SedOwl ,

Hi, habe seinen Beitrag schon verstanden. Philo hat nur meinen nicht gelesen. Danke.

Kommentar von Grautvornix16 ,

@SedOwl: Vielleicht habe ich ihn gelesen, komme aber zu anderen Ergebnissen oder du hast meine Antwort nicht verstanden. Ginge das als weitere Option in dieser Angelegenheit für dich soweit in Ordnung? - Willst du "Recht haben" oder dich austauschen?.

PS: Im Übrigen geht es mir im Wesentlichen immer noch um den Originalbeitrag. - Hast du ihn verstanden / gelesen?

Gruß

Antwort
von Goldsuppenhuhn, 54

Hallo Robert,

Glück ist immer nur Momentsache, kein Mensch ist dauerhaft glücklich. Man kann aber versuchen, die Anzahl der glücklichen Momente in seinem Leben zu steigern. Mir selbst gelingt dies z. B. oftmals dadurch, dass ich meine Umgebung und mich selbst ganz bewusst wahrnehme: Wie das Sonnenlicht durch die Blätter fällt oder sich auf einem See spiegelt, wie ein Hund ausgelassen über die Wiese tollt, das Lächeln eines Kindes, das Gezwitscher eines Vogels. Die Freude darüber, dass ich das sehen darf, dass meine Beine mich tragen, dass ich die frische Luft einziehen kann. Dann bin ich einfach nur dankbar und freue mich. Vielleicht bin ich dann glücklich, zumindest in diesem Moment. Das kann fünf Minuten später schon wieder vorbei sein.

Nein, Du bist ganz bestimmt nicht der Einzige, der das Leid auf dieser Erde sieht und beklagt. Es ist so Vieles, was nicht gut ist, was verbessert/ geändert werden müsste. Es gibt so viele Baustellen, da muss man sich nichts vormachen. Und man selbst ist nur ein kleines Rädchen im Getriebe. Das ist frustrierend, man ist fast buchstäblich "ohn-mächtig".

Du schreibst, das Handeln ist im Gesamtbild betrachtet ohne impact. Das sehe ich anders. Du kannst nicht die ganze Welt verbessern. Aber Du kannst z. B. anderen Menschen, seien es nun Menschen, die Dir nahestehen, oder Menschen, die zufällig Deinen Weg kreuzen, gute Momente schenken. Eine helfende, kleine Geste, ein Lächeln, ein offenes Ohr, ein tröstendes Wort, einen Moment Deiner Zeit. Das kostet nicht viel und ist doch gleichzeitig sehr viel. Das erkenne ich leider daran, dass die meisten Menschen häufig total gerührt und dankbar sind, wenn man sich ihnen nur einen Moment lang annimmt. Es ist traurig, dass das so ist.

Gut, Du hast jetzt andere Bereiche angesprochen. Du musst kein eingeflogenes Gemüse kaufen. Du musst kein eingeschweißtes Obst kaufen. Biofleisch ist nicht teuer, das ist relativ: Du kannst es ja so machen, wie es noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war, als es nur sonntags Fleisch gab, weil es eben teuer und etwas Besonderes war. Auch bei Kleidung kannst Du darauf achten, wie sie produziert wurde. Du selbst kannst für Dich in nahezu jedem Bereich eigenverantwortlich entscheiden.

Das ist richtig, dadurch ändert sich noch nicht viel. Du hast einen winzigen Beitrag geleistet, Deinen Beitrag. Aber auch dieser winzige Beitrag hat seine Wirkung, davon bin ich absolut überzeugt. Wenn ich nicht daran glauben würde, dass jeder winzige Beitrag zu irgendetwas gut wäre, würde ich Dir jetzt z. B. gar nicht schreiben. Okay, vielleicht liest Du es nicht einmal, vielleicht liest es niemand, okay, vielleicht sehen viele das ganz anders. Aber mir im Vorfeld darüber Gedanken zu machen, ob es sich lohnt, und dann zu sagen "Lass' es, wozu?" ist einfach nicht mein Ding.

Ich liebe Tiere auch sehr, halte seit vielen Jahren Meerschweinchen, die ich aus Tierheimen und Notstationen übernommen habe. Ich kann nicht alle Meerschweinchen retten, das ist so. Aber ich denke, dass die Tiere, die bei mir gelebt haben, ein gutes Leben hatten. Und so habe ich doch auch etwas dazu beigetragen, einigen Tieren zu helfen. In der Gesamtheit war es winzig, kein impact, wie Du sagst - aber für genau diese Tiere sieht das anders aus.

Ich hoffe, ich konnte einige Denkanstöße geben.

Kommentar von Dackodil ,

Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als über die Dunkelheit zu jammern.

Kommentar von Goldsuppenhuhn ,

Danke für den schönen Satz. So ist es.

Kommentar von Madmoisele ,

Ihre Antwort spricht mir aus dem Herzen!

Kommentar von Goldsuppenhuhn ,

Merci bien :)

Antwort
von Madmoisele, 47

"Gott, gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weissheit das eine vom anderen zu unterscheiden,"

Das ist ein sehr altes Gebet, das in vielen Selbsthilfegruppen gelehrt und gesprochen wird.

Ich z. B. habe mir abgewöhnt, Nachrichten zu schauen und Zeitung zu lesen. Ich habe das Gefühl, entweder die Menschen stumpfen ab dadurch oder werden selbst zu "Hyänen", wie das neueste Beispiel dieser Gruselclowns zeigt, oder man geht daran kaputt, Sie und ich sind Menschen, die daran kaputt gehen, wenn sie nicht versuchen, der Realität bewusst Schönheit, und doch auch noch positives Geschehen auf der Welt, entgegenzusetzen.

Versuchen Sie halt, weiterhin so viel Gutes zu tun, wie Sie können. Aber versuchen Sie auch, unser Schicksal, dabeizusein, wenn die Menschheit zugrunde geht, mit Demut zu tragen.

Und nach uns, haben die Erde und die anderen Geschöpfe wieder die Chance neu anzufangen, mit einer neuen, vielleicht besseren Evolution. An diesen Gedanken klammere ich mich.

Alles Liebe und Gute

MADMOISELE

Kommentar von dfllothar ,

Tres bien, merci ! MADMOISELE, ich grüße Dich !

Kommentar von Madmoisele ,

Lieben Dank und liebe Grüsse, MADMOISELE

Kommentar von Madmoisele ,

Ihr Profil est tres bien, merci MADMOISELE. WAU,WAU, MIAU. MIAU. Wie die begeisterten Kinder in Ihrem Umfeld Sie hochleben lassen, weiss ich leider nicht. Ich jedendalls: "Lieben Dank!"

Antwort
von xttenere, 41

bleib realistisch....gib aber niemals Deine Träume auf...bleibe Dir selber treu !

Du kannst die Welt nicht verändern...aber Du kannst lernen, damit umzugehen und damit zu leben.

Mach jeden Tag das Beste aus ihm...freu dich, dass Du am morgen aufstehen kannst ( nicht alle können das ).

Bleibe selber korrekt...ehrlich und zuverlässig, und lass Dir nichts zu Schulden kommen.

dies sind meine Lebensmotos...bin in den letzten 62 Jahren gut gefahren damit.

 

Antwort
von LisaEinstein, 39

Vorstellungen aufgeben.  insbes. Zielvorstellungen aufgeben. Entspannungsübungen z.B. Meditation machen und soziale Kontakte ausbauen (z.B. einem Sportverein beitreten)

Kommentar von Robert7194 ,

Da würde ich nicht ich selbst sein, sprich mich anpassen an etwas was mir nicht gefällt.

Antwort
von OreoCupCakex3, 53

Ich persönlich finde die Ideologie von "Optimismus und Pessimismus" sehr verkehrt. Vernünftiges Denken - Realist sein. Das sind oder sollten wir zumindest sein.

Tatsache ist, dass wir in einer Welt bzw. Gesellschaft leben, die darauf hinarbeitet, sich selber eines Tages zu zerstören. (Könnte man doch meinen, oder? Leider ja.)

Wenn ich einmal down bin, helfen mir Spaziergänge. Suche dir dafür ein ruhiges Plätzchen/Örtchen, wo du hingehen kannst (vielleicht eine Schlosspark-Anlage? Ein Wanderweg im Wald?) 

Vielleicht bist du ja der Typ, dem freiwillige Arbeit in einer Tierklinik oder einem Tierheim gut/besser tut?

Wünsche Dir noch alles Gute! Und nicht vergessen: Es ist nicht schlimm, wenn man mal am Boden liegt, solange man vorhat wieder aufzustehen.

Antwort
von LisaEinstein, 29

Hab da eine Idee...Üb dich doch mal in Dankbarkeit. 

Kommentar von Madmoisele ,

Ja, für den noch intakten, kleinen Rest der Welt können wir wirklich dankbar sein. So viel wie jetzt davon noch da ist, werden die künftigen Generationen wohl nicht mehr vorfinden.

Kommentar von Robert7194 ,

Madmoisele sehe ich genauso.

Kommentar von Madmoisele ,

Ja, Robert, sind wir dankbar, welche Wunder der Natur wir noch schauen dürfen.

Vielleicht wäre alles viel einfacher, wenn man im "Hier und Jetzt" öfter zu Hause sein könnte.

Und vielleicht "Alles erhoffen, aber nichts erwarten". Da ninmt man die kleinen Geschenke am Wegrand intensiver wahr.

Sind weise Sätze, die ich von lieben Menschen lernen durfte.

Am meisten betroffen hatte mich eine Aussage gemacht, vor ca. 30 Jahren: "Warum machst Du Dein Leben kaputt mit Deiner Angst. Vielleicht trifft das Schlimme gar nicht ein".

Vielleicht kommt doch von irgendwo noch ein Lichtlein her, wenn wir glauben es geht nicht mehr.

Etwas wunderschönes möchte ich Ihnen zum Schluss noch empfehlen: Die Desiderata. In Englisch und in Deutsch und vertont. Wirklich wunderschön. Und sehr alt, der Text.

Liebe Grüsse

MADMOISELE






Antwort
von Niicinicole, 51

Am besten hilft immer mit wem zu reden, alles abzubauen im Gespräch. Ablenkungen (joggen, zeichnen,...) helfen auch nicht mehr allzu sehr daran zu denken

Auch wenn manche glauben ein Psychologe ist etwas schlechtes, es ist ein Fachmann der dazu da ist Probleme mit einer Person gemeinsam zu lösen

Kommentar von xttenere ,

im Prinzip hast du recht...nur gibt es leider in dieser Berufsgattung auch Unfähige...welche mehr schaden als nützen. 

Ich selber empfehle immer einen Psychiater, da dieser im Gegensatz zum Psychologen eine Facharztausbildung hat...und daher auch mit Hypnose und Medikamenten arbeiten darf.

reden alleine nützt leider nicht immer.

Kommentar von Dackodil ,

Ein Psychiater hat ein ganz normales Medizinstudium absolviert, plus 4 Jahre Facharztausbildung.
Von Psychologie hat er nur so viel Ahnung, wie er sich aus eigenem Interesse fortgebildet hat.

Und Unfähige gibt´s in jeder Berufsgruppe. Habe mal so einen Elektriker kennengelernt. Ein Wunder, das ich noch lebe.

Kommentar von dfllothar ,

Auch ein Wunder, daß mein Nachbar noch lebt. Vielleicht war´s derselbe Elektriker, der bei der Hausinstallation die Schutzerdung garnicht angeschlossen hatte.

Kommentar von Madmoisele ,

Zum Rat zum Psychiater passt, dass herausgefunden wurde, dass viele Mörder und Selbstmörder mit Psychopharmaka behandelt wurden...und der Beipackzettel auch Hinweise darauf enthält.

Antwort
von arabellaa, 40

wurde dir wahrscheinlich epigenetisch eingeprägt 

Kommentar von Robert7194 ,

evtl., meine Mutter und Schwester sind ähnlich 

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