Bitte um Hilfe bei Ahnenforschung?

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2 Antworten

wann kommt man denn in das alter?

Bei manchen kommt es mit der Rente, bei mir kam es als Student ;-)

Professionelle Ahnenforscher kosten Geld, lassen sich im Stundensatz bezahlen und legen dir irgendwann ein Ergebnis vor. Viel interessanter, allerdings auch etwas zeitaufwendiger ist es, wenn du das selbst herausfindest. Für die schwierigeren Fälle kannst du ja immer noch jemanden engagieren.

Mach es systematisch: Frag Opa und Oma, wann sie wo geboren sind und wie ihre Eltern hießen und wann und wo die geboren sind. Auch wenn sie schon etwas tüddelig sein sollten, sind diese Daten meist recht zuverlässig (das Langzeitgedächtnis tut's recht lange).

Wenn diese Daten nach 1876 liegen, sollte es entsprechende Standesamtsunterlagen geben. Du schreibst also das entsprechende Stadtarchiv an (oder fährst hin) und bittest um eine Kopie aus dem Personenstandsregister. In den Geburtsurkunden (deiner Urgroßeltern) sind gewöhnlich Name und Adresse beider Eltern (deiner Ururgroßeltern) genannt. Wenn du hinfährst, kannst du vielleicht auch noch Einblick in das entsprechende Heiratsregister nehmen, und erfährst dort die Geburtsdaten deiner Ururgroßeltern und die Namen und (letzten) Wohnorte deiner Urururgroßeltern. Damit bist du erstmal eine Weile beschäftigt.

Daten vor 1876 erfährst du in den jeweiligen Kirchenbüchern.

Es gibt in Deutschland rund 20000 Ahnenforscher, die in Vereinen organisiert sind, um sich dort gegenseitig Tipps zu geben, gemeinsam Quellen zu erschließen usw. Der größte ist der verein für Computergenealogie e.V. mit derzeit etwa 3500 Mitgliedern. Der unterhält unter http://www.genealogy.net eine recht umfangreiche Website, die für jeden kostenlos zu benutzen ist. Über eine Vereinsmitgliedschaft (35 €/Jahr) freut man sich, die ist aber nicht Voraussetzung zur Benutzung des Webangebots.

Daneben gibt es auch mehrere kommerzielle Anbieter (ancestry.de, myheritage.com u.a.), die teilweise über eingescannte Kirchenbücher verfügen, die man dann gegen eine monatliche Gebühr lesen kann.

Die Mormonen (eigtl. Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage) betreiben aus religiösen Gründen Ahnenforschung und haben wahre Schätze an Daten (nicht alles ist online, das meiste ist auf Mikrofilmrollen, die man in ihren Familienforschungszentren ansehen kann).

Ups. So eine lange Antwort habe ich noch nie geschrieben.

Fang einfach mal an. Wenn du Blut geleckt hast lässt es dich nicht mehr los, wenn nicht muss ich hier auch keine Romane schreiben ;-)

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Kommentar von MilkaKeks96
04.07.2016, 19:04

Das Problem beginnt ja schon mit dem hinfahren ^^ Ich habe jetzt von meinen Großeltern väterlicherseits das"Buch der Familie" bekommen und werde mich dort informieren. Danach werde ich in den Geburtsorten nach den Krichen bzw. Standesämtern suchen und diese anschreiben.

Vielen dank für deine wundervolle Antwort. Sie ist echt Hilfreich und ich hoffe ich kann noch ein wenig etwas herraus finden.

P.s. Ich bin 19 und habe jetzt nach langen Jahren angefangen meine Familie zu studieren :'D

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Habt ihr vielleicht einen Familienstammbaum? evtl steht da ja was sinnvolles drinnen :)

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Kommentar von MilkaKeks96
04.07.2016, 18:38

Hatte ich auch schon überlegt. Aber meine Großeltern besitzen auch keinen Stammbaum. Ich hätte echt nicht gedacht das es so Kompliziert ist.

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