Ich musste für die grüne Auswahl stimmen, obwohl ich die Formulierung so nicht übernommen hätte.
Mein Urteil wäre gewesen: Sehr anfängermäßig! Stand leider nicht zur Auswahl.
Konkret: Was hast du zuvor geschrieben, woran hast du dich bisher abgearbeitet. Du bist 15, schreibst du. Ist das dein erster Schreibversuch? Hast du schon mal Kurzgeschichten geschrieben? Das übt ungemein. Hast du sogar schon Kurzgeschichten zu Wettbewerben eingereicht? Das gibt manchmal positives Feedback von anderen Menschen als von sowieso wohlmeinenden Freunden.
Du bist 15, schreibst über die große Liebe aus der Perspektive einer Erwachsenen, die sich zurück erinnert, als sie 16 war. Über welche Lebensweisheiten willst du uns denn berichten? Was ist dein Zielpublikum?
Du wirfst mit Umstandswörtern um dich, als hättest du noch nie etwas von "show, don't tell" gehört. Hast du nicht? Dann fang keinen Roman an, fang an zu üben. Schreiben kann man nicht einfach so, das muss man lernen, das ist ein Handwerk. Sich hinsetzen und losschreiben, ist eine schlechte Idee.
Schau mal in deiner Bahnhofsbuchhandlung nach, ob die Zeitschrift "TextArt" vorhanden ist, falls nicht, gehe auf die Homepage und überlege, ob du sie abbonnieren möchtest. Da kann man wirklich viel lernen. Ggf. wäre auch das zugehörige Forum dort das richtige für dich.
Sieh dich in anderen Autorenforen um, frag ggf. nach, stelle einige deiner Kurzgeschichten dort zur Kritik ein und lege dir ein dickes Fell zu, das wirst du brauchen.
Dann machst du auch solche Fehler nicht mehr wie auktoriale und personale Perspektive zu vermengen, mit Adjektiven und Adverbien um dich zu werfen usw.
Such dir ein Thema, zu dem du wirklich etwas zu sagen hast, Teenagerliebe, schulische Probleme, Magersucht, ein romantisches Ferienerlebnis. Lerne, dreidimensionale Figuren zu kreieren. Und dann sprechen wir uns in ein paar Jahren wieder.
In deinem Alter muss unbedingt der Spaß am Schreiben im Vordergrund stehen, das Handwerk kann man sich erarbeiten. Übe unbedingt mit Kurzgeschichten. Wer die Kurzgeschichte (literarisch) beherrscht, der kann auch einen Roman schreiben.
Viel Spaß dabei!
stimme mit deinem 2. absatz überein, aber dass geschichten in der ICH-Form schwieriger sind, finde ich nicht... ich schreibe lieber in der ich-form, weil ich so gefühle und gedanken viel besser beschreiben kann.