Frage von Hehlerware, 72

Bitte um eine Diagnose, was mit mir evtl. nicht stimmen könnte. Warum bin ich krank, weil ich keine Lust auf Menschengruppen habe?

Was ist der Grund dafür, alles und jedes in einer Gruppe mit mehr als 2 Personen besprechen zu müssen?

Ich möchte gern im Vorfeld verstehen, was es mir bringen soll, meine Probleme in einer Gruppe vorzutragen, wenn es doch "immer wieder" genau das "vortragen meiner Probleme in einer Gruppe gewesen war, was mich dann später nach und nach hin meine Abneigungshaltung gegenüber anderen Menschen gebracht hat. Erst seit dem ich auf (in meinen Augen) Angriffe dieser Art nicht mehr reagiere, geht es mir nach und nach besser. Und man spürt geradezu, wie die Gegenseite ihre Kraft und Lust verliert, im Namen der ja allen gutgesonnenen Globalisierung weiterzubohren und zu stochern.

Es soll wohl den Anschein erwecken, ein weitergehendes Interesse für die eigene Person sei vorhanden, aber wenn man genauer hinsieht, sieht man nur verrückte detektivprofessoren, die nach noch effektiveren Wegen suchen, an den Ästen zu sägen auf dem andere sitzen, in der Hoffnung, zuletzt oder gar garnicht zu fallen.

Und das, obwohl angeblich klar ist, dass es keinen Sinn ergibt, Energie aufzuwenden um gegen den Strom zu schwimmen, wenn der Fluss mit Pech und Schwefel gefüllt ist.

Sie drängen mich darauf, bitte auch wieder beim Wahnsinn mitzuhelfen, weil sie denken, sie täten etwas Gutes.

Und so sitzen sie alle da und probieren neue Möglichkeiten innerhalb des bestehenden Systems auszuschöpfen. Statt zu erkennen, dass dies ein Blick mit Scheuklappe ist.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von thetee99, 38

Normalerweise könnte man davon ausgehen, dass du an einer Soziophobie leidest, aber so wie du das beschreibst, scheinst du dich nur allen anderen überlegen zu fühlen und ihre "unwichtige" Meinung interessiert dich nicht nur, sondern kränkt dich sogar sehr.

Du scheinst absolut keine Frustrationstoleranz oder Kritikakzeptanz zu besitzen und deine Lösung ist es, dich elitär von aderen abzugrenzen und zu isolieren, was für deine weitere Entwicklung fatale Folgen haben wird. Vieles lässt auf evtl. eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hindeuten.

Kommentar von Hehlerware ,

Ich hab das Gefühl, dass die Kritik anderer auch ein Feedback zu meinem Handeln darstellt. Und ich bin doch darum bemüht, eine Lösung zu finden, wenn es denn ein Problem gibt.

Wenn ich diese "Probleme" ignoriere führt dies in Isolation.

Wenn ich mich Leuten anvertraue, führt das in Verhältnisse, die an Gruppenzwangtherapie erinnern. Und weil ich das als "gefühlt" einziger so sehe, bekomme ich dazu noch Depressionen.

Und es ist ja nicht nur meine Meinung, die ich vor Kritik schütze, sondern wahrscheinlich die geteilte Meinung aller, die mal eben den Stempel "Krank" aufgedrückt bekommen.

Danke für Deine Meinung!

Kommentar von thetee99 ,

Kritik auf dich bezogen kann nur ein Feedback bzw. Reaktion auf dein Handeln sein, und das ist ok. Die Kritik kann sich aber auch einfach nur auf Inhalte und sachliches beziehen und nicht auf dich als Person. Natürlich kann man Kritik unterschiedlich rüberbringen und natürlich kann man selber argumentieren, dass man die Kritik selbst kritisiert. Kontruktive Kritik kann dir persönlich auch helfen, eine "Lösung" für jeweilige Probleme zu finden, dazu muss man die Kritik aber erstmal positiv annehmen bzw. sich wenigstens das positive für einen selber daraus ziehen.

Dein Problem scheint vllt. eher zu sein, dass du dich sofort schikaniert fühlst, durch die Kritik. Evtl. wegen mangelndem Selbstvertrauen-/wertgefühl, was allerdings - auch wenn es paradox klingt - auch ein Indiz für die narzisstische Persönlichkeit(störung) sein kann.

Evlt. versucht du einfach mal phasenweise, dich selber nicht ganz so ernst zu nehmen und dir selber Fehler einzugestehen.

Antwort
von Kitharea, 45

Wenn es dir mit dem ignore der Anderen besser geht, dann mach das. Man muss nicht alles wissen was Andere denken oder sagen. Eine Diagnose wirst hier nicht kriegen und wenn keine fundierte aber das liest sich als hättest du lieber eine Diagnose über die Anderen.

Mal abgesehen davon dass du mir zu hochkantig kompliziert schreibst was aber auch egal ist - geht es keinen was an wie du mit Menschengruppen klarkommst. Wenn ich mir das ganz genau durchlese krieg ich nen Knoten im Gehirn. Ob das Wahnsinn ist oder nicht was die machen geht dann wiederum dich nichts an. Jedem das Seine. Du wirst sie halt genauso wenig umpolen können, wie sie dich. Nachdem es eine sehr persönliche Sache ist kann man jahrelang mit Beweisen um sich schmeißen.

Davon abgesehen um welche Probleme geht es denn? Sind sie persönlicher Art ? Geht keinen was an. Man wird dich so nehmen müssen wie du bist. Das ist der einzige Satz der zählt. Genauso wie du bereit sein musst auch den Anderen ihren Kopf zu lassen. Teile davon lassen sich ausdiskutieren aber NIEMALS braucht es dazu mehr als 2 Personen. Bei zwischenmenschlichen Problemen sind niemals mehr als 2 Personen beteiligt. Und genauso sollte man diese auch behandeln.

Kommentar von Kitharea ,

Wenn man es jetzt ganz genau nimmt - ohne zu werten - machst du es kein Stück besser als die Anderen. Du empfindest deren Verhalten als dumm und blind. Es wird Zeit da rauszukommen findest du nicht?

Kommentar von Hehlerware ,

Naja nicht "der Anderen" - aber eben einer sehr großen Teilmenge der Menschen, die zumindest in der Region in der ich lebe anzutreffen sind. Ich will diese Menschen ungern ignorieren, aber besser tut es mir manchmal schon.

Vielen Dank, dass ich hier schonmal merke, dass ich nicht ganz allein von diesem "Gefühl" ansich geplagt werde, auch wenn Hintergründe, die dazu führen evtl. etwas abweichen. :-)

Kommentar von Kitharea ,

Es gibt viele wie dich nur reden die nicht drüber und fügen sich der Menge. Letztendlich ist das was sehr persönliches. Was du allerdings auch nicht machen solltest ist im Zuge dessen über die Anderen zu urteilen. Man macht das mitunter ja - aber man hat auch nichts davon wenn man in einer Herde dummer Leute wohnt. Da setzt ich doch einfach den IQ etwas nach unten und kann mich zumindest noch nett und oberflächlich unterhalten. Jeder hat seine Vor- und Nachteile.
Kümmer dich halt nicht um deren Köpfe, sondern nur um deinen. Du musst mit dem leben und die Anderen müssen mit ihren Köpfen leben und das auch ausbaden. Es braucht dich nicht zu interessieren. Wer dir gut tut ist ok - wer nicht - halt nicht. Aber man muss die Menschen auch nicht nach IQ auseinandersortieren. Ab und zu eine etwas stupidere Unterhaltung kann durchaus lehrreich sein - man lernt viel über Menschen. Aber wie gesagt - nur ein Vorschlag. Weil - auch mich geht's nix an - es ist dein Leben ^^

Kommentar von Gatios ,

Erstmal, Hut ab an dich Kitharea, dass du unter diesen ganzen Metaphern, mit denen der Fragesteller um sich geworfen hat um seine Gedanken zu definieren, überhaupt etwas verstanden hast, , denn ich hab (so gut wie) nichts davon verstanden. 

Außer, dass du (Hehlerware) ein Problem damit hast, dass andere *deine* Probleme nicht richtig deuten können!? Denn versucht hast du es anscheinend. Da du aber nicht verstanden wurdest, bzw. die gegenüber dir, dir keine zufriedenstellende Antwort geben konnte, du nun eine Abneigung gegenüber denen hast, die dir keine für dich zufriedenstellende Antwort geben können!?

Ich sag mal so, nicht jeder versteht was du denkst und was du fühlst, aber es gibt sicher Menschen, die es nachvollziehen können. Möglicherweise liegt es wirklich daran, dass in deinem Vorort derart Emotional gestörte *halbwesen* rumrennen, oder liegt es ggf. eher an dir und deinen Erwartungen gegenüber anderen Menschen? 

Es ist schwer eine Antwort zu finden, wenn du so implizit redest.

Gruß euch beiden.

Antwort
von amdros, 49

Hmmmm..zu deiner Beschreibung über dich, kann es von mir nur DIE Diagnose geben: Narzißmus!

Kommentar von Hehlerware ,

Lieben Dank für Deine Einschätzung ich informiere mich mal dahingehend.

Kommentar von Kitharea ,

Ich denke NICHT dass ein waschechter Narzisst uns hier fragen würde was wir von einer Situation halten xD

Kommentar von thetee99 ,

@Kitharea: Narsissmus muss nicht immer eine klassische selbstgefällige oder selbstüberschätzende Persönlichkeitsausprägung sein. Es geht oft daum, dass man das Gefühl hat, alles würde sich um einen selbst drehen, man versteht erst mal nur seine eigenen Bedürfnisse und nicht die der anderen Menschen. Sowas kann dann auch zu den beschriebenen Unsicherheiten/Selbstzweifel führen, besonders im Bezug auf Kritikakzeptanz.

Kommentar von Kitharea ,

Jein - das war auch eher ironisch gemeint deswegen das xD. Theoretisch wollte ich es nur widerlegen weil Diagnosen hier in der Form so oder so nicht möglich sind. Schon gar keine eindeutigen.

Kommentar von Gigama ,

@amdros

Für mich persönlich ist es eigentlich immer schwer nachvollziehbar ,wenn hier mit einer professionellen Selbstverständlichkeit psychische Erkrankungen aufgrund einer, hier eher nur begrenzt möglichen, Darstellung der momentanen,  persönlichen, Befindlichkeiten diagnostiziert werden. 

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