Frage von sonne3004, 69

Bitte um Antwort! Wird eine depotspritze auch abgebaut wenn sie im Fett eingelagert ist (Po, Gesäßmuskel)?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von ASRvw, 22

Moin.

Wie hier ja schon korrekt geantwortet wurde, werden Wirkstoffe im Fettgewebe rascher abgebaut als im Muskel. Deswegen erfogt die Gabe von Depotwirkstoffen entsprechend intra muskulär.

Was allerdings den spziellen Wirkstoff angeht, den Du in einem Kommentar auf eine andere Antwort genannt hast, wird die Sache komplizierter.

Xeplion wird beim Aufbau einer entsprechenden Therapie zwei Mal im Abstand einer Woche mit regulär 150 und dann 100mg verabreicht. Anschließend folgt eine Auffrischungs- bzw. Erhaltungsapplikation von 25 bis 50mg jeweils ein Mal monatlich.

Wird die Therapie beendet, kann es verschiedenen Quellen nach zwischen 4 und deutlich über 6 Monate dauern, bis der Wirkstoff vollkommen abgebaut ist und die Wirkung, speziell aber auch die Nebenwirkungen aufhören.

Auch Fälle in denen das über 1 Jahr gedauert hat, finden sich in verschiedenen Internetforen. Wobei deren Verlässlichkeit allerdings durchaus als zweifelhaft angesehen werden darf, da die meisten Patienten, die dort darüber berichten, den Wirkstoff erst am Ende einer langen Behandlungskette mit anderen Neuroleptika erhalten haben und somit wohl definitiv als psychisch krank angesehen werden dürfen.

Was den von Dir in Deinem Kommentar grob geschilderten Fall angeht, würde ich Dir raten, zunächst mal Deine Erfahrungen mit dem Wirkstoff dort:

http://www.adrreports.eu/de/index.html

einzureichen, damit Dein Fall in dieser Hinsicht dokumentiert ist.

Ferne würde ich Dir dazu raten, Dich mit Deiner Krankenversicherung in Verbindung zu setzen, denen den Fall zu schildern und diese um Hilfe zu bitten.

Außerdem würde ich Dir raten, Dir einen Termin bei einem Neurolgen Deines vertrauens zu machen und diesem den Fall ebenfalls zu schildern. Sinn und Zweck ist hier die Klärung, ob Deine Beschwerden tatsächlich noch temporäre Nebenwirkungen des Wirkstoffes sind. Hintergrund dieses Rates ist, dass dieser Wirkstoff im Verdacht steht, als Nebenwirkung maligne, neuroleptische Erkrankungen auszulösen oder zumindest zu begünstigen.

Es kann also durchaus sein, dass Deine aktuellen Beschwerden keine Nebenwirkung im eigentlichen Sinne mehr sind, sondern Symptome einer eigenständigen Erkrankung, die als Nebenwirkung von dem Wirkstoff ausgelöst wurde und die völlig anders behandelt werden muss.

ASRvw de André

Kommentar von user8787 ,

Die TE sprach von einer einmaliegen Gabe ( eine Spritze ins Gesäß, ich verstehe das als eimalige injektion ) und somit ist ein konstanter Spiegel im Blut also auszuschließen. Somit gehe ich nicht davon aus das es hierbei Zusammenhänge gibt. 

Sollte ich das die TE falsch interpretieren ziehe ich meinen Einwand natürlich zurück.....

Kommentar von ASRvw ,

Moin.

Dein Einwand ist soweit korrekt.

Der von Dir eingewendete Umstand ist mir durchaus bewusst. Ich schrieb eine Beschreibung des regulären Therapieaufbaus, um zu verdeutlichen, dass der Wirkstoff intramuskulär ein Depot bildet, welches im Therapieverlauf langfristig so konstant im Serum bleibt, dass es nur monatlich mit einem viertel bis fünftel der Startdosis aufgefrischt werden muss.

Zudem enthält die Frage hierzu keinerlei Details und geht aus dem Kommentar leider nicht die Dosis hervor.

In der tat hätte ich den entsprechenden Absatz meiner Antwort näher beschreiben sollen. Aber mir fällt das Schreiben gerade ein wenig schwer, weil meine linke Hand in einem zirkulären Gips steckt.

Indes hatte ich hier auf einem Kommentar der TE gehofft, der vielleicht ein paar mehr Details liefert, um die Situation besser beurteilen zu können.

ASRvw de André

Kommentar von sonne3004 ,

vielen dank nochmal für deinen tolle antwort...du scheinst echt total intelligent zu sein soviel wie du hier schreibst :).... ich kann durch diese fehlbehandlung (morddrohungen waren echt, nicht eingebildet) kaum mehr arbeiten und bin dadurch schwer geschädigt...es stehen folgende nebenwirkungen in der packungsbeilage: schmerzen im muskel, depressionen, angstzustände...all diese nebenwirkungen habe ich....:(((... hab schon antidepressiva ausprobiert etc. vieles nur noch schlimmer geworden naja nun zu meiner eigentlichen frage: was sind neuroleptische erkrankungen?? kannst du mir beispiele nennen? vielen dank für deine hilfe...tina lg

Kommentar von ASRvw ,

Moin.

Sorry, dass ich erst jetzt antworte, aber ich war die letzten vier Wochen selbst im Klinikum, meiner Handgelenksfraktur wegen.

"Neuroleptisch" bedeutet "Erregungshemmend" und bezeichnet eine Funktionsweise verschiedener Psychopharmaka zur Behandlung verschiedener Erkrankungen der Psyche wie etwa Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Manien, Persönlichkeitsstörungen und Zwangserkrankungen.

Die entsprechenden Medikamente setzen den zentralnervösen Grundtonus herab, hemmen bestimmte motorische Aktivitäten oder schwächen bestimmte Reflexe ab. Bei Vorliegen einer entsprechenden Erkrankung, ist das der erwünschte Effekt.

Liegt allerdings keine solche Erkrankung vor, werden gesunde Funktionen gehemmt, was nach dem Abklingen der teils recht lang anhaltenden Wirkung zu Überreaktionen führen kann. Mit anderen Worten: Bei einer genügend lang anhaltenden Wirkung, gewöhnt sich der "Verstand" an die abgeschwächte Funktion der entsprechenden Prozesse und reagiert bei rasch nachlassender Wirkung und zu schnell zurückkehrendem Normalzustand schlich und ergreifend über.

Das ist so, wie wenn Du einen starken Kaffeetrinker auf Koffeinfreien Kaffee setzt und ihm nach vier Wochen, wenn er sich daran gewöhnt hat, wieder normalen Kaffee gibst.

Die Methode der Wahl hier ist, das Medikament erst mal weiter zu nehmen und dann langsam auszuschleichen, damit sich die entsprechenden Körperfunktionen und der Verstand langsam wieder an den Normalzustand gewöhnen.

- -
ASRvw de André

Antwort
von Nightwing99, 42

Also wenn das Arzneimittel i.m. in den Gesäßmuskel verabreicht wurde ist es dort auch im Muskel gelandet nicht im Fettgewebe. Aber ja die Arznei wird auch im Fettgewebe abgebaut sogar um einiges schneller weswegen arzneien die über längeren Zeitraum versetzt wirken sollen ja auch i.m. und nicht subcutan injeziert werden.

Antwort
von Rambazamba4711, 34

Ja, das wird z.B. bei Insulin bewusst so gemacht.
Im Fettgewebe wird das Medikament langsamer als direkt im Muskel abgebaut.

Antwort
von egglo2, 25

Ja klar! Das Fettgewebe wird z.B. bei der Applikation von Heparin oder Insulin gezielt genutzt.

Was hast du denn gespritzt?

Noch zu deiner Frage.

Wenn du in den Gesäßmuskel spritzt, ist das aber kein Fettgewebe!

Kommentar von sonne3004 ,

ich bin fehlbehnadelt worden. wurde mit schizophrenie diagnostiziert weil ich gesagt habe dass ich Morddrohungen gekriegt habe. diese drohungen waren wahr und die ärzte meinten ich sag das in ner einbildung. also haben sie mir zwingend xeplion verabreicht eine spritze in dden gesäßmuskel. :(((( das war 1 jahr her seitdem leide ich extrem stark unter panikattacken todesängsten, schmerzen, weinkrämpfen also den nebenwirkungen. denkst du das kann wieder vorbeigehen? mich beunruhigt das weil die wirkung schon so lange anhält. ich hab mal gelesen dass ein muskel nicht zum abbau geeignet ist. und das ne impfung auch immer im körper bleiben kann. ich weiß dass ich keine impfung bekam, aber mein depot wurde auch in den muskel gespritzt. und eben weil es in den muskel gespritze wurde habe ich angst dass die wirkungen noch ewig dauern.

Kommentar von user8787 ,

Ein einmalig injiziertes Medi bleibt nicht für immer im Körper. Ein Depot Wirkstoff wird lediglich lansamer resorbiert. 

Dein Problem dürte alsi andere Ursachen haben....

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