Ohne Foto ist das schwer einzuschätzen. Ab welcher Höhe werden sie buschig? Gibt es einen oder mehrere Leittriebe? Entscheidend ist es, ob es sich in 6 m Höhe um die Kappung des Leittriebes handelt oder um einen Rückschnitt vieler dünner Äste.
Es gibt bei Bäumen die Regel "Einmal kappen, immer pflegen!"
Ich will damit sagen, ein Kappungsschnitt hinterlässt eine große Schnittwunde. Fast alle Bäume treiben bevorzugt rings um diesen Kappungsschnitt aus, also an den Rändern der Schnittwunde. An Stelle des abgeschnittenen Leittriebes wachsen dann mehrere neue nebeneinander. Die wachsen alle nach oben. Von unten sieht das zunächst wie ein Busch aus. In wenigen Jahren werden die Äste aber immer länger und schwerer. Bei Birke geht das recht schnell, da Birken schnellwachsend sind und nicht so alt werden wie die meisten anderen Bäume. Selbst bei gewissenhafter Versiegelung mit Baumwachs, die bei einem solchen waagerechten Schnitt unbedingt notwendig ist, ist der Ansatz der Äste rings um die alte Schnittstelle ein unnatürlicher Schwachpunkt. Damit diese Äste nicht irgendwann an der Schnittstelle abbrechen oder durch ihre Last Risse in der Schnittstelle verursachen, müssen die Äste alle paar Jahre ebenfalls wieder gekürzt werden. Der Baum wird auf diese Weise abhängig von den pflegenden Eingriffen des Menschen. Eine Kappung sollte deshalb nur in den allernotwendigsten Fällen durchgeführt werden.
Der Zeitraum zum Beschneiden von Birken ist der Spätsommer bis zum frühen Herbst. Da steht der Baum nicht mehr so stark unter Saftdruck und hat noch genügend Zeit, bis zu den ersten Frösten die Schnittwunden zu heilen. Bei Frost ist Schneiden tabu und im Frühling setzt der Saftstrom ein, der bei Birke so stark ist, dass dann kein Baumwachs auf der Schnittwunde hält.
Wenn Eure Himalaja-Birken wie beschrieben von Natur aus buschig wachsen, dann wäre ein Schnitt wie bei einem Busch sinnvoll, also oberhalb der dicken Leittriebe. Bei Schnittwunden von unter einem cm Durchmesser ist dann auch kein Baumwachs nötig. Die Birken behalten dann ihren Wuchs und werden vielleicht sogar noch etwas dichter.
Ein jeder Gartenbesitzer sollte doch wissen , das man nach dem verschneiden eines Baums die Schnittstellen immer mit Baumwachs versiegelt werden muss ! Da sonst die Gefahr besteht das der Baum ausblutet ! ! ! !
Hatte ich bei einer Verletzung bei Birke im Frühling mal vergeblich versucht, der Saftdruck war so stark, dass er den Baumwachs regelrecht weggespült hat. Birke wird im Frühling deshalb überhaupt nicht beschnitten.
Schlau! Danke Monsterratte, hatte vorher noch niemand vorher was von gehört.... Die Faustregel war (DM-Zeiten): Alle Schnittwunden, die größer als ein 5 DM Stück sind, sollten mit Baumwachs behandelt werden. Wenn die Grünflächenämter die Straßenbäume beschneiden, habe ich sie noch nie in 15 Meter Höhe auf ihrer Drehleiter mit Baumwachseimerchen gesehen!
Das ist auf jeden Fall wichtig für Obstbaumschnitt, Ziergehölze etc. Auf der Staße und in Parks wird das nicht gemacht. ( Ausnahme könnten Denkmalgeschützte Linden oder Eichen sein, wo speziell ein Baumdoktor Hand anlegt.)
Eine Birke, wo man als Privater froh ist mit einer Leiter und einer Verlängerung der Säge einen Ast absägen zu können, ist die Erwähnung von Baumwachs schiere Besserwisserei.
Hier ist, wie die Frage implizierte, auf die Ruhezeit des Baumes zu achten, damit ein unnötiges Ausbluten vermieden werden kann. (Walnüsse und Süßkirschen werden besser im Sommer beschnitten, damit die Wunden bis zum Winter ausgeheilt sind.) Schon öfters (nach dem Birkenschnitt mit dem Nachbarn) habe ich mehrmals versch. Landschaftsgärtner beauftragt Habitusschnitte an verschieden Bäumen vorzunehmen: Bei keinem Baum wurde Baumwachs benutzt.