Die Grundannahme, dass ein höheres Bruttoinlandsprodukt schlechter ist als ein niedriges, ist grundlegend falsch. Es gibt keinen Zusammenhang, dass es besser oder schlechter ist.
Alle verkauften Waren und Dienstleitungen des Inlandes bilden das BIP. Das BIP gilt als Maßstab für die Funktion einer Wirtschaft und weiterhin als Maßstab für die Entwicklung einer Gesellschaft. Anhand einer rein ökonomischer Sichtweise, ist ein höheres BIP besser für eine Gesellschaft. Die Grundlage besteht darin, dass man annimmt, dass bei höheren BIP auch die Einkommen der Mitglieder der Gesellschaft höher sind.
Das nun einige Länder mehr und andere weniger haben, ist ein selbstverständlicher Zustand. Hierbei muss man aber immer ähnlich entwickelte Länder vergleichen. Ein afrikanisches Land hat natürlich ein geringeres BIP - das sagt aber nicht weiter aus, außer das es halt höher ist. Der Blick auf die Entwicklung und die Struktur des BIP gibt erst weiteren Aufschluss.
Griechenland hat ein Schuldenproblem, das resultiert aus einem strukturell schlecht entwickelten Demokratieverständnis (insbesondere Bürger-Staat). Viele Bürger zahlen einfach weniger Steuern als festgelegt und die Kontrolle dessen ist weniger vorhanden.
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