Frage von elvis67, 48

Biologie/Genetik: ist es wissenschaftlich zweifelsfrei erwiesen, dass Männer eine natürlich Veranlagung zum Exhibitionismus haben, Frauen aber nicht?

Und stimmt es, dass diese Veranlagung aus der Zeit stammt, als unsere Vorfahren in Wäldern und Höhlen lebten? Mir hat mal jemand erklärt, dass die Frauen vor tausenden von Jahren sich fast ausschließlich in Höhlen aufhielten und Kinder und Feuer hüteten. So kam es bei Ihnen selten zu Verletzungen. Männer hingegen waren meist auf der Jagd in den dichten Wäldern. Dort wurden dann häufig durch wilde Tiere, Ranken etc. Ihr Fortpflanzungsorgan beschädigt. Da die Fortpflanzung aufgrund der geringen menschlichen Population überlebensnotwendig war für die Spezies, entwickelte sich der Trieb, dass die gesunden männlichen Exemplare den Weibchen bei jeder passenden Gelegenheit Ihre Unversehrtheit präsentiert haben. Ist diese Theorie wissenschaftlich belegt und allgemein anerkennt?

PS, @"Support"-Mitarbeiter: nach dem Verfassen dieser Frage habe ich die Konformität mit den Richtlinien überprüft. Demnach verstößt die Fragestellung in keiner Weise gegen die Boardregeln. Sollte meine Frage trotzdem mutwillig gelöscht werden, so werde ich eine Kopie mit Datum und Uhrzeit an die Geschäftsleitung von gutefrage.net senden. Zzgl einer Nachricht und Beschwerde über den betr. Support-Mitarbeiter an die GF bei Xing.

Antwort
von Mannerschnitte2, 22

Ich bin Biologin, eine derartige Theorie habe ich noch nie gehört. Ich kann mir auch absolut nicht vorstellen, dass diese Art von Verhalten genetisch fixiert sein soll, sondern eher erlerntes Verhalten darstellt. Würde diese Thematik auch zusätzlich noch der Anthropolgie zuordnen, die sich ja mit der Wissenschaft des Menschens beschäftigt. Es gibt viele Theorien zum Sexualverhalten des Menschen. Man versucht das Sexualverhalten der Menschenaffen mit unserem zu vergleichen. Alle verfolgen da unterschiedliche Strategien. Es handelt sich dabei aber immer um Theorien. In meiner anthropologischen Ausbildung wurde dein beschriebener Ansatz nicht einmal erwähnt (was aber nichts heißen soll).

Generell ist aber das Präsentieren von unversehrten Geschlechtsorganen, aber auch anderen Gesundheitsmerkmalen, wie besonders schönes und dichtes Fell, auffällige Farben, etc. durchaus Teil der Fortpflanzungsstrategien. In deiner beschriebenen Theorie müsste man aber schon davon ausgehen, dass es sich um eine Gruppe aus mehreren Frauen und Männern handelt, die sich alle miteinander fortpflanzen, also nicht monogam waren. Das Präsentieren der Geschlechter macht nur in solchen Fortpflanzungsstrategien Sinn. Ein Gorilla-Männchen z.B. hat nur sehr kleine Hoden und muss die keinem Weibchen zeigen, es hat eh seinen Harem. Bei Schimpansen sieht das wieder ganz anders aus, da sie in großen, gemischten Gruppen leben. Da kommt es z.B. schon darauf an, ob das Schimpansen-Männchen etwas vorzuweisen hat, damit die Dame es auch auswählt. Insgesamt kann man das alles nicht so runter brechen, ich müsste sehr weit ausholen, was den Rahmen hier sprengt. Diese Strategien sind sehr vielschichtig, und ich habe mit der Größe des Geschlechtsorgans jetzt nur einen Aspekt benannt.

Ich würde zusammenfassend sagen, dass das eine Theorie von vielen ist, und das diese nicht wissenschaftlich zweifelsfrei bewiesen wurde. Dazu müsste man Studien machen und das Exhibitionisten-Gen bei Männern nachweisen. Sehr sehr schwierig durchzuführen ;-)

Wenn du oder die Person von der du das hast Studien dazu bereits hast/hat, würde ich die gerne lesen und mich belehren lassen.

Antwort
von Jerne79, 10

Mir hat mal jemand erklärt, dass die Frauen vor tausenden von Jahren
sich fast ausschließlich in Höhlen aufhielten und Kinder und Feuer
hüteten.

Der Haken an der ganzen Überlegung ist, dass schon diese Grundannahme falsch ist. Vor der Seßhaftwerdung im Neolithikum haben Menschen v.a. nomadisch, d.h. semiseßhaft gelebt. Höhlen spielen dabei nur eine sehr kleine Rolle. Einzig der Punkt "häufiger Verletzungen durch Jagdunfälle bei Männern" hätte eine gewisse Schwungkraft, aber um eine Gruppe zu ernähren, müssen alle Mitglieder dazu beitragen, d.h. auch die Fragen haben genug außerhalb des Zeltes und außerhalb des Lagers zu tun.

Auch im Vergleich zu Naturvölkern wird das nichts. Dort gibt es häufig bei Männern wie bei Frauen Bedeckungsvarianten der primären Geschlechtsorgane. Was auch sinnvoll ist, schließlich sind Dreck und Verletzungen dort besonders unangenehm.

Ich stelle mir hier auch die Frage, ob mit Exhibitionismus wirklich das gemeint ist, was als Persönlichkeitsstörung gilt oder nicht einfach eine lockerere Handhabung der üblichen anerzogenen gesellschaftlichen Regeln.

Antwort
von loema, 17

Ne ist klar. Frauen lebten überwiegend in Höhlen.
Deswegen haben sich bei Frauen auch die Augen zurückgebildet.
Und ihnen fehlte die Sehkraft um unverletzte Penisse zu erkennen.


Antwort
von voayager, 14

Deine Annahme ist ausgeprochen falsch, ein Großteil der PXrno-Industrie lebt vom Exhibitionismus etlicher Frauen. Zahlreiche Frauen zeigen sich ganz gern nackt und genießen es mehr oder minder, begehrt zu werden. Es hat schon zu allen Zeiten das Bedürfnis gegeben, dass so manches  Weib seine verführerischen Reize betont und sie auch einzusetzen weiss.

Antwort
von BVBDortmund, 9

Ich halte es für ausgeschlossen,  dass sich Wissenschaftler ernsthaft damit beschäftigen.

Meine Erfahrungen sind,   dass Frauen eher Exhibitionismus Neigungen haben. Sehe ich fast jeden Tag.

Kommentar von Mannerschnitte2 ,

Wissenschaftler, oder präziser Anthropologen, beschäftigen sich ganz sicher und ernsthaft mit solchen Theorien.

Kommentar von BVBDortmund ,

Du meinst dann sicher,  die krankhafte Neigung 

F65.2

Exhibitionismus

http://www.dimdi.de/static/de/klassi/icd-10-who/kodesuche/onlinefassungen/htmlam...

Wobei wir aus dennKrankheitsstatistiken erkennen können, welche Geschlechtergruppe mehr betroffen ist, es sei denn dass Ärzte nicht ernsthaft damit  aus einandersetzen und sich lieber mit was anderem beschäftigen.

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