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Biologie-Studium: Tiere sezieren?

Frage von Komori Komori

Hallo,

ich hätte eine Frage an alle Biostudenten, die bereits in diesem neuen Bachelor und Master-System studieren. Ich hoffe, ihr wisst was ich meine.^^ Diese neue europaweite Regelung gibt es ja erst ein paar Jahre.

Ich weiß von meiner Biolehrerin, dass man früher reichlich Tiere während des Studiums seziert hat, wie ist das heutzutage? Ich kenne leider keinen, der zur Zeit in dem neuen System Bio studiert und mir das beantworten könnte. Ist das denn noch ein großer Bestandteil des Studiums und was für Tiere landen einem denn dann unter'm Messer?

Ihr würdet mir sehr helfen, wenn ihr mir das beantworten könntet. Danke.

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Antworten (6)

  • 3
    Antwort von Ulse1 Ulse1

    Es ist von Universität zu Universität sehr unterschiedlich.

    Aufgeteilt in die Module "Allgemeine Zoolgie" und "Spezielle Zoologie" haben wir bei unserem Zoologischen Praktikum folgende Tiere seziert:

    1.Präparat-Amöbe(Protozoa) 2.Nesseltierchen (Porifera und Cnidaria) 3.Saugwurm (Plathelminthes) 4.Präp.Rädertierchen,Fadenwurm(Aschelminthes) 5.Nacktschnecke (Mollusca) 6.Regenwurm (Annelida) 7.Küchenschabe (Arthropoda) 8.Lanzetttierchen (Acrania) 9.Fisch (Osteichthyes) 10.Frosch (Zwei für den Kurs/PräparateAmphibia) 11.Mammalia (Maus)

    Kommentar von Komori KomoriKomori

    Was? So viel? Die waren aber auch alle tot, oder?

    Kommentar von Ulse1 Ulse1

    ja, waren sie. ja wie gesagt-das scheint doch sehr unterschiedlich zu sein,das kursangebot der uni marburg hatte (nehme jetzt zahlen aus meiner letzten beschreibung heraus...1.2.6.7.11.)dabei

  • 1
    Antwort von titatita titatita

    Ich musste im "Schnippelkurs" (Zoologisches Grundpraktikum) eine größere Anzahl von Tieren zerlegen. Alle waren schon längere Zeit tot, zum Teil aus der Tiefkühltruhe. Keines der Tiere haben wir selbst getötet. Unter den Tieren waren Insekten (Schabe, Heuschrecke), Fische (Hai, Karpfen), ein Flusskrebs und zum Schluss eine Ratte (sie kam auch aus der Tiefkühlung). Leider kam es im Physiologie-Kurs auch 2-3 x vor, das wir einem lebenden Tier zu Leibe rücken mussten. Diese Experimente werden aber immer seltener durchgeführt und vermehrt durch Computersimulationen ersetzt. In unserem Fall wurde ein Regenwurm, eine Heuschrecke und ein Frosch beim Versuch getötet. Der Frosch wurde auch von keinem unerfahrenen Studenten sondern von einem Tutor der Kopf abgetrennt. Falls du nicht zuschauen willst, glaube ich nicht, dass es dir jemand verübelt. Viele haben etwas gegen diese Praxis, somit bist du nicht allein auf weiter Flur.

  • 1
    Antwort von mamate1 mamate1

    Die Studenten nennen es "Schnippelkurs"
    Ich hatte diverse Würmer, eine Weinbergschnecke, eine Forelle, einen Ochsenfrosch (der zerstört die heimische Fauna) , ein Hühnerkücken das von dem Eierlegebetriebs wegen des falschen Geschlechtes (Hähne legen keine Eier) sowieso tiefgekühlt an den Zoo geliefert worden wäre, eine Riesenkakerlake, Und eine frischtote Ratte. Tierliebende Leute kriegen in der Regel nur beim Küken und/oder der Ratte Probleme. Aber Du kannst zB mit Alufolie den Kopf des Tieres abdecken. Riechen tuts meistens nicht so schlimm. Dank bei der Ratte einfach an die anderen Ratten die viel grausamer an Rattengift oder in Fallen sterben. Die sezierte ist schmerzfrei gestorben. (Mit Kohlendioxid, die werden erst "bewußtlos", dann ersticken sie. Menschen ,die einen Kohlendioxidunfall überlebten, sagen aus, daß sie nichts bemerkt haben außer das sie eingeschlafen sind. WEnn die Ratten nach Luft japsen, sind sie bereits bewußtlos. Man kann die zwicken und sie reagieren nicht. Ein sehr verständnisvoller professor erläßt dir vielleicht die Ratte.Aber wenn Du dann doch kein Vegetarier bist, endet das Verständnisvolle. Nux vomica compostum aus der Apotheke hilft gegen Übelkeit. (Mir wurde von den Konservierungsflüssigkeiten so kotzübel--von bereits fertigen Präparaten die wir uns angesehen haben, zB krokodilembryo, Schlangen uss

  • 1
    Antwort von partymaz partymaz

    Da wirst du nicht drum rum kommen, wenn du Bio studierst! Ich studiere Bio nur als Nebenfach aber auch ich musste Fisch, Regenwurm usw. auseinanderflücken. Es gibt aber eigentlich auch immer die Möglichkeit zu sagen, dass du das nicht machen möchtest. Keiner kann dich dazu zwingen. Du kannst ja auch zu sehen wie die anderen das machen und deine Notizen oder Zeichnungen dazu machen. Ich habe mich auch teilweise geweigert und es war ok. Also keine Panik!

    Kommentar von Komori KomoriKomori

    Das beruhigt mich. Danke =)

  • 1
    Antwort von TadashiYamaoka TadashiYamaoka

    Ich durfte bisher nur einen Regenwurm und eine Miesmuschel aufschneiden (und dann abzeichnen, yay).
    Ne Ratte kommt wohl auch noch dran, wenn wir bei den Wirbeltieren angelangt sind.
    Aber all zu viel wird wohl heute nicht mehr zerlegt. Es gibt ja inzwischen auch sehr anschauliche Modelle aus Plastik, sodass es auch nicht mehr nötig ist, unnötig Tiere zu töten, nur um die Organisation der Organe zu lernen.
    Bisher haben wir für den Teil der Wirbellosen aber viel mit Querschnitten im Mikroskop gearbeitet, das ist ja auch sehr anschaulich.
    Aber einen Großteil des Studiums beschäftigt man sich mit dem Lernen aus Büchern.
    Aber wenn du dir ein Stereomikroskop kaufst, hindert dich ja auch niemand daran, selbst Tiere zu zerlegen. Gute Präparationsanleitungen findest du dafür in dem Buch "Kükenthal - Zoologisches Praktikum'" von Volker Storch und Ulrich Welsch.

    Kommentar von Komori KomoriKomori

    Naja, ich bin eine Tierfreundin, darum mache ich mir ja so Sorgen. Waren der Regenwurm und die Muschel denn noch lebendig, als ihr die aufgeschnitten habt?

    Kommentar von TadashiYamaoka TadashiYamaokaTadashiYamaoka

    Nein, die werden vorher getötet. Die Regenwürmer wurden "schockgefrostet" mit flüssigem Stickstoff, und die Muscheln in Alkohol glaube ich. Das beides sollen wohl auch einigermaßen humane Methoden sein.
    Bei der Ratte weiß ich, dass das auch auf jeden Fall freiwillig ist, wenn das jemand z.B. aus ethischen Gründen nicht machen möchte.
    Aber ich denke, wenn es einem wichtig ist, dass man auch den Regenwürmern und den Muscheln nichts antut, dass man dann auch mit den Professoren reden kann.

    Kommentar von Komori KomoriKomori

    Okay, danke =)

  • 0
    Antwort von FetteRatte FetteRatte

    Wenn Du nicht möchtest, dass die Tiere extra für dich getötet werden, solltest Du vorher mit Deinen Kursleitern sprechen. Leider gibt es immer noch viele "Betonköpfe", die kein Verständnis dafür haben. Über das ganze Thema "Tierverbrauch im Studium" kannst Du Dich bei SATIS (Studentische Arbeitsgruppe gegen Tierverbrauch im Studium) informieren. Vielleicht findest Du weitere Studenten an Deiner Uni, die auch gegen den Tierverbrauch sind - zusammen ist es einfacher, dieses Thema anzugehen. Viel Erfolg!

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