Wichtig ist es erstmal, dass du Diffusion von Osmose unterscheiden kannst. Kannst du das? (Diffusion: Durchmischung bis zum Konzentrationsausgleich; Osmose: MIT semipermeabler Membran)
Einfachstes Beispiel: Du hast ein Gefäß, dass in der Mitte durch eine semipermeable Membran geteilt ist (semipermeabel: Durchlässig für das Lösungsmittel, aber nicht für den gelösten Stoff), auf der einen Seite füllst du destilliertes Wasser ein, auf der anderen Salzwasser und zwar genau gleich viel. Du wirst beobachten, dass der Wasserpegelstand auf der Seite des Salzwassers ansteigt und auf der Seite des destillierten Wassers sinkt.
Das liegt daran, dass die Wassermoleküle (im Gegensatz zu "Salzteilchen") durch die Membran kommen können und auf die Seite des Salzwassers wandern, da sie ja einen Konzentrationsausgleich anstreben . Allerdings können sie diesen nie erreichen, da auf der Seite des Wassers keine "Salzteilchen" vorhanden sind. Deswegen wandern die Wassermoleküle solange durch die Membran zum Salzwasser, bis so viel Wasser auf der Salzwasserseite ist, dass keine weitern Moleküle mehr durch die Membran kommen. Das Wasser "drückt" sozusagen gegen die Membran (wenn es genug ist) und verhindert das Eindringen weiterer Wassermoleküle (Das nennt man den "hydrostatischen Druck der Wassersäule").
Hat man auf beiden Seiten Salzwasser, natürlich mit unterschiedlicher Konzentration, ist ein Ausgleich möglich
1.) Beispiel: Die Konzentration an gelösten Stoffen ist in der Kirsche höher als im Wasser, das die Kirschen umgibt. Die Zellwände bzw. Membranen in der Kirsche sind semipermeabel. Weil ein Konzentrationsausgleich angestrebt wird, dringt das Wasser in die Kirsche ein. Wenn zu viel Wasser in der Kirsche ist und der Druck auf die Haut groß genug ist, platzt die Kirsche.
2.) Beispiel: Die Konzentration an Salz in dem Radieschen ist sehr gering, wobei sie im Salz "maximal" ist. Es wird wieder ein Konzentrationsausgleich angestrebt, deswegen dringt Wasser aus dem Radieschen aus.
Danke eine sehr hilfreiche Antwort