Frage von acidfairy, 46

Bio LK - Ökosystem See?

Ein See lässt sich unterteilen in Nähr-, Sprung und Zehrschicht ( unterste Schicht)

Meine Frage bezieht sich auf die Zehrschicht: Im Winter wird ja wenig Sauerstoff produziert, weil nicht genügend Sonnenlicht da ist und somit keine Fotosynthese statt finden kann.
Es kommt dementsprechend auch zu keiner Biomasseproduktion, SONDERN NUR ZU EINEM VERBRAUCH DER ABSINKENDEN BIOMASSE AUS DER NÄHRSCHICHT.

Was genau bedeutet das Großgeschriebene?
Heißt das, dass quasi nur noch Biomasse "gegessen" wird ?
Wenn ja, wieso kippt der See dann nicht? Ich meine eine erhöhte Aktivität führt doch zu Sauerstoffmangel ...

Antwort
von DerandereAchim, 20

Hej acidfairy,

vor dem Winter hat in einem See unserer Breitengrade eine Herbstzirkulation stattgefunden, bei der der Wasserkörper vollständig durchmischt wurde, wenn der See im Vergleich zu seiner Oberfläche nicht allzu tief ist.

Somit findet sich zum Zeitpunkt des Einsetzens der Winterstagnation über dem Seegrund eine relativ sauerstoffreiche Schicht, in der die Zehrungsprozesse stattfinden. Solange der für diese Zehrungsprozesse benötigten Sauerstoff der Sauerstoffgehalt dieser Schicht nicht weitestgehend entspricht, wird der See nicht umkippen.

Lies dazu doch auch einmal folgenden Wiki-Artikel, insbesondere das Kap. 3.1:

https://de.wikipedia.org/wiki/Umkippen

Allerdings ist der Begriff des Umkippens m. E. nicht konkret definiert. Denn zu einem Fischsterben kann es in einer wie im o. a. Kap. 3.1 beschriebenen Situation schon relativ früh kommen. Das hängt nämlich ab vom Sauerstoffbedarf der Fische, die am Seegrund ihre Winterlager bezogen haben. Eine Art, die auch während der Winterruhe einen relativ hohen Sauerstoffbedarf hat, ist der Zander. Die Karausche hingegen kommt mit einem deutlich geringeren Sauerstoffgehalt klar. 

Liebe Grüße

Achim

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