Hallo,
wie kann man herausfinden, ob man Bindungsangst hat oder einfach nur unfähig ist, jemanden zu lieben? Oder ob man einfach nur zu hohe Ansprüche hat?
Oder geht das alles Hand in Hand?
Hallo,
wie kann man herausfinden, ob man Bindungsangst hat oder einfach nur unfähig ist, jemanden zu lieben? Oder ob man einfach nur zu hohe Ansprüche hat?
Oder geht das alles Hand in Hand?
Ich meine, dass man die Eigenschaften "Bindungsfähigkeit, Bindungsunfähigkeit, zu hohe Ansprüche" nicht klar voneinander trennen kann.
Es gibt die unterschiedlichsten Kriterien, warum manche Menschen sich partnerschaftlich binden und manche nicht.
Es kommt m. E. darauf an, das DIE RICHTIGEN zusammentreffen am richtigen Ort und zum richtigen Zeitpunkt, und dann funkt es eben!
Warum das KONKRET so ist, halte ich für "ein Geheimnis der Natur"; sie führt ihre Lebewesen "männlich+weiblich" prinzipiell zusammen zur Arterhaltung bzw. Fortpflanzung.
Da ist keine leichtfertige Antwort drin, das geht tiefer. Bindungsangst definiere ich mit der Vorstellung, dass jemand Angst hat eine persönliche Freiheit aufzugeben. Er möchte sich eventuell nicht unterordnen/arrangieren oder jegliche Verantwortung für einen anderen Menschen übernehmen müssen. Eine Ruhe und Zurückgezogenheit, wo alles andere als störend empfunden wird. Sind meine Gedanken. Wiederum sagt man, dass wenn jemand zu lange allein gelebt hat, er sich schwer in seiner eigenen Umwelt mit jemand anderem zurechtfinden wird. Da kann mitunter die Kaffeetasse an eine andere Stelle abgestellt, schon ein Fiasko auslösen...... Aber Unfähigkeit jemanden zu lieben, hier spielt die Bindungsangst mit ein, ist recht oft auf Erfahrungen zurückzuführen sei es negativer oder auch positiver Art, je nach charakterlicher Art des Einzelnen und des zuvor Erlebten.... und oder auch Verdrängten....
"Zu hohe Ansprüche" und "Liebesfähigkeit" sehe ich eher in positiver Korrelation - Du möchtest kaum "möglichst viele" Menschen lieben, sondern einen/ wenigen, den Du intensiver kennenlernst, wenn Du länger wartest.
Liebesunfähigkeit und Bindungsangst sind zwei unterschiedliche Eigenschaften und voneinander unabhängig. Bei der Bindungsangst würdest Du selbst wissen, dass ihr jemand bedeutend ist, Du allerdings aus Angst vor Enttäuschung, negativen Erfahrungen, sonstigen Ängsten oder Freiheitssehnsucht nicht dort bleiben kannst/ möchtest, wo es Dich innerlich hinzieht. Wärest Du liebesunfähig, wärest Du entweder gerne alleine oder anspruchslos - aus Angst alleine zu sein, würdest Du Dich "irgendjemandem" anschließen, der jedoch austauschbar wäre. Bindungsangst ist ein episodischer/ behandelbarer Prozess, Liebesunfähigkeit an angeborene (?), antrainierte (?) Eigenschaft, ein immer anhaltender Zustand.
Bindungsangst kann ja versciedene Ursachen haben-
du fühlst dich noch zu jung oder noch nicht Reif für eine Beziehung
Du traust deinen eigenen Gefühlen nicht und bist dir daher unsicher
Du befürchtest, dass die Gefühle, die dir entgegen gebracht werden nicht lange halten
Du fühlst dich klein gegenüber deinem Partner- möchtest aber nicht untergebuttert werden.
Das Ganze hat nätürlich eine Menge mit dem eigenen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen, der Zuversicht, den eigenen Wünschen und Träumen und natürlich auch mit der Überzeugung, dass man wirklich liebt zu tun.
Für die Liebe - mal abgesehen vom Sex - müssen doch eine ganze Menge an Werten und Gefühlen zwischen den Partnern übereinstimmen:
Wenn man also das Gefühl hat, das in der Beziehung etwas im Unklaren ist, scheut man natürlich davor zurück. Das Überwinden der Bindungsangst kann man nur dadurch erreichen, dass man darüber redet und die Selbstzweifel ausräumt und der Liebe des anderen völlig vertraut und bereit und zuversichtlich ist sämtliche zukünftig anfallenden Probleme gemeinsam zu lösen.
Wer in der Kindheit traumatisiert wurde: Gewalterfahrung, auch und gerade sexuelle Gewalt, hat kein Urvertrauen mehr, dass wir in den ersten zwei Jahren unseres Lebens entwickeln müssen. Da muss nachgeforscht werden: wo und wodurch ist das Urvertrauen weg? Es gibt aber auch Menschen, die brauchen niemanden.
Wer in der Kindheit traumatisiert wurde: Gewalterfahrung, auch und gerade sexuelle Gewalt, hat kein Urvertrauen mehr, dass wir in den ersten zwei Jahren unseres Lebens entwickeln müssen. Da muss nachgeforscht werden: wo und wodurch ist das Urvertrauen weg? Es gibt aber auch Menschen, die brauchen niemanden.
Ein Mensch, der Angst hat eine langfristige und enge Beziehung einzugehen, leidet oft an Bindungsangst. Das Motto des Betroffenen lautet: Besser keine Beziehung, als eine, die mit Schmerzen und Verlust verbunden ist oder führt er eine Beziehung durch verschiedene Strategien wird der Partner auf Abstand gehalten.
Ein Hinweis auf Bindungsangst kann auch sein, dass Menschen sich immer wieder in bereits liierte oder verheiratete Partner verlieben. Hinter der Bindungsangst können sich vielfältige Ursachen verbergen. Die Bindungsangst kann ihren Ursprung in der Kindheit haben. Vielleicht haben wir erlebt, dass sich unsere Eltern getrennt haben und dies für den zurückbleibenden Elternteil - aber auch für uns - sehr schmerzlich war. Vielleicht haben wir aber auch eine Trennung hinter uns und haben Angst, wieder enttäuscht und verletzt zu werden. Wir gehen lieber keine enge Bindung mehr ein
Das Selbstwertgefühl des von Bindungsangst betroffenen ist häufig sehr niedrig. Deshalb hält er wenig von sich selbst und hat auch oft eine negative Einstellung zu seiner eigenen Person. Sie sind auch nicht besonders kritikfähig und können mit Ablehnung in jeglicher Form sehr schlecht umgehen.
Ich denke schon, mit zu hohen Ansprüchen hat es nichts zu tun, du musst die Ursachen herausfinden, denn wer sich im Strudel der Bindungsangs befindet, ist oft der Meinung, er ist nicht fähig zum Lieben, es geht also Hand in Hand!!!!! LG elenore
Eventuell wäre es dort eine gute Möglichkeit, mit einem Psychotherapeuten zu reden. Nicht aus therapeutischer Absicht, sondern einfach so.
Vielleicht reicht es auch schon, mit einem Vertrauten zu reden, der kann die Situation beurteilen.
lg
Eine Frage über Liebe für Esoteriker ist ein Widerspruch in sich selbst!
Weisst Du nicht das Esoterik ein Deckname für Satanskult ist?
Lass Dich warnen: http://www.gutefrage.net/frage/was-bedeutet-esoterik-und-okkultismus-
Beachte bitte auch meine weiterführenden links...
und entdecke die wahre Liebe.
Das ist so pauschal nicht zu beantworten. Es kann alles sein - oder jedes davon - es kann aber auch sein, dass es eine Frage der Bewusstseinsebene ist - und dass Du unbewusst spürst, dass Du, wenn Du Dich an denjenigen Menschen bindest - Dich nicht mehr weiter entwickeln kannst, oder nicht das leben kannst, was für Dich wichtig ist.
Vielleicht hilft Dir auch folgendes (kommt gerade als Intuition): Die Art Liebe, wie sie im Fernsehen, Film, in Romanen, etc. dargestellt wird - und hinter der dann die meisten (in der Identifikation) her zu leben versuchen - die ist eine Folge der autoritär-patriarchalen Kultur in der wir noch leben.
Erwachsene bewusste Liebe ist bedingungslos; sie hat nicht unbedingt etwas mit Bindung im herkömmlichen Sinn zu tun (z.B. zusammen leben) - eben zum Beispiel geht das schlecht, wenn die Bewusstseinsebene nicht die gleiche ist. Bei dieser Art Liebe fehlen auch die DRAMEN - weil die Machtspiele aufgehört haben.
Wenn Du zum Beispiel zwischen 1979 und 1999 geboren wurdest, dann könnte das sozusagen selbstverständlich bei Dir schon der Fall sein.
Bindungsangst hat genauso wie die Unfähigkeit zu Lieben mit früheren Erfahrungen zu tun. Wie hoch du deine Ansprüche stellst kann man nicht sagen,ohne zumindest Beispiele von dir zu hören . Bindungsangst und die Unfähigkeit zu Lieben läßt sich mit professioneller Hilfe aufarbeiten. Es ist auch schwer jemand zu lieben,wenn man mit sich selbst nicht im Reinen ist . Laß dich zumindest psychologisch aufklären um dann deine weitere Vorgehensweise festzulegen . Wünsch dir einen schönen Tag
Diese Frage würde mich auch sehr interessieren. Ich selber denke nicht, dass ich Bindungsangst habe. Ich bin erst 21, da muss ich nicht langfristig denken. Aber mir haben schon verschiedene Mädchen gesagt, dass ich Bindungsangst hätte.
Ich denke Unfähig jemanden zu lieben bist du wahrscheinlich nicht. Wird wohl eher auf Bindungsangst oder zu hohe Ansprüche hinauslaufen. Aber da fällt mir ein, dass mir auch oft vorgeworfen wird, dass ich ziemlich hohe Ansprüche habe^^
Das sind doch zwei verschiedene Dinge. Jemand der Bindungsangst hat, kann sehr wohl lieben, nur erträgt er diese Nähe bzw. "Bindung" an jemanden nicht. Er liebt, möchte aber die Distanz wahren.
Unfähigkeit zu lieben, kann man sicherlich thearpieren. Oder weniger dramatisch + häufiger: Man hat den richtigen Partner einfach nicht gefunden und man glaubt man sei einfach unfähig.
Angenommen es ist so: Wenn man jemanden neu kennen lernt, prickelt es bei den ersten 2-3 Treffen, man hat Herzklopfen, fühlt sich "verliebt". Ist das dann ein Zeichen, dass man zumindest nicht gefühlskalt ist und fähig ist, jemanden zu lieben? Auch wenn danach schnell alles wieder "verflogen" ist?
Perfekt. :-)))