Frage von Kawai1999, 209

Bin wegen krieg geflüchtet und fühle mich nicht wohl in Deutschland ?

Also ich bin seit drei Jahre wegen krieg hier nach Deutschland geflüchtet. Die Leute sind sehr nett und freundlich und ich bin dankbar, dass ich in Deutschland lebe aber ich fühle mich nicht wohl in Deutschland, weil ich keine Freunde hab ich bin hier schon seit drei Jahre allein ich weiß nicht warum ich kann gut mit den Leute reden und selbstbewusst hab ich auch ich mein jede Woche alle die ich kenn gehen feiern außer ich Ich bleib alleine zu Hause und niemand ladet mich ein in mein Heimatland war ich jeden Tag mit meiner Freunde unterwegs und jetzt sind die Hälfte schon gestorben ich bin nicht hässlich ich bin nett witzig spiele auch in ein Fussball Mannschaft aber egal was ich mach bleib ich immer allein, deswegen hab ich jeden Tag kein Bock mehr auf mein Leben und ich wollte mich mehr mal umbringen aber mein Religion erlaubt mich das nicht so das war meine Geschichte ich hoffe ihr könnt mir helfen 

Schöne Grüße

Antwort
von Amumu241, 33

Ich kenne dich leider nicht und die Leute die dich umgeben, vielleicht denken sie nicht das du eine Freundschaft mit ihnen willst, oder sie fühlen sich distanziert, versuch doch mal Paralleelen zu finden, oder dich mit Personen die dich auch interessant finden die du magst einfach etwas mehr zu beschäftigen... So eine ferndiagnose ist aber auch sehr schwierig. Aber lass das mit den Selbstmordgedanken! Wieso bist du vor dem Tot geflüchtet wenn du ihn jetzt doch wieder willst? Das macht doch keinen sinn!

Kommentar von Kawai1999 ,

Ich wäre lieber in Syrien mit meiner Freunde gestorben als hier in Deutschland allein zu bleiben 

Kommentar von Amumu241 ,

Oh Oh, böse Gedanken... Ich weiss leider nicht wie ich dir wirklich helfen kann, ich lebe vermutlich nicht in deiner Stadt, kann daher auch keine Tipps geben wo du Leute kennen lernen kannst... Gibt es in deiner Gegend keine anderen Syrer, oder ein Syrisches Kaffee wo du erstmal andere Landsleute kennen lernen kannst, damit du erstmal nicht allein bist?   Ich finde niemand hat so ein schiksal verdient, das er alleine herumhockt und so traurig ist wie du.

Was machst du denn so den ganzen Tag? Was für ein Umfeld hast du, Wohnblock, Wohngemeindschaft...? Kannst du dort nicht mal versuchen Leuten zu helfen und dadurch Kontak mit ihnen auf zu nehmen?

Nachträglich von mir auch ein Herzlich Willkommen in Deutschland, ich hoffe du fühlst dich hier auch bald ein wenig Zuhause...

Antwort
von Wuestenamazone, 66

Geh doch einfach mal mit. Verkriech dich nicht sondern schließe dich den Leuten doch an.

Die trauen sich vielleicht nichts zu sagen, weil sie nicht wissen ob du aufgrund deiner Religion feiern darfst.

Antwort
von hentaikoneko97, 148

Dann musst du dich vielleicht ein bisschen integrieren in deiner Klasse oder so zum Beispiel. Oder frag vielleicht mal ob du am Wochenende auch mitkommen darfst oder paar ob sie mit dir ins Kino wollen :)

Antwort
von RuedigerKaarst, 72

Hallo,

dass viele Deiner Freunde gestorben sind, tut mir leid, aber das und die anderen Sachen sind kein Grund sich umzubringen.

Ich hoffe, dass Du es nicht machst.

Die Deutschen sind im Gegensatz zu anderen Nationalitäten leider nicht sehr gastfreundlich. 😕

Geh doch mal alleine aus, Du wirst bestimmt rasch Anschluss finden.

Im Internet gibt es bestimmt so manche Möglichkeit, Kontakte zu finden.

Schau dich doch mal auf lokalen Gruppen bei Facebook um. 😉

Über Google Plus könntest Du weitere Kontakte knüpfen. 😉

Wenn Du Schreiben würdest, in welcher Stadt in Deutschland Du lebst, könnten dir vielleicht noch ein paar Mitglieder Tipps zum ausgehen geben.  😉

Du bist aus Syrien?

Herzlich willkommen!

Antwort
von Hallgrimur, 63

Hallo Kawei1999,
was du schreibst, klingt sehr traurig. Aber es ist auch sehr interessant. Denn du bist an einem Punkt angekommen an dem sich viele junge Menschen erstaunlich schnell radikalisieren. Die scheinbare Geborgenheit in einer radikalreligiösen Gruppe lässt einen alles andere vergessen (und sie stellen diese Geborgenheit ganz bewusst her, weil sie wissen, dass man sich so danach sehnt), und dann wird man für schwerste Verbrechen missbraucht.
Aber ich wäre lieber mein Leben lang einsam, als zu wissen, dass ich von jemandem benutzt werde.

Vermutlich kann ich dir nicht so helfen wie du es brauchst, aber vielleicht hilft es dir, die Deutschen (Europäer) etwas besser zu verstehen: Wir haben seit ungefähr 500 Jahren eine Entwicklung, wo jeder Mensch über sein Leben, seinen Glauben (oder eben Nichtglauben), seine Beziehungen, politischen Ansichten usw. selbst entscheiden darf, ohne dafür bestraft zu werden. Das ist zwar sehr schön, aber es bedeutet auch sich sehr viele Gedanken über sein Leben machen zu müssen.
Wir sprechen mit unseren Kindern oft darüber, damit sie lernen ihr Leben zu planen. Ansonsten werden sie zu Verlierern in der Gesellschaft und sind am Ende einsam und ängstlich.
Aber die Freiheit hat eine Kehrseite: wenn jeder sein Leben anders plant, gibt es nicht mehr so viele Gemeinsamkeiten, das heißt: sie sind nicht so leicht zu sehen.
Der entscheidende Punkt ist nämlich: wenn die Leute sehen, dass du dein Leben selbst in die Hand nimmst und du dadurch erfolgreich bist, dann respektieren sie dich und mögen auch deine Freundschaft. Dann gibt es wieder Gemeinsamkeiten ;)
Das Geheimnis liegt also darin, die Möglichkeiten der Freiheit zu nutzen um etwas Gutes aufzubauen.

Die Religion sollte dabei eine Stütze bei deinen Entscheidungen sein, aber sie darf kein Gefängnis sein. Wenn man nicht fragen darf, warum etwas verboten ist, dann läuft da was falsch.

Kommentar von Wurzelstock ,

Hallgrimur, Du beschreibst die Gefahr, die von den Rattenfängern ausgeht, und damit hast Du recht. Mir ist es auch sofort aufgefallen.

Doch in der Folge gibst Du dem Fragesteller den wortreichen Rat, sich am eigenen Zopf aus dem Sumpf zu ziehen. Kriegt er das nicht hin, ist er ganz behutsam "selbst daran schuld".

Das weise ich ganz entschieden zurück!

Für einen einsamen Fremden gibt es nur die Suche und den Anschluß an Gleichgeartete und Gleichgesinnte. Diese Gruppierungen müssen sich als solche offen halten und sauber halten. Eine andere Lösung gibt es nicht und gab es auch nie.

Kommentar von Hallgrimur ,

"Diese Gruppierungen müssen sich als solche offen halten.."

Da kann man nur sagen: Träum weiter! An genau diesem Anspruch wird die Integration scheitern.
Unsere Integrationskonzepte, wie du sie treffend beschrieben hast, scheitern allesamt an der orientalisch arabischen Kultur, weil sie viel zu wenig berücksichtigen, wie die Menschen dort sozialisiert wurden.
Der Orientale wird sich immer an seiner Sippe/ seinem Clan ausrichten. Ohne die Gemeinschaft ist man nichts. Die Macht dieser Denkweise ist uns aufgeklärten Europäern überhaupt nicht klar.
Folglich entstehen bei deinem Vorschlag immer ethnisch-religiös homogene Gruppen, die sozial ziemlich autark funktionieren. Es gibt gar keinen Grund sich offen zu halten, außer für ihresgleichen - der kürzeste Weg in die Parallelgesellschaft.
Ein viel besserer Weg ist doch, den Leuten zu erklären wie wir im Westen ticken und was es für sie persönlich für Chancen bietet, denn viele wollen es verstehen. Wenn die Flüchtlinge herkommen, finden sie ihre sozialen Strukturen nicht mehr vor und unsere verraten wir ihnen nicht, weil wir es für völlig unzumutbar halten, ihre armen Seelen mit ein bisschen Verantwortung zu belasten. Aber was man nicht versteht, dem kann man sich auch nicht öffnen. Integration wird zur hohlen Phrase.
Also ich bleibe dabei: Wenn wir die Gedanken der Aufklärung nicht einigermaßen überzeugend in ihre Köpfe bekommen, dann haben wir in Europa eine interessante Zukunft vor uns.

Kommentar von Wurzelstock ,

Hallgrimur, ich träume nicht, und ergehe mich auch nicht in theoretischen Trockenübungen, sondern rede von dem, was ich tue und tat. So fremd, wie ich schon gewesen bin, wirst Du nie werden. Der Weg zum heimisch werden ist lang, hart und steinig. Ein mitfühlendes Schulterklopfen ist wirksamer als ein noch so wohlgesetztes gescheites Geschwätz. Mag dein Auditorium auch noch so groß sein.

Antwort
von hummel3, 33

Wenn man in einem fremden Land in einer fremden Kultur mit einer fremden Sprache lebt, dann ist es allgemein nicht ganz einfach engere Kontakte mit den Einheimischen zu finden. Man darf das nie mit seinen Beziehungen von "zuhause" vergleichen.  Es ist mir allerdings unverständlich, dass du, obwohl du Fußball spielst, keine engeren Beziehungen zu deinen Sportkameraden finden kannst, denn gerade beim Sport ist dies sonst relativ einfach.

Am leichtesten ist es jedenfalls für jeden Fremden angenommen zu werden, wenn er seine Lebensgewohnheiten, Kleidung, Aussehen, Sprache weitestgehend seiner "Umgebung" anpasst, sodass er nicht mehr von der heimischen Bevölkerung zu unterscheiden ist.

Könnte es daher nicht auch sein, dass die Gründe warum die Anderen diesen Abstand zu dir bewahren bei dir selbst zu suchen sind? -Vielleicht wirkst du in deiner Erscheinung abweisend oder pflegst einen Lebensstil, welcher den Anderen fremd ist. Weil du von Religion gesprochen hast, vielleicht ist auch deine besondere  "religiöse Lebensweise" die Ursache deiner Probleme.

Mache doch einfach mal den Vorstoß bei denen, welche dir noch am nächsten sind und frage ganz direkt, warum sie dich ausschließen und was ihnen an dir nicht gefällt. Du kannst dabei nichts verlieren, sondern bestenfalls gewinnen, auch wenn es nur an Wissen wäre.

Viel Glück! 

Antwort
von Moreppo, 124

Selbstmord kann nie eine Lösung sein - bleib stark und lass den Kopf nicht hängen!

Lerne Deutsch - und zwar nicht nur ein bisschen, sondern richtig gut. Suche weiter Anschluss in dem Ort, in dem du lebst. Such eine Aufgabe für dich - egal was es sein mag. Irgendwas, das dich antreibt. Such Freunde. Such eine Familie. Und mach weiter, egal wie schwer der Weg manchmal sein mag.

Antwort
von Wurzelstock, 95

Kawai, das ist kein spezielles Problem in Deutschland. Vielmehr wirst Du als Ausländer in jedem Land ausgeschlossen, ohne dass das böse gemeint ist - Du ghörst ab einer bestimmten Schwelle einfach nicht mehr dazu. Das heimatliche Umfeld kann nirgendwo ersetzt werden, es sei denn, nach sehr langer Zeit.

Ich habe diese Erfahrung auch einmal gemacht. Allerdings nur sehr kurze Zeit, und nicht gezwungenermaßen wie Du. Das erschwert natürlich deine Situation. Die einfachste Lösung wäre der Kontakt mit Landsleuten, oder aber mit anderen deiner Altersklasse, die ebenso Fremde sind, wie Du.

Ich halte dir die Daumen.

Antwort
von TUrabbIT, 22

Was machst du denn gerne?
Geh einfach mal mit Feiern oder geh in einen anderen Verein für das was du gern machst.

Wenn du Christ bist oder kein Problem mit Christen hast, kannst du dich mal nach einer Kirche oder freien Gemeinde umschauen und fragen ob es iwie eine Gruppe für Leute in deinem Alter gibt, die die ich kenne sind alle sehr nett und offen und einladend.

Antwort
von kazuha, 72

Kommunikation ist die einzige lösung. Rede mit vielen menschen und suche gemeinsamkeiten

Kommentar von Kawai1999 ,

Mach ich auch trotzdem bleib ich allein 

Antwort
von Hanin92, 13

Aus welcher Stadt bist du denn?

Kommentar von Kawai1999 ,

München 

Kommentar von Hanin92 ,

Ich bin aus Stuttgart. Leider voll weit weg. :( sonst hätte ich gesagt wir können mal was machen :)

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