Frage von HyunA4ever, 286

Bin von ihm schwanger, soll ich es ihm sagen?

Hallo, ich habe seit einigen Wochen eine lockere Affäre. Ich nehme die Pille doch irgendwie ist wohl etwas schief gegangen und ich bin sehr warscheinlich schwanger, habe 2 Tests gemacht und beide waren positiv.

Werde sowieso Abtreiben weil wir nicht zusammen sind und ich auch noch viel zu jung für ein Kind bin und er sowieso auch deutlich älter als ich ist.

Nur soll ich es ihm sagen oder nicht?

Expertenantwort
von isebise50, Community-Experte für Sex & schwanger, 40

Jede Frau kann in die Situation kommen, ungeplant schwanger zu werden, ob nun durch Leichtsinn, Naivität, Unkenntnis, Geldmangel oder einfach Pech.

Ein Kind sollte gewollt sein und nicht die "eingebrockte Suppe, die man zur Strafe auslöffeln muss".

Bei der Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch zählen einzig deine für dich wichtigen und richtigen Gründe, denn es ist dein Leben, dein Körper und deine Zukunft.

Deshalb würde ich es dem Erzeuger nicht sagen - er hat kein Mitspracherecht bei deiner Entscheidung, warum dann also zusätzliche Verwicklungen heraufbeschwören.

Und worauf sollte er ein "Recht" haben - es wird kein Kind geben, für das er verantwortlich ist, sorgen darf und zahlen muss...

Bei weiteren Fragen lies bitte hier weiter:

https://www.gutefrage.net/frage/waere-es-moeglich-mit-15-bald-16-abzutreiben-ohn...

Alles Gute für dich!

Antwort
von armeskaenguru, 24

Hallo

Lass zuerst mal die Schwangerschaft durch einen Frauenarzt bestätigen und vereinbare danach einen Beratungstermin z. B. bei Pro Familia. Eine Abtreibung ist mit einer Bedenkfrist von 3 Tagen danach möglich. Da Du erst 15 Jahre alt bist, wie ich aus einer anderen Frage von Dir ersehen habe, muss ein Arzt Deine Reife und Einsichtsfähigkeit beurteilen. Dies ist meistens gegeben, so dass Du ohne Zustimmung der Eltern abtreiben könntest. Ansonsten müsstest Du die Vormundschaftsbehörde einschalten, wenn Du die Eltern nicht informieren möchtest.

Die Affäre würde ich nur informieren, wenn sie Dich bei Deiner Entscheidung unterstützt. Wenn sie aber anderer Meinung wäre, würde ich sie nicht informieren, da Du dadurch nur zusätzliche Probleme hättest.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

Antwort
von MaraMiez, 54

Vom moralischen Standpunkt her würd ich sagen, dass du es ihm sagen solltest. Einfach aus Respekt.

Ich bin auch mal von einer Affäre schwanger geworden. Es ihm zu sagen, war wohl eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen hab. Ich wollte das Kind bekommen, hätts auch ohne ihn bekommen, aber ich wollte, dass er es weiß. Auch wenn ich hätte abtreiben wollen, wär es nur fair, es ihm zu sagen. Der Mann, von dem ich damals schwanger wurde, ist mittlerweile mein Ehemann. Er machte sicher keine Freudensprünge, als ich es ihm sagte aber er fragte nie, ob ich es behalten will, sondern sagte direkt: "Egal was du machst, ich steh hinter deiner Entscheidung und wir packen das zusammen." Wir hatten ja nicht einfach nur Sex, wir waren halt auch befreundet. Sp ganz ohne irgendwelche Sympatiegefühle kann und will man ja nicht über Wochen eine Affäre aufrecht halten. Das war ein tolles Gefühl und auch nach einer Abtreibung willst du vielleicht mit jemandem darüber reden, der selbst auch davon betroffen ist. Und ihm im Nachhinein zu sagen "Ach übrigens vor 3 Wochen hatte ich ne Abtreibung." wäre wie mit einem Rammbock durch die Tür zu stürmen.

Antwort
von iHateNicknames, 63

Hey,

also ich würde es ihm sagen, ich würde es wissen wollen.

Aber so ganz allgemein, hör mal zu:
Ob du abtreibst oder nicht ist allein deine Entscheidung. Natürlich ist das ganze blöd gelaufen und natürlich hat man beim Sex eine ungeheure Verantwortung, aber "Unfälle" können nunmal passieren.

All die Menschen die hier über dich urteilen sind nciht in deiner Situation und müssen sich nicht mit der Entscheidung auseinandersetzen vor der du jetzt stehst.

Ich finde auch dass man sich eine Abtreibung gut überlegen sollte, aber lass dich bitte nicht von den leichtferitgen Verurteilungen hier beeinflussen.

Das ist eine verdammt schwierige Situation und ich möchte nicht in deiner Haut stecken, aber ich kann mir vorstellen, dass das was du hier so zu lesen kriegst definitiv nicht hilft.

Also, hier mein Appell an dich: Denke in Ruhe über alles nach und hol dir Hilfe von einer Person der du vertraust und die du gern hast, vor allem sollte sie dem Thema Abtreibung neutral gegenüber stehen.

Ich wünsche dir viel Glück, du wirst schon die richtige Entscheidung treffen =).

Und an alle hier, die sie "Mörderin" nennen oder über sie schimpfen:
Ich kann euch nur wünschen, dass ihr selbst nie in so eine Situation kommt. Aber versucht doch wenigstens etwas Verständnis aufzubringen für eine junge Frau, die ganz offensichtlich schon genug Probleme hat. Verurteilen kann jeder, Mitgefühl und Verständnis aufbringen ist die Kunst!

Also hört bitte auf euch so aufzuführen und tragt entweder etwas sinnvolles bei oder lasst das arme Mädel verdammt nochmal in Ruhe.

Kommentar von till2412 ,

Trotzdem schreibt man nicht "Werde sowieso Abtreiben", man kann das nicht so einfach sagen/schreiben, es ist einfach hart repektlos. Und das kann nicht nur die "Mutter" entscheiden, der "Vater" müsste auch damit einverstanden sein.

Kommentar von iHateNicknames ,

Naja, wer sagt dass sie sich keine Gedanken gemacht hat?
Eventuell hat sie lange nachgedacht und ist dann zu diesem Schluss gekommen. Was sie schreibt signalisiert einfach nur, dass ihre Entscheidung eindeutig ist.

Und nein, ich muss dich korrigieren: In Deutschland liegt die Entscheidung allein bei der Mutter. Ich finde das auch nciht ganz fair, möchte auch nciht in der Haut des Vaters stecken, aber so ist es nunmal.

Außerdem habe ich ihr auch geraten es ihm zu erzählen, also fahr mal runter.

Kommentar von till2412 ,

"Werde sowieso Abtreiben weil wir nicht zusammen sind"
Nein, bei so einen Satz hat man ganz sicher keine Gedanken gemacht.

Antwort
von AriZona04, 105

Sprich erstmal mit Deinen Eltern darüber und dann hör Dir an, was die dazu zu sagen haben.

Antwort
von FuHuFu, 87

Also 
1. solltest Du es dem Vater sagen und
2. musst Du mit Deinen Eltern reden.
3. musst zum Frauenarzt
4. musst eine Beratungsstelle bei Dir in der Nähe suchen.

Wenn Du eine Abtreibung machen willst, dann musst Du auf alle Fälle rasch zum Frauenarzt, damit der die Schwangerschaft feststellen kann und dann zu einer anerkannten Beratungsstelle. Denn ohne Beratungsschein ist ein Schwangerschaftsabbuch nicht straffrei möglich.

Die Rechtslage ist auch nicht ganz so einfach wie Du denkst. Eine minderjährige Schwangere kann nicht ohne weiteres ohne Wissen der Eltern abtreiben. Grund: es muss sichergestellt sein, dass der Schwangeren die Tragweite einer Entscheidung für oder gegen ein Kind bewusst ist. Eine Ausnahme darf der Arzt nur dann machen, wenn er bei der minderjährigen Schwangeren den nötigen „Reifegrad“ voraussetzt, damit sie überblickt, was für unwiderrufliche Konsequenzen eine Abtreibung hat. Einige Ärzte lehnen es allerdings ab, solche Ausnahmen zu machen. Die Eltern können zwar nicht ihre Tochter zu einer Abtreibung zwingen. Aber sie können u,U, die Tochter an einer Abtreibung hindern.

Antwort
von Pusteblume8146, 74

Ganz ehrlich: ob du abtreibst oder nicht ist deine Sache. Das ist ein heikles Thema und da scheiden sich die Geister...ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, ich schätze, ich könnte nicht abtreiben. Aber ich verurteile die Entscheidung nicht. Das, was ich nur sehr traurig finde, mit welcher Selbstverständlichkeit du von der Abtreibung sprichst. “ich treibe eh ab, soll ich es ihm sagen?“ das klingt wie “habe vergessen, einzukaufen“ - so als wäre das das Normalste auf der Welt. Mach dir einmal bewusst, was das bedeutet. Du trägst ein Menschenleben in dir, einen Teil von dir. Du wirst dich sicherlich später fragen, was es geworden wäre - Junge oder Mädchen. Ich will dich nicht überreden, nur etwas mehr Sensibilität wäre schön. Diesen Respekt hat dein Bauchbewohner allemal verdient...

Und: NATÜRLICH solltest du das dem Vater sagen, keine Frage.

Antwort
von HyunA4ever, 47

Erstmal habe ich mir ich sehr wohl gedanken drum gemacht. Er ist auch wie gesagt deutlich älter und wir passen einfach nicht zusammen so Beziehungsmäßig.

Und ich will auch keine Patchworkfamily gründen, und ich will dass mein Kind einen Vater bekommt mit dem ich auch zusammen bin.

Das hier ist ne reine Affäre, nur so zum Spaß. Und dummerweise bin ich nun schwanger.

Warum will ich es ihm nicht sagen? Ich habe Angst dass es zwischen uns was verändern würde.

Kommentar von carn112004 ,

"Ich habe Angst dass es zwischen uns was verändern würde."

Warum wäre das ein Problem?

Ist doch nur eine Affäre, nur so zum Spaß.

Antwort
von Wizard123456, 104

Natürlich musst du ihn informieren es ist ja schließlich auch sein Kind. Und über das Thema Abtreibung würde ich auch nochmal nachdenken an deiner Stelle. Klar das ist deine Sache ich weiß nicht ob ich selber anders reagieren würde aber du nimmst somit immerhin einem Menschen sein Grundrecht auf leben. Aber nochmal zu deiner eigentlichen Frage. Ich würde auf jeden Fall mit ihm darüber reden vielleicht steht er dir ja bei und hilft dir. 

Kommentar von schokocrossie91 ,

"Du nimmst einem Menschen sein Grundrecht auf Leben"? Es gibt keinen Menschen außer der Schwangeren, der du mit so einem Quark ihr real existierendes Grundrecht auf körperliche Autonomie ansprichst.

Kommentar von Wizard123456 ,

Das Kind ist sozusagen schon ein Mensch. Man kann nicht einfach jemand anders für seine eigenen Fehler büßen lassen. 

Kommentar von MaraMiez ,

Trotzdem hat ein Ungeborenes von der Gesetzeslage her kein Grundrecht auf Leben, weil es dieses erst mit der Geburt bekommt. Und das Recht der Schwangeren, über ihren Körper und was damit passiert darf nicht für etwas untergraben werden, von dem man nichtmal weiß, ob es leben könnte.

Ein Ungeborenes ist ein Rechtsobjekt (man darf also darüber Entscheiden und bekommt "Schadenersatz" wenn damit gegen den eigenen Willen etwas passiert, z.B. man von einer Treppe geschubst wird und das Kind verliert) aber kein Rechtssubjekt. Es selbst hat noch keine Rechte, bekommt keinen "Schadensersatz", kann nichts besitzen oder erben und darf eben weil es kein Rechtssubjekt ist, nicht die Rechte der Schwangeren einschränken.

Kommentar von carn112004 ,

Können die Leute, die glauben sie würden gerade vermeintlich dumm-irrational-veerbohrten Fanatiker erklären was Fakt ist, einfach mal selbst googeln?

"Trotzdem hat ein Ungeborenes von der Gesetzeslage her kein Grundrecht auf Leben, weil es dieses erst mit der Geburt bekommt."

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html

"
1.
Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben, auch das
ungeborene, zu schützen. Diese Schutzpflicht hat ihren Grund in Art. 1
Abs. 1 GG; ihr Gegenstand und - von ihm her - ihr Maß werden durch Art. 2
Abs. 2 GG näher bestimmt. Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen
menschlichen Leben zu. Die Rechtsordnung muß die rechtlichen
Voraussetzungen seiner Entfaltung im Sinne eines eigenen Lebensrechts
des Ungeborenen gewährleisten. Dieses Lebensrecht wird nicht erst durch
die Annahme seitens der Mutter begründet.


2. Die Schutzpflicht für das ungeborene Leben ist bezogen auf das einzelne Leben, nicht nur auf menschliches Leben allgemein.

3. Rechtlicher Schutz gebührt dem Ungeborenen auch gegenüber seiner Mutter.

"

Das heißt jetzt:

Tschuldigung Wizard123456, du hattest vollkommen und ich habe offensichtlich geirrt, ungeborene haben schon die Menschenwürde und das Recht auf Leben.

Kommentar von schokocrossie91 ,

Nein, ist es nicht. Im Stadium, in dem eine Abtreibung straffrei bleibt, ist es kein Kind. Und natürlich büßt kein Kind, wenn es ungewollt ist. Das gibt es gar nicht. Jedes erzwungene Kind wird selbstverständlich geliebt und ihm wird jede Chance geboten. Natürlich musste nie ein Kind leiden. Und bevor das Stichwort Adoption kommt, googlen wir einfach, wie viele Kinder aktuell auf eine warten.

Kommentar von carn112004 ,

Ja, googeln wir gerne:

https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2013/07/PD13_...

"Rechnerisch standen damit einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen sechs mögliche Adoptiveltern gegenüber. "

Wirkt auf den ersten Blick so, als müssten gesunde Neugeborene nicht lange auf Adoptiveltern warten.

Wie wäre es, das Argument nicht einfach nur in den Raum zu klatschen, sondern selbst zu googeln und dann selbst die Statistik zu zitieren, die es vermeintlich stützt?

Denn ich habe eben beim googeln das genaue Gegenteil gefunden. Aber vielleicht ist ja eine andere Statistik gemeint, deshalb Statistik selber posten, statt einfach was behaupten.

Kommentar von schokocrossie91 ,

Die körperliche Autonomie steht immer noch darüber.

Antwort
von chxymaes, 68

Ja sag es ihm! Er hat ein Recht drauf. Vielleicht hilft er dir ja sogar dabei, es abzutreiben, wird bestimmt stressig. Aber sag es ihm

Antwort
von Winkler123, 101

Natürlich mußt du es ihm sagen ! Er hat ein Recht es zu erfahren, es ist auch sein Kind !!!

Und das mit der Abtreibung würde ich mir noch mal sehr überlegen. Ein Kind ist schnell abgetrieben, aber dann kommt es nie wieder. Es könnte gut sein, daß du es dann dein ganzes restliches Leben bereust ! Gib dem Kind eine Chance !

Kommentar von MuhammedCifci ,

Das Recht ? Nein.

Kommentar von Winkler123 ,

Was bist du denn für ein Mann ???

Kommentar von geminorum ,

MuhammedCifci hat recht.

Kommentar von Winkler123 ,

Es ist auch das Kind des Vaters. Er war an der Zeugung genauso beteiligt, und hat ein Recht von der Sache zu erfahren, und zwar bevor man seinen Nachwuchs tötet ! Eine andere Sichtweise ist objektiv primitiv.

Kommentar von MaraMiez ,

Das Recht hat er trotzdem nicht, da es im Gegenzug ja bedeuten würde, dass sie sich strafbar macht, wenn sie ihm dieses Recht verwehrt. Sie hat das recht zu entscheiden, es ihm zu sagen, oder eben auch nicht zu sagen. So wird ein Schuh draus.

Kommentar von Winkler123 ,

Schon mal was von " Ethik " und " Moral " gehört ? Dann informiere dich mal über die Grundbegriffe zivilisierten Zusammenlebens, sonst wirst noch sehr viele Schwierigkeiten im Leben bekommen ...

Kommentar von MaraMiez ,

Etwas, das ethisch und moralisch richtig erscheint, liegt immer im Auge des Betrachters, das unterscheidet sich schon allein von Familie zu Familie, denn das wird anerzogen.

Und nur weil etwas als ethisch und moralisch richtig erscheint, ist es noch lange kein "Recht".

Ich finde z.B. die Rundfunkgebühr ethisch und moralisch nicht korrekt. Ich werde gewzungen für ein Angebot zu zahlen, das ich nicht, oder nicht in dem Maße für das ich bezahle, nutze. Wenn ich es nutzen will, zahle ich gerne einen individuell berechneten Beitrag. Trotzdem hab ich nicht das Recht einfach keine Rundfunkgebühr zu zahlen. Im Gegenteil. Die haben dann sogar das Recht, das Geld im Notfall zu pfänden.

Kommentar von Winkler123 ,

@ MaraMiez : Das du die Rundfunkgebühr hier als Beispiel anführst zeigt, daß du nur Bahnhof verstehst ...

Es gibt feststehende Begriffe was ethisch ist, und es obliegt Gott sei Dank nicht der Beurteilung eines jeden Hansels was er zufällig moralisch findet ( " Im Auge des Betrachters ). Da könnte ja jeder einen anderen umbringen und sagen : " Der ging mir eben sehr auf die Nerven, also sagt mir meine Moral, daß es okay ist " ...

Kommentar von MaraMiez ,

Moral wird anerzogen. Jemand, der etwas tut, das für ihn moralisch okay ist, wird niemals verstehen, dass das für jemand anderen nicht moralisch ist.

Mord ist hierzulande für die meisten unmoralisch UND strafbar.

Eine Abtreibung ist nicht für die meisten unmoralisch. Für viele ja, aber für genauso viele auch schlicht die Entscheidung der Frau. Eine Abtreibung ist ebenfalls strafbar, unter bestimmten Umständen aber straffrei. Und wenn eine Frau die Voraussetzungen für diese Straffreiheit erfüllt und davon Gebrauch machen will, darf ihr einfach keiner damit kommen, dass das, was sie tut, falsch ist. Niemand, der nicht selbst in exakt ihrer Situation ist, kann nachempfinden, wieso sie so entschieden hat. Keine darf ihr sagen, dass sie ein schlechter, unmoralischer Mensch ist, wenn sie etwas tut, das sie tun darf. Einer vergwaltigten Frau das daraus entstandene Kind, oder indestens die Schwangerschaft aufzuzwingen, wäre Folter. Einer Frau, die verhütet hat, aber irgendwas schief ging (jeder weiß, keine Verhütung ist 100% sicher), zu sagen, dass sie da jetzt durch muss, ist Folter. Einer Minderjährigen, die selbst noch viel zu jung ist, eigentlich noch Kind ist, ein Kind aufzuzwingen, ist Folter. Von den Folgen für das Kind mal ganz zu schweigen. Nichts ist schlimmer, als zu wissen, dass niemand wollte, dass man existiert.

Ich wurde so erzogen, dass der Wille der Frau, ob sie schwanger wird und wenn sie es wird, ob sie es dann behält, über jeglichem möglichen Recht irgendeines anderen Beteiligten steht.

Ich habe zwei Kinder, ich selbst kann mir keine Situation vorstellen, in der ich abtreiben würde, ich war allerdings auch noch nie in einer solchen Situation und es steht mir nicht zu, irgendjemanden zu verurteilen, wenn der für sich entscheidet, dass er kein Kind will und deswegen abtreibt.

Wenn jemand das für sich entschieden hat, respektiere ich das, ich muss es nicht verstehen und ich rede demjenigen da dann auch nicht rein, denn dazu habe ich kein Recht (hab ich wirklich nicht und niemand sonst hätte das...so wie man eine Abtreibung nicht erzwingen darf, darf man andersrum auch keine Frau zwingen, ein Kind zu bekommen).

Kommentar von carn112004 ,

"Und wenn eine Frau die Voraussetzungen für diese Straffreiheit erfüllt
und davon Gebrauch machen will, darf ihr einfach keiner damit kommen,
dass das, was sie tut, falsch ist. "

Das darf sogar absolut jeder, sogar ohne sich irgendwie näher mit ihrer Situation zu beschäftigen. Nennt sich Meinungsfreiheit.

"Keine darf ihr sagen, dass sie ein schlechter, unmoralischer Mensch ist, wenn sie etwas tut, das sie tun darf."

Doch, darf absolut jeder, nennt sich Meinungsfreiheit.

"Einer Frau, die verhütet hat, aber irgendwas schief ging (jeder weiß, keine Verhütung ist 100% sicher), zu sagen, dass sie da jetzt durch muss, ist Folter."

Nein, ist keine Folter, alleine schon weil es ihr blos zu sagen, keine Folter ist. Es zu erzwingen, das wäre vielleicht unter Umständen folterähnlich, je nachdem wie man es genau erzwingt.

"ich rede demjenigen da dann auch nicht rein, denn dazu habe ich kein Recht"
Klar hast du das Recht irgendwem irgendwas über irgendwelche Entscheidungen zu sagen, die derjenige trifft oder nicht. Gilt auch für Abtreibung.

Abgesehen davon sagt der Staat selbst allen an Abtreibung denkenden Schwangeren, dass sie doch bitte nicht abtreiben sollen; der Staat quatscht da also in praktisch jede einzelne Entscheidung rein.

Kommentar von Christo75 ,

Das mit dem "recht" auf pfänden der rundfunkgebühren ist so eine sache...

http://www.freiewelt.net/nachricht/zwangsvollstreckung-durch-gez-rechtlich-unzul...

Kommentar von schokocrossie91 ,

Ethisch und moralisch ist es ganz sicher nicht, einer Frau ihr Recht auf körperliche Autonomie abzusprechen.

Kommentar von Winkler123 ,

Erstens geht es vorrangig um die Frage, ob man den Vater informieren soll und zweitens ist es NIEMALS UND UNTER KEINEN UMSTÄNDEN moralisch vertretbar, das Leben eines Menschen zu töten ( Ja, auch ein Embryo ist schon ein Mensch ).

Kommentar von MaraMiez ,

Aber es ist moralisch vetretbar, das Recht der Mutter, über ihren Körper zu entscheiden, zu untergraben? Ihr eine Schwangerschaft aufzuzwingen, die sie nicht will? Eine Schwangerschaft ist kein Spaziergang, das verändert den Körper nachhaltig, es macht dick, bring Streifen und schlaffe Haut, die Brüse sind nicht mehr so Straff, der Hormonhaushalt wie nie wieder so, wie er mal war, es kann tödlich enden und eine Frau, die ein ungewolltes Kind bekommt, wird mehr deutlich höherer Wahrscheinlichkeit in psychologischer Behandlung landen, als eine Frau, die ein ungewolltes Kind abtreibt. Plus ein ungewolltes Kind hat 100%ig keine schöne Kindheit. Ich weiß, wovon ich spreche, ich war ungewollt. Von den leiblichen Eltern UND von der Adoptivmutter. Wenn man mich hätte fragen können und mir gesagt hätte, wie es wird, ich hätt gesagt "Ey Frau, treib mich ab!"

Du bist ja so ein Menschenfreund.

Kommentar von Winkler123 ,

@ MaraMiez : Nee, du bist der wahre Menschenfreund. Ein jedes Embryo ( Mensch ) müßte um sein Leben zittern, wenn ausgerechnet du zu entscheiden hättest ...

Kommentar von MaraMiez ,

Das hatte ich bereits. Siehe mein anderer Kommentar. ICH würde keine Abtreibung machen. Aber ich bin nicht in der Position über andere, die das machen, zu urteilen. Ich habe so viel Verantwortungsbewusstsein und Respekt in die Wiege gelegt bekommen, einer jungen Frau (oder Mädchen oder auch älteren Frau) ihre Optionen aufzuführen, wie sie die ungewollte Schwangerschaft mit möglichst geringem Risiko für sich selbst, beenden kann. Ich bin auch dafür, dass das wärend der Zeit gemacht wird, in der eine Schwangerschaft mit ca 40%iger wahrscheinlichkeit sogar von ganz alleine abgehen kann. Grundlos. Oder eben wenn dem Leben der Schwangeren sonst gefahr drohen würde. Schwangerschaften wurden schon immer abgebrochen, aus den unterschiedlichsten Gründen. Aus der Zeit, in der eine Frau dafür verurteilt wurde, sogar hingerichtet, sind wir zum glück raus, das war barbarisch. Aus der Zeit, in der Frauen Gifrkräutermixturen tranken oder sich Drahtkleiderbügel in die Scheide und Gebärmutter einfuhren und darin herumstocherten, ihren einen Tod dabei riskierten, damit sie das unegwollte Kind nicht bekommen, sind wie zum Glück ebenfalls heraus, denn auch das war barbarisch.

Ja, ich bin ein Menschenfreund. Ich bin dafür, dass eine Frau entscheiden darf, was mit ihr passiert, in der sie Risiken abwägen und das geringere Risiko wählen darf und ich bin dagegen das ein ungewolltes Kind ein liebloses Leben führen muss, weil selbsternannte Moralapostel dachten, das wäre besser so.

Kommentar von carn112004 ,

Und nun bist du glücklich verheiratet und hast selber Kinder. Und trotzdem würdest du gerne die Zeit zurückdrehen lassen und dich abtreiben lassen?

Kommentar von schokocrossie91 ,

Winkler, du hast überhaupt nicht gelesen, was Mara geschrieben hat, oder? Du verfolgst eine Agenda, ohne Rücksicht auf irgendwelche Argumente. Typisch pro-birth, nicht weiter denken als bis zur Verurteilung der Frau.

Antwort
von paulagerdes, 71

Kinder kann man nicht abtreiben.

Wenn Du es trotzdem tust, hängen sie Dir ein Leben lang nach.

Auch dem Vater.

Also sprich mit ihm, vielleicht gibt es einen anderen Weg.

Kommentar von till2412 ,

Ungeborene Kinder kann man entfernen/abtreiben

Kommentar von paulagerdes ,

klar. man kann vieles. man kann auch atombombe auf hiroshima werfen

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