Bin 55 Jahre u. werde (muss) Mitte nächsten Jahres mit Abfind. aus dem Job aussteigen. Arbeite seit 1982 Teilzeit, seit 1987 immer im Rhythmus Mo.-Mittwoch ganztags (= 60%). Wenn ich mich jetzt arbeitslos melde, kann mich das Arbeitsamt u.U. auf Fortbildungen/Schulung schicken, die dann ganztägig -5 Tage i.d.Woche- stattfinden? Muss ich ggf. Stellen annehmen, die z.B. auf halbtags, 5 x die Woche, ausgelegt sind? Bin das erste Mal in meinem Leben in dieser Situation (nach 36 Jahren immer beim gleichen Arbeitgeber) und ziemlich verunsichert und etwas ratlos, was nun auf mich zukommt.
so weit ich weiß gibts bei sowas nur ganz tags oder halbtags, also jeden tag früh. bei maßnahmen kann es auch aus logistischen gründen nicht für jeden extra nen passenden kurs geben. auch bei jobs wirst du dich flexibel zeigen müssen

am besten du suchst dir bald was neues. Mit denen vom Arbeitsamt ist nicht zu spaßen. Die schicken dich gleich in so nen bescheuerten Kurs, der eh nix nützt.
Das befürchte ich eben auch; mit so vielen Jahren in EINEM Job ist man ja eh ein wenig ein "Fachidiot". Und, mit meinem Alter auf komplett was Anderes umzuschulen - nein, danke.
warum nicht umschulen? zu viel aufwand?
Du kannst schon jetzt das Gespräch mit einem Berater bei der ARGE suchen...
Das sind ja keine Unmenschen, mit denen man nicht reden könnte. Wenn Du immer signalisierst, daß Du Dich durchaus engagieren möchtest, gibt es immer auch Leute dort, die Dir helfen.
er muss doch noch gar nicht zur arge
Arrrrrrg - dann eben zu der entsprechenden zuständigen Stelle. Das, was früher das Arbeitsamt gemacht hat... Ich denke, die heißen jetzt nur anders?????????
agentur für arbeit, sorry, wollte dir nicht zu nahe treten
als erstes fällst du ja nicht gleich in hartz IV sondern du bekommst arbeitslosen geld, und wenn du dich ersteinmal um was neues kümmerst und bewerbungen vorlegst dann wird man dich fürs erste auch nicht in irgendwelche maßnahmen stecken. nimm das arbeitslosen geld dankend an und versuch dir aber selbst zu helfen was neues zu finden, auch wenn es in deinem alter natürlich schwieriger ist, aber nichts ist unmöglich du packst das schon
Danke Dir für den guten Zuspruch!!! Ich werde mich auf alle Fälle auch selber um einen entsprechenden neuen Job umschauen. Irgendwie habe ich immer noch die Illusion, dass man, vielleicht sogar gerade als Teilzeit etwas finden könnte.
warum auch nicht, die frage ist doch was du suchst, in vielen tätigkeitsfeldern gibt es teilzeit jobs
so weit ich weiß gibts bei sowas nur ganz tags oder halbtags, also jeden tag früh. bei maßnahmen kann es auch aus logistischen gründen nicht für jeden extra nen passenden kurs geben. auch bei jobs wirst du dich flexibel zeigen müssen
Das mit den Schulungstagen ist mir schon klar, nur, die jetzt freien Tage sind voll mit diversen Aktivitäten (u.a. ehrenamtlich) verplant. Ich suche auch bei einem neuen Job nur eine 3-Tage-Lösung, da sich ein anderes Arbeitszeitmodell nur äußerst schwer realisieren ließe. Seit mehr als 20 Jahren hat sich unser Leben fest auf diesen 3-Tage-Arbeitsrhythmus eingespielt und ich möchte da auch nichts ändern. Ich dachte nicht, dass das bereits beim ALG 1 schon so problematisch sein könnte.
doch kann es. du kannst maßnahmen verweigern, aber dann musst du damit rechnen dass dir das geld gestrichen wird. ehrenamtliche tätigkeiten werden nicht berücksichtigt, höchstens tätigkeiten die zu einer festanstellung führen können. sorry mit der einstellung wirst du nicht weit kommen. meinst du dein neuer arbeitgeber richtet sich nach der ehranamtlichen tätigkeit? plant so seine termine?
Nein, das meine ich natürlich nicht. Und von wegen Einstellung: Ich denke, dass ich die max. 18 Monate ALG 1 in Anspruch nehmen kann und, sollte sich in der Zeit nicht ein passender Job finden, danach keine weiteren Leistungen mehr beantragen werde. Dank Abfindung könnte ich die Jahre bis zum Rentenbeginn so lala überbrücken u. würde dann ggf. nur mal 'nen 400,00 EUR Job machen.
okay wenn du sagst dir reicht das geld erst mal aus, dann ist das ne andere sache. ich finde es nur unmöglich wenn leute meinen sie bekommen geld vom staat, bis sich der perfekte job für sie findet. man muss eben immer kompromisse eingehen. in deiner speziellen situation würdei ch dir raten, sei aufmerksam, schau dir immer wieder alle möglichen jobs an die du findest, auch wenn sie auf den ersten blick nicht perfekt sind. wenn du nicht zwangsweise auf das geld angewiesen bist, kannst du auch mal kündigen und die drei monatige geldsperre überleben. viel erfolg