Frage von loberon, 60

Bin seit 11/13 in PrivatInsolvenz und kann durch eine Erbschaft alles bezahlen. Mein Treuhänder verlangt nun 15% von meinem gesamten Erbe. Ist das rechtens?

Antwort
von Ronox, 49

Nein, denn von einer Erbschaft muss die Hälfte herausgegeben werden. Wenn aber natürlich schon ein Teilbetrag reicht, um alle offenen Forderungen zu bedienen, dann nur dieser. Das werden die 15% sein. Den überschüssigen Betrag bekommst du aber auf jeden Fall wieder zurück.

Kommentar von loberon ,

Danke Ronox , mein Treuhänder hat die ganze Erbschaft erhalten, weil ich noch nicht in der Wohlverhaltensphase war. Das waren 130.000 Euro. Meine gesamte Insolvenz beträgt 29.000 Euro. 

Ich war beim Gericht, weil ich nicht glauben konnte, dass mein Treuhänder 30.000 Euro in Rechnung gestellt hat, die er für seine Arbeit verlangt. Der Rechtspfleger sagte mir, dass wäre so in Ordnung. Weil ich geerbt habe, können die Gebühren von meinem gesamten Erbe berechnet werden. Ja, den Rest bekomme ich. Es ist sowas von unverschämt und der Treuhänder hatte mir gesagt, ich könnte so mit 5000Euro Gebühren für ihn rechnen. Ich fühle mich total über den Tisch g

Kommentar von Ronox ,

Ja, das kann leider schon sein, da die gesamte Erbschaft im eigentlichen Insolvenzverfahren in die Insolvenzmasse fällt. Die Vergütung berechnet sich nach der Insolvenzmasse. Ein bisschen blöd gelöst vom Gesetzgeber, die Grenze nach oben nicht auf die Verbindlichkeiten zu begrenzen.

Kommentar von loberon ,

Weis jemand, ob es Erfolg haben könnte, wenn ich Widerspruch gegen die Höhe der Forderung meines Treuhänders, erhebe. Gibt es so etwas wie eine Rechtsberatungsstelle beim Gericht?

Eine Antwort (Hilfe) wäre extrem wichtig für mich. Ich bin total verzweifelt, weil meine Rente sehr niedrig ist und ich das Geld aus meiner Erbschaft dringend braiche.

Kommentar von Ronox ,

Das Gericht setzt die Vergütung des Treuhänders durch Beschluss fest. Dieser Beschluss wird dir zugestellt und du kannst gegen die Entscheidung die sofortige Beschwerde einlegen. Allerdings befürchte ich, dass die 2-Wöchige Frist bereits abgelaufen ist.

Kommentar von loberon ,

Mir wurde bisher nur mitgeteilt, dass die Rechnung beim Gericht zur Einsicht vorliegt. Bis zum 8.02. Könnte Wiederspruch eingelegt werden. So habe ich es jedenfalls verstanden. Ich habe im Übrigen einen Rechtsanwalt damit beauftragt, mir zu helfen. Er meint das wäre bei mir eine Sache, die nur drei vier Mal so vorkommt und er würde es prüfen, weis aber nicht, ob das Erfolg verspricht. Danke Dir

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