Frage von brauchhilfeee, 71

Bin ich wirklich depressiiv?

Hey, Ich fühle mich zur Zeit, wenn ich zu Hause bin überhaupt nicht mehr wohl. Wir sind vor 4 Monaten in ein neues Haus gezogen, was eigentlich viel kleiner ist, als unser altes? Ich fühle mich in meinem Zimmer sehr bedrängt....eingesperrt irgendwie.... Zum anderen belastet mich die Schule sehr. Ich besuche ein Gymnasium und gehe in die 8. Klasse (bin 14).....meine Noten haben sich trotz Lernen stark verschlechtert :/. Ich fühle mich zu Hause einfach nur noch wertlos....ich glaube auch, dass meine Eltern so etwas wie Liebe, für mich gar nicht mehr empfinden...sie behandeln meinen kleinen Bruder ( 8 Jahre) viel besser.... Das einzige, was mir zur Zeit noch die Kraft gibt weiterzuleben, ist meine Freundin. Ich liebe sie über alles...ich bin bei ihr ein ganz anderer Mensch und kann eigentlich auch nur bei ihr all meine Probleme vergessen und glücklich sein. Sind es Depressionen, obwohl ich bei meiner Freundin glücklich bin?

Ich möchte jetzt keine Antworten wie "Sag hallo zur Pubertät" hören....das bringt mich jetzt nicht weiter...

Antwort
von Schwoaze, 13

Du vertraust Deinen Eltern nicht, hab ich gerade gelesen. Warum nicht? Behandeln sie Dich schlecht? Du fühlst Dich als zweitrangig, weil sie dem kleinen Bruder mehr Unterstützung zukommen lassen, als Dir, dem "großen Kind"?

Tu Dir selber einen Gefallen und lass Dich nicht so hängen! Rede mit Deiner Mutter, Deinem Vater, mit wem Du halt enger bist. Dir geht es nicht gut. Und Du bist ein typischer Jugendlicher, der sich zurückzieht, anstatt sich Hilfe zu holen.

Die Umstellungsphase ins neue Haus hast Du anscheinend nicht gut hingekriegt.  Das kann aber noch werden. Mach die Fenster auf, lass die Sonne und frische Luft rein! Oder noch besser, geh raus in die Natur!  Aber sperr Dich nicht selbst ein und beschwer Dich dann darüber.

Antwort
von Nordseefan, 21

ist aber so. Du bist nun mal in der Pubertät. Da ist so was ganz normal. Du hast deine Freunde zurückgelassen, in deinem Altern fällt es halt oft schwer neue zu finden.

Ihr seid in ein kleineres Haus gezogen, für dich ein "Rückschritt" mit dem du dich nur schlecht abfinden kannst. Auch normal in dem Alter

Die Noten sind schlechter geworden: Auch da kommt wieder die Pubertät und die Veränderung der Lebensumstände zusammen.

Deine Eltern haben den Bruder lieber? Ganz sicher NICHT: Nur macht er es ihnen im Moment vielleicht einfach leichter. Kinder in der Pubertät sind halt schwierig. auch die Eltern kommen mit dem Wechsel vom Kind zum Erwachsenen oft nur schwer klar.

Du fühlst dich einfach mies, aber das muss noch lange keine Depression sein.

Antwort
von wolfruediger, 11

 Ich habe alles gelesen was andere dir vorgeschlagen haben, doch du hast es abgelehnt vieles davon scheint mir vernünftig einsichtig zu sein. 

 Ich denke wenn du verinnerlicht dass in der Pubertät vieles grundsätzlich abgelehnt wird obwohl es zu tiefst verständlich und logisch ist, wird es etwas einfacher für dich !

 Und wenn ich dir sage vertraue dann sollte das keine innere Ablehnung erzeugen sondern dich öffnen. 

 Dieser Punkt der Verinnerlichung dessen was pubertär in deinem Verhalten vor sich geht ist wichtig dass du ihn annimmst!

 Frage dich einfach was verlierst du was gewinnst du wenn du die Meinung anderer versuchst zu verstehen oder sogar anzunehmen.

es kann dir niemand helfen außer du dir selbst!

Aber das haben Hundertausende von dir durch und stehen im Augenblick von der gleichen Situation.

 Und nun überwinde deinen eigenen wieder stand und öffne dich ...

Antwort
von MikeyShu85, 22

Guten Morgen,

erst mal vorweg: Du hast den wichtigsten Schritt schon mal geschafft: Dich damit auseinanderzusetzen und dir klarzuwerden, dass es dir gerade nicht gut geht in deiner Situation und du Hilfe brauchst!

Jetzt können wir hier dir natürlich via Internet nicht als Ferndiagnose auf den Kopf zusagen "Jap, du hast eine mittelschwere klinische Depression!" :-)

Andererseits, sagst du ja selber, du merkst, dass es dir nicht gut geht, hast auch irgendwie eine Idee warum aber vertraust deinen Eltern nicht genug, um das Thema mit ihnen ansprechen zu wollen. Du bist von dem was ich lese, jetzt nicht unbedingt depressiv, aber es ist richtig, dass du dich jemandem öffnest, denn wenn du jetzt nichts tust, dann kann daraus schnell eine Depression werden!

Mein Rat an dich: Es ist absolut nichts schlimmes dabei, einfach mal einen Termin bei einem Psychiotherapeuten zu machen und dort ein wenig von deiner Situation zu erzählen. Das kannste auch alleine, da musst du deine Eltern nicht um Mithilfe bitten.

Der wird dann nix verrücktes mit dir anstellen oder dich unter 10 Antidepressiva setzen, sondern einfach mit dir reden, versuchen zu ergründen was dich bedrückt und mit dir überlegen, wie man deine Situation und deine Gefühlslage beheben kann. Das können wir hier natürlich nicht. :-(

Und mach dir keinen Kopf, da ist absolut nichts bei, zu einem Therapeuten zu gehen. Aber er kann dir helfen.

Kopf hoch! Ich wünsche dir alles Gute, du machst das schon!

Kommentar von MarkusGenervt ,

WENN es schon ein Therapeut sein sollte, dann sicher eher ein Kinder- und Jugend-Therapeut, denn der kennt sich auch ganz sicher mit den speziellen Bedürfnissen von Kindern aus und weiß besser, wie man sie überhaupt anspricht.

Da ist ein "normaler" Erwachsenen-Therapeut eher kontraproduktiv und verursacht wohl möglich erst das Abrutschen, wie ich es unten bereits erwähnt habe.

Kommentar von MikeyShu85 ,

Ich habe nirgendwo von einem "Erwachsenentherapeuten" gesprochen sondern neutral von einem Psychiotherapeuten - das sind Kinder- und Jugendtherapeuten auch.
Ich hätte aber die Fachrichtung Kinder- und Jugentherapeut in meinem Rat noch etwas deutlicher für ihn hervorheben können, das stimmt.

Antwort
von einfachichseinn, 25

Auch wenn du das nicht hören willst, ist das ganz typisch für die Pubertät!

Da sich die Pubertät und eine Depression allerdings nicht ausschließen solltest du am Montag mal zu deinem Hausarzt gehen. Dieser kann beurteilen, ob deine Probleme wirklich auf eine Depression hindeuten oder eher nicht.

Falls er es für notwendig hält, wird er dich entsprechend überweisen!

Antwort
von DasPixel, 15

Gehe einfach mal zum arzt der wird das schon irgendwie herausfinden ich würd sagen das du dich vernachlässigst fühlst . Aber ich bin kein profi.

Antwort
von nettermensch, 21

das kann eine Depression darauf hindeuten. da würde ich mal zum Arzt gehen.

Antwort
von MarkusGenervt, 4

Tja, was soll ich Dir sagen außer "Halloooo Pubertät!"?

Du kannst entweder weiterhin in Deinem Zimmer schmollen, weil Dein kleiner Bruder mehr Aufmerksamkeit bekommt als Du und Du Deinen Eltern nicht mehr traust, oder Du lernst endlich Dich selbst um Dich zu kümmern und Dein Leben nicht mehr von der Aufmerksamkeit Anderer abhängig zu machen. Auch das gehört zum Erwachsenwerden und das ist die bittere Konsequenz der Pubertät.

Es liegt jetzt in Deinen Händen, ob Du versuchst, Dich zusammen zu reißen, oder ob Du Dich in einem Strudel des Selbst-Mitleids in die Abgründe einer echten Depression hinab ziehen lässt, aus der Du höchst wahrscheinlich für den Rest Deines Lebens nicht mehr heraus kommen wirst.

Jetzt kannst Du noch selbst entscheiden, welchen Weg Du gehen möchtest. In zwei bis drei Jahren ist es vielleicht zu Spät, um das Ruder wieder herum reißen zu können.

Ich bin gemein? Nein, das Leben ist gemein und je eher Du das akzeptierst, um so besser wird Dein Leben sein. Das musst Du jetzt nicht verstehen. Das kommt irgend wann einmal, wenn Du älter und klüger geworden bist. Aber dann wärst Du mehr als froh, wenn Du Dich nicht in diesen Abgrund gestürzt hast. Noch bist Du vielleicht depressiv, aber aus "depressiv" kann schnell "Depression" werden und das ist ein Unterschied wie eine Maus und ein Brachiosaurus.

Ich hoffe Du kannst das verstehen oder wenigstens akzeptieren – trotz des Pubertät-Genöles ;)

Antwort
von quinann, 26

Spreche offen mit deinen Eltern darüber, sie unterstützen dich.

Kommentar von brauchhilfeee ,

Ich vertraue meinen Eltern nicht.

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