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Bin ich verrückt? Ich empfinde sozial hoch entwickelteTiere

Frage von frettlein frettlein

(dazu rechne ich auch Vögel, Hunde und Katzen) als Lebewesen, die mit dem Menschen auf einer Ebene stehen. Bin ich da ein verrückter Außenseiter oder gibt es noch andere Menschen, die das so empfinden?

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Antworten (1-30 von 31)

  • 14
    Hilfreichste Antwort ausgezeichnet vom Fragesteller
    Antwort von GoaSkin GoaSkin

    Gerade Vögel und Säugetiere sind oftmals viel weiter entwickelt, als von der Allgemeinheit angenommen wird. Dies ist Wissenschaftlern aber auch Leuten, die beruflich mit Tieren zu tun haben (z.B. Tierpflegern) vollkommen klar, aber im populären Glauben muss ein Tier ein gewisses Maß an Dummheit mitbringen.

     

    Vielleicht solltest du etwas ehrenamtlich im Zoo machen. Dann kannst du die Tiere auch realistischer einschätzen.

    Kommentar von charmingwolf charmingwolfcharmingwolf

    Nur die Tierwelt beobachten

    Kommentar von Sirion79 Sirion79Sirion79

    Damit gehst Du aber nicht darauf ein, ob man sie auf einer Ebene mit dem Menschen sehen sollte.

    Generell bin ich nicht der Meinung - was aber keine Wertung darstellen soll, sondern nur betonen, dass man immer die Unterschiede zwischen Menschen und jeder einzelnen Tierart für sich betrachten muß.

     

    Kommentar von PKrules PKrulesPKrules

    Im Zoo? Wer denkt, dass diese Lebewesen mit dem Menschen auf einer Ebene stehen, wird den Zoo verachten.

    Kommentar von Ody85 Ody85Ody85

    Ich sag nur "Big Brother" ^^   (= Menschen-Zoo xD )

  • 24
    Antwort von Biggi1963 Biggi1963

    Ich sehe dich nicht als verrückt an. Wenn mehr Menschen so denken würden, bräuchten wir keinen Tierschutz mehr. Tiere sind vielleicht nicht in der Lage, mit uns zu kommunizieren, aber befasse dich einmal mit dem Verhalten von wildlebenden Tieren, die nicht vermenschlicht leben (staatenbildende Tiere, Rudel- und Herdentiere (lies mal was über Erdmännchen)). Da wird man erkennen, dass Tiere zumindest was das Sozialverhalten angeht, vielfach sogar weiterentwickelt sind. Diese Tiere leben vielleicht auf einer anderen Ebene, aber keinesfalls auf einer unteren. 

    Kommentar von Pifendeckel PifendeckelPifendeckel

    Hut ab.DH

    Kommentar von Ody85 Ody85Ody85

    "andere Ebene" sehr richtig.

    Kommentar von Kuschelsack KuschelsackKuschelsack

    Ebenen in diesem Sinne existieren in der Realität nicht. Die hat der Mensch erfunden, um sich gewisse Sachen besser vorstellen oder besser kategorisieren zu können.

    Wir stehen alle auf der selben Ebene. Am selben Platz. Auf dem selben Haufen.

    Kommentar von Ody85 Ody85Ody85

    Ich sehe das mit den "anderen" Ebenen so, dass wir Menschen auf der Egoistischen Ebene stehen: Wir machen das, was für uns (bzw. das "Vorankommen" der Menschen) das beste ist. Meist ohne Rücksicht auf Verluste.

     

    Tiere und Pflanzen tun das nicht. Stehen also nicht auf derselben Ebene oder Haufen, wie wir. Wie gut diese Ebenen sind ist ansichtssache, deswegen würde ich sie nur als "unterschiedlich" titulieren, aber nicht als besser/schlechter.

     

    Darwin würde wahrscheinlich denken, dass wir höher stehen, da wir uns an fast alle außeren gegebenheiten anpassen/angepasst haben. Aber das ist eine ziemlich rationale Sichtweise. Aber da muss sich jeder selbst ein Urteil darüber bilden.

    Kommentar von Kuschelsack KuschelsackKuschelsack

    Darwin würde sicher nicht denken, dass wir höher stehen. Bei der Evolution gibt es kein "oben". Es ist ein Prozess, bei dem es keinen Gewinner gibt. Alles beeinflusst sich gegenseitig und verändert sich dadurch.

    Außerdem tut der Mensch das, was jedes andere Lebewesen auch tut: Es sorgt dafür, dass es (bzw seine Gene) überlebt. Das Leben ist ein ständiger Kampf ums ÜBERLEBEN. Es interessiert die Pflanze nicht, ob sie mit ihren Wurzeln anderen Pflanzen verdrängt. Die Pflanze sorgt dafür, dass sie überlebt. Und durch Anpassung und Selektion konnten sich Pflanzen bilden, die sich so entwickeln, dass sie die große Pflanze nicht behindern und deswegen nicht von ihr verdrängt werden. So entsteht Artenvielfalt. Es gibt nicht nur Tiger und Lämmer. Es gibt überall eine Niesche für Lebewesen, die sich dann eben auf diese Niesche speziallisieren.

    Es kommt uns nur so vor, als wäre alles aufeinander eingespielt, aber das stimmt nicht. Es ist nur so, dass fast alle Nieschen ausgefüllt wurden und deshalb so eine Artenvielfalt existiert, wo es so scheint, als ob alles miteinander harminieren würde.

    Die Blätter des Baumes fangen nicht so spät an zu spriessen, weil er Licht für Kräuter übrig lassen will, Kräuter spriessen nur früher, WEIL sie Licht abbekommen müssen.

    Das ist wie mit den Vögeln: Entweder sie kommen erst im Sommer wieder nach Mitteleuropa, damit sie nicht Gefahr laufen, zu ererfrieren, und müssen damit leben, dass es keine guten Brutplätze mehr gibt; oder sie kommen früher, riskieren zu erfrieren, haben aber die Chance auf die besten Brutplätze. Leben in der Wildnis ist ein schmaler Grat zwischen Tod und Tod. Und jeder versucht zu überleben, ohne Rücksicht.

    Das Problem beim Menschen ist jetzt, dass er sich so stark ausgebreitet hat und damit viele Lebensräume besetzt hält. Und durch Umweltverschmutzung nimmt er auch Einfluss auf Lebensräume, die er eigentlich nicht selbst nutzt. Einfach ausgedrückt zerstört er einfach mal alles in seiner Unvernunft.

    Kommentar von Kuschelsack KuschelsackKuschelsack

    Aber wir erkennen, was wir tun. Manche machen sich Gedanken um die Konsequenzen und fragen sich, ob das richtig ist. Das ist die Idee von Umweltschutz. Leider machen da viel zu wenige Leute mit. Noch immer denken zu viele Leute nicht über die Konsequenzen nach.

    Ich sag mal so: Es interessiert niemanden, ob überhaupt Leben auf der Erde existiert. Und in absehbarer Zeit ist unser Sonnensystem eh weg. Aber ich lebe jetzt und ich finde es schade, wenn Leben grundlos zerstört wird. Und deswegen sollten wir handeln und dafür sorgen, dass das Leben auf diesem Planeten nicht schlimmer ist, als es tatsächlich sein muss.

    Kommentar von Ody85 Ody85Ody85

    gut erklärt mit den Nischen. So wurde es mir damals auch beigebracht ^^

    In einer natürlichen Umgebung ohne "menschlichen Stör-Einfluss" könnte man das so übernehmen. Aber ich schätze mal, dass man heutzutage vieles davon verwerfen kann. Ich meine.. das ganze Züchten und Massenproduzieren verwirft ja (fast) die ganze Sache mit der natürlichen Selektion.

    Kommentar von Hizulopachtli HizulopachtliHizulopachtli

    Kuschelsack: Tolle Erklärung! Dafür hättest du mehr als einen Daumen verdient! :)

    Kommentar von sugarmay13 sugarmay13sugarmay13

    Sehe das eher so, das wir nicht in der Lage sind mit Tieren zu kommunizieren, meist klappt das ja nicht mal untereinander, wie soll denn der Mensch da ein Tier verstehen. Allerdings gibt es tatsächlich ein paar wenige, die noch Einfühlsam genug sind, viel. gehörst Du ja wirklich dazu. Es gibt Tierkommunikatoren, die dies berufl. machen, erkundige Dich doch dort mal, da kann man Dir helfen, Deine Gabe verantwortungsbewußt einzusetzen.

    LG Sugar

  • 19
    Antwort von almmichel almmichel

    Alle Lebewesen stehen auf einer Ebene. Ich würde das Pferd von hinten aufzäumen und sagen der Mensch gehört auch dazu.  Da empfindest du nur teilweise richtig. Wer gibt uns das Recht uns über alle anderen Lebewesen zu stellen. Was kann die Sche.is.s.h.au.sfliege dafür das sie nicht Elefant geworden ist.....

    Kommentar von GoaSkin GoaSkinGoaSkin

    Ich glaube, dass es in der Natur jedes Lebewesens liegt, sich nicht auf einer Ebene mit anderen Tieren zu sehen. Dadurch wird zum Einen Kannibalismus vermieden und zum Anderen auch der Versuch, sich mit anderen Lebewesen paaren zu wollen. Zu dem wird Artgenossen ein höheres soziales Interesse gewährt und so soll es auch sein.

    Im Film "Planet der Affen" glaubten die Affen, dass Affen eben Affen sind, aber der Mensch ein Tier sei. So werden das Affen wahrscheinlich wirklich sehen und andere Tierarten auch auf ihre Weise.

    Kommentar von Ody85 Ody85Ody85

    interessant

  • 16
    Antwort von Ody85 Ody85

    Tu doch mal so, als wärst du kein Mensch, sondern die Welt ^^ Auf dir leben Billionen (?) von Lebewesen. Die meisten davon leben im Einklang und im Gleichgewicht mit ihrer Umwelt.  Aber zirka 7 Milliarden von den Lebewesen machen was sie wollen. Rupfen alles auf, "verbrauchen dich" (Kohle, Gas, etc.), vergiften dich und pfeifen allgemein auf dich.

     

    Was ist dir als Erde lieber? die 7 Milliarden "Chaoten" oder die restlichen Lebewesen? ^^

     

    Ich bin kein Öko oder so ^^ ich zähle mich selbst zu diesen "Chaoten" ^^ Ich denke nur, man sollte nicht immer vom Standpunkt des Menschseins ausgehen, sondern einen neutraleren suchen.

  • 12
    Antwort von pecudis pecudis

    Nö, das ist völlig normal. Grade im Bereich Tierhaltung gibt es seit über 100 Jahren jede Menge Versuche, die das Empfinden (und das WIssen) der verschiedenen Tierarten immer weiter erforschen.

    Nur ist der Mensch das einzige Tier, das aus solchem Wissen religiöse (widernatürliche) Schlußfolgerungen zieht und sich gegen die Natur stellt, in dem er zB seine eigenen naturgegebenen Nahrungsgrundlagen nicht mehr nutzt. Das ergibt dann - wollte man es verallgemeinern - den einzig bekannten "bewußten Selbstmord" aufgrund von Religion im Tierreich. Alle anderen Tiere verhalten sich nur dann altruistisch, wenn es ihnen selber ebenfalls nutzt und ihr Überleben im Zusammenhang mit allen anderen Lebewesen (also auch den Freßfeinden!) sichert.

    Kommentar von gansh ganshgansh

    der mensch handelt auch nur emotional.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Und? "emotional" kannst Du in alle Richtungen handeln.

    Kommentar von gansh ganshgansh

    aber er handelt nicht  mit VERNUNFT,weil seine triebe ihn steuern.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    In der gesamten Natur gibts ausschließlich vernünftige Triebe, sonst gäbe es gar keine Natur mehr ;-)

    Kommentar von gansh ganshgansh

    wir gehören aber nicht zur natur.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Jaja -  das sagen die Veganer auch immer. Wir sind ja was ganz besonderes, weil wir ja eine Vernunft oder Moral haben. Leider sind wir auch die einzigen, die das wissen, die Natur pellt sich da ein EI drauf.

    Kommentar von gansh ganshgansh

    JAA---wir sind wirklich was GANZ BESONDERES!

    wir kapieren,weil wir vernunft besitzen,aber handeln NUR emotional nach unseren trieben.

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    Wir können nicht die Gedanken von den Tieren lesen - ich halte es schon für wahrscheinlich, dass auch andere Arten Vernunft und Moral haben. Vernunft und Moral bieten schließlich Vorteile für das Überleben einer Art, es wäre nur logisch wenn es das auch bei bestimmten Tieren gibt - hier ein Experiment dazu: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,350971,00.html

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    oder hier: http://www.pm-magazin.de/a/haben-tiere-moral

    Sie behaupten, dass Affen auch fähig seien, sich in andere einzufühlen? Eine alte Schimpansin in unserer Gruppe leidet unter Arthrose. Will sie auf einen Baum klettern, dann helfen ihr junge Schimpansen dabei. Die Tiere trösten auch Trauernde. Leidet ein Freund, umarmen sie ihn und kümmern sich.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Das auch andere Tiere Vernunft und Moral haben (oder eben: sich altruistisch Verhalten, siehe oben) steht doch gar nicht in Zweifel! Selbstverständlich ist das so, und das weiß man auch schon seit mehr als einem halben Jahrhundert.

    Nur hält eben weder die arteigene Vernunft noch die arteigene Moral diese Tiere davon ab, sich natürlich zu ernähren und andere Tiere, sowohl fremde Arten als auch Individuen der eigenen Art zu fressen. Wer sagt Dir denn, daß nicht gerade ihre Vernunft den Tieren sagt, daß sie nur so - mit Fressen und Gefresen werden - überleben können?

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    Es wäre sicherlich ein interessantes Experiment, Tiere wie Affen so zu indoktrinieren (zB über Belohnungssystem), dass sie eben solche Verhaltensweisen zeigen. Warum sollte eine solche Konditionierung (zB Veganismus) nur bei Menschen funktionieren?

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    Interpretiere meine Beiträge bitte nicht falsch: Ich finde die meisten deiner Antworten gut und man merkt, dass du dich auskennst, drum lese ich sie auch - falls ich Kommentare schreibe seh es als Kompliment oder gutgemeinte Kritik, je nachdem.

    Jaja - das sagen die Veganer auch immer. Wir sind ja was ganz besonderes, weil wir ja eine Vernunft oder Moral haben. Leider sind wir auch die einzigen, die das wissen, die Natur pellt sich da ein EI drauf.

    (habe ich wegen dem fettgedruckten so interpretiert, dass du diese Ansicht teilst)

    Das auch andere Tiere Vernunft und Moral haben (oder eben: sich altruistisch Verhalten, siehe oben) steht doch gar nicht in Zweifel! Selbstverständlich ist das so...

    (dem Beitrag stimme ich zu)

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Warum sollte eine solche Konditionierung (zB Veganismus) nur bei Menschen funktionieren?

    Ganz einfach: weil jedes andere Tier daran umgehend aussterben würde. Veganismus "funktioniert" nur, weil dem Menschen Maschinen und Technik zur Verfügung stehen, Transportmittel, die seine Hochverarbeiteten Nahrungskomponenten von Kontinent zu Kontinent transportieren, die dem Soja die antinutritiven Substanzen entziehen, die B12-Pillen bauen und so weiter. Müßte sich irgendein Mensch "von Natur aus" vegan ernähren, und dabei auch begreifen (im wahrsten SInne des Wortes und mit den Händen bzw dem Spaten im Selbstanbau), was er da als Lebensgrundlage ansehen will, gäbe es keine Veganer, vegan leben kann man nur, wenn man nicht weiß, wie Lebensmittel angebaut werden.

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    Eigentlich ging es mir nur um die These, Tiere hätten keine Moral. Aber ok:

    Ganz einfach: weil jedes andere Tier daran umgehend aussterben würde.

    Du meinst damit Tiere, welche diese Ernährung nicht vertragen würden, zb Katzen. Schweine werden aber wie du mir schon einmal geschrieben hast vegan ernährt. Ich vermute nun, dass es möglich ist, beispielweise über ein Belohnungs-Bestrafungs-System Schweine so zu konditionieren, dass sie von ihrer "natürlichen" Ernährung infolge des Experiments abweichen. Sie also in ihrem Verhalten zu konditionieren, ähnlich wie es bei Menschen in den Medien gemacht wird.

    Wenn es keine Kampagnen über Vegatarismus/Veganismus geben würde, wären es sicherlich auch weniger Vegetarier/Veganer.

    vegan leben kann man nur, wenn man nicht weiß, wie Lebensmittel angebaut werden.

    Es ist eher eine Lebenseinstellung und ist nicht mit Wissen über Landwirtschaft zu vermischen. Den Veganern bedeuten eben Tiere viel, ich denke nur die Wenigsten sind wirklich davon überzeugt, dass es die "natürliche" und beste Ernährung ist. Ich selbst kann dir aber nicht viel dazu sagen, weil ich weder Veganer noch Vegetarier bin. Ich sehe eher andere Aspekte wie Kinderarbeit oder wie zum Beispiel Menschen massenweise verhungern. Davon liest man in den Beiträgen von veggis wenig, es geht fast immer nur um Tierleid - wie die Welt funktioniert wird aber ausgeblendet (Bambi-Syndrom wie du es nennst)

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Vorweg: Bambi-Syndrom bezeichnet etwas anderes, nämlich "Artenschutz ohne Artenkenntnis", der Begriff stammt auch nicht von mir, sondern von Rainer Brämer, der über dieses Thema seit Jahren forscht und schreibt.

    Und damit im Zusammenhang stehen dann eben solche Thesen wie Deine jetzt: ein Schwein oder einen Hund könne man "konditionieren", sich pflanzlich zu ernähren. Das könnte man sicher, aber eben nur rein theoretisch, denn in der Natur muß so ein Experiment schon daran scheitern, daß eine vegane Ernährung für diese Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum gar nicht wächst! Schweine zB erhalten z Zt Soja statt Tiermehl (in der Natur würden sie Aas und andere Tiere fresen). Soja wächst hier aber nicht, und auch keine anderen Pflanzen, die ausreichend Eiweiß enthalten. Erst recht gilt das für die Fleischfresser wie Hund und Katze.

    Sieh es mal so: der Platz jeder Tierart im Ökosystem definiert sich ja nicht einfach über sein Dasein, sondern eben über seine Ernährung. Jedes Tier lebt ganz genau da, wo es seine arteigene Nahrung findet. Würde man diese Nahrung umstellen, müßte das Tier "umziehen". In der Folge würden sich die ehemaligen Beutetiere von zB einem Fleischfresser über Gebühr vermehren und ihre Lebensgrundlagen zerstören, genau wie die "umgepolten" Fleischfresser anderen Tieren die Nahrung wegfressen würden, die dann wieder deswegen aussterben.

    Insgesamt sind wir aber ganz einer Meinung: JEDES Tier hat selbe Lebensberechtigung und ist deswegen "gleich viel wert". Aber eben nur so, wie es nun mal "vorgesehen" ist. Ein pflanzenfressender Hund ist also widernatürlich, und damit weniger wert.

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    Also ich sortiere die Aussagen noch mal und greife zuerst die ursprüngliche Aussage noch mal auf, das wir uns nicht verzetteln:

    Nur ist der Mensch das einzige Tier, das aus solchem Wissen religiöse (widernatürliche) Schlußfolgerungen zieht und sich gegen die Natur stellt, in dem er zB seine eigenen naturgegebenen Nahrungsgrundlagen nicht mehr nutzt. Das ergibt dann - wollte man es verallgemeinern - den einzig bekannten "bewußten Selbstmord" aufgrund von Religion im Tierreich. Alle anderen Tiere verhalten sich nur dann altruistisch, wenn es ihnen selber ebenfalls nutzt und ihr Überleben im Zusammenhang mit allen anderen Lebewesen (also auch den Freßfeinden!) sichert.

    Hier siehst du also einen Unterschied zwischen Tier und Mensch, wobei du Menschen zum Tierreich zählst. Tiere verhalten sich was Nahrung angeht also immer "natürlich" (was immer man auch als natürlich definiert) - nur Menschen können sich also völlig widernatürlich zu Vegetariern/Veganern manipulieren lassen. Ich glaube nicht, dass sich Vegetarier nüchtern entscheiden, einfach keine Tiere mehr zu essen, sondern dass es hauptsächlich durch den Schockeffekt von grausamen Bildern und Videos konditioniert wird (Bilder die negative Emotionen erzeugen werden mit bestimmten Nahrungsmitteln verknüpft).

    Ich denke aber, dass es möglich ist auch Tiere so zu manipulieren, dass sie ihre Ernährung ändern, auch wenn die Ernährung dann nicht optimal wäre. Beispielsweise bei Tieren wie Affen, die zu Mitgefühl fähig sind (siehe der verlinkte Artikel von mir) sollte dies möglich sein.

    ...damit im Zusammenhang stehen dann eben solche Thesen wie Deine jetzt: ein Schwein oder einen Hund könne man "konditionieren", sich pflanzlich zu ernähren. Das könnte man sicher...

    Schweine und Hunde habe ich da nicht erwähnt. Mit geht es darum, ob es möglich ist irgendwelche Tiere so zu beeinflussen, dass sie ihre Ernährung ändern, obwohl es nicht die optimale Ernährung ist. Affen haben anscheinend Mitgefühl, da könnte es gut möglich sein, dass sie ebenfalls auf Fleisch verzichten, wenn man die Nahrung mit negativen Emotionen wie Mitleid verknüpft (so wie in den Medien die Aufzucht und das Schlachten und verzehren von Tieren mit negativen Bildern verknüfpt werden kann, und es infogedessen mehr Vegetarier gibt)

    Ob das Tier in der Wildnis damit überlebensfähig wäre, tut nichts zur Sache - es geht nur um den Punkt, ob hier der Mensch tatsächlich eine Sonderstellung einnimmt. Außerdem MUSS ein Vegetarier sich nicht in der Wildnis durchschlagen, es ist also nicht direkt vergleichbar.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Ja, jetzt reden wir offenbar aneinander vorbei. Mitgefühl hat für mich und für alle anderen Tiere nichts damit zu tun, "keine Tiere zu essen". Das ist genau der Punkt, wo der Mensch selbe "Bambi-Vorstellungen" nicht verallgemeinern kann - nicht mal die Religion schreibt sowas vor. Der Tod - auch zum gefressen werden - ist nichts "unmoralisches", sondern im Gegenteil: etwas zutiefst lebenswichtiges für den Zusammenhang in jedem Ökosystem (von dem wieder alle - Tier und Mensch - leben!). Es ist nicht unmoralisch, Tiere zu töten, sondern lebenswichtig, und den Tieren ist das (imho) im Gegenteil zu einigen entfremdeten Menschen auch völlig klar.

    Das ein Vegetarier sich nicht in der Wildnis durchschlagen muß, ist richtig: das ist die Voraussetzung für jedes widernatürliche (und in meinen Augen damit zugleich unmoralische!) Verhalten. Vegetarier und Veganer leben nicht mehr von der Natur im SInne von :"Sie sind nicht mehr Teil der natürlichen Zusammenhänge", sondern können nur deshalb existieren, weil andere Menschen die von ihnen geschaffenen Ungleichgewichte wieder ausbalancieren (und zB um so mehr Fleisch essen). Und das selbe gälte dann für jede vom Menschen nach seinen Vorstellungen künstlich manipulierte Tierart.

    Das ist genau das, was ich oben gemeint habe: der Mensch ist das einzige Tier, das sich (aus Unwissenheit und aus falsch verstandener Moral) gegen die Zusammenhänge in der Natur stellen kann (aufgrund seiner technischen Möglichkeiten) und das auch "will". Ein Tier, auch jedes Tier mit Mitgefühl, Verstand und "Moral" müßtest Du dazu "zwingen", in dem Du es nach Deinen, ausschließlich menschlichen Vorstellungen darauf trainierst. Und dann wäre das Tier von Dir abhängig und könnte ohne Dein Zutun auch nicht mehr Überleben, und selbst MIT Deinem Zutun schadet so ein Tier (zB ein vegan ernährter Hund) der Umwelt und nimmt damit allen anderen Tieren die Lebensgrundlagen.

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    Also ich will auf die Frage hinaus, ob deswegen vegetarisch lebende Menschen widernatürlich sind, und was man mit natürlich/widernatürlich überhaupt genau meint.

    Wenn bei (manchen) Tieren, die zu Mitgefühl fähig sind erreicht werden kann, dass sie ihre Ernährung wie oben beschrieben ändern (wo wir uns auch einig waren), dann ist es ein ganz normales Phänomen im Tierreich, und keine Eigenart des Menschen (bzw. von "widernatürlichen" Vegetariern).

    Kommentar von BlackRainbow666 BlackRainbow666BlackRainbow666

    Denkanregungen:

    1. Fleischesser entscheiden sich ebenso nicht nüchtern, Tiere zu essen. Das Essen jedweder Nahrung, welches man in subjektiv positivem Kontext erfährt, kann "antrainiert" werden.

    2. Über Natürlichkeit zu diskutieren, ist im Zusammenhang von Vegetarismus wahrscheinlich nicht zielführend. Sowohl Fleischesser als auch Vegetarier werden in ihrem Leben Nutznießer einiger Unnatürlichkeiten sein. (Wie zB der Unnatürlichkeit, zum Arzt gehen zu können, wenn man krank ist. Natürlicherweise hat ein Kranker einfach einen Überlebensnachteil und wird letztlich aus dem Genpool geschmissen ...) Wir alle kommunizieren hier über ein unnatürliches Medium. Vielleicht aber auch über ein total natürliches, denn andererseits können wir als Teil der Natur gelten - und somit auch alles, was wir schaffen. (Un-)Natürlichkeit an sich ist wohl weder positiv noch negativ. Relevant ist einzig, welchen Effekt die betreffende (Un-)Natürlichkeit auf andere Lebewesen hat.

    3. Das Bambi-Syndrom ist dieselbe Einsicht, welche beim Mitleid mit anderen Menschen auftritt: "Wäre ich in der Situation des Leidenden, empfände ich sie als negativ." Dafür braucht man keine Artenkenntnis, so wie man nicht Mandarin sprechen muss, um gegen Menschenrechtsverletzungen in China vorzugehen (oder auch Deutsch, um gegen Menschenrechtsverletzungen in Deutschland vorzugehen).

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Wenn bei (manchen) Tieren, die zu Mitgefühl fähig sind erreicht werden kann, dass sie ihre Ernährung wie oben beschrieben ändern (wo wir uns auch einig waren), dann ist es ein ganz normales Phänomen im Tierreich, und keine Eigenart des Menschen (bzw. von "widernatürlichen" Vegetariern).

    Da schmeißt Du jetzt DInge durcheinander, die nichts miteinander zu tun haben.

    1. Du kannst bei einigen Tieren erreichen, daß sie sich vegan ernähren. Das erreichst Du ggf durch Dressur, bzw eben "klassische Konditionierung", und nicht durch "Überzeugung von einer anderen Moral". Du bringst diesen Tieren nicht bei, Dein Mitgefühl wiederzuspiegeln, sondern Du änderst ihr arteigenes Verhalten, und zwar gegen das natürliche Verhalten (sowas ist btw schnell mal tierschutzrelevant und verboten,aber das nur am Rande). Das ist nicht anders, als wenn Du einem Affen das Autofahren beibringst: von allein würde er es nie tun, das Ganze Konstrukt ist also 100% anthopozentrisch: der Mensch will die Tiere seiner Moral unterwerfen. Die so manipulierten Tiere werden nicht "aus Mitgefühl" vegan, sondern durch Dressur. Mitgefühl haben sie in natürlichem Maß unabhängig von ihrer Ernährung!

    2. ein "ganz normales Phänomen im Tierreich" wäre es, wenn die Tiere (die Mehrheit der Lebewesen) den Menschen wieder beibringen würden, sich an seinen natürlichen Lebensgrundlagen zu orientieren, und nicht umgekehrt der Mensch den Tieren beibringen wollte, sich seiner Ausnahmesituation (technische Machbarkeit artfremder Ernährung) anzupassen. Wobei "machbarkeit" eben immer nur für einige wenige gilt, die sich auf Kosten der anderen widernatürlich verhalten, denn die Stoffkreisläufe auf der Erde bleiben nun mal gleich, und sind völlig unabhängig von menschlichen "Ansichten".

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    @pecudis: Wenn man es über die Aktivierung des Mitgefühls schafft, wie ich oben kurz beschrieben habe, braucht man die Tiere nicht zu "zwingen", sondern es folgt aus ihren natürlichen Anlagen zum Mitgefühl, genau wie es beim Menschen passiert wenn er negative Bilder im Zusammenhang mit dem Fleisch sieht.

    Theoretisch bräuchte es auch keinen Menschen dafür, der die Tiere "unnatürlich" manipuliert - die Anlage zum Mitgefühl ist schon da und man betrachtet nur eine bestimmte Situation (Experiment) in der das natürliche Mitgefühl der Tiere dazu führt (nagative Emotion), dass es beispielsweise weniger Fleisch frisst.

    Ich denke es wäre interessant, so etwas in einem geeigneten Experiment zu überprüfen. Erst wenn man wirklich zeigen könnte, dass nur Menschen ihre Ernährung aufgrund von Mitleid/Moral ändern, würde ich dem eine Sonderrolle einräumen, was aber noch nicht heißen muss, dass es unnatürlich ist.

    Die Natur ist nicht 100% effizient, und wenn sich ein Lebewesen nicht optimal ernährt, heißt es nicht, dass es deswegen widernatürlich ist.

    Und Vegetarier kommen nun mal ganz gut zurecht, und wir HABEN nun mal die technischen Möglichkeiten. Was WÄRE und wie es in der Wildnis sein KÖNNTE halte ich da für unwichtig.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Wie gesagt, wir reden da aneinander vorbei. Es gibt ausreichend "Experimente" - also Tierversuche, die Dir bestätigen können, daß eine "aktivierung menschlichen Mitgefühls" bei Tieren unmöglich ist. Siehe ganz oben: für altruistisches Verhalten in der Natur gibt es absolut feste Spielregeln, die sich über Jahrzehntausende entwickelt haben, und nicht der Mensch ist da "Vorreiter" einer "neuen" Moral, sondern er ist der (einzige) entfremdete Teil des Ganzen, weil er nichts mehr über seine Lebesgrundlagen weiß, die Natur ignoriert und dann genau das denkt, was Du schreibst: es wäre "egal", ob man sich nach den Vorgaben der Natur richtet oder nicht.

    Auch wenn Du es nicht glaubst - es ist nicht egal. Niemand, auch der Mensch nicht, kann seine natürlichen Lebensgrundlagen ignorieren, und die gibt Dir - eben - die Natur vor, daran ändert auch keine menschliche Moral etwas. Vegetarier sind doch das beste Beispiel dafür: wären alle Menschen Vegetarier, würden wir in 5 Jahren aussterben. Alle anderen Tiere "wissen" das und richten sich danach.

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    Ok - wie sehen diese Tierversuche aus? Kannst du mir diese Versuche verlinken (würde mich sehr interessieren) Zu den anderen Punkten wird sicher Black Rainbow noch etwas sagen, ich bin wie gesagt kein Vegetarier. Aber kannst du mir noch erklären, warum die Menschheit aussterben sollte, wenn alle Vegetarier wären?

    Kommentar von BlackRainbow666 BlackRainbow666BlackRainbow666

    Weil pecudis der (bis hierhin ...) korrekten Ansicht ist, dass zB Milch- und Eier-Produktion ohne Fleischproduktion nicht möglich ist.

    Demnach würden sich nach einiger Zeit sowieso alle vegan oder nahezu vegan ernähren. (... und nicht weiter) Und das hält sie für ein Problem, denn sie ist der Meinung, Pflanzen können nicht ohne von Menschen aufgebrachten tierischen Dünger wachsen (was wohl die armen Pflanzen die ganzen Milliarden Jahre ohne uns gemacht haben?) und außerdem könne man auf der Fläche, die für Fleischproduktion verschwendet wird (vor allem für Futteranbau, denn den Tieren wird ja nicht viel Platz gegeben ...) nicht 10mal soviel pflanzliche Nahrung anbauen, sondern nur von der Tierhaltungsindustrie geschönte 2,7mal soviel (oder waren es 2,4?). Ohne Fleischproduktion könne man aus den Erträgen der betreffenden Flächen also lediglich 270% der Menschen ernähren, die derzeit von ihnen ernährt werden könnten. Das ist ihr zu wenig.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    @Black: Jo, war ja klar daß Du wieder jede DIskussion mit Deinen - sorry - unqualifizierten Theorien abwürgen mußt. Also abschließed: welche Meinung ich vertrete, kannst Du getrost mir überlassen, und Deine dummen Verleumdungen für DIch behalten.

    Und Deine Theorien beruhen auf der völlig widernatürlichen Annahme, daß a) auf allen Flächen, auf denen heute Tierfutter wächst, auch Menschenfutter wachsen könnte, was für mehr als die Hälfte aller Nutzflächen völliger Unfug ist, und b) darauf, daß Menschen pflöanzliche Nahrung ebensogut verdauen könnten wie Pflanzenfresser, insbesondere Wiederkäuer, was ebeso völliger Blödsinn ist. Das man c) keinerlei Pflanzen ohne Dünger wachsen lassen kann, komt dann noch dazu, aber diese Sorte Billig-Populismus hatten wir hier ja jetzt schon zur Genüge, mit so einem Quatsch kommt man keinen Schritt weiter, dafür gilt dann ganz genau das, was oben schon steht: Würden Veganer ihr Essen selber anbauen müssen, würden sie die Zusammenhänge in der Natur vielleicht auch begreifen, solange sie sich von den "ach so naturzerstörenden Bauern" bequem füttern lassen (und gefüttert werden), ist da jede Diskussion zwecklos. Eben drum verkaufe ich auch an solche Leute nichts mehr.

    Kommentar von BlackRainbow666 BlackRainbow666BlackRainbow666

    Ohne tierischen Dünger meinst Du.

    Ansonsten verzeih - ich wollte marcus davor bewahren, jemandem Glauben zu schenken, der grundsätzlich "das geht nicht" schreit und Leute mit Visionen zum Arzt schickt.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Ansonsten verzeih - ich wollte marcus davor bewahren, jemandem Glauben zu schenken, der grundsätzlich "das geht nicht" schreit und Leute mit Visionen zum Arzt schickt.

    Oder übersetzt: Du konntest es mal wieder nicht ertragen, daß andere Menschen eine naturwissenschaftliche Ausbildung haben, die Deinen "Visionen" zuwiderläuft, daß sie diese Meinung hier vertreten und erklären, und wolltest deswegen (mal wieder) über Diffamierungen, Fehlinterpretationen und das übliche Gehetze Deine "Moralvorstellungen" dem Rest der Welt aufzwingen.

    Stimmt, ich bin der Ansicht, das solchen Menschen ein Arztbesuch nicht schaden kann.

    Kommentar von BlackRainbow666 BlackRainbow666BlackRainbow666

    "Herr Doktor, Herr Doktor, ich leide an Mitleid!"

    Was hilft denn da? Hyposensibilisierung?

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Ja, ungefähr genau so: "Herr Doktor, ich bin offenbar unfähig, mich mit den Lebensgrundlagen auf dieser Welt abzufinden".

    Normalen Menschen hilft da der Biologieunterricht, andere brauchen einen Kleingarten, oder eine Ausbildung in Sachen Natur, und einige kapieren es nie, die rennen dann eben ihr Leben lang mit dem Kopf gegen die Wand.

    Und nur mal so am Rande: "Pflanzlichen Dünger" gibt es nicht, das ist lediglich die Verlagerung des Mangels von einer Fläche auf die andere.

    Kommentar von BlackRainbow666 BlackRainbow666BlackRainbow666

    Du hast Recht: soviel Zynismus ist nicht zu ertragen. Du kannst alles "rechtfertigen", so lange Du der Stärkere bist.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Was meinst Du denn mit "Stärker"? Die Natur ist nun mal so, Leiden und Sterben sind unauflöslich mit Leben verbunden, das eine gibt es nicht ohne das andere - ganz unabhängig von Dir oder mir. Der Unterschied besteht nur darin, daß ich das anerkenne, wertschätze und versuche, mich diesen Grundbedingungen des Lebens anzupassen, und daß Du aufgrund Deiner Entfremdung meinst, Du könntest als so eine Art "moralisches Götterwesen" einzig und allein Deine menschlichen und vermenschlichten Vorstellungen dem gesamten Rest der Welt aufzwingen und Dich gegen die Naturgesetze ernähren.

    Und dazu "zwingt" Dich kein Stärkerer - das tust Du ganz und gar freiwillig. Es hindert Dich auch niemand daran, Dir Wissen anzueignen, und Dich selber zu versorgen - zumindest nicht, solange Du Dich nach den geltenden Gesetzen wie Dünge-VO, Pflanzenschutzgesetz & Co richtest, die Leute wie Dich daran hindern, die Umwelt einfach nur auszubeuten.

    Kommentar von BlackRainbow666 BlackRainbow666BlackRainbow666

    Genau, ich bin der Ausbeuter, weil ich Bioware kaufe. Pflanzen ohne Gift wachsen zu lassen, das geht natürlich gar nicht.

    Wenn Du so gerne lebst, ohne Dich um Leid zu kümmern, warum hast Du dann Skrupel, menschliche Tiere zu verletzen? Hast Du doch, oder?

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    @blachrainbow: zum Punkt 1 - Wie viel % Fleisch sollte ein Mensch genau essen, wenn er sich "natürlich" ernähren will? Lebt der Mensch schon widernatürlich, wenn er ein paar Prozent mehr oder weniger als den "Optimalwert" verzehrt, bzw. leben "Fleischesser" widernatürlich, wenn sie manipuliert durch MC Donalds-Werbung zB 5% mehr Fleisch essen als gesund ist?

    zum Punkt 2 - genau das meine ich damit, man müsste erst einmal definieren, was man mit natürlich und widernatürlich genau meint, sonst redet man aneinander vorbei. Ich bin auch der Meinung, dass man es gar nicht scharf trennen kann.

    Kommentar von BlackRainbow666 BlackRainbow666BlackRainbow666

    @marcus Mein Punkt 1 ging ja nicht um Natürlichkeit, sondern um die Entscheidung, Fleisch zu essen. Das ist wie mit Religion oder Sucht: Führe ich mein Kind schon an Fleisch heran, während es dessen Verzehr noch nicht einordnen und bewerten kann, indoktriniere ich es. Erst ab dem Zeitpunkt, ab dem es versteht, dass dafür ein Tier gegen seinen Willen sterben muss, kann sich das Kind dafür oder dagegen entscheiden.

    Menschen essen meist, was sie kennen. Ein Erwachsener wird sich größtenteils so ernähren, wie er es aus seiner Kindheit (also vor allem im Elternhaus) in emotional positivem Kontext gelernt hat. Sehr schön zu sehen an den Zombies, die jeden Sommer am Grill stehen, weil das tausend andere Zombies auch so tun und immer schon getan haben. Ethische Überlegungen spielen dabei keine Rolle, weil die Konditionierung zu stark ist.

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    Ok, ich dachte du wolltest eher auf das antrainieren hinaus. Dazu wollte ich eben die Frage in den Raum werfen, bei welcher Abweichung von einem Optimalwert (die es selbstverständlich auch bei Fleischessern gibt) denn eine Ernährung als unnatürlich gilt. Die Frage hätte ich eigentlich an pecudis stellen sollen. Weiter würde mich interessieren, wie viel Gramm Fleisch von welchen Tieren in welchen Zeitabständen man genau essen sollte, damit man sich "natürlich" ernährt.

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    Schließlich darf man ja nicht ausschließen, dass man von Werbung genau wie ein Vegetarier beeinflusst wird, und "unnatürlicherweise" zu viel Fleisch isst. http://en.wikipedia.org/wiki/Rabbit_starvation

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    In der Menschheitsgeschichte soll es schließlich immer wieder Kriege, Hungersnöte und Ausbeutung der Armen gegeben haben. Kann also unsere heutige Ernährung mit viel Fleisch "natürlich" sein, wenn unsere Vorfahren damals viel weniger Fleisch hatten?

    Kommentar von BlackRainbow666 BlackRainbow666BlackRainbow666

    Wie gesagt, natürlich oder nicht können wir ja nicht genau sagen. Jedenfalls hat das Vor- und Nachteile. Woran liegt es, dass Menschen im Westen immer größer und immer früher geschlechtsreif werden? (ist ausnahmsweise mal eine echte Frage und keine rhetorische :)) Oder stimmt das so eh nich?

    Der Proteinbedarf ist jedenfalls von der WHO sehr hoch angesetzt. Mit derselben Formel wird der Bedarf von Busfahrern und Hürdenläufern berechnet. Schwer vorstellbar, dass der Busfahrer damit nicht zu viele Proteine isst. Aber vielleicht unterschätze ich auch die körperliche Beanspruchung von Busfahrern, dann nehmen wir stattdessen einen professionellen Couchtester :)

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    "Natur" ist nur eine Worthülse. Ob du den Menschen dazuzählen willst oder nicht läuft im Endeffekt auf eine Definitionsfrage hinaus. Du stellst Kriterien auf und entscheidest dann, welche Arten zur Natur gehören.

    Zum Beispiel ein Misanthroper wird Kriterien aufstellen wie: Es ist unnatürlich seine eigene Lebensgrundlage zu zerstören. Demnach wäre zum Beispiel auch ein Heuschreckenschwarm der alles kahl frisst unnatürlich.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Nein. Genau mit solchen Sprüchen zeigt sich eben die Entfremdung des Menschen (und btw auch das Bambi-Syndrom). Kein Heuschreckenschwarm frißt "alles kahl", denn dann gäbe es keine Heuschrecken mehr. Heuschrecken fressen gerade so viel, daß ihre Futterpflanzen wieder regenerieren können, und genau dadurch erhält sich dann das Gleichgewicht: es gibt weder jemals zu viele Heuschrecken noch jemals zu viele Pflanzen. Ist bei jedem "Fressen und Gefressen werden" so.

    Und genau in dem Moment, wo Du sagst: der Mensch "gehört nicht zur Natur" hast Du das vergessen und verhältst Dich mit ziemlicher Sicherheit falsch, egal in welche Richtung. Würden Menschen keine Tiere fressen, fräßen die Tiere den Menschen die Pflanzen weg, und würden Menschen nur noch Pflanzen fressen, hätten bald die Tiere keinen Lebensraum mehr. Genau dieses Maß - nicht zu viel und nicht zu wenig - zeichnet den Job der Allesfresser in der Natur aus.

    Versuch doch mal, eine Woche lang so zu tun, als "gehörest Du nicht zur Natur".- wie und wovon willst Du dann leben?

    Und wenn Du tatsächlich der Ansicht bist (liest man hier ja öfter), daß der Mensch "der Natur nur schadet", dann setz Dich dafür ein, alle Menschen auszurotten, das wäre die einzig sinnvolle Konsequenz.

    Kommentar von Marcus99 Marcus99Marcus99

    Pecudis, ging der Beitrag gerade an mich? Weil mein Kommentar sollte an gansh gehen, weil er gemeint hat der Mensch gehöre nicht zur Natur.

    Kommentar von pecudis pecudispecudis

    Der kann sich da dann ne Scheibe abschneiden, daß isser gewöhnt ;-)

    Kommentar von Ody85 Ody85Ody85

    naja... wir werden es sicherlich bald geschafft haben mit dem "keine Natur mehr" ^^

    Kommentar von BlackRainbow666 BlackRainbow666BlackRainbow666

    Und der Markt reguliert sich selbst ...

  • 11
    Antwort von goodboy21 goodboy21

    Das kommt darauf, in welcher Hinsicht du diese Tiere auf einer Ebene mit den Menschen stellst. Grundsätzlich finde ich, dass Tiere allgemein mehr unsere Beachtung und Respekt verdient hätten. Ich würde jetzt aber nicht zwangsläufig Tiere mit den Menschen auf die gleiche Ebene stellen, in welcher Hinsicht auch immer. Außerdem unterschiede ich auch stark zwischen einzelne Tierarten. Ein Hund hat für mich persönlich viel weniger wert als eine Katze. Was nicht bedeuten soll, dass ich Hunde nicht mögen würde oder so *hüst*

     

    Kommentar von Kayahi KayahiKayahi

    Den Hund-Katze Vergleich kann ich nicht wirklich nachvollziehen, ehrlich gesagt, aber wenn man zum Beispiel Insekten mit Säugetieren vergleicht, dann gibt es da eindeutig einen Unterschied in der "Wertigkeit" und das ist auch gut so, schließlich würde ohne diese Wertunterschiede keine Nahrungskette funktionieren...

    Und was nun den Menschen angeht, so steht dieser bisher unübertroffen an der Spitze der Nahrungskette, trotzdem ist auch er ein Tier, was ich persönlich auch gar nicht schlimm finde...

  • 10
    Antwort von FrolleinSchulze FrolleinSchulze

    Du bist nicht unnormal - Du bist nicht unnormal - Du bist nicht unnormal

    und es ist gut wenn man so denkt.. Wir leben alle auf dieser Welt

    Wer keine Tiere mag, der ist auch nicht menschlicher (Mit)Gefühle fähig.

  • 10
    Antwort von Tadey Tadey

    Meiner Meinung nach sind Menschen auch Tiere.. ich weiß, dass viele Menschen als eigene Gattung sehen, aber das ist evolutionstechnisch völliger quatsch! Von daher bist du überhaupt nicht verrückt!! Es ist schön zu wissen, dass es soziale Menschen gibt, die sich um ihre Mit-Tiere gedanken machen. Man trifft unter anderen häufig auf leute, die irgendetwas ablehnen, vor allem wenn es die mehrheit ebenfalls ablehnt..so ist das eben (leider). Aber es gibt ja seit einigen Jahren eine ganz nette entwicklung..es gibt immer mehr vegetarier oder sogar veganger, auf tierhaltung wird mehr geachtet (bio-produkte boomen) usw.

    Denke auf keinen Fall, dass du verrückt bist nur weil du nicht mit dem Strom schwimmst, ok?!

    Kommentar von Kayahi KayahiKayahi

    Deine Meinung dass Menschen auch Tiere sind, ist keine Meinung, sondern Fakt. Wer das leugnet ist entweder religiös verblendet oder hat im Biologieunterricht nicht aufgepasst.

    Ich stimme dir also vollkommen zu.

  • 10
    Antwort von teuto47 teuto47

    Was ist an der Einstellung verrückt? Es sollte für JEDEN normal sein alle Lebewesen zu achten.

  • 10
    Antwort von HektorPedo HektorPedo

    Nein, Frettlein, das gehörte z.B. auch zu den mystischen Einsichten des Franziskus von Assisi, der den Mitkreaturen ja bekanntlich "sogar" predigte. Das ist doch gar nicht so weit hergeholt, zumal uns der gemeinsame Lebensodem, der Lebensfunke ja verbindet.

  • 9
    Antwort von Kuschelsack Kuschelsack

    Jeder Mensch sollte so empfinden, weil es absolut keinen Grund gibt, sich über andere Lebewesen zu stellen. Da besonders religiöse und/oder ungebildete Menschen dazu neigen, sich (absolut grundlos) irgendwie für was besseres zu halten, haben die meisten Tiere auf dem Planeten sehr schlechte Karten. 

    Immerhin empfinden die meisten Menschen schon andere "Menschenrassen" als gleichwertig. Das war leider nicht immer so.

    Kommentar von Kayahi KayahiKayahi

    Das sich andere "Menschenrassen" für gleichwertig halten ist leider noch immer nicht selbstverständlich...

  • 9
    Antwort von emaxba123 emaxba123

    Großen Respekt vor dieser Einstellung.

  • 8
    Antwort von baer1 baer1

    Deshalb bist du doch nicht verrückt. Der heilige Franz von Asissi kommunizierte mit Vögeln und anderen Tieren. Du hast einfach "nur" eine erweiterte Wahrnehmung.....nicht so beschränkt, wie die.meisten Menschen.

  • 6
    Antwort von Himmelsauge Himmelsauge

    Hallo Frettlein,

    nein, Du bist in keinster Weise verrückt.

    Tiere werden in unserem fortschrittlichen Zeitalter im Grundgesetz leider immer noch als Sache betitelt, allerdings ist es wissenschaftlich erwiesen, daß diese ebenfalls Empfindungen, Gefühle, Instinkte und Gedanken aufweisen; genau wie wir Menschen.

    Fast alle Tiere sind empfindungsfähige Wesen, sie haben ureigene Wahrnehmungen, Bedürfnisse, Gefühle und Interessen, viele von ihnen besitzen ein ausgeprägtes Sozialverhalten, einigen schreibt man einen hohen Grad an Intelligenz zu, anderen räumt man sogar Selbstbewusstsein ein.

    Delphine können bspw. trauern, Rattenfliegen bei Gefahr, Hunde können träumen, u.s.w.. Sogar Tintenfische sind in der Lage, Leckerchen aus einer geschlossenen Box herauszuholen. Käfer reiben sich minutenlang die Beinchen, wenn man ihnen Salzsäure daraufträufelt. Würden sie das machen, wenn sie keine Gefühle hätten?

    Nur weil wir Menschen sprechen, Häuser bauen und Autofahren können, heisst es nicht, dass wir über allem anderen stehen. Ohne die Tier- und Pflanzenwelt gäbe es uns überhaupt nicht. Daher sollte es für jeden menschlichen Bewohner dieses Planetens ein Selbstverständliches sein, vor allem den Tieren den nötigen Respekt entgegenzubringen.

    Wenn Darwin bspw. Recht hat, und es Merkmale wie Intelligenz oder Bewusstsein sind, die den moralischen Wert eines Lebewesens ausmachen, dann hat dies unmittelbare Konsequenzen für unseren Umgang mit den Tieren. Denn der Schutz, den Menschen geniessen, weil sie diese Merkmale besitzen, sollte entsprechend auch jenen Tieren zukommen, die sie ebenfalls aufweisen.

    Tiere haben ihre ganz eigene Welt. Wir müssen nur versuchen diese zu verstehen, zu begreifen und einfach mal ganz genau hinhören!

    Deine Einstellung ist sehr löblich, behalte sie Dir bei. Du scheinst erkannt zu haben, wie der Kreislauf der Natur funktioniert.

     

     

     

  • 6
    Antwort von cortijero cortijero

    normal ist es jedenfalls nicht. Es soll ja sogar Menschen geben, die Tiere über Menschen stellen. Da läuft aber etwas grundsätzlich falsch. Bei aller Tierliebe, sind immer noch die Menschen hauptsächlich. Tiere bereichern das Leben, sollten es aber nicht bestimmen.

    Kommentar von Kuschelsack KuschelsackKuschelsack

    Menschen sind Tiere. Und du bereicherst das Leben schonmal nicht mit so einer dummen Aussage.

    Kommentar von Ody85 Ody85Ody85

    es ist keine Dumme Aussage, sondern eine Meinung.

    Wer die Meinungen Anderer nicht akzeptiert sondern mit Dummheit abtut, der ist wirklich der Dumme.

    (Im Sinne von "Ich akzeptiere, dass du eine andere Meinung hast als ich")

    Kommentar von Kuschelsack KuschelsackKuschelsack

    Wenn eine Meinung besser ist als meine, mache ich sie nach reiflicher Überlegung zu meiner Meinung. Andernfalls wird sie niedergemacht. :)

    Du meinst also, die Meinung zu haben, die Erde sei eine Scheibe und Frauen sind wertlos und Kinder eignen sich als Sexobjekte, sei nicht dumm? Und du meinst, Meinungen müssen toleriert werden?

    Genausowenig kann ich tolerieren, dass sich irgendein Trockennasenaffe mit unterdurchschnittlicher Intelligenz zur Krone der Schöpfung aufschwingt und andere Tiere für eine nette Beilage hält.

    Kommentar von Ody85 Ody85Ody85

    Selbst wenn er sagt "Kuhscheiße schmeckt für mich nach Himbeereis mit Schlagsahne". Trotzdem ist das seine persönliche Meinung und auf die hat jeder ein Recht. Auch wenn sie für manche/viele/alle anderen für total verrückt oder dumm klingen mag.

    siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Pastafari

    Kommentar von Kuschelsack KuschelsackKuschelsack

    Natürlich hat jeder ein Recht auf seine Meinung, aber niemand hat die Pflicht, JEDE andere Meinungen zu tolerieren. So auch da oben passiert.

    Und was hat das jetzt mit dem Spaghettimonster zutun?

    Kommentar von lupfi lupfilupfi

    bravo !!

    Kommentar von Ody85 Ody85Ody85

    Recht auf eine Meinung heißt für mich, dass ich toleriere, dass andere Menschen andere Meinungen über etwas haben. Eigentlich muss man es sogar tolerieren (dulden), da mir eigentlich keine Möglichkeit einfällt, eine bestimmte Meinung zu unterbinden. meinungen sind Gedankengut und wie willst du das verhindern oder "löschen"?

    Tolerieren heißt nicht automatisch, dass du die Meinung auch bafürworten musst. (falls du das denkst)

    Kommentar von VoiceTalent VoiceTalentVoiceTalent

    Korrekt. Es besteht ein Unterschied zwischen Tolerieren und Akzeptieren. So schwer es mir bisweilen fällt, muss ich in einer demokratisch-freiheitlichen Gesellschaft andere Meinungen tolerieren (erdulden, ertragen), aber noch lange nicht akzeptieren (annehmen).

    Kommentar von Kuschelsack KuschelsackKuschelsack

    Das sehe ich absolut nicht so.

    Willst du, dass die Scharia in Deutschland das Grundgesetzt ersetzt? Oder dass sich die Leute aussuchen können, an welches Rechtssystem sie sich halten?

    Einige Ansichten sind schädlich für andere Lebewesen, deswegen dürfen sie nicht toleriert werden.

    Ich finde es gut, wenn Menschen unterschiedlicher Meinung sind, aber nur in einem aufgeklären, vernünftigen Rahmen, der bei "Lebewesen sind eine nette Beilage" schon laaaange überschritten wurde.

    Wohin soll es mit der Welt noch gehen? Das ist eine schwierige Frage, auf die ich auch keine Antwort habe.

    Man kann nur versuchen, gegen Unrecht anzugehen und, sollte das aussichtslos sein, dafür sorgen, dass man eine ganz hohe Mauer um sein Haus zieht, damit die Dummen von nebenan nicht rüberkommen.

    Vielleicht funktioniert die Welt auch nur so, wie es jetzt ist. Vielleicht werden wir niemals etwas dauerhaft ändern können.

    Kommentar von Ody85 Ody85Ody85

    was hat denn das jetzt mit gesetzen zu tun?!

    Ich habe nur gesagt, dass du die Gedanken anderer Menschen nicht stoppen kannst. Jeder darf denken, was er will! ...  oder wie willst du das reglementieren?? Außer du bringst sie um... und das solltest du vielleicht besser lassen ^^

    .

    Die Ansicht eines einzelnen Menschen ist verschwindend gering im vergleich zu allen anderen Menschen/Lebewesen. Wie kannst du glauben, dass deine Ansicht die beste ist? ^^

    In diesem Sinne: "Die Gedanken sind frei" *sing* ^^

    Kommentar von Kuschelsack KuschelsackKuschelsack

    Ach man, ich hab keine Lust mehr! :D

    Auch Gesetze spiegeln nur die Ansichten (der Mehrheit) der jeweiligen Gesellschaft wider. Es gibt genug Leute, die die Scharia als Gesetzestext ziemlich gut finden. Und es ist vielleicht nur Zufall, dass ich in Deutschland nicht gesteinigt werde, wenn ich mein Ehefrau betrüge.

    Warum meine Ansicht die beste ist? Ist sie nicht. Sie ist nur die beste, die ich zur Zeit habe. Aber ich ändere oder vervollständige meine Ansichten auch dauernd, weil ich halt doch noch ab und zu was lerne, was mich meine Ansichten überdenken lässt. Und weil das bei genügend Menschen nicht passiert, sehe ich mich im Recht, wenn ich versuche, gegen andere Ansichten vorzugehen.

    Und natürlich ist das alles nicht so einfach und GuteFrage.net auch nicht die Plattform, auf der man das diskutieren sollte. Der Gedanke ist frei, aber sobald er geäußert wird, muss er auch Kritik ausgesetzt werden. Und im Zweifelsfall muss er bekämpft werden.

    Du bist ja hoffentlich auch gegen Fremdenfeindlichkeit, aber welches Recht hast du, dagegen vorzugehen? Garkeins. Und trotzdem finde ich es richtig, dass man das tut.

    Es gibt leider kein absolutes Gut und Böse, deswegen müssen wir einfach versuchen uns so zu verhalten, dass wir nah an ein "Alle sind zufrieden" kommen. Und mittelalterliches Gedankengut ist dabei nicht hilfreich. Im Gegenteil. Deswegen ist es wichtig, dass man dagegen was tut, dass Menschen wie cortijero so denken, wie sie denken.

    Das Problem ist auch, dass jeder Bösewicht sich im Recht sieht. Ich habe also garkeine Möglichkeit zu überprüfen, ob ich der Böse oder der Gute bin.

     

    Kommentar von Ody85 Ody85Ody85

    du nervst echt ziemlich mit deiner Sharia ^^ Es gibt für jeden Standpunkt pro und Contra. Was ein intelligenter Mensch zuerst ausgiebig prüft. Was überwiegt ist eben zu entscheiden. Und zwar nicht von einer Person, sondern von vielen bzw "Der Allgemeinheit".

    Der Gedanke ist frei, aber sobald er geäußert wird, muss er auch Kritik ausgesetzt werden. Und im Zweifelsfall muss er bekämpft werden.

    Das ist komplett korrekt ^^ Darauf wollte ich doch nur hinaus. sobald er Geäußert wird, muss er sich den kritikern stellen. Aber wer sind diese Kritiker, die diesen Gedanken bewerten? In deinem Fall eine einzelne Person, nämlich du allein. Du bist sozusagen Polizist, Richter und "Vollstrecker" in einem. Und ich kann mir bei weitem nicht vorstellen, dass eine einzelne "Ansicht" (Standpunkt) unter 7 Milliarden dazu imstande ist.

     

    PS: Dein Kommentar vom Anfang mit der "dummen Aussage" ist sehr Einfältig. Das wollte ich ganz zu Anfang schon sagen :p

    Kommentar von gerolast01 gerolast01gerolast01

    Na dann ab in den Stall. Die Antwort war überhaupt nicht dumm, Kuschelsack!

    Kommentar von Kuschelsack KuschelsackKuschelsack

    Wieso war sie nicht dumm? Überzeug mich.

    Kommentar von cortijero cortijerocortijero

    Kuschelsack, solche Menschen wie du, sind viel zu dumm, als daß ich da eine Antwort geben werde. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man über dich lachen. Tiere auf eine Stufe mit Menschen zu stellen- wie krank muß man sein, um so zu denken!

    Kommentar von Kuschelsack KuschelsackKuschelsack

    Ähm.. ja. Ich lasse das einfach mal so stehen :)

  • 5
    Antwort von WetWilly WetWilly

    Also ich empfinde sozial hochentwickelte Tiere als Nahrung...

  • 4
    Antwort von BlackRainbow666 BlackRainbow666

    Völlig angemessene Ansicht für jemanden, der objektiv und respektvoll mit Anderen umgehen will.

  • 4
    Antwort von lupfi lupfi

    Respekt für Deine Einstellung ( die ich zu 100 % teile ) !!!

  • 4
    Antwort von charmingwolf charmingwolf

    Für ihren eigenen Bedarf bringen Tiere einer gewissen Intelligenz. Für was sollten sie sich für  Auto, Stromerzeugung … den Kopf zerbrechen. Bei manche Vögel ist ein Intelligenz von ein Kind von 3-4 Jahren festgestellt  worden .Ameisen die Pilzkultur Treiben, Anderen die sich selbst Sachen bei bringen. Es ist nicht das selber wie beim Mensch, wir haben ja auch so viel Unnötiges was uns differenziert

  • 3
    Antwort von EinHamsterx3 EinHamsterx3

    Gerade Heute hatte ich mit der Besten Freundin, meiner guten Freundin, einen streit darüber !! Sie meint das ein Menschen Leben vieeeel Mehr wert ist als ein Leben eines Tieres. Das sehe ich ganz anders. Jedes Leben steht für mich auf einer 'Ebene'.  Du bist also nicht verrückt ;D

  • 3
    Antwort von reiterbernd reiterbernd

    Das ist  keine gute Frage, gib dir nächstes mal mehr Mphe mein Bester

    Kommentar von aurata aurataaurata

    Joh, DU kennst dich mit guten Fragen aus *breitgrins

  • 3
    Antwort von Loetmann Loetmann

    Ich sehe es so, dass der Mensch sich Dinge herausnimmt, die kein Tier je wagen würde. Dieses Ausbeuten der Natur, ausrotten von Mitbewohnern (Tierarten) und dergleichen. Von daher sollte der Mensch mal schön den Ball flachhalten, meine ich.

    Habe mal irgendwann einen schönen Spruch gehört:

    Die Welt könnte wunderschön sein .... wenn der Mensch nicht wäre.

    Kommentar von Sirion79 Sirion79Sirion79

    Wenn der Mensch nicht wäre würde aber auch niemand auf den Gedanken kommen, dass die Welt wunderschön sein könnte!

    Kommentar von Loetmann LoetmannLoetmann

    Stimmt. Und Foren wie GF gäbe es auch nicht. Vielleicht noch nicht mal Internet.

    Kommentar von Ody85 Ody85Ody85

    oh nose! ^^

    Kommentar von Katerlinchen KaterlinchenKaterlinchen

    ohh wie furchtbar. es gäbe kein Internet!! Und keinen Krieg, keine Atomkatastrophen (Japan ist ein gutes Beispiel), keine Umweltverschmutzung, keine Massentierhaltung, und so weiter..

    Und wer sagt denn, dass sich die Tiere nicht auch denken können, dass die Welt wunderschön ist? Ist Sirion79 etwa der Meinung, dass Tiere nicht denken können? Dann tut mir dieser Mensch wirklich leid.

    Ach und nochwas. Der Mensch ist bloß ein Säugetier, dass sich eingeredet hat, was besseres zu sein als der Rest .

  • 3
    Antwort von Kayahi Kayahi

    Ich denke dass es natürlich Unterschiede gibt zwischen Hunden, Katzen, Vögeln und Menschen. Allerdings halte ich überhaupt nichts davon, dass Menschen sich oft für die großartigste Schöpfung halten und behaupten sie seien keine Säugetiere (was wir defakto nunmal sind) und dabei alle anderen Tiere abwerten als seien diese lästige Parasiten...

    Es gibt Momente, in denen kann mir der Kontakt zu einem anderen Tier sehr viel mehr geben, als der Kontakt zu einem Menschen.

    Ich halte dich also keineswegs für verrückt.

    Es ist nunmal schwer zu differenzieren, welches Lebewesen welche Wertigkeit haben sollte und warum und Jeder hat das Recht für sich eine andere Deffinition aufzustellen als die Allgemeinheit.

  • 3
    Antwort von gansh gansh

    der mensch hat ein bewusstsein und einen willen und ist aggressiv---ich bin,ich will.

    tiere handeln instinktiv nach mustern,die durch evolution angepasst werden.

    Kommentar von Kuschelsack KuschelsackKuschelsack

    Der Mensch handelt auch nur nach Mustern, die durch Evolution angepasst wurden. Ein (Selbst)Bewusstsein haben übrigens auch andere Lebewesen, da ist der Mensch nicht einzigartig.

    Kommentar von gansh ganshgansh

    wenn du mit "anderen lebewesen"TIERE meinst,die ein bewusstsein hätten,dann wären die 22 schweine heute morgen nicht auf den hänger gelaufen und aufm schlachthof wieder runter---die waren mir körperlich eindeutig überlegen.

    Kommentar von Ody85 Ody85Ody85

    Das ist so nicht (ganz) richtig: Erklär mir mal den evolutionären Sinn von Homosexualität oder Selbstmord.

    Das sind 100%ig keine durch Evolution angepassten Muster.

     

    "Der mensch handelt unter anderem nach Mustern"

    Kommentar von Kuschelsack KuschelsackKuschelsack

    Beides kommt auch im restlichen Tierreich vor. Die Anzahl von homosexuellen Individuen ist bei machen Spezies sogar deutlich höher als beim Menschen.

    Also sind es Verhaltensmuster, die entweder angeboren oder erlent wurden. Auf jeden Fall sind die Grundvorraussetzung für so ein Verhalten durch natürliche Selektion beeinflusst und bestimmt. Und wer sagt, dass Homosexuallität für eine Gruppe nicht auch ein Vorteil sein kann? In einigen Fällen lässt sich dieser Vorteil sicher nachweisen.

    Du musst dich mal von deinem begrenzten Horizont verabscheiden. Es gibt auch bei Menschen Kulturen, wo Männer zu "Frauen" erzogen werden, um Frauenarbeit in der Gemeinschaft zu übernehmen.

    Außerdem hat Selbstbewusstsein wenig mit tatsächlicher Intelligenz zutun. Woher soll nen Schwein wissen, was mit ihm passiert? Außerdem wurde es in den Hänger getrieben oder gelockt. Das ist das gleiche, wenn man nem Kind Süßigkeiten andreht, da kommt das auch mit zu fremden Leuten. Also haben Kinder jetzt kein Bewusstsein, nur weil sie irgendwo hin gelockt werden? Sind sie jetzt also genau so viel wert wie Schweine? Also nichts?

    Die Logik stinkt. Außerdem ist es mühsam, gegen euer falsches Halbwissen anzukämpfen. Das hier ist, nebenbei bemerkt, auch nicht die richtige Plattform für sowas.

    Kommentar von gansh ganshgansh

    bei"falschem halbwissen"fällt mir der Dr.landwirt ein,der durch sein phänomenales wissen regelrecht auffällt,aber praktisch wohl doch so seine schwierigkeiten hat,DIESES umzusetzen.

    Kommentar von Ody85 Ody85Ody85

    naja ^^ wenn einem die argumente ausgehen, behauptet man eben, dass der gegenüber keine Ahnung hat ^^ hättest natürlich auch mit Beispielen dagegenhalten können, anstatt mit behauptungen um dich zu werfen....

     

  • 3
    Antwort von Bomkracher Bomkracher

    Peter Singer ist Philosoph und Ethiker. Er sieht das auch so. Er denkt aber auch, dass geistig Behinderte keine Personen sind.

    Kommentar von Kuschelsack KuschelsackKuschelsack

    Streng genommen ähneln uns Menschen mit der Trisomie 21-Behinderung weniger als es Schimpansen tun.

  • 2
    Antwort von Katerlinchen Katerlinchen

    Der Mensch ist im Grunde auch nur ein Säugetier. Es ist nicht verrückt von dir. Menschen, die viel Umgang mit Tieren haben, wissen schon lange was Forscher noch nicht erkannt haben: Tiere haben Gefühle, empfinden Schmerz und Trauer ebenso wie wir. Sie entwickeln zuneigung und haben ebenfalls ein soziales Leben( zb. Herdentiere, Rangordnungen, usw.) . Zwichen Tieren können auch Freundschaften entstehen. Und Tiere sind uns in vieler Hinsicht weit vorraus. Sie beschrängen sich nicht auf unwichtiges, sondern agzeptieren uns Menschen so wie wir sind.

    Ich hatte mal ein Pflegepferd, dass auch zur Therapie eingesetzt wurde. Wenn ich ihn gestriegelt und gesattelt habe, hat er mit mir rumgealbert, nicht still gehalten, mir das Putzzeug geklaut und an mir rumgeknabbert. Aber wenn ein behindertes Kind ihn gestriegelt hat, dann stand er wie eine Statue da und hat sich nicht gerührt. Das Kind konnte mit seinem Rollstuhl sogar unter ihm durchfahren. Er hat den Unterschied gemerkt und er war immer so vorsichtig mit den Kindern. Tiere sind sehr schlaue und einfühlsamme Wesen und soviel menschlicher als wir es manchmal sind.

    PS: Ich nehme an, du bist aus diesem Grunde Vegetarier?

  • 2
    Antwort von yetilein yetilein

    wissenschaftlich erwiesen ist das hunde vom verstand eines kindes sind.da gibt es hochbegabte und dumme,schlaue und ganz liebe.wir unterschätzen die tiere total

  • 2
    Antwort von Sirion79 Sirion79

    Es kommt darauf an, in welcher Hinsicht Du sie mit dem Menschen auf einer Ebene siehst. Interlektuell? Wohl nicht. Mit demselben Recht auf Leben und Unversehrtheit? Der Ansicht kann man sein.

    Du solltest klären, welche Ebene Du überhaupt meinst. Jedes Lebewesen ist an seinen Lebensraum angepasst. Deswegen gibt es immer Bereiche, in denen das eine Lebewesen mehr kann als das Andere.

    Man kann aber den Menschen auf einer einzigartigen Ebene sehen, weil er seine Umwelt so manipulieren kann, dass er sich damit quasi an jeden Lebensraum anpassen kann bzw er sich seinen Lebensraum selber schafft.

    Also verrückter Außenseiter wärst Du, wenn Du glauben würdest, dass Vögel, Hunde und Katzen genausogut Matheaufgaben lösen wie Menschen ;-)

  • 2
    Antwort von Technikstreber Technikstreber

    >HaHa

     

  • 1
    Antwort von FredNeugierig FredNeugierig

    Das klinkt meiner Meinung nach schon ziemlich abgefahren! Du solltest auf jeden Fall mal mit einem Doc darüber reden!

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