Frage von Pingvino, 65

Bin ich um Poker süchtig?

Seit einigen Monaten habe ich ein großes Interesse an Poker. Am Anfang sah ich viele Videos und las viele Bücher, um Strategie zu lernen. Dann begann ich zu spielen auf einer Online-Poker-Website, und in einer Woche hatte ich einen Gewinn von 100 Euro gemacht. Ich fühlte mich bereit, Live-Poker zu versuchen. Allerdings hat das nicht genauso gut gegangen, in den letzten zwei Monaten habe ich 1000 € in den Casinos und Pokerclubs verloren.

Ich bin sehr vorsichtig mit meinem Geld. Ich benutze kein Geld, das ich für andere Dinge brauche, aber ich habe wenig für meine Freizeit, wenn die meiste meines "Freizeit-Geldes" auf dem Spieltisch verloren wird.

Glaubt ihr, dass ich Hilfe brauche? Poker ist ein lustiges Spiel, ich liebe es, aber ich wünschte, es war ohne Risiko. Das gibt mir ein Dilemma jedes Mal, wenn ich spielen will. Ein Teil von mir sagt, dass ich aufhören sollte, während der andere sagt, dass ich spielen sollte, wie es ist Geld, das ich verlieren kann und immer noch bequem sein.

Antwort
von Lupulus, 38

Zunächst mal: da hast du deine Fähigkeiten bzw. deine Fortschritte wohl deutlich überschätzt. Wenn du nach einer Woche (oder auch nach ein paar Wochen) bereits offline um nennenswerte Beträge spielst, hast du einfach keine Chance. Bleib zunächst mal beim Onlinespiel, und bitte auf den untersten Limits.

Such dir Infos zum Bankrollmanagement, bestimme dein eigenes, und halte dich daran.

Wenn du, nach einigen hunderttausend Händen (!), immer noch ein deutliches Plus machst, hat das dann eine gewisse Aussagekraft. Aber die Bankroll wird immer noch nicht für's Livespiel reichen.

Für's Live-Cashgame würde ich eine Bankroll von mindestens 3.000 BB anraten, also 30 Stacks à 100 BB. Bei 2€ also 6.000€, bei 5€ immerhin 15.000€. Damit kann man dann auch mal der Varianz auf längere Sicht Paroli bieten.

-----------------------

Ob du Hilfe brauchst, wage ich nicht zu beurteilen. Immerhin ist es wohl ein gutes Zeichen, dass du dir ernsthafte Gedanken machst. Dass du nur Geld an den Tisch bringst, das du nicht zum Leben brauchst, ist sehr gut und absolut überlebenswichtig. Sollte sich das jemals ändern, ist der Absturz vorprogrammiert.

Kommentar von Pingvino ,

6000€? Das ist Wahnsinn! Ich habe nur einmal im Live-Cashgame gespielt. Das war in der 1/2€ mit 100€ (der Minimum), aber es war fast unmöglich zu spielen, wenn die anderen Leute am Tisch hatten 500€ oder mehr. Wenn ich live spiele, spiele ich in Turniere, wie das Risiko ist geringer und jeder beginnt zu gleichen Bedingungen, aber ich habe noch nicht einmal ITM beendet.

Kommentar von Lupulus ,

6.000€ Bankroll heisst nicht, dass du die auf den Tisch legen sollst.
Bankroll ist das Geld, das du zum Spielen zur Verfügung hast. Und das dir hilft, auch mal längere Durststrecken zu überstehen. Man spielt sinnvollerweise mit 100 BB. Und nach 3 Stacks Minus würde ich den Abend beenden.

Antwort
von Ninawendt0815, 21

nee wieso Pokersüchtig;-), wenn du aber über deiner Verhältnisse spielst könnte es zu Problem führen.

Sachpreisturniere sind auch recht lustig und man mit wenig geld verdammt viel Spaß haben.......

Setzt dir ein Limit und dann sollte alle gut sein

Antwort
von Vrilya, 38

Ich würde es lassen, ich habe selbst auch 30€ verzockt 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community