johmarie am 30.08.2009 um 1:28 Uhr
ich las gerade eben im spiegel nr.31, in einem artikel bei dem biedenkopf interviewt wurde, dass die meisten menschen nach wirtschaftswachstum streben um besser leben zu könne. ich persönlich strebe nicht nach wirtschaftswachstum. bin ich normal oder stimmt was nicht mit einem wenn man nicht nach wachstum strebt???
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was du da gelesen hast, ist Manipulation reinsten Wassers. Wir SOLLEN nach Wirtschaftswachstum streben und somit die Interessen der Industriellen zu unseren eigenen machen. Ich finde es durchaus nicht normal nach Wirtschaftswachstum zu s´treben, unbegrenztes Wachstum ist ein Ding der Unmöglichkeit und macht außerdem die Erde kaputt. Jeder logisch denkenede Mensch kann nur gegen Wachstum und für ein vernünftiges Hantieren mit dem Vorhandenen sein. Nur wir sollen hier manipuliert werden, Wirtschaftswachstum als der größte Götze dieser Zeit, dem wir alles zu opfern haben, auch die sozialen Errungenschaften dieses Staates. Mich würde nicht wunderm, wenn sie demnächst fordern, dass wir alle umsonst arbeiten, da es ja sonst kein Wirtschaftswachstum gäbe. Bei Arbeitlosigkeit wäre es vernünftig, die vorhandene Arbeit aufzuteilen und Arbeitszeiten zu verkürzen. Was tun sie? sie verlängern Arbeitszeiten. In einem kapitalistisch aufgebauten Staat wäre es logisch Branchen die schlecht gewirtschaftet haben, betrogen und belogen haben, auch pleite gehen zu lassen, wenn sie pleite sind. Nicht bei uns, banken und Autokonzernen werden Steuergelder hinten rein geschoben. Was ist denn daran normal? Jeder "normal" also logisch denkenede Mensch kann icth für Wirtschaftswachstum sein, jedem logisch denkenden Menschen wäre klar, dass unbegrenztes wachstum ein Ding der Unmöglichkeit ist, nur dass unsere Politiker und Medienmacher leider nicht logisch denken....

Eines der Dinge, mit denen ich mich noch nie identifizieren konnte ist, dass unsere Wirtschaft und die Weltwirtschaft nur auf Wachstum ausgelegt sind. Immer heißt, es, je mehr Wirtschaftswachstum, desto besser und um Himmels willen keine Rezession. Aber unsere Erde, unser Lebensraum, unsere Ressourcen wachsen ja auch nicht, das heißt, ständiges Wachstum muss also in eine schwere Krise führen. Und sehr weit sind wir davon auch nicht mehr entfernt. Wenn Du, Johmarie, also nicht nach Wachstum strebst, halte ich das für eine extrem gesunde Einstellung!! Tolle Frage!!
ich bin mit den vorrednern einig: wirtschaftswachstum macht nicht glücklicher! nicht mal die paar Reichen, die davon wirklich profitieren! und ausserdem: unser armer, einziger, kostbarer, missbrauchter planet wächst NICHT!!! darum kann ihn nur eines retten- ende des wirtscchaftswachstums, stattdessen persönlichkeitsentwicklung für alle...
Zu allererst: Es ist nichts per se schlechtes, nicht normal zu sein. Leute wie Jesus, Mahatma Gandhi, Franz von Assisi, Martin Luther King usw. waren ja auch nicht normal.
Davon abgesehen strebe ich dort nach Wachstum, wo es dem Wohlergehen des Menschen förderlich ist. Das trifft auf Wirtschaftsbereiche wie die Militärindustrie oder Menschenhandel nicht zu. Das Hauptproblem aber ist ein nicht nachhaltiges Wachstum, also ein solches, das auf die Dauer nicht aufrechtzuerhalten ist und darum irgendwann in sich zusammenbrechen muss, wenn man es weiter vorantreibt. An sich ist das ganz einfach zu verstehen: Wenn ich aus einem See jedes Jahr mehr Fische fische, als geboren werden, hat sich meine Fischerei irgendwann zu Tode gewachsen. Da die heutige Wirtschaft längst die Nachhaltigkeitsgrenze übetrschritten hat (Überfischung, Rückgang des tropischen Regenwalds seien als offensichtliche Beispiele aufgeführt) trete ich eindeutig dafür ein, Wachstum endlich als ein Nicht-Allheilmittel zu begreifen und nach Alternativen zu suchen, einen hinreichend hohen Lebensstandard zu sichern, ohne auf ständiges Wachstum angewiesen zu sein.
Also: Wachstum dessen, was dem Menschen dient, innerhalb der Grenzen der Nachhaltigkeit: Ja. Alles weitere: Nein.

"Wirtschaftswachstum" ist für sich genommen, weder "gut" noch "schlecht". Das wird es erst durch die subjektive Bewertung.
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Mir ist wichtig, daß Wirtschaftswachstum in der zivilisierten Gesellschaft eine eigene Dynamik bekommen hat, die nicht mehr hauptsächlich den Menschen und der Mit-Menschlichkeit dient. Politik und Wirtschaft, auch Verbände und Organisationen und die meisten Individuen stellen die materiellen Vorteile in den Vordergrund - anstatt das wahrhaft Menschliche.
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Die allermeisten Menschen glauben, daß ihnen mehr Geld auch mehr "Glücklichsein" bringt - aber das ist ein Irrtum. Geld und Glücklichsein sind VÖLLIG UNABHÄNGIG voneinander!
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Geld und materielle Dinge bringen möglicherweise mehr Komfort, Erleichterungen, Urlaub, Auto, Wochenendhaus und was es alles gibt. Aber es gibt eben auch reiche Leute, die unglücklich sind! Denn Glücklichsein ist ein BEWUSSTSEIN und das ist eine völlig andere Ebene! Zum Glücklichsein muß man sich ENTSCHEIDEN. Das hat mit einer bestimmten geistigen Haltung und Einstellung zum Leben zu tun - und nicht mit der Stellung, dem Einkommen und was man sich alles leisten - oder nicht leisten - kann.
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Ich strebe nach Wachstum. Aber nicht meines Einkommens oder Vermögens oder sonstiger materieller Güter, sondern ich strebte die letzten 20 Jahre nach ganzheitlichem Wachstum meines Bewußtseins, nach Persönlichkeits- bzw. Selbst-Entwicklung.
Ich bin Frührentner und muß mit ca. einem Drittel des Geldes auskommen - aber ich darf mich seit einigen Jahren einen bedingungslos glücklichen Menschen nennen.
Siehe meine GF-Tipps.

Du fragst, ob du normal bist! Vielleicht bist du für die meisten Menschen wirklich nicht normal, weil sie nach immer mehr äußerlichen Dingen streben! Für mich bist du durchaus normal, weil ich erkannt habe, daß das innere Wachstum viel wichtiger ist, als immer mehr äußere Dinge zu besitzen. Wahrscheinlich geht es uns äußerlich alle viel zu gut, wenn als Vergleich die armen Länder herangezogen werden, wo die Menschen noch nicht einmal genug zu essen haben.
Wer die weltweite Wirtschaftentwicklung durchschaut, der wird sowieso nicht an Wachstum glauben können. Bherka

Das Ganze mit dem "Wachstum" ist doch ein Schwachsinn! Als das Wachstum aufhörte, gab es ein Null-Wachstum, das geht ja noch, aber jetzt gibt es ein "Minus-Wachstum" - das ist ja so absolut lächerlich, dass man sich fragt, wie gehirngewaschen man sein muss, um das alles nachzubabbeln! Das ganze Wachstums-Gebabbel wird gebetsmühlenartig zu einer Ersatz-Religion hochstilisiert!
sehr gut formuliert, so sehe ich das auch, in den Medien findet eh nur noch Gehirnwäsche statt.
jeder macht aus seinem Leben was er möchte
Wachstum ist nicht der richtige Weg, wie man eigentlich schon ein paar Jahrzehnte gut sehen kann.
Realito am 30. August 2009 01:37 aber das verstehen viele nicht.
weil sie von den Medien und Politikern massiv manipuliert werden und nie gelernt haben selbst zu denken.
Realito am 31. August 2009 11:54 Da hast du vollkommen recht. Aber um 1+1 zusammenzuzählen, dafür braucht man normalerweise nicht grossartig Intelligent zu sein. :o)

Bin mit meiner Größe zufrieden.Brauch keinen Wachstum

Jaaaa, das ist lustig. was soll der typ sonnst sagen. Er kennt es nicht anders. Wie abgehooooben und nicht bereit zur landung. :o) ...Johmarie, du bist total normal. :o)
Glück und Zufriedenheit kann man sich nicht kaufen, das Auskommen muss gesichert sein aber immer mehr ??? Für mich nicht wichtig.
heureka47 am 30. August 2009 02:31 Womit "bergauf"? Mit Komfort, Luxus - und gleichzeitig Verlust an Seelenfrieden und wahrem Glücklichsein? Das kann für Geld nicht kaufen!
> dass die meisten menschen nach wirtschaftswachstum streben um besser leben zu könne. ich persönlich strebe nicht nach wirtschaftswachstum.<
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Ich strebe schon nach einem gewissen Wohlstand um besser leben zu können.
Komisch daß hier keiner zugibt, daß er sich nach einem gewissen Wohlstand sehnt.
Komisch auch, daß trotzdem dauernd über die Krise gemeckert wird - bei der dummerweise das Wohlstandsniveau etwas sinkt.
Am komischten, daß die lautesten Meckerer, nun behaupten, überhaupt nicht an Geld, Wohlstand etc. interssiert zu sein.

Augentlich eine saublöde formulierung oder? Man strebt für sich ja nicht nach Wirtschaftswachstum, sondern schaut halt, dass man einen guten Job bekommt der möglichst spaß macht und genug Kohle einbringt, um sich und seine Familie zu versorgen und sich auch mal was leisten zu können. Insgesamt über die Bevölkerung gesehen erhält man halt Wachstum, wenn alle fleißig sind. Muss ja auch so sein, denn die Anzahl Menschen auf unserer Erde steigt an, und bei mehr Bürgern in jedem Land braucht es eben auch mehr Arbeitsplätze und gleichzeitig ja auch mehr Güter wie Nahrung, Kleidung usw.
Irgendwann wird halt mal physikalisch die Grenze erreicht sein, kein Platz mehr für weitere Felder, weitere Büros und Fabriken, weitere Wohnungen. dann wird es wohl wieder große Kriege geben.
im Übrigen: Klasse Frage!!!

wieso sollts du nicht normal sein wenn du halt anderer ansicht bist???

andere dinge sind mir wichtiger !

heureka47 am 30. August 2009 02:28 Aber derweil geht es mit der geistigen, sozialen, mitmenschlichen Entwicklung bergab!

Frage ist gut! Bitte genauere Möglichkeiten angeben!
johmarie am 30. August 2009 01:32 zum beispiel? was für möglichkeiten meinst du - lösungen für die politische krise oder antwortsoptionen?
johmarie am 30. August 2009 01:34 man muss eine politikumfrage schon als persönliches problem verkleiden, damit sie nicht gelöscht wird.
Rudi2009 am 30. August 2009 02:00 Ich muß Arbeiten um Geld zu verdienen, bin ich krank, verdiene ich nichts! Solche Verträge gibt es (Honorarvertrag). Bei soetwas mußt du nach Wachstum streben, sonst kannst du Preiserhöhungen gar nicht auffangen!

Ich kann nicht nach Wachstumstreben, da ich nicht im produktiven Bereich tätig bin. Und daran die Normalität eines Menschen auszumachen ist schon ein bisschen anmaßend.
johmarie am 30. August 2009 17:14 nun hätte ja sein können, dass du trotzdem die wirtschaftslage gespannt verfolgst rein aus interesse. weil betreffen tut es schon die meisten (vielleicht nicht den der ohne stom auf ner alm wohnt) ohne dass mans direkt merkt.
Virginia47 am 30. August 2009 17:18 Das mache ich. Und ich denke auch, dass ich genügend kaufe, um den Konsum anzukurbeln g


Wenn es so bleibt wie es ist, ist es gut.
Bravo!!!