Bin ich selbst Schuld an meiner manischen Depression?

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11 Antworten

Also erstmal will ich sagen, ich bin kein Psychologe und hatte nie selbst Depressionen, jedoch hab ich ein kleines (aber dennoch überdurchschnittliches Wissen über Psychologie), nicht das ich prahlen will, ich will dir nur ne kleine Sicherheit geben.

Als erstes muss ich sagen, an Depressionen ist man nicht schuld, das ist eine Krankheit, die kommt und durch Hilfe einer Fachkraft wieder gehen kann. Ich will auch nicht die Therapeutin in Frage stellen, sie muss wissen was sie sagt, jedoch wirkt das etwas auf mich als rede sie deine Situation runter. Klar ist jeder für sein Glück selbst verantwortlich, aber nicht bei einer Depression.

Als Rat kann ich dkr geben, versuch es mal bei nem Psychologen und wenn er eine manische Depression diagnostiziert, wird er dir helfen, davon los zu kommen. Um noch mal eine Geschichte von mir da zu lassen, ich war jahrelang selbst oft sehr traurig nur bei mir war es keine Depression (deine Situation klingt so wie ich las schlimmer als meine!) ich habe jetzt neulich das "Law of attraction" kennen gelernt, ich habe gelesen, das es sehr vielen Menschen, ein neues (besseres) Leben gebracht hat. Ich weiß nicht, vielleicht willst du dich da ja mal rein lesen, es ist echt sehr interessant. Ich hoffe ich konnte etwasnwenigstens helfen, gruß Phoenix =)

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An den eigenen Grundstimmungen ist man seltenst Schuld, denn sie stellen sich ganz einfach ein, können nur wenig oder garnicht beeinflußt werden, ohne spezielle Hilfe on Außen oder gezieltem spezifischen Entgegensteuern.

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Du bist definitiv nicht Schuld das du unter dieser Krankheit leidest. :) 

"Sie sagt, ich sei selbst Schuld, wenn ich meine Depression triumphieren lasse. Sie sagt ich soll trotz dieser Gedanken weiter machen, egal wie lustlos und antriebslos ich bin. Andere mit dieser Krankheit schaffen das ja auch. Ich bin Schuld, wenn ich mich diesen Gedanken hingebe. Medikamente hält sie für eine Flucht, sie sagt, wenn ich Medikation einnehme gebe ich die Verantwortung ab, ich soll lernen selbst damit klar zu kommen.

Ich weiß nur nicht, wie ich das anstellen soll. Ich habe das Gefühl, sie weiß nicht, wie das ist."

Ich vermute mal das du die einzige bist, die eine Depression hat, bei deiner Familiengelferin. Gerade manische Depressionen (klingt zumindest für mich so) ist das ganze noch einmal viel komplexer als "nur" die normale Depressionen zu haben. 

Sicher muss man, lernen mit seinen Depressionen um zugehen Aber das geht nicht von heute auf morgen. Dazu braucht man Hilfe. Wenn Sie will das du weiter machst, dann Soll sie dir auch erklären wie du das alles mit einer Depri Phase anstellen sollst. Wenn sie nicht bereit ist dir zu helfen, dich nicht ernst nimmt oder dir nicht zuhört. Das sind für mich die wichtigsten Eigenschaften die eine Betreuerin haben sollte, gerade bei Depressionen ist sowas ungemein wichtig, würde ich mal überlegen ob du nicht jemand anderes möchtest. 

"Bin ich selbst Schuld? Was kann ich machen? Einfach trotz negativer Gedanken weiter machen? Wie kann ich lernen mich zu konzentrieren und das abzustellen? Es macht mein Leben kaputt."

Wie gesagt, ohne Hilfe kommt man da nur sehr schwer raus bzw. man lernt es erst gar nicht, wie man sich in einer solchen  Phase verhalten soll. Ohne Hilfe, egal wie sie aussehen mag ob Freunde, Familie oder Betreuer. Dann sollte man überlegen wie dir geholfen werden kann einfach zu sagen "Mach einfach weiter." "So schlimm kann es doch nicht sein." etc. hilft niemandem. 

Ich hab selber noch nichts gefunden was mir wirklich hilft, bekam die Diagnose vor sechs Jahren. Jede Phase ist zudem auch immer anders. Man kennt den Grund, warum man gerade wieder eine Depri Phase hat. Man hat absolut keine Ahnung. Man will niemanden sehen, hören, schreiben. Dann kommt es immer noch auf die schwere der geraden Phase an. Es gibt da echt vieles was man überlegen muss, angefangen von den Personen denen du Vertraust das sind dann auch deine "Helfer" 

"War auch schon bei mehreren Therapeuten, sie empfinden Medikation als nicht sinnvoll und sagen auch, ich muss das selbst lernen. Allerdings ist auch keine bipolare Störung diagnostiziert, es ist nur eine Vermutung meinerseits. Bin 17"

Hast du sie mal gefragt, wie du das anstellen sollst? Hast du denen das mal erklärt, wie das für dich ist? Wenn der Therapeut dir nicht zuhört, dir nicht helfen will, dann such dir jemand anderen. So ne Suche kann ziemlich lange dauern, es lohnt sich aber. Ist wie bei der Suchenach einer geeigneten Betreuerin für einen selber. Überleg dir was du brauchst, ob du lieber jemanden hast mit denen du plaudern kannst, über alles mögliche oder ob du jemanden brauchst der dich antreibt. Oder ob du, wie bei mir, der/die von jedem etwas hat. 

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Du bist der einzige, der es beenden kann! Es findet alles nur in deinem Kopf statt (bei den meisten) !!! Nur in deinem Kopf! Du kannst alles beenden, wenn du dich anstrengengst! Du hast nur ein Leben! Ein einziges... Nutze es sinnvoll!!! Wenn du so tief bist, dass du es nicht mehr aushälst fahr weg... Nimm dir frei und fahr ans Meer... Bleib dort mehr als ein paar Tage, ohne Technik, ohne Begleiter, ohne Plan! Wach morgens auf und denk nach was du willst... Auf was hast du Lust? Baden? Geh baden! Kino? Geh ins Kino! Mach worauf du Lust hast, sei dankbar und freu dich über das was du tust und hast... PS: schreib dir jeden Tag auf was dich heute glücklich gemacht hat (sei es auch "nur" ein Dach über dem Kopf!)

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Wer nicht selbst schon mal unter Depressionen gelitten hat oder selbst noch darunter leidet, der kann sich da nicht rein versetzen! Das ist einfach Fakt! Ich mein nicht mal die Betroffenen können wirklich sagen weshalb sie so dermaßen down sind. 

Wenn man lernt damit umzugehen sind die Depressionen ja dennoch nicht weg. Bei mir ist es vielleicht nicht so schlimm wie bei dir. Ich gehe trotzdem arbeiten und tu halt was wirklich gemacht werden muss...dadurch geht es mir halt trotzdem nicht besser. 
"Du musst selbst lernen damit umzugehen" ist meiner Meinung nach eine Aussage von jemandem der sich halt nicht hineinversetzten kann. 

Jeder der Depressionen hat wird irgendwann einmal an dem Punkt sein wo er die Schnauze voll hat und mit aller Macht versucht dagegen anzukämpfen. Aber so funktioniert das halt nicht. 
Ergebnis davon ist dann vielleicht maximal die Maske die man sich aufs Gesicht setzt um für andere normal zu wirken. 

Such dir einen ordentlichen Psychiater oder sowas. Die sollten sich doch mit sowas auskennen. 
Du bist 17....ich habe oft das Gefühl als würde solche Sachen bei Menschen in deinem alter, oder gerade noch bei jüngeren, nicht ernst genommen werden weil sie der Meinung sind das es nur eine Phase ist -.- 

Ich hoffé du findest hilfe :( 

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Hallo Tualisi,

ich denke du solltest mal zu einem Facharzt (= Psychiater/in) gehen und dich mal untersuchen lassen. Der kann dann auch nachschauen, ob deine Stimmungsschwankungen eine körperliche Ursache haben oder nicht.
Ansonsten wird dir ein guter Facharzt auch dabei helfen die richtigen Medikamente für dich zu finden.
Ob du tatsächlich eine bipolare Störung hast oder nicht, dass kann ich dir nicht sagen. Du hast aber geschrieben, dass bei dir bereits "extreme depressive Verstimmungen" diagnostiziert wurden. Meine Frage wäre nun, wer hat sie diagnostiziert? Wurden sie stationär oder aber medikamentös behandelt?  Oder hat dir das deine dämliche Familienhelferin gesagt?

Ich leide selbst unter bipolaren Störungen und kann dir  versichern, dass man sich Depressionen oder Manien nicht einfach wegdenken kann. Es ist richtig, dass man diesen Phasen in einem gewissen Maße vorbeugen kann, etwa durch einen geregelten Tagesablauf, den Verzicht auf Alkohol und die weitestgehende Vermeidung von Stress. Aber auch diese präventiven Maßnahmen bieten letztendlich keinen hundertprozentigen Schutz.
Nur weil deine Familienhelferin mal ihren Hamster verloren hat oder mal mit einem Jungen Händchen haltend durch den Park gewackelt ist, sollte sie sich nicht anmaßen zu wissen, wie sich eine bipolare Depression oder eine Manie anfühlt und wie sie sich in den Griff bekommen lässt.

Also mein 1. Rat: Mach einen Termin beim Facharzt.
Mein 2. Rat: Drück deiner Familienhelferin mal ein Tütchen Kokain in die Hand und sag ihr, dass du gerne mal sehen willst wie gut sie sich nach dem Tütchen noch selbst unter Kontrolle halten kann und ob sie glaubt, dass sie  sich die Wirkung einfach wegdenken kann.

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Ich habe auch den Eindruck, dass sie keinen Plan davon hat bzw. nicht weiß, wie es so ist. Du bist sicherlich nicht daran schuld, das ist Quatsch, was sie da behauptet. Du solltest es vielleicht mit einer anderen Therapeutin versuchen, mit der du besser klar kommst und die dich auch besser versteht.

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An einer Depression trägt man nie die Alleinschuld. 

Das ist das, was am schwersten zu begreifen ist. Meist sind Freunde und Verwandte der Auslöser einer Depri. 


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Kommentar von Tualisi
20.04.2016, 11:26

Ja, ich meine nicht an sich, dass es mir schlecht geht, das meint sie zwar auch, aber ich bin Schuld, wenn ich dann einfach aufhöre mit dem, was ich mache. Sie sagt, auch wenn mein Kopf mir sagt, dass es nichts bringt, wenn ich weiter mache oder, dass ich es nicht darf, soll ich es trotzdem tun, weil ich weiß, dass ich eigentlich muss. 
Niemand wird mir helfen können, außer mir selbst.

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Eigentlich sollte Dir ein Therapeut Deine Diagnose sagen können. Und an Medikamente wollen sie nicht ran, weil sie als Psychotherapeuten in der Regel keine Ärzte sind und keine verschreiben dürfen. Vielleicht solltest du doch einmal zu einem Facharzt für Psychiatrie gehen.

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Sie sagt, ich sei selbst Schuld, wenn ich meine Depression triumphieren lasse.

Sie ist auf jeden Fall Mitschuld, dass du dich schuldig fühlst. Sie ist quasi an deinen Depressionen schuld.

Lass dich nicht auf Schulddiskussionen ein, sondern versuch einen Weg zu finden, deine Situation zu verbessern.

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Ich habe nur den ersten Satz gelesen. Du denkst manisch depressiv zu sein....Konsultiere einen Arzt der stellt die Diagnose

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