Bin ich schuldig oder im Recht?

... komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Die Rücksendekosten hat der Verbraucher zu tragen. Du wärst im Unrecht, wenn es sich um eine normale Rückgabe handelte.

http://www.shopbetreiber-blog.de/2014/02/07/verbraucherrechterichtlinie-hinsendekosten-ruecksendekosten/

Allerdings gilt das für das normale Rückgaberecht.

Was du beschreibst, ist offenbar ein Mangel. Da dürfte es anders aussehen.

Das wird sich dann ja klären. Ich denke, du bist im Recht. Hab's geändert oben, sorry.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von mausell94
23.03.2016, 22:22

Auch wenn die AGB's der Plattform es anderes sagen? Was kommt denn dann auf mich zu?

0
Kommentar von mausell94
23.03.2016, 22:26

"Tritt ein Umstand ein, der den Käufer dazu berechtigen
würde, den gezahlten Kaufpreis sowie die Versandkosten zurückzufordern,
insbesondere weil der Verkäufer den Artikel nicht versendet oder der Artikel
erheblich von der Beschreibung und/oder der Darstellung auf der Plattform
abweicht, ist ausschließlich der Verkäufer verantwortlich."

1
Kommentar von mausell94
23.03.2016, 22:38

Zählen die AGB'S "vor Gericht" oder nur das Gesetz?

Weißt du was auf mich zukommen würde, wenn die Polizei mir Unrecht geben würde?

0

Warenkreditbetrug ist das auf keinen Fall. Du hättest zu irgendeinem Zeitpunkt die Absicht (!) haben müssen, sie zu täuschen, UND sie dazu zu veranlassen, etwas zu tun, was für sie wirtschaftlich schädlich ist, und was für Dich einen gleichen Vorteil darstellt.

Da Du diese Hose nicht behalten wolltest, ist dies nach Deiner Schilderung ausgeschlossen.

Diese Androhung strafrechtlicher Konsequenzen ist reine Schaumschlägerei.

Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, mache folgendes:

(1) Sichere ab jetzt alle Dir zugänglichen Beweise (jede Korrespondenz). Sichere auch den Zustand der Hose per Fotobeweis plus Zeugen.

(2) Telefoniere in dieser Sache nicht mit ihr!

(3) Kündige ihr schriftlich an, dass Du die Hose in einem unfreien Paket an sie senden wirst, wenn sie nicht bis zum 29. März 2016 eine andere für Dich kostenfreie Versandmöglichkeit benennt. Benenne - wenn das möglich ist - zugleich eine genaue Adresse, unter der sie die Hose auch an Deinem Wohnort bis zum 31. März 2016 abholen kann (Uhrzeiten der Erreichbarkeit angeben). Der Wunsch einer persönlichen Abholung wäre dann spätestens bis zum 29. März 2016 zu äußern.

(4) Sende das unfreie (also nicht frankierte) Paket an ihre Adresse am 30. März ab, wenn sie keine kostenfreie Versandmöglichkeit benannt bzw. eine Abholung angekündigt hat. Sichere einen Zeugen, der ganz sicher bezeugen kann, dass Du nicht nur einen leeren Karton verschickt hast. Er sollte Dich bis zur Post hin begleiten und zuvor gesehen haben, was im Paket ist - am besten macht er mit seinem eigenen Smartphone ein Foto von dem, was Du in das Paket legst (damit klar ist, dass es dieselbe Hose ist).

(5) Wenn es danach noch Ärger gibt, stelle am besten noch einmal eine neue Frage und schildere die aktuelle Sachlage. Kaum ein Anwalt wird Dich in einer 15€-Sache so gerne vertreten. Du könntest dann aber ggfs. einen Mahnbescheid beantragen.

(6) Und nochmals: Das wichtigste ist die Beweissicherung!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von mausell94
23.03.2016, 23:36

Erst mal - vielen, lieben Dank für die ausführliche Antwort. :-)

Einen Zeugen habe ich und Fotos habe ich damals auch sofort gemacht und ihr auch zugeschickt.

Das Problem ist, dass ich auf der Plattform blockiert bin - da sie mich gemeldet hat und mir auch nicht mehr antwortet.

0

Du bist im Recht! Die Kosten der Rücksendung hättest Du nur bei einem Widerruf tragen müssen. Bei einer Reklamation hat der Verkäufer Dich finanziell so zu stellen, als ob Du nie gekauft hättest. Natürlich muss er Dir den Rückversand bezahlen.
Lass Dich nicht einschüchtern, denn Du bist im Recht. Auf der Plattform kann sie Dich nicht sperren, nur in ihrem eigenen Account. Und ich denke, dass Du sowieso keinen Wert drauf legst, künftig weitere Geschäfte mit ihr zu machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von mausell94
23.03.2016, 22:30

Mein Problem ist auch, dass sie behauptet die Flecken seien nicht von ihr.

Ich habe für die Schäden aber einen Zeugen, der auch gesehen hat das die Flecken und co. nicht von mir kommen können, sondern gleich beim öffnen des Päckchen da waren.

Kann mir das helfen?

0
Kommentar von AalFred2
24.03.2016, 11:57

Ja, der Verkäufer muss den Rückversand erstatten, aber nicht vorab überweisen.

0

Sollte ich ohne Anwalt eine Aussage tätigen? Einen Anwalt kann ich mir nicht leisten :(

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Reines Zivilrecht, welcher Polizist nimmt denn da eine Anzeige auf?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von mausell94
24.03.2016, 19:50

Was meinst du damit?

0

War das ein Privatverkauf oder gewerblich? Das könnte einen Unterschied ausmachen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von mausell94
23.03.2016, 22:27

Privat

0
Kommentar von dresanne
23.03.2016, 22:27

Nein, das macht in diesem Fall keinen Unterschied - und welchen?

1
Kommentar von mausell94
23.03.2016, 22:35

Was macht es denn für einen Unterschied?

0