Frage von MeinNameBorat, 59

bin ich schuld w3ü?

Hallo. Kurze Details. wollte vom Parkplatz in den fließenden Verker, war angeschnallt, hab schulterblick u spiegel geguckt. habe das auto gesehen, da es weit entfernt war bin ich auf den rechten Fahrstreifen. Da ich etwas zu wenig gas beim anfahren betätig habe war ich langsam dennoch schon im verkehr drinne bin c.a 5 meter gefahren. das auto ist mit voller Wucht hinten rein und ich dann in ein3m parkenden Bus. anhand der zerstörung sieht man das das auto mit schneller geschwindigkeit angekommen ist er hat nicht mal versucht zu bremsen, er hätte micch von weiten sehen müssen auserdem war die ganze linke spur frei ! dies geschah vor meinee Haustür, der Fahrer wurde veelezut. nach den polizisten zu beurteilen bin ich schuld aber wieso ????????? habe angst wegen mein führerschein habe den mit mühe und not gemacht. habe fahrerlaubnis mit Begleitendes Fahren.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Blacklight030, 54

Begleitetes Fahren? Dann hast Du einen Zeugen...die überhöhte Geschwindigkeit gegen die Vorfahrt...ich denke das ist echt für den Anwalt geeignet, denn es bleibt zu vermitteln, dass ein Treffer bei einer normalen missachteten Vorfahrt nicht sauber von hinten kommt...es muß bewiesen werden, dass die Geschwindigkeit zu hoch war und es nur darum zum Unfall kam. Erst mal bedeutet der Vorwurf Missachtung der Vorfahrt

Kommentar von MeinNameBorat ,

auch wenn ich schon im Verkehr war ? was sollte denn sein wenn er abgelenkt war und nicht gebremst hat ? lg

Kommentar von Blacklight030 ,

eben so solltest Du und Dein Zeuge es behaupten und keine Schuld einräumen, dennoch mit Rechtsanwalt

Antwort
von TheGrow, 19

Hallo MeinNameBorat,

also eines schon mal vorweg.

  1. Angst um Deinen Führerschein brauchst Du nicht haben
  2. Du hast ohne Zweifel die Schuld an den Unfall
  3. Wenn überhaupt hat der andere Fahrer eine Mitschuld an dem Unfall

Die Straßenverkehrsordnung schreibt folgendes vor, wenn Du von einem Parkplatz anfährst:

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§ 10 StVO - Einfahren und Anfahren

Wer aus einem Grundstück, aus einer Fußgängerzone (Zeichen 242.1 und 242.2), aus einem verkehrsberuhigten Bereich (Zeichen 325.1 und 325.2) auf die Straße oder von anderen Straßenteilen oder über einen abgesenkten Bordstein hinweg auf die Fahrbahn einfahren oder vom Fahrbahnrand anfahren will, hat sich dabei so zu verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist; erforderlichenfalls muss man sich einweisen lassen. Die Absicht einzufahren oder anzufahren ist rechtzeitig und deutlich anzukündigen; dabei sind die Fahrtrichtungsanzeiger zu benutzen. Dort, wo eine Klarstellung notwendig ist, kann Zeichen 205 stehen.

 

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Hättest Du Dich wie vom § 10 der StVO so verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist; wäre es nicht zu dem Unfall gekommen. Dementsprechend wird man Dir auch die Schuld an dem Unfall zusprechen.

Ob man dem anderen Fahrer eine Mitschuld an dem Unfall anlasten kann halte ich für fraglich. Denn selbst wenn er zu schnell war, wird man ihm das vermutlich nicht nachweisen können. Und selbst wenn man ihm das nachweisen kann, dass er zu schnell war, müsste man ihm noch nachweisen, dass die überhöhte Geschwindigkeit mit Ursächlich für den Unfall war und der Unfall sich nicht ereignet hätte, wenn er sich an die Geschwindigkeit gehalten hätte.

Aber die Klärung, wer Zuviel Prozent Schuld an den Unfall hat, spielt nur eine Rolle auf die Frage, wie die Regulierung des Schadens seitens der Versicherung abläuft.

Was Deine eigentliche Frage nach den Fahrerlaubnisbetreffenden Folgen angeht so gilt Folgendes.

Du hast gegen den § 10 der StVO verstoßen. Diesbezüglich hast Du eine Ordnungswidrigkeit gem. § 10 der StVO begangen der laut bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog wie folgt geahndet wird:

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Tatbestandsnummer: 110131

Tatvorwurf: Sie fuhren vom Fahrbahnrand an. Es kam zum Unfall.

Ordnungswidrigkeit gem.: § 10, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 47.1 BKat; § 19 OWiG

Verwarnungsgeld: 35,00 Euro

Punkte: Nein

Fahrverbot: Nein

Eintrag als A oder B - Verstoß: Nein

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Das heißt mit Zahlung der 35,00 Euro hätte sich die Sache für Dich erledigt. Auswirkungen auf Deine Probezeit hat der Verstoß nicht.

Aber Du hast geschrieben, dass bei dem Unfall der Fahrer des anderen Fahrzeuges verletzt wurde.

Diesbezüglich hat die Polizei wahrscheinlich ein Strafverfahren nach folgender Rechtsgrundlage gegen Dich eingeleitet:

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§ 229 StGB - Fahrlässige Körperverletzung

Wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft

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In den meisten Fällen wird das Strafverfahren wegen Fahrlässiger Körperverletzung nach:

  • § 367 StPO eingestellt weil kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht oder
  • § 153 StPO wegen Geringfügigkeit oder
  • § 153a StPO gegen Auflagen

eingestellt. Bei einer Einstellung des Verfahrens hat nur noch der Bußgeldbescheid bestand, sprich mit Zahlung der 35,00 Euro hat sich für Dich die Angelegenheit.

Solltest Du aber wieder Erwartens doch wegen Fahrlässiger Körperverletzung verurteilt werden, kommen zu der Strafe noch:

  • 2 Punkte und
  • ein Antrag als A - Verstoß dazu, der für Dich zur Folge hat:
  1. dass sich die Probezeit um zwei Jahre verlängert und
  2. dass ein kostenpflichtiges Aufbauseminar angeordnet wird.

Schöne Grüße
TheGrow

Kommentar von MeinNameBorat ,

Bist du dir dabei was du sagtest ziemlich h sicher ? Kommst sehr professionell  rüber. Unter welchen  Voraussetzungen  würde ich denn mein Lappen verlieren ?

viel dank für die super antwort !!

Kommentar von TheGrow ,

Der Entzug der Fahrerlaubnis richtet sich nach folgender Rechtsgrundlage:

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§ 69 StGB - Entziehung der Fahrerlaubnis

(1) Wird jemand wegen einer rechtswidrigen Tat, die er bei oder im Zusammenhang mit dem Führen eines Kraftfahrzeuges oder unter Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers begangen hat, verurteilt oder nur deshalb nicht verurteilt, weil seine Schuldunfähigkeit erwiesen oder nicht auszuschließen ist, so entzieht ihm das Gericht die Fahrerlaubnis, wenn sich aus der Tat ergibt, daß er zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet ist. Einer weiteren Prüfung nach § 62 bedarf es nicht.

(2) Ist die rechtswidrige Tat in den Fällen des Absatzes 1 ein Vergehen

  1. der Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315c),
  2. der Trunkenheit im Verkehr (§ 316),
  3. des unerlaubten Entfernens vom Unfallort (§ 142), obwohl der Täter weiß oder wissen kann, daß bei dem Unfall ein Mensch getötet oder nicht unerheblich verletzt worden oder an fremden Sachen bedeutender Schaden entstanden ist, oder
  4. des Vollrausches (§ 323a), der sich auf eine der Taten nach den Nummern 1 bis 3 bezieht,

so ist der Täter in der Regel als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen anzusehen.

(3) Die Fahrerlaubnis erlischt mit der Rechtskraft des Urteils. Ein von einer deutschen Behörde ausgestellter Führerschein wird im Urteil eingezogen.

**************************************************************************

Entscheidend ist der von mir fett da gestellte Teil des § 69 StGB.

Ein Entzug der Fahrerlaubnis ist nur dann möglich, wenn sich aus der Tat ergibt, dass Du zum Führen von Kraftfahrzeugen als ungeeignet bist.

Aber nur weil Du den Abstand und die Geschwindigkeit falsch eingeschätzt hast bist Du mit Sicherheit nicht ungeeignet zum Führen eines Kraftfahrzeuges.

Wann Jemand zum Führen von Kraftfahrzeugen als ungeeignet anzusehen ist kann man unter folgendem Link nachlesen:

http://www.berlin-strafverteidiger.info/strafrecht-a-z/entziehung-der-fahrerlaub...

Dort steht:

Ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen?

Das Gericht muss feststellen, dass der Täter zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet ist. Was Ungeeignetheit bedeutet, hat der Gesetzgeber offen gelassen. Die Rechtsprechung hat folgende Definition erarbeitet: Ungeeignetheit liegt vor, wenn eine Würdigung der körperlichen, geistigen oder charakterlichen Voraussetzungen und der sie wesentlich bestimmenden objektiven und subjektiven Umstände ergibt, dass die Teilnahme des Täters am Kraftfahrzeugverkehr zu einer nicht hinnehmbaren Gefährdung der Verkehrssicherheit führen würde.
 

Antwort
von Colombo1999, 45

Du bist von einer untergeordneten Straße (Parkplatzzufahrt) gekommen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Du die alleinige Schuld bekommst. Den Führerschein wird es Dich sicher nicht kosten, aber eine Hochstufung in der Versicherung.

Kommentar von MeinNameBorat ,

weshalb so sicher ? was mich enorm ärgert ist dass er mich hätte sehen müssen. und ich trotzdem die schuld bekomme. der Fahree meinte selbst er sei schuld gewesen, jedoch beim Gericht kann er ja was anderes sagen.

Kommentar von TheGrow ,

Das der andere Fahrer selbst gesagt hat, dass er Schuld hat, bedeutet ja nicht, dass er auch tatsächlich die Schuld an dem Unfall hat.

Im Gegenteil, Du hast geben § 10 der StVO verstoßen und Dich beim Anfahren vom Fahrbahnrand nicht so  verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist und genau dieses Fehlverhalten hat zum Unfall geführt. Allenfalls, wenn man dem anderen Fahrer eine viel zu hohe Geschwindigkeit und dass die viel zu hohe Geschwindigkeit mitursächlich für den Unfall war, nachweisen kann,  wird man dem anderen Fahrer eine Mitschuld geben.

Antwort
von HeymM, 19

Es waren also 2 Fahrspuren in einer Richtung? Und der Bus hat rechts neben der rechten Spur geparkt? Du bist mit verzögerter Geschwindigkeit auf die rechte Fahrspur gefahren. Vorher Schulterblick und Blinker getätigt? Der Auffahrer hätte also auf die linke Fahrspur ausweichen können? Anhand des Aufpralls (Schaden) müsste sich die Geschwindigkeit des Auffahrers ermitteln lassen. Wie hoch ist das erlaubte max. Tempo auf dieser Straße?

Kommentar von MeinNameBorat ,

richtig es war auch hell und er hätte mich sehen müssen !!! 50 kmh

Kommentar von HeymM ,

Dann sollte ein Sachverständiger die Geschwindigkeit ermitteln. Die Polizei ist nicht die richtige Instanz Urteile zu fällen. Sie nimmt in erster Linie den Unfall auf. Letztlich brauchst Du juristischen Beistand. Und der Richter wird am Ende das Urteil fällen.

Antwort
von sukuum, 33

wie stand denn der parkende bus kannst du nicht eine einfache zeichnung machen?

es gibt auch von richtern entscheidungen wo einer 70% oder 60% der schuld bekommt und der andere dann 30 oder 40

wirklich schwer aber wenn er den ganzen kofferraum getroffen hat ist er doch eigentlich ein auffahrer. die haben immer schuld.

Kommentar von MeinNameBorat ,

es war auch Hell hatte den Blinker und alles drum und drann, hätte schnellee gas geben müssen. jedoch hötte er mich echt sehen müssen und hätte zu 100 % rechtzeitig reagieren können, jedoch is er einfach rauf gefahren. kann nicht schlafen

Kommentar von sukuum ,

hat der bus auch voll auf der strasse gestanden?

Kommentar von MeinNameBorat ,

ja der bus hat halt geparkt aber was hat der bus für eine relevanz ???

Kommentar von sukuum ,

wenn du wegen dem bus eh bremsen must weil er ja wie du voll auf der fahrbahn steht. dann muss der auffahrer ja sowieso wegen des busses bremsen. dein auto ist ja max 3 m lang oder so der bremsweg hätte ihm dann auch nicht geholfen.

Kommentar von MeinNameBorat ,

du hast ein kleinen denk fehler ganz links war frei rechts( sozusagen die mitte ) und ganz rechts parkende Autos darunter auch ich. ich fahre los habe alles beachtet und sehe das autom bin schon auf der fahrbahn und fahre paar meter jedoch langsam und dann mit voller wucht rast das auto hinter mr voll suf den kofferaum ich verlieren die kontrolle und fahre in den parkenden bus ganz reichts.

Kommentar von sukuum ,

achso ok. ich glaube aber da gibt es für richter klare richtlinien. was nun schon auf der fahrbahn gild. das wird man ausrechnen müssen.

Kommentar von TheGrow ,

Ob er schon ganz auf der Fahrbahn war oder nicht ist unerheblich.

Gem. § 10 der StVO hat man sich beim Anfahren vom Fahrbahnrand   so zu verhalten, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist; erforderlichenfalls muss man sich einweisen lassen.

Hätte er sich so verhalten, währe es nicht zu dem Unfall gekommen.

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