Frage von Elenakltvc, 64

Bin ich phychisch gestört?

Hallo, ich bin weiblich und 16 jahre alt meine frage ist ob ich mich selbsteinweisen sollte in eine kinderpsychiatrie aber nun erstmal zu meiner geschichte: ich hatte pläne alle meine pläne und ziele scheiterten außerdem trennten sich meine eltern alle meine freunde wandten sich von mir ab und ich bin miserabel in der schule ich wollte einfach nur noch sterben doch gestern habe ich mich angefangen zu ritzen und ich überlege mir meine pulsadern aufzuschneiden damit ich einfach weg bin und alles leichter wird ich hab NIEMANDEN der mich liebt wirklich niemanden ich habe angstzustände und andauernd nervenzusammenbrüche ich krieg den gedanken nicht aus dem kopf mein leben einfach schnell zu beenden. Ich würde mich selbsteinweisen aber das würde auch nicht helfen ich bin einfach viel zu verschlossen ich kann niemals irgendjemanden von meinen problemen erzählen bald kommen die real prüfungen ich weiss wirklich nicht was ich machen soll. Was sagt ihr?

Antwort
von FurtherMind, 32

Psychisch gestört ist so ziemlich jeder Mensch, manche mehr, manche weniger. Manche kommen damit zurecht und haben den Willen es zu kontrollieren, andere nicht - das sind dann die die sich selber umbringen. 

Für mich hört sich das stark nach einer manifestierten Depression an. Das ist nichts was man ignorieren sollte oder unter den Teppich schieben, wenn man denkt dass man gerade doch ganzen gut zurecht kommt. Es ist eine Art Krankheit, eine Spirale die immer weiter nach unten geht. 

Um da wieder raus zu kommen sollte man einen Psychiater aufsuchen. 

Davon müssen deine Eltern nichts wissen - du gehst ganz normal zu deinem Hausarzt und redest mit ihm. Der sollte dir dann einen Psychiater raus suchen - gefällt dir der ausgesuchte nicht, kannst du dir einen anderen geben lassen. Es muss eine Person sein bei der du dich wohl fühlst. Der Arzt steht genau wie der Psychiater unter Schweigepflicht. Zusammen könnt ihr ausarbeiten woran dein Zustand liegt, was du tun solltest um wieder hoch zu kommen. Unterstützend wirken gesunde Ernährung, viel Sonne und frische Luft, sowie Sport. 

Antwort
von Bessarion, 11

Eine Selbsteinweisung kann hilfreich sein gegen Depressionen, die sich nicht mit ein paar Worten aus der Welt schaffen lassen. Ritzen ist absolut keine Alternative - weder Heilung noch Problemlösung. 

Ein Freund von mir hatte ein ähnliches Problem, hatte sich damals auch selbst eingewiesen. Nur wenige wussten davon - ich kann nicht sagen, ob es ihm im Nachhinein geholfen hat - er verhielt sich kaum anders, ich denke jedoch, dass er diese Zeit überbrücken konnte ohne, dass er sich selbst verletzt hat. 

Pläne gibt es ständig, teilweise geht dieser Druck von Seiten aus, die du gar nicht bemerkst. Die Gesellschaft oder die Familie schreibt vor, was man darf und was nicht: Dabei kannst du ganz offen deinen Unmut breit machen. Dass Schule nicht unwichtig ist, scheint dir bewusst zu sein, allerdings ist die Schule nicht im Ansatz so wichtig, wie andauernd betont wird. Wichtiger ist selbstverständlich deine Gesundheit, mein Freund hat das Jahr an der Schule nachgeholt. Auch Druck ist überdosiert extrem schädlich für das Befinden und auch die Gesundheit. Entspannung kann man dort finden, wenn man erkennt, dass die Meinungen anderer dir nichts antun können. Scham und Minderwertigkeitsgefühle sind völlig nutzlos, versuche mal nichts nachzujagen, keinen Trends, keine Ansprüche anderer Menschen - man hat eigentlich genug Zeit - die Freiheit von diesen Dingen kann dem Leben eine völlig neue Antwort geben. 

Bei den Theorien, die ich zum Alkoholismus lesen musste, habe ich folgendes gelernt: Heilung kann auch durch einen Erkenntniswandel stattfinden. Da du dich offensichtlich aktiv mit deiner Depression beschäftigst ist das ein Schritt in die richtige Richtung. 

Sich zwingen für andere Menschen ist furchtbar. Du musst nicht sein, wie sie es wollen. Traurigkeit entsteht in dir (und das ist gar nicht verwerflich), die anderen geben dir Anreize dafür. Richte deine inneren Zweifel auf äußere Umstände. Versuche andere Dinge zu kritisieren, statt immer nur dich: Stelle eine Liste auf. 

Schreiben als Therapie ist eine schöne Möglichkeit Frust loszuwerden. Brülle und schreie in ein Kissen, lass Wut heraus. Du kannst einfach alles an einem Kissen herauslassen, statt an deiner eigenen Haut. Male Bilder, geh aus dir heraus, lass die Leute denken, was sie wollen. 
Du kannst versuchen mal mit Meditation zur Ruhe zu kommen, nur auf den Atem hören. 

Ich bin zuversichtlich, dass du auch diese Zeit überwinden wirst, hoffentlich ohne Schaden davonzutragen. Denn wie du siehst, können auch Fremde sich ein Stück ihrer Zeit nehmen, um jemand anderes aufzumuntern. Die Welt ist nicht schlecht und du bist es auch nicht :)

Liebe Grüße, B

 

Antwort
von FelinasDemons, 14

Du wirst geliebt. Dafür lege ich meine Hand ins Feuer. Genauso wie dein Leben wertgeschätzt wird und deine Anwesenheit auf diesem kaputten Planeten.

Du bist suizidgefährdet, weshalb eine Einweisung deinerseits auf keinen Fall verkehrt wäre. In erster Linie ist wichtig, dass du dort nicht alleine bist. Und manchmal braucht es eben Zeit um sich zu öffnen. Das ist ganz normal.
Ich finde es aber extrem Klasse, dass du deine Probleme erkennst und was dagegen tun möchtest:) Kann man nicht von allen in deiner Altersgruppe behaupten.

Also bitte, hol dir die Hilfe, die du brauchst.
Du bist noch so jung. Bitte gib nicht auf.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Glück😊🍀🍀

Antwort
von comhb3mpqy, 18

Hallo,

Du kannst mit einem Menschen reden. Es gibt im Internet und über das
Telefon kostenlose Seelsorge. Auch solltest Du zu einem Psychologen gehen.

Ich bin Christ. Gott liebt Dich und will, dass Du lebst. Du kannst im Internet nach Videos schauen, in denen Du erfährst, wie sehr Gott Dich liebt.
Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich in den Kommentaren fragen.

Alles Gute

Kommentar von Elenakltvc ,

Wieso lässt mich Gott so leiden? Ich kann das nicht schildern wie ich mich fühle, aber dieses Gefühl niemanden an seiner Seite zu haben und sich von seiner eigenen Familie anhören zu müssen, dass niemals etwas aus mir werden wird. Ich kann nicht mehr...wirklich nicht..

Kommentar von comhb3mpqy ,

Ich bitte Dich, dass Du zu einem Psychologen gehst.

Antwort
von aaaaaargh, 17

Ich würde dir eine Therapeutin empfehlen, das hilft dir :) du schaffst das..

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