Frage von xXHoLyFuCkXx, 72

Bin ich normal, wenn ich auf süchtig nach schwulen Pärchen bin?

Ich bin 15 Jahre alt, ein Mädchen und ich liebe es Geschichten über schwule zu lesen, Bilde/Videos zu schauen. Ich finde sie einfach abgöttisch süß und könnte den ganzen Tag damit verbringen sie anzuschauen, das kann nicht normal sein oder?

Antwort
von Digarl, 54

Was sollte daran anormal sein? Das ist, genauso wie die Homosexualität selbst, vollkommen normal. In Sachen Sexualität gibt es nur eine Sache die nicht normal ist ... die Asexualität. Alles andere hat durchaus seinen Nutzen (ok, "alles" ist so ein weitgreifender Begriff).

Nur finde ich es schon irgendwie fraglich, was du an schwulen Pärchen so süß findest. Allerdings hat der andere wieder einen Fußfetisch und den kann man ja auch nicht so ganz leicht nachvollziehen. 

Kommentar von jorkus4 ,

Findest du Pädophilie normal`?

Kommentar von Digarl ,

Obwohl das gar kein Thema ist beantworte ich diese Zwischenfrage trotzdem:

Während Homosexualität eine "richtige" Sexualpräferenz ist, ist Pädophilie dies nicht. Der Unterschied besteht darin, dass die Homosexualität die "Hauptpräferenz" der Sexualität der jeweiligen Person ist, während Pädophilie oftmals eine Art "Nebenpräferenz" zur z.B. Hetero- oder Homosexualität ist. Die Schulmedizin bezeichnet sie deshalb auch als "Störung" der Sexualpräferenz, nicht aber als eigene Sexualpräferenz. Da sich die Frage aber um "Hauptpräferenzen" dreht, ist auch anzunehmen, dass meine Antwort davon handelt, was wiederum deine Frage überflüssig machen würde.

Das Wort "normal" drückt übrigens aus, dass etwas der Norm, sowohl aus medizinischer, als auch aus gesellschaftlicher Sicht, entspricht. Aus gesellschaftlicher Sicht kann man also, heutzutage (es gab Epochen in denen sich die Frage nicht so leicht beantworten ließe), sagen, dass Pädophilie definitiv anormal ist.
Aus medizinischer Sicht hingegen ist dies nicht so leicht, da es selbst heutzutage noch ein umstrittenes Thema ist. Offiziell ist Pädophile als Krankheit eingestuft, dennoch hat dieser Status einige Kritiker unter den Experten. So oder so, fest steht: Schäden am Hirn oder in der Psyche kann man bei "normalen" Pädophilen nicht feststellen, ähnlich wie bei Homo-/Heterosexuellen Menschen. Erst wenn eine Abstufung der Psychopathie eine Rolle spielt, kann man erkennen, dass die Amygdala um bis zu 20% kleiner ist, als die der meisten Menschen. In diesem Fall wäre es also definitiv eine neurologische Krankheit. Doch das würde eher die Psychopathie bzw. das Verhältnis zwischen Psychopathie und Pädophilie betreffen. Wie diese Schäden entstehen ist auch schon größtenteils geklärt, sie sind so gut wie nie angeboren. Ergo ist es, wie bereits oben geschlossen, eine Störung.

Wie es bei jenen Pädophilen aussieht, die diese Auffälligkeit am Hirn nicht haben, weiß ich nicht und auch kein Psychiater/Psychologe der Welt. Vor allem mir, als Nicht-Psychologe-/Psychiater, steht es nicht zu ein Urteil darüber zu fällen. Fest steht aber: Mit Abstand die meisten dieser Pädophilen, also ohne neurologische Auffälligkeiten, haben sich niemals strafbar gemacht. Des Weiteren ist es lediglich ein sehr kleiner Anteil der Pädophilen, die wirklich einen Übergriff auf ein Kind begehen würden bzw. es taten und von genau denen, die einen Übergriff begangen haben, haben die meisten die oben angesprochene neurologische Einschränkung an der Amygdala. Demnach sind diese, also jene mit Einschränkung, wie bereits mehrfach geschrieben definitiv nicht "normal".
Außerdem werden sehr viele Übergriffe auf Kinder von Nicht-Pädophilen Menschen begangen, weshalb auch immer. Nicht jeder Kinderschänder ist pädophil und nicht jeder Pädophile ist ein Kinderschänder. 

Fazit: Aus gesellschaftlicher Sicht definitiv nicht "normal", aus medizinischer Sicht habe ich, du übrigens sicherlich auch, nicht das Recht dazu diese Sache zu bewerten. 
Aus moralischer Sicht bin ich definitiv keiner dieser Menschen, die sagen: "Die einzige Heilung für diese Schweine ist eine Tablette in 9mm". Ich bin einer derjenigen, die sagen das diese Menschen, bzw. der größte Teil von ihnen, niemanden etwas böses tun würde und man ihnen helfen sollte/muss (so wie es z.B. die Mediziner von "Kein Täter werden" tun). Ich bin auch einer der seine Augen nicht verschließt und sagt: "Schaut mal, dieser Kinderschänder war gar nicht pädophil".
Das Wort "normal" ist sehr subjektiv. Für jemanden aus Kanada ist etwas anderes "normal", als für jemanden aus Nordkorea. In einigen antiken Reichen war es "normal" Lustknaben zu haben (also für die höhere Gesellschaftsschicht). Sowas wäre heutzutage undenkbar. Ebenso distanziere ich mich von Wörtern wie "gut", "schlecht", "böse" usw., da diese alle rein subjektiv sind. 
Man sollte nicht darauf achten, ob etwas "normal" ist. Man sollte nur darauf achten, dass niemand geschädigt wird. Denn die Freiheit des einzelnen hört da auf, wo die eines anderen anfängt. Und ein pädophiler der niemanden etwas zu leide tut, ist in meinen Augen auch kein "schlimmer" Mensch (der Konsum von Kinderpornografie hat auch negative Auswirkungen auf Kinder. Und zwar auf die dargestellten).
Es gibt auch Objektophile, also Leute die z.B. von Gegenständen erregt werden. Diese Menschen leiden teilweise auch unter ihrer Neigung, dass ist bei pädophilen nicht anders. Oder denkst du etwa, dass sie gerne pädophil sind?

Gegenfrage:

Findest du Homosexualität etwa abnormal?

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