Frage von Clatronic3000, 94

Bin ich mit einem 29zoll 30 gang fahrrad schneller als mit einem 26zoll 27gang?

Ja oder nein

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von darkhouse, 46

Da der Abrollumfang größer ist und die maximale Untersetzung bei einer 30-Gang zumindest nicht geringer ist als bei einer 27-Gang, ergibt sich logisch, dass man - bei gleicher Pedaldrehzahl - schneller ist.

Bei beiden ist das 11er Ritzel das kleinste auf dem Ritzelpaket, denn kleiner kann es durch die Zahnform nicht sein. Vorn hat man 42 oder 44 Zähne auf dem großen Kettenblatt, auch 40 oder 48 sind möglich.

Bei Kombi 11/44 hast du bei beiden die gleichen Tretverhältnisse.

Bei Schwalbe gibt es 26-Zoll- und 29-Zoll-Varianten der gleichen Reifen. Bei einem Bsp. hat der 29er 2330 mm Abrollumfang, der 26er 2120 mm. Also 21 cm mehr Strecke pro Umdrehung. In Prozent ausgedrückt, bist du also rund 10% schneller.

Kommentar von downhillmaster ,

**Klugscheißermode** Gab bis vor Kurzem so´n microdrive System von den Canfield Brothers das es ermöglichte als kleinsten RItzel nen 9T zu verwenden, benutzt wurde dann ne Shimano HG73 Capreo Kassette... Kosten nur für dieses System neu zwar um die 400-500€, aber immerhin ^^ Gibt glaub ich auch ähnliche Systeme von anderen Herstellern, alles Spartenprodukte, logo...

Und dann ist natürlich noch die Frage der Reifen... Auf n 29"er lässt sich ja auch ein 28"er Reifen aufziehen, wenn das 26" Bike dagegen einen Reifen mit 2,5" oder mehr Breite und entsprechend größerem Außenumfang als der 28"er hat (was durchaus geht, hatte mal ne Zeit lang n RR neben meinem DH Hobel stehen, der LR-Durchmesser beim RR war deutlich kleiner, und die Reifen waren für RR schon recht breit...), siehts schon wieder anders aus. Rollwiderstand ist bei nem breiten Slickreifen jetzt auch nicht so übel.

Kommentar von darkhouse ,

Na ja, ich wollte an einem Beispielreifen nur grundsätzlich herleiten. Und zwar ein Reifen, den es in einer 29er und in einer 26er Ausführung gibt. Klar kann man fast beliebig rumexperimentieren, mir ging es um den Grundsatz. Auch kann man sagen, dass es schwerer ist, mit einem 29er die Pedaldrehzahl gleich hoch zu halten.

Expertenantwort
von downhillmaster, Community-Experte für Fahrrad, 32

Die maximale Übersetzung (des Gesamtrades, nicht der Schaltung) ist normalerweise eine höhere, ja, ob du die brauchst ist aber fraglich...

Schneller wirst du nur durch mehr Beinarbeit und effektivere Nutzung deiner Kräfte. Dies lässt sich bewerkstelligen durch weniger Gewicht, eine stärker vortrieborientierte Geometrie und weniger Widerstand, also Rollwiderstand der Reifen, Widerstand von Achs- und Innenlager sowie Luftwiderstand (letzteres wird nur im semi- bis professionellen Rennradsport relevant, und Gewicht ist im Alltag auch eher nebensächlich, alles unter 13kg geht schon gut ab wenns vernünftig eingestellt und geschmiert ist).

Wenn du an nen 20kg Bock mit Conti Kaiser Bereifung und dichten Lagern n 56T Kettenblatt dranhaust, hinten 11er Ritzel, kann ich dir versichern das du auf dem Gang die Pedale garnicht getreten bekommst, weil die Widerstände und das Eigengewicht einfach stärker sind als die Kraft, die du auf einer hohen Übersetzung noch hast (nötige Kraft pro Umdrehung wird höher mit höherer Übersetzung, vorhandene Kraft in deinen Beinen bleibt aber gleich).

Expertenantwort
von Franz1957, Community-Experte für Physik, 28

Falls überhaupt, dann nur wenn Du auch die Kondition dafür hast.


Antwort
von Marshl, 49

wenn beides mountain bikes sind, ja

Antwort
von controller1, 49

Zumindest ist die endgeschwindigkeit höher, mit kleineren räder kann man aber besser beschleunigen.

Antwort
von 716167, 60

Nein.

So absolut kann man das nicht beurteilen.

Rennrad vs. Mountainbike: da gewinnt das Rennrad auf glatter Strecke aufgrund des deutlich geringeren Rollwiderstandes immer.

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